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Veröffentlicht am 04.01.2017

Beim Jungfernflug fliegt das Jungfernhäutchen weg.

Nenne drei Hochkulturen: Römer, Ägypter, Imker
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Im Buch sind die kuriosesten und witzigsten Schülerantworten auf die verschiedensten Fragen sämtlicher Themen aufgeführt und abgedruckt – die Schüler setzen nach dem bisherigen Bucherfolg von „Nenne drei ...

Im Buch sind die kuriosesten und witzigsten Schülerantworten auf die verschiedensten Fragen sämtlicher Themen aufgeführt und abgedruckt – die Schüler setzen nach dem bisherigen Bucherfolg von „Nenne drei Nadelbäume – Tanne, Fichte, Oberkiefer“ noch einmal eins drauf mit ihren irren Schreibfehlern und wirklich absurden Wissenslücken – mit einem großen Potential an Phantasie, wenn es um Begründungen geht.

Leseprobe

Seite 20

Original: Ich war hungrig.

Übersetzung: I true hungry.

Original: Der große Strom Amazonas.

Übersetzung: The big energy Amazonas.

S. 41

Auslöser für den Ersten Weltkrieg war der Mord an Österreichs Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajevo im Juni 1914.

Eine Schülerin schrieb über dieses Ereignis:

„Sarajevo wurde erschossen.“ (Klasse 9)

Und was passierte dann?

„Es kam zu Unruhen auf dem Balkon.“ (Klasse 10)

meine Meinung

Bücher, die mich gut unterhalten, die mal anders sind, kurioses und lustiges beinhalten, die mag ich ja wirklich gerne. Entsprechend hab ich mich auch auf diese Lektüre hier gefreut und war gespannt was ich mal wieder „dazu lernen“ kann – oder besser eben nicht.

Eingeteilt ist das Buch in verschiedene Kapitel, so gibt es beispielsweise ein Kapitel über den Englischunterricht bzw. dessen Ergebnisse, Kapitel über den Geschichts-, Politik-, Biologie-, Religions-, Erdkunde- und Deutschunterricht. Dazwischen lernt man noch etwas, man lernt nämlich die besten Ausreden kennen, ebenso die schönsten Schreibfehler, Patzer aus dem Abitur, etwas über das „Allgemeinunwissen“ (ja!) und erfährt andere Dinge mit den „Geständnissen aus dem Lehrerzimmer“.

Die Einteilung des Buches gefällt mir gut, ebenso die vorhandenen Erläuterungen, wenn es denn beim Thema nötig ist. Über manche Sachen kann man wirklich nur den Kopf schütteln, ich finde es z.B. auch amüsant wie Bundesländer benannt werden: Da wären dann „Schiesweg-Holzstein“ und „Reinhold-Falls“. (Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz) – ebenso meint ein 10. Klässler, dass „Alaska der größte europäische deutsche Bundesstaat“ ist. Man hat im Buch wirklich sämtliche Aussagen und kuriosen Schreibfehler aufgeführt, bei manchen kriege ich regelrecht Gänsehaut, weil es Sachen sind, die man ja wissen könnte (natürlich muss man in der dritten Klasse noch nicht soviel wissen wie in der 10. Klasse – das unterscheide ich auch!). Manchmal ist es aber auch wirklich sehr lustig, weil die Fehler so kurios, die Begründungen und Ausreden so lustig sind.

Ein Beispiel gefällig? Thema: Schutz vor Infektionen – „Man muss immer viel Desendfickmittel benutzen.“ (Klasse 8) (Seite 168).

Alles in allem ist das wieder ein Buch, das mir gut gefällt, in das man immer wieder mal hinein lesen kann, gerade für unterwegs, wenn man vielleicht nur mal kurz lesen kann oder sich nicht großartig ins Lesen vertiefen kann oder will, dafür ist es echt gut geeignet. Ich wurde hier gut unterhalten, mir wurden lustige und kuriose Szenen geboten, amüsante Aussagen, böse Rechtschreibfehler. Ich kann dieses Buch entsprechend nur empfehlen und vergebe hier 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 04.01.2017

Eine wahre Geschichte.

Meine kleine Cityfarm
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Novella Carpenter wohnt in Oakland. Nicht mitten in der Stadt, sondern wohl eher am Stadtrand, dort wo schon ab und an mal ein Drogensüchtiger sich eine Spritze setzt, auf dem Highway Schießereien stattfinden, ...

Novella Carpenter wohnt in Oakland. Nicht mitten in der Stadt, sondern wohl eher am Stadtrand, dort wo schon ab und an mal ein Drogensüchtiger sich eine Spritze setzt, auf dem Highway Schießereien stattfinden, nun ja. Hinter dem Haus, in dem sie mit Freund Bill in einer Wohnung mit Terrasse wohnt, befindet sich ein unbebautes Grundstück, dass sie kurzerhand zum Gärtnern nutzt. Mit der Zeit wachsen nicht nur Tomaten und Kohlköpfe, Novella legt sich auch Enten, Hühner, Gänse, Truthähne und Kanninchen zu... Das war noch nicht alles...

Ich hatte irgendwann schon mal von diesem Buch gelesen - die Geschichte, am Rande einer Großstadt mehr als nur zu Gärtnern klang einfach zu interessant, zumal ich ja auch recht Gartenbegeistert bin. Anfangs konnte mich Novella noch nicht so wirklich in ihren Bann ziehen, die Geschichte plätschert erst so vor sich dahin, hat durchaus Längen.

Mit der Zeit jedoch war ich regelrecht gefesselt, wollte wissen, wie es weitergeht - schließlich zieht Novella die Truthähne nicht zur Dekoration auf... sondern um sie nach einiger Zeit zu Schlachten und zum Essen zuzubereiten. Auch das gehört meiner Ansicht nach zum Leben dazu und sie schilderte dies im Buch kurz, natürlich und nicht übertrieben oder gar blutrünstig. An manchen Stellen konnte ich mit der Autorin regelrecht mitfühlen, ihre Wassermelonen gingen nicht gut auf, lediglich eine Pflanze schaffte es, trug schließlich eine einzige Frucht. Als sie diese dann ernten wollte, war sie weg. Wohl von jemandem aus der Nachbarschaft geklaut... (Ansonsten dürfen ihre Nachbarn schon gerne mal was ernten.)

Auch ihr Experiment, sich einen Monat lang nur aus ihrem eigenen Garten zu ernähren, war eine spannende Phase im Buch.

Wer gerne gärtnert und noch ein bißel mehr darüber hinaus ein Verständnis für die Natur hat, dem lege ich dieses Buch ans Herz. Man muss sich dafür schon auch ein bißchen begeistern können. Natürlich sind manche Sachen auch ein großes Experiment - möglicherweise kann ihr Buch hier als Vorlage dienen, dies selbst mal auszuprobieren. Warum auch nicht? Ich habe mich - nach anfänglichen Schwierigkeiten - hier gut aufgehoben gefühlt, was ich lediglich etwas schade finde ist die Tatsache, dass hier Fachbücher aus Amerika aufgeführt werden. Das ist ja grundsätzlich logisch, jedoch wäre hier ab und an eine Übersetzung ins Deutsche angebracht. (Man findet übrigens ein Fachbuchverzeichnis ganz hinten im Buch.)

Ansonsten kann ich das Buch empfehlen und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 04.01.2017

"Aus großen Brüsten folgt große Verantwortung." (S.26)

Mein schönstes Ferienbegräbnis
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Sarah und Ulf leben so vor sich hin, essen gerne und viel Eis - und hätten gerne ein Kind. Zumindestens Ulf. Das erklärt er Sarah auch so, so dass die beiden schließlich Mau-Mau spielen um die Frage zu ...

Sarah und Ulf leben so vor sich hin, essen gerne und viel Eis - und hätten gerne ein Kind. Zumindestens Ulf. Das erklärt er Sarah auch so, so dass die beiden schließlich Mau-Mau spielen um die Frage zu klären, ob sie ein Kind bekommen (bzw. bekommen sollen). Dann kommt jedoch der Tod von Sarah's Vater dazwischen - und Sarah begibt sich quasi auf eine Reise um mal für sich festzustellen, ob sie überhaupt ein Kind will oder vielleicht lieber doch nicht.

Die Geschichte des Buches fand ich generell interessant und war wirklich gespannt drauf, was mich da so erwarten würde. Doch irgendwie habe ich recht schnell zu Beginn gemerkt, dass das Buch anders geschrieben ist, als ich es mir gewünscht hätte. Aber mal langsam. Vom Schreibstil her ist es ganz gut nachzuvollziehen, keine großartigen Fremdwörter oder Fachbegriffe, die Sätze auch nicht verschachtelt, gut gedanklich zu verstehen. Aber irgendwie hat mich der Schreibstil nicht in seinen Bann ziehen können, denn es war für mich so eine Mischung - eben inhaltlich - aus "das soll jetzt mal tiefgründiger sein" und "oh, ich will aber lustig sein". Generell können für mich tiefgründige Bücher und Geschichten durchaus auch sehr amüsante, lustige, witzige Momente und Szenen haben, aber nicht so ein "auf Teufel komm raus", wie ich es hier empfunden habe.

Überhaupt bin ich von der Geschichte mehr enttäuscht als dass sie mir gefallen hat. Es ist zwar eine interessante zeitliche Gliederung, auch die Art und Weise, wie Menschen und deren Geschichte immer wieder ins aktuelle Geschehen eingebunden bzw. kurz erläutert werden, fand ich gelungen, aber ansonsten hatte ich mir hier einfach mehr erhofft. Beim Lesen werde ich gerne gut unterhalten, es dürfen die verschiedensten Emotionen dabei hervorgelockt werden, hier jedoch fand ich es einfach schade, dass dies in keinerlei Hinsicht geklappt hat. Das Buch plätschert so vor sich hin, zumindest habe ich das so empfunden. Ja, es gibt Dinge, die da unerwartet in der Geschichte passieren, aber nun ja.

Mir hat das Buch leider nicht so gut gefallen, ich habe des öfteren überlegt ob ich es einfach zur Seite lege und abbreche, habe es dann aber doch komplett gelesen. Vielleicht gibt es ja Menschen, die mit dieser Geschichte etwas anfangen können, für mich gab es da lediglich kleine Ansätze, die ich mal kurz amüsant fand. Entsprechend kann ich das Buch leider nicht empfehlen und vergebe so nur 2 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 04.01.2017

Lass uns Samenbomben bauen und das Leben genießen!

Mein kreativer Stadtbalkon
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Silvia Appel zeigt in ihrem Buch verschiedene Möglichkeiten rund um das Gärtnern und Kreativ-sein auf und um ihren Balkon herum auf - von tollen DIY-Ideen (Pflanzgefäße, Tisch, Hocker) bis hin zu verschiedenen ...

Silvia Appel zeigt in ihrem Buch verschiedene Möglichkeiten rund um das Gärtnern und Kreativ-sein auf und um ihren Balkon herum auf - von tollen DIY-Ideen (Pflanzgefäße, Tisch, Hocker) bis hin zu verschiedenen Tipps - angefangen bei der Wahl der richtigen Gartenerde sowie des Saatguts bis hin zu Ernte- und Verarbeitungshinweisen (-rezepten).

Der Aufbau des Buches gefällt mir richtig gut, man kann das Buch mal grob in "Basics zum Loslegen", "Pflanzen brauchen ein Zuhause", "Geeignete Pflanzen", "Pflanzenpflege", "Ernten und Verarbeiten", "Gemütlichkeit" sowie "Gärtnern ohne Garten" einteilen - ganz hinten im Buch findet man dann noch einen Balkonkalender, Bezugsquellen sowie Internetadressen, Platz für Notizen, ein paar Worte über die Autorin sowie deren Danksagung.

Zu Beginn erklärt die Autorin erst einmal welche Sachen generell benötigt werden - eben z.B. eine Schaufel, Pikierwerkzeug, etc. Direkt im Anschluss findet man dann direkt ein paar tolle DIY-Ideen, so kann man beispielsweise ein kleines Mini-Gewächshaus mit sehr wenig Aufwand "bauen", ebenso Anzuchttöpfchen (aus Zeitung bzw. Eierschalen). Im nächsten Kapitel werden dann Möglichkeiten der Bepflanzung vorgestellt - Kartoffeln im Reissack sind da beispielsweise eine ahnsehnliche und durchaus effektive Variante, aber auch die hierzulande sehr beliebte Weinkiste kommt ins Spiel. (Selbstverständlich findet man auch hier wieder tolle Selbermach-Ideen bzw. Anleitungen.)

Anschließend werden die verschiedensten Pflanzen vorgestellt, von der Tomate über die Paprika bis hin zu Kräutern und der Zwiebel - eingeteilt in Nutzpflanzen für Einstieger sowie Pflanzen für Experimentierfreudig. In der kleinen Kräuterkunde erfährt man auch einiges über die verschiedenen Gartenkräuter, die man ja recht einfach heran ziehen kann. Weiterhin gehts generell um die Pflege von Pflanzen, wie man diese Bewässern kann bzw. was man gegen Schädlinge tun kann (hier werden aber natürliche Helfer vorgeschlagen, z.B. das Besprühen mit einem Knoblauchtee, etc.).

Im Kapitel rund ums Ernten und Verarbeiten werden Varianten zum Kräuter-haltbar-machen, Öl und Essig herstellen sowie Gemüse lagern und einkochen vorgestellt - mit Rezepten selbstverständlich.
Darauf folgt das "Gemütlichkeitskapitel", hier gibts ein paar Anregungen wie man es sich gemütlich (Balkonbett, Tisch, Hocker, Gartenteich, Lampion-Lichterkette) machen kann, welche Gerichte man bei einer Grillparty reichen kann (Walnuss-Kartoffel-Brot, Marinierte Limetten-Scampi, Banane mit Schokolade gespickt) und wie man einen Mädelsabend gestalten kann (Blüten-Bowle, Peeling, Handcreme).

"Gärtnern ganz ohne Garten" befasst sich mit der Anzucht von kleinen Pflanzen in der Wohnung (Avocadopflanze, Kresse-Igel) sowie dem Guerilla-Gardening (Samenbomben bauen).

Mir hat dieses Buch wirklich super gut gefallen, die Art und Weise wie es gestaltet ist sagt mir sehr zu, es gibt immer wieder viele Fotos als Beispiele, so sieht man direkt auch, wie etwas zusammen gebaut/gebastelt wird etc. (Gelegentlich hätte ich mir noch ein Bild mehr zur Erläuterung gewünscht, aber gut, vielleicht hilft es da dann auch, wenn man sich die Anleitung zwei, dreimal durchliest... ;) ) Ansonsten ist alles auch immer gut und ausführlich erklärt, egal ob es da um Informationen über die verschiedenen Pflanzen und Gewächse geht oder eben DIY-Anleitungen. Auch die Anleitungen an sich sind gut gemacht, hier wird auch immer erklärt was man genau benötigt - und das ist wirklich nichts großartig außergewöhnliches, sondern durchaus leicht zu besorgen bzw. hat man ggf. sogar selbst.

Die Schilderungen finde ich soweit auch alle wirklich gut nachvollziehbar, wobei ich mich hier nicht zu den Laien zähle, da ich ja selbst schon seit einigen Jahren auf Balkonien immer wieder gärtnere, meine Paprika und Tomaten selbst ziehe, etc. Dennoch waren es auch für mich tolle Informationen, wobei ich auch hinsichtlich der Schädlinge leider schon meine eigenen Erfahrungen machen musste. (Ich kann da ja auch Nützlinge sehr empfehlen, wenn man keine Chemiekeule einsetzen möchte; im Buch wird auch alles auf natürlichem Wege angegangen - die Chemiekeule lässt man auch außen vor.)

Ich fand es wirklich eine tolle Lektüre, auch für mich waren noch Neuigkeiten im Buch enthalten, die Selbermach-Ideen und Vorschläge haben mir wirklich gut gefallen, sie sind meist recht leicht nachzubauen/-basteln. Auch die Rezepte finde ich toll, denn sie sind ohne großen Aufwand zu machen - und machen durchaus was her. (Selbstgemachte Gemüse"brühe", Kräuteröl, etc.) Und solche Sachen kann man ja auch durchaus gut verschenken, was ich dann auch gerne mache.

Für mich ist "Mein kreativer Stadtbalkon" ein rundum gelungenes Buch, wenn man sich mit dem Thema Gärtner, Kreativ-sein und Selbermachen auseinandersetzen will, sich dafür interessiert. Ich kann dieses Buch wirklich nur empfehlen und vergebe hier 5 von 5 Sternen.



Zur Erläuterung:
DIY = Do It Yourself

Veröffentlicht am 04.01.2017

Zuviel Predigen und Gut-Zureden nervt.

Mein Leben ohne Limits
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Nick wollte sich als kleiner Junge das Leben nehmen, weil er mit seiner Fehlbildung nicht "glücklich" war. Heute reist er um die ganze Welt, versprüht regelrecht Lebensmut und -freude und versucht so andere ...

Nick wollte sich als kleiner Junge das Leben nehmen, weil er mit seiner Fehlbildung nicht "glücklich" war. Heute reist er um die ganze Welt, versprüht regelrecht Lebensmut und -freude und versucht so andere Menschen entsprechend zu motivieren und für Gott zu begeistern.

Ja, von was bin ich bei diesem Buch eigentlich ausgegangen? Eigentlich dachte ich, dass es sich hier, wie vom Titel her anzunehmen und von der Bücherei auch gekennzeichnet um eine Biografie handelt. Die ist es teilweise auch. Nick schildert im Buch, wie er sein Leben bisher lebt(e) (was eben in der Vergangenheit passiert), wie er als Kind aufwuchs, die Situation für seine Eltern war, etc.

Er versucht aber auch immer wieder zu motivieren. Da denkt man, oh, nun liest man etwas über das Leben, das ich mir doch schwer vorstelle, so ohne Arme und Beine, und dann kommen ganz andere Zeilen. Zeilen, in denen Nick einem versucht, Mut zuzusprechen, erklärt, dass es immer Hoffnung gibt, einem dauerhaft gut zuredet. (Kennt er meine Einschränkungen? Weiß er, mit welchen Problemen ich ggf. zu kämpfen habe?) Dass solch eine Motivationsphase im Buch eventuell ein, zweimal vorhanden ist, lasse ich mir eingehen. Dass man aber nur noch das Gefühl hat, dass er ständig so daher redet, das finde ich nicht gut. Ich kann es verstehen, dass er evtl. nicht bemitleidet werden will, denn er hat sich mit seiner körperlichen Situation abgefunden bzw. wunderbar arrangiert, keine Frage. Da verdient er auch all meinen Respekt.

Aber dieses regelrecht missionieren im Buch, das hält einen viel zu sehr vom Lesen ab, ich wollte irgendwann nicht weiterlesen, denn gefühlt in jedem Kapitel kommt wieder solch eine Gut-Zureden-Phase.

Gerne hätte ich das Buch ganz gelesen, aber das war für mich so einfach nicht machbar, zu sehr hab ich mich über dieses "Sieh-die-Welt-immer-positiv"-Gerede aufgeregt. (Und wenn jemand weiß, dass es mal Zeiten gibt, in denen man die Welt einfach nicht mehr super positiv sehen kann, dann bin ich das, ich habe mir meine vier OPs am Arm schließlich auch nicht unbedingt ausgesucht bzw. hier eine Zeit lang enorm an Lebensqualität einbüßen müssen...)

Vom Schreibstil her liest sich das Buch generell übrigens eigentlich ganz gut, die Sätze sind gut verständlich und gut aufnehmbar, nichts großartig verschachtelt oder verkompliziertes. Klar berührt einen die Geschichte durchaus, zumindest ist dies so mein Empfinden. Ich finde es übrigens interessant gestaltet das Buch, denn in der Mitte findet man Bilder von Nick, so kann man sich auch einen guten Eindruck von ihm machen, finde ich.

Wer gerne irgendwelche Motivationsbücher lesen will, der darf dies wirklich gerne tun, dann kann man ggf. dieses Buch auch empfehlen. Ich kann hier leider nur 2 von 5 Sternen vergeben und bleibe unentschlossen.