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Veröffentlicht am 03.01.2017

Massagesalon. Äh, ja.

Fucking Berlin
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Sonia Rossi, gebürtige Italienerin, kommt nach Berlin um dort Mathematik zu studieren. Da sie jedoch keinen Anspruch auf Bafög hat, die Eltern in Italien selbst sehen müssen, wie sie ihr kleines Hotel ...

Sonia Rossi, gebürtige Italienerin, kommt nach Berlin um dort Mathematik zu studieren. Da sie jedoch keinen Anspruch auf Bafög hat, die Eltern in Italien selbst sehen müssen, wie sie ihr kleines Hotel am Laufen halten, muss Sonia jobben gehen. So kellnert sie zuerst, bis sie schließlich als Web-Cam-Girl bzw. im Massagesalon und später im Bordell arbeitet.

Die Geschichte von Sonia Rossi klingt krass, hat man jedoch die Hälfte des Buches, das sich übrigens schnell lesen lässt, durch, zweifelt man ab und an ein bißchen. Zumindest ging es mir so. Aber mal langsam.

Sonia ist kaum in Berlin als sie Ladja kennenlernt, einen jungen Mann, der ohne Aufenthaltserlaubnis in Deutschland ist. Nach einer knappen Woche des Kennens zieht er zu ihr. Da er jedoch kaum Geld "heim" bringt, muss Sonia ständig ran. Da das Kellnern nicht genug Geld mit sich bringt beginnt sie bald damit, sich als Web-Cam-Girl Geld zu verdienen. Nach dieser Stelle folgen weitere Stationen in Massagesalons (Mann lässt sich dort massieren und anschließend mit Handverkehr befriedigen) sowie Bordellen. "Nebenbei" geht sie weiterhin studieren, ihre Mitstudierenden ahnen nichts von ihrem Job.

Allein bei den Schilderungen, was Ladja so den lieben langen Tag macht, hätte ich ihr helfen können. Ja, sie hätte ihm mal in den Arsch treten sollen, finde ich... meiner Ansicht nach muss man in solchen Dingen konsequenter sein. Aber gut, lässt sich für mich leicht sagen. Die Schilderungen, was sie wo und wie macht, sind ausführlich und nachvollziehbar, teilweise sind auch amüsante Schilderungen dabei. So ist der Alltag im Bordell wohl lockerer als man denkt.

Generell bleiben aber bei mir doch manche Zweifel, ob die geschilderten Dinge wirklich so stattgefunden haben. Manchmal hat man ein bißchen das Gefühl, dass etwas ggf. erfunden ist, finde ich. Zumal das Ende dann irgendwie abrupt kommt...

Insofern bin ich ein wenig zwiegespalten. Das Buch war sehr schnell gelesen, gut zu lesen und war unterhaltsam. Aber manches war eben auch ein wenig unglaubwürdig. Ich vergebe hier 4 von 5 Sternen und bleibe unentschlossen.

Veröffentlicht am 03.01.2017

"Frl. Krise! Alle haben Sack, nur ich nicht!"

Übertrieben tot
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Klassenfahrt ist angesagt. Es geht ins beschauliche Falkenthal in die brandenburgische Provinz. Ein kleines, idyllisches Nest, die Herberge inmitten von Wäldern, Wiesen, ein kleiner See zum Baden in der ...

Klassenfahrt ist angesagt. Es geht ins beschauliche Falkenthal in die brandenburgische Provinz. Ein kleines, idyllisches Nest, die Herberge inmitten von Wäldern, Wiesen, ein kleiner See zum Baden in der Nähe - was will man mehr? Eigentlich könnte die Klassenfahrt also wirklich schön sein - doch die Schüler nörgeln natürlich immer wieder - und finden dann auch noch eine Wasserleiche. Die hat Frl. Krise und Frau Freitag gerade noch gefehlt...

Vom Autorinnen-Duo Frl. Krise und Frau Freitag hatte ich bislang noch nichts gehört, von Frau Freitag alleine schon, aber zusammen eben nicht. Dennoch fand ich das Cover ganz ansprechend, der Titel klang interessant, also hab ich mir das Buch in der Bücherei mal mitgenommen. Die Story klang auch ganz interessant und lustig, irgendwie hat es nun aber doch ein bißel gedauert bis ich Zeit und Lust hatte das Buch zu lesen.

Der Schreibstil gefällt mir soweit ganz gut, Frl. Krise und Frau Freitag wechseln sich immer wieder beim Schreiben ab, so schildert es mal Frl. Krise aus ihrer Sicht, dann wieder Frau Freitag - und sie schreiben auch gegenseitig über die jeweils andere, motzen dabei auch mal. Generell lässt sich das Buch gut lesen, kaum spezielle Fachbegriffe vorhanden, auch der Satzbau ist nicht großartig kompliziert. Vom Schulwesen wird immer mal wieder was geschildert, wobei das auch nichts großartig kompliziertes ist.
Beim Wechsel von den Schilderungen von Frau Freitag zu Frl. Krise hatte ich da eher meine "Probleme", wobei es mir irgendwann auch egal war, wer was schreibt. (Vielleicht hätte ich mir vorher die Info über die Autorinnen durchlesen sollen.)
Wirklich amüsant finde ich ja die kleinen Kreuze neben den Seitenzahlen... passend zum Buchtitel...

Die Geschichte an sich ist gut nachvollziehbar und auch interessant und durchaus spannend geschrieben, aber irgendwie hat mich das Buch da nicht so gepackt. Es ist auch immer wieder sehr witzig und humorvoll geschrieben, aber auch das konnte mich nicht übermäßig begeistern. Was ich ja wirklich positiv werte ist die Tatsache, dass eigentlich kaum über den Job des Lehrers an sich gemeckert wird. Beim Buch von Frau Freitag (Echt easy, Frau Freitag) ist mir das leider eher negativ aufgestoßen, deshalb fand ich das hier sehr schön, dass da mal nicht gemotzt wird.
Dennoch kann es das auch nicht aufwiegen, das Buch ist zwar amüsant und durchaus auch spannend geschrieben, die Geschichte nimmt Wendungen an, die man so nicht unbedingt vermutet hat, aber es hat mich einfach nicht gepackt.

Entsprechend vergebe ich hier 3 von 5 Sternen und bleibe unentschlossen hinsichtlich einer etwaigen Empfehlung.

Veröffentlicht am 03.01.2017

Charlotte Roche's Schoßgebete in männlich... "Arschwasser".

Fleckenteufel
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Thorsten ist sechzehn Jahre alt, als er im Jahr 1977 mit auf eine Familienfreizeit der evangelischen Gemeinde mit nach Scharbeutz an die Ostsee fahren darf. Er ist ein Spätzünder, dennoch hält ihn der ...

Thorsten ist sechzehn Jahre alt, als er im Jahr 1977 mit auf eine Familienfreizeit der evangelischen Gemeinde mit nach Scharbeutz an die Ostsee fahren darf. Er ist ein Spätzünder, dennoch hält ihn der Geschlechtstrieb schon mächtig auf Trab. Die Ferienfreizeit ist der ideale Ort um unter Gleichaltrigen endlich mal rund um die Uhr zu sein, wobei es bei ihm einen hormonellen Dauerstress verursacht. Wenn dann nicht noch zusätzlich die Probleme mit dem Essen wären - Luke zwo dicht...

Hui. Gleich zu Beginn hab ich echt überlegt, was das so im Buch soll - diese überaus komische, meiner Ansicht nach kindliche Phase, in der sich zwar der Protagonist in gewisser Wiese noch befindet, aber die auch so dermaßen intensiv beschrieben ist. Ja, er hat Probleme mit der Verdauung, müsste mal auf Toilette, aber im Gemeindehaus, das geht ja nicht so wirklich, weil "Fremd scheißen" (um es mal so umgangssprachlich? zu nennen) kann er ja nicht... nun ja. Es geht leider immer wieder so weiter, neben diesem wohl für Männer so interessantem Thema kommt es auch immer wieder zu sexuellen Vorstellungen wie es wohl mit welchen Mädels wäre bzw. mit Andreas, der ja wohl eine "große Rute" hat, die sich immer in der engen Wrangler-Jeans abzeichnet... entsprechend werden auch hier Spielchen erzählt, die mit einem anderen Freund vorher schon erfolgt sind. Nun ja.

Irgendwann hab ich hier echt keine Lust mehr gehabt, meine Gedanken während des Lesens waren wirklich nur noch "Himmel, wie bin ich zu diesem Buch gekommen" bzw. "das ist doch Schoßgebete in männlicher Form"... Ich habe durchaus kein Problem mit Schilderungen, die für andere vielleicht unangenehm, ja eklig sein mögen. (Siehe: Rechtsmedizin-Bücher, Benecke-Schilderungen etc.) Aber hier hatte ich wirklich die Schnauze gestrichen voll. Ich wurde hier nicht wirklich gut unterhalten, ständig geht es um irgendwelche Phantasien oder körperliche Probleme/Gelüste etc. Zwischendurch, wenn mal etwas von der Familienfreizeit erzählt wird, hat man das Gefühl, es könnte doch alles wieder besser werden, aber das wurde es für mich leider nicht.

Das Buch war vielleicht nicht ganz so grottig, wie ich es vielleicht rüber gebracht habe, aber mich hat dieser Stil einfach nicht überzeugen können. Vom Schreib- und Sprachstil her war alles nachvollziehbar, hier kann ich nichts bemängeln.

Von mir gibt es hier 2 von 5 Sternen sowie natürlich keine Empfehlung.

Veröffentlicht am 03.01.2017

Feta und Söhne. Und Tsatsiki mit Essig angemacht.

Feta und Söhne
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Marie, Buchhändlerin, und Adonis, Reisebüroinhaber, lassen sich nach drei Ehejahren scheiden, denn Adonis hat Marie wohl öfter betrogen. Als Adonis' Eltern, die Griechen Odysseus und Pepina plötzlich mit ...

Marie, Buchhändlerin, und Adonis, Reisebüroinhaber, lassen sich nach drei Ehejahren scheiden, denn Adonis hat Marie wohl öfter betrogen. Als Adonis' Eltern, die Griechen Odysseus und Pepina plötzlich mit einem Lamm im Gepäck auftauchen um mit den beiden gemeinsam Ostern zu feiern und die beiden beim Scheidungsrichter vorfinden, sind diese sehr entsetzt. Denn Marie und Adonis gehören doch einfach zusammen. Gekonnt inszenieren das alte Ehepaar ein irrwitziges Theaterstück...

Ja, von Büchern dieser "Machart" hatte ich ja durchaus schon einige verschiedene gelesen, also Machart im Sinne von - ein Ehepartner hat italienische, türkische oder griechische Wurzeln, was eben durchaus unterschiedliche Ansichten und Gewohnheiten, Bräuche etc. mit sich bringt.

Entsprechend war ich auf dieses Buch also wirklich gespannt und habe mich auf eine unterhaltsame, locker, leichte Lektüre gefreut, was soweit auch wirklich gut zutrifft. Es geht im Buch teilweise hoch her, ist von den Personen aber noch absolut übersichtlich, was mir gut gefällt. Bücher mit vielen Personen sind nicht unbedingt so mein Fall. Auch die Aussagen von Odysseus und Pepina waren durchaus immer wieder interessant, ebenso amüsantes liest man von Kaspar, dem neuen Freund von Marie, der sich vegetarisch ernährt und immer Cordhose und Bio-Baumwoll-Hemden trägt. (Manche Klischees sind eben dazu da, dass man sich daran bedient... ;) )

Vom Schreibstil her hat mir das Buch recht gut gefallen, es gibt keinen großartigen Fremdwörter, es ist leicht zu lesen, die Sätze sind nicht großartig verschachtelt, so dass man alles beim Lesen gut aufnehmen kann. Es ist also wirklich locker-leichte Unterhaltung, auch von der Geschichte her, die zwar zum Teil ein wenig abstrus ist (das Lamm...), aber eben auch wirklich unterhaltsam.

Zwischendurch hat mich das Buch mal kurzzeitig nicht so umgehauen, generell hätte ich mir da noch einen Ticken mehr Unterhaltung und Spannung gewünscht, was mich dazu bewegt, dem Buch "lediglich" vier von fünf Sternen zu geben. Was ich umso schöner finde ist die Tatsache, dass im Buch hinten wirklich auch im Buch angesprochene Rezepte wie der Spinatreis oder der mit Essig angemachte Tsatsiki zu finden sind. Nachkochen kann man die Gerichte also direkt auch, wenn man die Zutaten zuhause hat.

Von mir gibts für diese locker, leichte Lektüre gerne 4 von 5 Sternen sowie eine Lese-Empfehlung.

(Allein über den Titel des Buches könnte ich mich ja immer wieder amüsieren, dieser Wortwitz ist sehr gut gelungen, finde ich...)

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Veröffentlicht am 02.01.2017

Seehunde angucken ist doch immer wieder toll!

Familien-Reiseführer Nordseeküste Niedersachsen
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Sämtliche Tipps und Hinweise sowie Touren in diesem Reiseführer über die Nordseeküste Niedersachsens sind absolut für Familien mit Kindern geeignet – so werden im Buch u.a. die familienfreundlichsten Strände, ...

Sämtliche Tipps und Hinweise sowie Touren in diesem Reiseführer über die Nordseeküste Niedersachsens sind absolut für Familien mit Kindern geeignet – so werden im Buch u.a. die familienfreundlichsten Strände, die schönsten Attraktionen für Kinder sowie alles Wissenswerte für den Nordsee-Urlaub mit Kindern aufgeführt.



Das Buch gliedert sich dann in folgende Kapitel: Erst einmal grundlegende Informationen, dann ein Kapitel über kinderfreundliche Strände, anschließend zehn verschiedene Touren, weiter geht’s mit den tollsten Attraktionen für Kinder bis hin zu einem abschließenden „Gut zu wissen“ mit allgemeinen Informationen.

Je Seite, in der es dann direkt um einen Ort bzw. eine gewisse Region geht, findet man direkt oben links neben dem Ort eine kleine Karte, auf der der jeweilige Ort eingezeichnet ist. In kleinen grünen Kästchen gibt’s immer wieder Infos oder Empfehlungen für die Erwachsenen/Eltern, in den orangefarbenen Kästchen sind tolle Tipps oder auch mal Geschichten für die Kinder zu finden. In blauen Kästchen findet man Hinweise auf leckere regionale Genüsse oder eine Gastwirtschaft, wo dann die Kinder auch nicht zu kurz kommen. Diese Gestaltung gefällt mir ziemlich gut, muss ich sagen.

Überhaupt finde ich den Reiseführer sonst auch gut geschrieben, es ist alles wirklich gut verständlich, so könnte man das auch mal Kinder (vor)lesen lassen. Alles wirklich nachvollziehbar, keine schwere Sprache, wirklich gut gemacht. Auch die jeweilige Bebilderung ist absolut ansprechend gestaltet, so wurden wir z.B. aufs Ocean Wave aufmerksam, ein Schwimmbad in Norddeich neben der Seehundstation, bei dem alle halbe Stunde das „Wellenbad“ möglich ist. Auch die Angaben über Öffnungszeichen und Preise waren aktuell. (Vielleicht wäre der Hinweis, dass die Wassertemperatur nicht so hoch ist, noch gut… ;) ich habe es als eher frisch empfunden.)

Für uns war dies ein wirklich toller Reiseführer, der uns gut weitergeholfen hat, tolle Tipps bereithielt, uns die Örtlichkeiten gut dargestellt hat. Entsprechend kann ich den Niedersachsen-Nordseeküste Familien-Reiseführer nur empfehlen, vergebe 5 von 5 Sternen.

Das Buch gliedert sich dann in folgende Kapitel: Erst einmal grundlegende Informationen, dann ein Kapitel über kinderfreundliche Strände, anschließend zehn verschiedene Touren, weiter geht’s mit den tollsten Attraktionen für Kinder bis hin zu einem abschließenden „Gut zu wissen“ mit allgemeinen Informationen.

Je Seite, in der es dann direkt um einen Ort bzw. eine gewisse Region geht, findet man direkt oben links neben dem Ort eine kleine Karte, auf der der jeweilige Ort eingezeichnet ist. In kleinen grünen Kästchen gibt’s immer wieder Infos oder Empfehlungen für die Erwachsenen/Eltern, in den orangefarbenen Kästchen sind tolle Tipps oder auch mal Geschichten für die Kinder zu finden. In blauen Kästchen findet man Hinweise auf leckere regionale Genüsse oder eine Gastwirtschaft, wo dann die Kinder auch nicht zu kurz kommen. Diese Gestaltung gefällt mir ziemlich gut, muss ich sagen.

Überhaupt finde ich den Reiseführer sonst auch gut geschrieben, es ist alles wirklich gut verständlich, so könnte man das auch mal Kinder (vor)lesen lassen. Alles wirklich nachvollziehbar, keine schwere Sprache, wirklich gut gemacht. Auch die jeweilige Bebilderung ist absolut ansprechend gestaltet, so wurden wir z.B. aufs Ocean Wave aufmerksam, ein Schwimmbad in Norddeich neben der Seehundstation, bei dem alle halbe Stunde das „Wellenbad“ möglich ist. Auch die Angaben über Öffnungszeichen und Preise waren aktuell. (Vielleicht wäre der Hinweis, dass die Wassertemperatur nicht so hoch ist, noch gut… ;) ich habe es als eher frisch empfunden.)

Für uns war dies ein wirklich toller Reiseführer, der uns gut weitergeholfen hat, tolle Tipps bereithielt, uns die Örtlichkeiten gut dargestellt hat. Entsprechend kann ich den Niedersachsen-Nordseeküste Familien-Reiseführer nur empfehlen, vergebe 5 von 5 Sternen.