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Veröffentlicht am 26.10.2016

Zerstückelte Katzenhaie in der Vagina.

Im Winter dein Herz
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der Klappentext: "Damals war ich davon überzeugt, dass, wohin einen das Leben auch führt - auf eine Allee im Herzen des Südens, in einen hell erleuchteten Sall, an denn Wänden sich das Gelächter einer ...

der Klappentext: "Damals war ich davon überzeugt, dass, wohin einen das Leben auch führt - auf eine Allee im Herzen des Südens, in einen hell erleuchteten Sall, an denn Wänden sich das Gelächter einer Gesellschaft bricht, oder in einen karg eingerichteten Raum mit Stäben vor dem Fenster -, eines ist immer und überall möglich: Liebe." Mein bisheriger Eindruck: Der Ich-Erzähler ist auf dem Weg von Hamburg in eine Einrichtung - scheinbar ein Aufenthalt in einer psychatrischen Einrichtung, eine Kur oder ähnliches. Außerdem sind zwei Männer mit einer Frau im Auto unterwegs auf vereisten/verschneiten Autobahnen bzw. Straßen, sie wollen keinen Winterschlaf halten.

Benjamin Lebert - hach, was war das damals doch für ein Hype um Crazy, was ich natürlich auch gelesen habe. Eines meiner ersten Bücher, das ich mir damals vom Taschengeld gekauft habe (ansonsten wurde viel in der Bücherei ausgeliehen). Entsprechende Erwartungen hatte ich an dieses Buch. Mit dem ich jedoch so gar nicht warm geworden bin - wie auch, bei einem Thema wie "Winterschlaf". Statt mal richtig in die Geschichte einzutauchen hat mich dieser Schreibstil gar nicht gefesselt sondern schnell nur genervt. Als dann auch noch von der "Katzenhai-zerstückelt in der Vagina"-Geschichte immer weiter gesponnen wird (dies ist hier nur ein kurzer Auszug davon - bei der Leseprobe!), hats mir endgültig gereicht.

Nein, kein Buch für mich und meiner Ansicht nach absolut kein Buch, das man lesen muss. Der Autor möchte hier poetisch schreiben, jedoch gelingt es ihm einfach nicht, wie ich finde. Es ist so ein dahin plätscherndes Buch, das keine wirkliche Spannung mit sich bringt, zumindest wird die Spannung, die mal kurz aufgebaut wird, auch gleich wieder damit zu nichte gemacht, dass man alles so lange offen lässt, es zieht sich wie Kleber.

Ich hatte mich wirklich auf dieses Buch gefreut, war gespannt, was Benjamin Lebert hier abliefert. Aber es hat mich einfach nur enttäuscht.

Entsprechend vergebe ich hier den Pflichtstern und spreche keine Empfehlung aus.

Veröffentlicht am 26.10.2016

Grüß Gott, heit is Johannitag...

Oberwasser
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Kommissar Jennerwein muss mit seinem Team nach zwei verschwundenen BKA-Ermittlern suchen. Da das ganze kein Aufsehen im idyllischen Kurort mit der wunderbaren Alpenkulisse erregen soll, muss das ganze ...

Kommissar Jennerwein muss mit seinem Team nach zwei verschwundenen BKA-Ermittlern suchen. Da das ganze kein Aufsehen im idyllischen Kurort mit der wunderbaren Alpenkulisse erregen soll, muss das ganze verdeckt geschehen... Außerdem gibt es noch die Legende von Flößern, die in der Klamm in eine Höhle gesogen wurden, außerdem kryptische Zeichen auf einer Goldmünze und ein komisches Tagebuch...

Eigentlich wollte ich ja nur mal wieder einen Krimi lesen. Egal ob Alpenkrimi oder "normaler" Krimi. "Oberwasser" hat mich dank dem "bayrischen" Alpen-Cover gleich angesprochen, also hab ich mit dem Lesen losgelegt. Anfangs hab ich echt n paar Mal überlegt das Buch wegzulegen... Ich hab dann aber schließlich doch wissen wollen, wie die Geschichte weitergeht. Grundsätzlich ist die Story nicht schlecht gemacht, was mich aber echt genervt hat: es gibt die verschiedenen Handlungsorte bzw. Personen, die auf den ersten Blick überhaupt nicht zusammenzuhängen scheinen... so gibts eben den Fall des Komnissaren, außerdem ist öfter mal von einem jungen Mann namens Oliver Krapf die Rede (er hat eine Münze mit Inschrift gefunden), von einem Mann der wohl gefangen gehalten wird bzw. verschleppt wurde, außerdem von einem ehemaligen Bestatter-Ehepaar. Dazu kommt noch der Fall eines vermeintlichen Wilderers, die Beobachtungen eines Fremdgänger-Paars sowie die Aktionen einer slawisch-anmutenden Verbrecher-Bande. Da soll man gedanklich erstmal mitkommen!

Ich finde es ja ok, wenn bei Krimis die verschiedensten Menschen sowie Szenerien aufeinander prallen - aber hier war es eindeutig zuviel bzw. mir ein bißel zu durcheinander. Verstrickungen ok, aber nicht soviel... zumal meiner Ansicht nach auch ein Fehler im Buch ist... (ich sage nur "Handgranate" - wer das Buch gelesen hat mag sich an den Knall erinnern, den das Bestatter-Paar gehört hat? Ich meine, dass dies der Fall war...)

Nun ja. Durch die verschiedenen Personen sowie Szenerien ist es manchmal echt schwer, noch durchzublicken.

Spannend war das Buch dennoch - ich wollte ja wissen, wie der Fall gelöst wird, wer wie "Schuld" ist etc. Insofern war da doch manche Überraschung dabei, die man so anfangs absolut nicht vermutet hätte. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, meist sind es doch typisch bayrische Sprüche, die lustig daher kommen.

Dennoch konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen. Es war einfach zuviel Hin und Her, kein wirklich entspannendes Lesen (auch ein Krimi kann beim Lesen entspannend sein, finde ich...), sondern ein ständiges, angestrengtes Mitdenken war angesagt. (Ja, ich denke sonst auch gerne mit, aber das fand ich ein bißchen viel!).

Ich kann hier keine Empfehlung aussprechen und vergebe auch lediglich 2 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 26.10.2016

Schade.

Alles inklusive
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Apple, die mit ihrem Namen äußerst unzufrieden ist, fliegt noch einmal nach Spanien, wo sie sonst mit ihrer Hippie-Mutter Sommer für Sommer verbracht hat. Inzwischen hat sich dort einiges geändert - auch ...

Apple, die mit ihrem Namen äußerst unzufrieden ist, fliegt noch einmal nach Spanien, wo sie sonst mit ihrer Hippie-Mutter Sommer für Sommer verbracht hat. Inzwischen hat sich dort einiges geändert - auch in ihrem Leben, im Leben der Mutter. Der einstige Geliebte samt Sohn trifft dort auch auf Apple - jedoch heißt der Sohn nun Tina. Im Buch wird das Erlebte aus den verschiedenen Sichten geschildert - also mal aus der Sicht von Apple oder eben Ingrid, der Mutter. Ein Buch über Liebe, Glück, das Leben.

Ich wusste nicht, auf was ich mich hier einlasse. Von Doris Dörrie hatte ich mir gute Unterhaltung erhofft bzw. versprochen, was ich gelesen habe, hat mich enttäuscht. Natürlich geht das Leben (egal ob real oder "nur" auf dem Papier geschrieben) manchmal komische Wege und man kann vieles nicht verstehen.

So ging es mir beim Lesen dieses Buches. Apple ist traumatisiert, allein schon von der Kindheit, in der sie Jahr für Jahr mit der Hippie-Mutter im Zelt in Spanien im Urlaub war. Alle laufen nackt herum, Apple ist davon sehr genervt. Und das merkt man auch während des ganzen Buches über. Apple steckt ihre ganze Kraft immer in die Liebe, sie liebt mit Haut und Haar, überfordert jedoch wohl die jeweiligen geliebten Männer. Der Mutter ergeht es im Alter auch nicht viel besser, nach einer Hüftoperation soll sie sich in einem von Apple geschenkten Urlaub in Spanien erholen, sie jedoch holt die Vergangenheit ein.

Mir war dieses Buch ein Stück weit zu "psycho". Ständig geht es in irgendwelche Untiefen der Seele der beiden Damen, ein unterhaltsamer Roman ist für mich etwas ganz anderes. Was daran "herzzerreißend komisch" sein soll, weiß ich nicht. Mich hat dieser Schreibstil alles andere als fasziniert, regelrecht genervt hat er. Und auch die Art der Schilderung. Meiner Ansicht nach hätte man hier viel mehr draus machen können, mehr auf die Menschen eingehen, jedoch auf andere Art und Weise.

Natürlich kann man auch mit einem Buch, das hinter die Fassade des jeweiligen Menschen blickt und die Gedankengänge eines Einzelnen aufführt, die Leser gut unterhalten. Nicht alles schiebt man gleich auf die "psycho"-Schiene, wie ich mir das hier erlaube zu tun. Ich bin einfach tief enttäuscht von diesem Buch, von dem ich mir einfach viel mehr erwartet habe, leider bin ich hier ziemlich enttäuscht worden. Ich habe mich durchs Buch gequält beim Lesen, unterhaltsam sieht anders aus.

Ich kann hier nicht anders und vergebe den Pflichtstern und spreche ganz deutlich keine Empfehlung aus.

Veröffentlicht am 26.10.2016

Charlotte Roche's Schoßgebete in männlich... "Arschwasser".

Fleckenteufel
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Thorsten ist sechzehn Jahre alt, als er im Jahr 1977 mit auf eine Familienfreizeit der evangelischen Gemeinde mit nach Scharbeutz an die Ostsee fahren darf. Er ist ein Spätzünder, dennoch hält ihn der ...

Thorsten ist sechzehn Jahre alt, als er im Jahr 1977 mit auf eine Familienfreizeit der evangelischen Gemeinde mit nach Scharbeutz an die Ostsee fahren darf. Er ist ein Spätzünder, dennoch hält ihn der Geschlechtstrieb schon mächtig auf Trab. Die Ferienfreizeit ist der ideale Ort um unter Gleichaltrigen endlich mal rund um die Uhr zu sein, wobei es bei ihm einen hormonellen Dauerstress verursacht. Wenn dann nicht noch zusätzlich die Probleme mit dem Essen wären - Luke zwo dicht...

Hui. Gleich zu Beginn hab ich echt überlegt, was das so im Buch soll - diese überaus komische, meiner Ansicht nach kindliche Phase, in der sich zwar der Protagonist in gewisser Wiese noch befindet, aber die auch so dermaßen intensiv beschrieben ist. Ja, er hat Probleme mit der Verdauung, müsste mal auf Toilette, aber im Gemeindehaus, das geht ja nicht so wirklich, weil "Fremd scheißen" (um es mal so umgangssprachlich? zu nennen) kann er ja nicht... nun ja. Es geht leider immer wieder so weiter, neben diesem wohl für Männer so interessantem Thema kommt es auch immer wieder zu sexuellen Vorstellungen wie es wohl mit welchen Mädels wäre bzw. mit Andreas, der ja wohl eine "große Rute" hat, die sich immer in der engen Wrangler-Jeans abzeichnet... entsprechend werden auch hier Spielchen erzählt, die mit einem anderen Freund vorher schon erfolgt sind. Nun ja.

Irgendwann hab ich hier echt keine Lust mehr gehabt, meine Gedanken während des Lesens waren wirklich nur noch "Himmel, wie bin ich zu diesem Buch gekommen" bzw. "das ist doch Schoßgebete in männlicher Form"... Ich habe durchaus kein Problem mit Schilderungen, die für andere vielleicht unangenehm, ja eklig sein mögen. (Siehe: Rechtsmedizin-Bücher, Benecke-Schilderungen etc.) Aber hier hatte ich wirklich die Schnauze gestrichen voll. Ich wurde hier nicht wirklich gut unterhalten, ständig geht es um irgendwelche Phantasien oder körperliche Probleme/Gelüste etc. Zwischendurch, wenn mal etwas von der Familienfreizeit erzählt wird, hat man das Gefühl, es könnte doch alles wieder besser werden, aber das wurde es für mich leider nicht.

Das Buch war vielleicht nicht ganz so grottig, wie ich es vielleicht rüber gebracht habe, aber mich hat dieser Stil einfach nicht überzeugen können. Vom Schreib- und Sprachstil her war alles nachvollziehbar, hier kann ich nichts bemängeln.

Von mir gibt es hier 2 von 5 Sternen sowie natürlich keine Empfehlung.

Veröffentlicht am 25.10.2016

Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Ich verzichte dann.

Lehrerkind
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Bastian Bielendorfer ist Lehrerkind. Seine Eltern sind beide Lehrer, der Vater auch noch an der gleichen Schule wie der Sohn. So ist er wohl direkt unten durch, als er mit dem Satz "Liebe Kinder, das ist ...

Bastian Bielendorfer ist Lehrerkind. Seine Eltern sind beide Lehrer, der Vater auch noch an der gleichen Schule wie der Sohn. So ist er wohl direkt unten durch, als er mit dem Satz "Liebe Kinder, das ist euer neuer Mitschüler Bastian, der Sohn eures Deutschlehrers" vom Klassenlehrer vorgestellt wird. Im Buch schildert Bastian sein Leben mit seinen Lehrereltern.

Hilfe, was wollte ich da lesen? Ich habe ja unter anderem hier auf Ciao auch schon über das Buch gelesen, diese Kritiken waren meist berechtigterweise auch mit keinen großartigen Lobeshymnen auf das Buch versehen. Aber gut, man gibt ja dem Buch eben eine Chance.

Generell mag ich Bücher von Poetry Slammern ja doch ganz gerne, denn die meisten Poetry Slammer schreiben wirklich lustige, amüsante Texte. Andere hingegen nachdenkliche Texte, auch die können richtig toll sein. Doch was Bastian Bielendorfer hier schreibt, ist für mich sehr grenzwertig. Er schreibt zwar durchaus humorvoll, aber manchmal hat Humor (s. Leseprobe) eben auch eine Grenze. Man erkennt im Buch auch nicht wirklich, was wirklich geschehen ist bzw. ob hier wohl etwas erfunden wurde, weil es eben vielleicht lustig klingt...

Er schildert im Buch (ich habe mich durch gut 50 Seiten gequält...) seinen schulischen Werdegang, wobei das Buch mit seiner Geburt anfängt, die ihm wohl oftmals geschildert wurde. Sicher können Kinder untereinander grausam und fies sein, aber in diesem Buch sind es wohl seine Eltern (wenn ich nur an die Schilderung eines Aprilscherzes denke...), die ihn, zumindest stellt es sich für mich so dar, immer wieder verarschen und so versuchen ihn zu erziehen. Wobei: er wächst wohl dennoch mit Gameboy & Co. auf - obwohl er ein Lehrerkind ist. (Genau das hätte ich mir dann anders vorgestellt, aber gut... ich bin kein Lehrerkind und bin gut ohne Gameboy und Kabelfernsehen aufgewachsen...)

Die Art und Weise wie er von den Erziehungsversuchen seiner Eltern schreibt, hat mich aufgeregt. Denn: sollte das alles erstunken und erlogen sein, einer blühenden Phantasie entsprungen, dann wird den Eltern da ordentlich was unnötigerweise zugeschrieben, was nicht sein muss. Das ist zumindest meine Ansicht...

Vom Schreibstil her ist alles recht gut nachvollziehbar, er verwendet allerdings auch gerne mal Fachbegriffe (somnambul), was mich dann eben dazu zwingt, mal bei Wikipedia nachzufragen...

Für mich war es eine wirklich enttäuschende Lektüre, die ich schnell abgebrochen habe, sonst hätte ich mich zu sehr darüber aufgeregt, wie jemand seine Eltern schildert. Denn es geht einfach nicht klar hervor, ob die Eltern das auch so getan haben oder ob es reine Erfindungen des Autors sind. Sollte die Geschichte wahr sein, dann haben die Eltern wohl auch einen ordentlichen Knacks...

Von mir gibt es hier lediglich den Pflichtstern und keine Empfehlung.