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Veröffentlicht am 14.11.2022

Ein Buch wie ein Rausch

Fluch der verlorenen Seelen
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Amalia hält das Leben bei ihrer furchtbaren Pflegefamilie und die Visionen von Monstern nicht mehr aus und beschließt Selbstmord zu begehen. Doch dieser schlägt fehl und sie landet in einer Jugendpsychatrie. ...

Amalia hält das Leben bei ihrer furchtbaren Pflegefamilie und die Visionen von Monstern nicht mehr aus und beschließt Selbstmord zu begehen. Doch dieser schlägt fehl und sie landet in einer Jugendpsychatrie. Dort wird sie von geheimnisvollen Fremden entdeckt und in die Nightingale Akademie gebracht, wo sie lernt, dass die Monster real sind und es Menschen gibt, die diese bekämpfen.
Das Buch ist einerseits ein typischer Akademie-Roman, hat aber düstere Untertöne und Charaktere, die in ihrem Leben schon viel durchgemacht haben. Amalia lernt schnell neue Freunde kennen und wird Teil eines Teams, dass gemeinsam auf Einsätze loszieht, um Geister zu bekämpfen. Dabei lernen auch wir die anderen Charaktere gut kennen, denn die Perspektive wechselt oft zwischen allen hin und her. Da haben wir die freche Freya, die besondere, geheime, Kräfte besitzt, Yato, dessen Vergangenheit alles andere als schön ist, und Julien, der das Team der sogenannten Doom Slayers leitet und zur Gründerfamilie gehört.
Anstatt sich erst einmal in Ruhe in der Akademie einleben zu können und im Unterricht zu lernen, wird Amalia direkt mit zu den Einsätzen genommen und wird schonungslos mit Allem konfrontiert. Schnell kommen auch neue Charaktere und somit Teammitglieder hinzu, einmal der Grimm Killian und der geheimnisumwitterte Arthur.
Die Seiten blättern nur so dahin und das Lesen ist wahrlich wie ein Rausch. Man fühlt sich, als würde man eine Serie durchsuchten, denn die Kapitel ähneln einzelnen Episoden und die Handlung bliebt immer spannend und unterhaltsam. Ein wenig Hektik kommt in dem Buch schon auf, denn - und dies ist mein einziger Kritikpunkt - die Charaktere rennen oft immer zu ihren Zielorten und ziemlich oft werden andere am Arm hinterhergezogen.
In dieser Geschichte erwarten uns Leser eine dunkle Prophezeiung, viele Geheimnisse, ein rotäugiger Rabe, viele Ungeheuer und blutige, gefährliche Kämpfe. Enden tut das Ganze seltsamerweise nicht mit einem typischen Cliffhanger und auch nicht mit einem riesigen Knall, dafür gibt es einen besonderen Epilog. Dieser Epilog ist eine Rückblende, die uns Lesern ein Geheimnis offenbart und die Rolle eines Charakters enthüllt, den man bisher als vertrauenswürdig eingestuft hat und bei dem man sich jetzt natürlich fragt, was er genau vorhat.
Somit freue ich mich auf den nächsten Band, schließlich müssen noch viele Geheimnisse gelüftet und Fragen beantwortet werden. Und ich freue mich natürlich auf ein Wiedersehen mit Freya, Killian und Co.

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Veröffentlicht am 14.11.2022

Gefährliche Prüfungen, Liebe und Vorurteile

Secret Gods 1: Die Prüfung der Erben
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Cassidy gehört der mächtigen Familie Dell'Aqua an, den Anführern der Mermaids und Mermen, die außerdem ihr eigenes Mafia-Imperium hat. In den Ferien müssen sie und alle Erben ihre Fähigkeiten in Games ...

Cassidy gehört der mächtigen Familie Dell'Aqua an, den Anführern der Mermaids und Mermen, die außerdem ihr eigenes Mafia-Imperium hat. In den Ferien müssen sie und alle Erben ihre Fähigkeiten in Games beweisen, die sich ihre Mutter Eden ausdenkt.
In diesem Jahr darf Cass ihre beste Freundin Gwen mit auf die Privatinsel bringen und auch ihr Bruder Christos hat seinen besten Freund Liam dabei. Dafür ist diesmal nicht die gesamte Familie anwesend, nur ihre Cousins Okuza und Shenaya.
Das Buch beginnt recht ruhig und erklärt aus der Ich-Perspektive von Cassidy viel über die Welt der Mermaids und welche anderen Wesen es noch so gibt. Dabei ist Cass aber nicht allwissend und manchmal über Dinge überrascht, die ich mir beim Lesen schon zusammengereimt habe. Ich muss zugeben, manchmal ist sie schon etwas naiv. Bis Cass und Gwen auf der Insel ankommen, dauert es einige Seiten, aber nach ihrer Ankunft verkündet Eden auch schon das erste Game.
Überraschenderweise werden Liam und Gwen in alles eingeweiht und sollen selbst mit an den Games teilnehmen, dabei gibt es drei Teams. Cass ist mit Liam ein Team und zwischen den beiden knistert es gewaltig. Die beiden werden magisch voneinander angezogen, dabei ist Cass sich unsicher, was genau Liam eigentlich ist, während ich das dank Klappentext direkt wusste. Aber die Idee des unvoreingenommenen Kennenlernens fand ich schon sehr gut. Was mir gut gefiel ist, dass die beiden nicht sofort übereinander herfielen, sondern erst nach und nach miteinander richtig agierten.
Die ersten zwei Games fand ich ehrlich gesagt nicht sehr spannend und auch nicht gefährlich, erst mit Game Nummer drei nimmt die Story an Fahrt auf. Game Nummer vier schaltet dann einen gewaltigen Gang höher und es warten Überraschungen.
Bei einer Sache bin ich allerdings sehr irritiert, dass Cassidy das nicht wusste oder zumindest erahnte. Denn am Ende fällt der gesamte Name einer der Charaktere, wo es bei mir direkt "klick" gemacht hat (dank des Prologs, in dem Eden mit den Oberhäuptern der anderen zwei mächtigsten Spezies verhandelt). Daher glaube ich, Edens Plan durchschaut zu haben, aber das wird sich wohl erst in Band 2 zeigen.
Dieses Buch bietet gute Unterhaltung, bleibt aber die meiste Zeit recht ruhig, wird dabei aber nicht langweilig. Außerdem bekommt man noch eine riesige Portion Urlaubsfeeling, denn das Inselparadies wird gut beschrieben. Während das Ende dann ganz ruhig auszuklingen scheint, mutieren die letzten paar Sätze zu einem ganz fiesen Cliffhanger, der wirklich überraschend angerollt kam.

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Veröffentlicht am 18.10.2022

Hier muss man lieber vom rechten Weg abkommen

Die Chroniken von Rotkäppchen - Allein im tiefen, tiefen Wald
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Auf der Welt breitet sich eine Krankheit aus, die Menschen husten sich zu Tode. Reds Familie beschließt, nicht brav in ein Quarantäne-Camp zu gehen, sondern zur Großmutter aufzubrechen.
Red, eigentlich ...

Auf der Welt breitet sich eine Krankheit aus, die Menschen husten sich zu Tode. Reds Familie beschließt, nicht brav in ein Quarantäne-Camp zu gehen, sondern zur Großmutter aufzubrechen.
Red, eigentlich Cordelia, ist schon lange davon überzeugt, endlich aufzubrechen und hat sich schon bestens vorbereitet. Sie ist wirklich ein sehr organisierter Mensch und hat das meiste Wissen aus Endzeit- und Horrorfilmen. Außerdem weiß sie genau, was alles mit auf eine Wanderung quer durchs Land muss und welche Wege man besser meiden sollte.
Die Geschichte erzählt abwechselnd von Reds aktuellem Weg (den sie allein beschreitet) und der Vergangenheit (wie die Krankheit ausbrach und wie sie nach und nach ihre Familie verlor). Dabei wird hier nichts übertrieben dargestellt, ich finde, das alles sehr realistisch wirkt. Red begegnet unterwegs allerdings nicht der böse Wolf, sondern sie muss sich ab und an mit Menschen auseinandersetzen, die keine netten Absichten haben. Für solche Fälle hat sie ein Beil parat und es kann dann etwas blutig werden.
Der Erzählstil weiß, wie er den Leser ans Buch fesseln kann und macht einen Red sehr sympathisch. Ihre inneren Diskussionen und Gedankengänge sind einfach super und lassen einen teilweise schmunzeln.
Im Groben fand ich dieses Buch sehr unterhaltsam und spannend, allerdings bin ich mit dem Ende nicht ganz so zufrieden. Es ist nicht wirklich das Ende an sich, sondern die offen gelassenen Dinge. Regierungsgeheimnisse leiben hier geheim und man muss alles so hinnehmen, wie es ist.
Man sollte hier kein Happy End erwarten, wo die Welt wieder in Ordnung kommt, denn schließlich geht es hier nur um ein Mädchen, dass viel Horror erlebt, weil sie sich zu ihrer Großmutter durchschlagen möchte. Und ob diese überhaupt noch lebt und nicht selbst vom Husten oder Schlimmerem erwischt wurde, tja, das ist die ganze Zeit auch ungewiss.

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Veröffentlicht am 15.10.2022

Wenn totgelaubte Feinde wieder auf den Plan treten

Das geheime Gewölbe
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In diesem Band rund um die Bibliothekarin Irene Winters geht es direkt ziemlich rasant zu. Irene und ihre Freunde sind immer wieder damit beschäftigt, Anschlägen auf ihr Leben zu entfliehen und genau dort ...

In diesem Band rund um die Bibliothekarin Irene Winters geht es direkt ziemlich rasant zu. Irene und ihre Freunde sind immer wieder damit beschäftigt, Anschlägen auf ihr Leben zu entfliehen und genau dort setzt auch die Handlung dieses Buches schnell an. Doch macht Irene hier auch eine ganz beunruhigende Entdeckung und entdeckt eine Tür, die zu jemanden führt, den sie eigentlich für tot gehalten hat. Und während sich auch für Vale ein absolut passender Gegenspieler auftut, muss Irene sich zusätzlich noch um Catherine, eine Elfe und Lord Silvers Nichte, kümmern.
Die Handlung dreht sich immer wieder um gefährliche Situationen und hält einen in Atem, und doch gibt es auch immer ruhige Passagen zum Verschnaufen. Der eigentlich tote Feind ist den Lesern aus den vorherigen Bänden bekannt, allerdings bleibt es nicht bei diesem. Eigentlich mag ich es nicht wirklich, wenn Tote wieder lebendig werden, aber hier wurde es wirklich gut gemacht und ergibt absolut Sinn. Zusammen mit Irene entwirrt man hier ein ziemlich gut durchdachtes Komplott und beginnt zu zweifeln, ob Irene auch dieses Problem unbeschadet lösen kann.
Neu dabei ist Catherine, die unbedingt Bibliothekarin werden will, aber nicht sehr zufrieden mit den ganzen gefährlichen Situationen ist. Während niemand ihr so wirklich zu trauen scheint, war sie mir persönlich direkt sympathisch und ich konnte ihren Wunsch sehr gut verstehen. Wirkt sie anfangs noch wie ein unfähiges, meckerndes Kind, so entwickelt sie sich im Fortlauf der Geschichte sehr gut weiter.
Auch von Kais Familie lernen wir erneut jemanden kennen und dieser Jemand war für mich undurchschaubar. Wirklich sympathisch ist diese Person mir nicht geworden und ich stand da gänzlich auf Irenes Seite.
Auf jeden Fall hat mich dieser Band wieder wundervoll unterhalten und am Ende kommt ein Geheimnis ans Licht, mit dem man so gar nicht gerechnet hat. Ich bin wirklich gespannt, wie es nun weitergehen wird, leider ist der nächste Band ja schon das Finale.

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Veröffentlicht am 09.10.2022

Spannende Fortsetzung

Das Reich der Schatten, Band 2: His Curse So Wild (High Romantasy von der SPIEGEL-Bestsellerautorin von "One True Queen")
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Im zweiten Band dieser Dilogie müssen sich die Charaktere jeder ihren eigenen Problemen stellen, während sie zeitgleich aber auch noch ihr Land retten müssen.
Nach der überraschenden Enthüllung, dass Alarics ...

Im zweiten Band dieser Dilogie müssen sich die Charaktere jeder ihren eigenen Problemen stellen, während sie zeitgleich aber auch noch ihr Land retten müssen.
Nach der überraschenden Enthüllung, dass Alarics Schwester Calea sein Schuldherr war, ist Alaric nun ein Gefangener des Fürsten von Nemija.
Dabei muss er sich selbst zusätzlich damit auseinandersetzen, nun der neue Daemalord zu sein und sein neues Ich akzeptieren.
Laire versucht zusammen mit den anderen einen Plan zu ersinnen, um Alaric zu retten. Doch sie entdeckt auch ein altes Erbe in sich und muss lernen, ihre Magie anzunehmen.
Vika hingegen darf sich einem ganz anderen Problem stellen, denn ihre Eltern haben das arrangiert, wovor sie sich am meisten immer gefürchtet hat: eine Hochzeit.
Desmond hingegen rückt hier sehr in den Hintergrund und ist nicht oft mit von der Partie.
Und damit die Freunde es nicht einfach haben, marschiert eine Horde Daema nach Nemija und Calea möchte einen Krieg anzetteln.
Somit haben die Freunde viel zu tun, wobei eigentlich alles überwiegend an Laire und Alaric hängenbliebt. Die beiden müssen hier ziemlich viel ertragen und sich auf eine Reise begeben, die hoffentlich die Rettung bringt.
Ich habe diesen Band wieder sehr genossen, insbesondere Vikas Weg hat mir hier sehr gut gefallen. Vika ist ein Charakter, von dem ich gerne noch mehr lesen würde, ich mag sie einfach total gerne.
Als kleines Highlight gibt es hier übrigens einen Gastauftritt von bekannten Charakteren und auch ein Wiedersehen mit Lyaskye.
Der Abschlussband bietet erneut Spannung, Gefühl und eine faszinierende Welt voller Magie, aber auch harte Prüfungen für die Charaktere. Eine gute Unterhaltung ist somit wieder garantiert.

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