ERMITTLERTEAM AUF ERSTMISSION
MK4 Berlin - Im Auge des KillersMK4 Berlin „Im Auge des Killers“ von Ben Bauhaus
„Gelungener Krimiauftakt “
Craig Bishop erhält als Mordkommissar eine Leitungsfunktion mit dem Auftrag in der Berliner Mordkommission ein neues Ermittlerteam ...
MK4 Berlin „Im Auge des Killers“ von Ben Bauhaus
„Gelungener Krimiauftakt “
Craig Bishop erhält als Mordkommissar eine Leitungsfunktion mit dem Auftrag in der Berliner Mordkommission ein neues Ermittlerteam aufzubauen. Zu Beginn entscheidet sich Craig Bishop für zwei unterschiedliche Charakterköpfe, die kaum unterschiedlicher sein können. Da ist Marika Kleebaum mit der Craig in der Vergangenheit bereits mal zusammengearbeitet hat. Dazu holt er David Brenner der im Kommissariat keinen so guten Ruf führt. Gleich zu Anfang im Kommissariat werden die Drei in ihrem Teambuilding kritisch beäugt, gelten schließlich zwei von ihnen als durchweg extravagant.
Craig Bishop jedoch hält, genauso extravagant in seiner körperlichen Statur, an den beiden Auserwählten fest. Er ist von ihrem Können absolut überzeugt und davon ein Team daraus schmieden zu können.
Prompt kommt der erste Mordfall auf die drei Protagonisten zu. Dieser stellt sich gleich zum Ermittlungsstart als äußerst raffiniert und schwierig da. Zwei junge Menschen werden enthauptet aufgefunden und die Köpfe sind unauffindbar. Ein Ritualmord? Nun, zeigt sich direkt, ob aus diesem Team ein Team werden kann. Nun sind alle drei sofort auf ihre Fähigkeiten, als gute Ermittler, gestellt.
Während Bishop routiniert den Fall delegiert, verfallen die feministische Marika und der charakterstarke David immer wieder in Wortgefechte. Als dann noch das dritte enthauptete Opfer aufgefunden wird, wird das neue Team auf eine harte Ermittlerprobe gestellt. Aber genauso schnell wird klar, weshalb Bishop sich genau für diese Beiden entschieden hat.
Mir hat der neue Romanauftakt von Ben Bauhaus sehr gut gefallen, auch wenn er an manchen Stellen etwas spannender hätte sein können. Dafür erschafft Ben Bauhaus ein gelungenes und realistisches Bild kriminalistischer Ermittlungsarbeit. Der Inhalt ist nicht nur technisch sehr gut durchdacht, sondern zeichnet sich auch durch die einzelnen Protagonisten und ihrem persönlichen Hintergrund aus. Es macht Spaß hinter die Kulissen dieser Crew zu schauen. Weiter lädt uns Ben Bauhaus ein, in eine Szene zu schauen die sich mit Drohnen beschäftigt und wir Leser erhalten die Möglichkeit unser Wissen in jede Richtung zu erweitern.
Dabei ist sein Schreibstil leicht und locker und es fehlt nicht an Humor. Am Ende werden wir mit einem überraschenden Ermittlungsergebnis konfrontiert. Dieser Roman schwimmt zwar in ruhigen Krimigewässern dennoch kommt er ohne spannende Thriller Schock Momente aus, auch wenn die Opfer am Ende alle kopflos sind.