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Veröffentlicht am 08.11.2019

Ich werde leider mit dem Autor nicht warm

Lycidas
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Ach Mensch, ich werde mit den Büchern von Christoph Marzi einfach nicht warm. Habe nun schon ein paar seiner Romane angetestet, aber noch zu keinem einen richtigen Zugang gefunden... Während es sonst meistens ...

Ach Mensch, ich werde mit den Büchern von Christoph Marzi einfach nicht warm. Habe nun schon ein paar seiner Romane angetestet, aber noch zu keinem einen richtigen Zugang gefunden... Während es sonst meistens an dem Schreibstil scheiterte, fand ich den bei "Lycidas" ausnahmsweise echt gut. Er wirkte zwar ein wenig altmodisch, aber das passt zu Wittgenstein. Gut, seine ständig wieder auftauchenden Kommentare, die ich an dieser Stelle nicht noch einmal wiederholen möchte :wink: , haben auch mich etwas gestört. Aber ansonsten fand ich den Stil wirklich humorvoll und Wittgenstein war ein sehr angenehmer Erzähler.

Auch die Charaktere fand ich ansatzweise interessant, aber hier kommt auch schon der erste Kritikpunkt: Einen wirklichen Zugang habe ich zu ihnen nicht gefunden. Das Schicksal von Emily konnte mich nicht wirklich berühren und viele Informationen über ihren Hintergrund hat man meiner Meinung nach auch viel zu früh erfahren. Auch die anderen Charaktere fand ich zwar nett, aber mehr auch nicht.

Aber der größte Kritikpunkt ist wohl, dass mich die Geschichte überhaupt nicht fesseln konnte. Marzi hat sich zwar einige interessante fantastische Kreaturen einfallen lassen, die für Spannung gesorgt haben. Aber mich hat es gar nicht richtig gereizt, weiterzulesen, weil irgendwie klar war, worauf die Reise hinsteuert und alle Zwischenstationen mich nicht überzeugen konnten.

Daher leider nur drei Sterne.

Veröffentlicht am 08.11.2019

Leider nicht meins

Die Krieger der Königin
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Nach knapp 100 Seiten habe ich das Buch abgebrochen und den zweiten Teil auch gleich von meinem SuB vebannt. Von der Handlung her ist das einfach nichts für mich gewesen, obwohl ich die Idee hinter der ...

Nach knapp 100 Seiten habe ich das Buch abgebrochen und den zweiten Teil auch gleich von meinem SuB vebannt. Von der Handlung her ist das einfach nichts für mich gewesen, obwohl ich die Idee hinter der Reihe doch ganz interessant finde. Aber wirklich fesseln konnte mich die Handlung einfach nicht und ich konnte mich mit den Charakteren nicht so richtig anfreunden. Mich hat irgendwie überhaupt nicht interessiert, wie das Buch weitergeht bzw. wie es endet. VIelleicht war es auch schon wieder der falsche Zeitpunkt für das Buch, aber eine dritte Chance möchte ich ihm dann doch nicht mehr geben - dafür warten zu viele andere Bücher auf meinem SuB...

Obwohl das Buch stellenweise doch sehr humorvoll (zumindest soweit ich das gelesen habe) und der Stil der Autorin wirklich überaus angenehm ist. Das Buch liest sich insgesamt recht leicht und wenn man sich dann noch für die Handlung an sich interessiert, ist es bestimmt ein echter Page-Turner.

Es gibt übrigens auch einige pikante Szenen, in denen nicht nur von "Fummeleien" geredet wird, sondern in denen die Autorin recht deutlich wird. Damit konnte ich auch nicht so viel anfangen.

Schade eigentlich ...

Veröffentlicht am 08.11.2019

Eine Reise nach Italien

Der Duft von Erde und Zitronen
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Mit ihrem Roman „Der Duft von Erde und Zitronen“ entführt Margherita Oggero ihre Leser nach Italien und lässt sie teilhaben am italienischen Lebensgefühl und dem Flair italienischer Großfamilien. Marktbesuchte, ...

Mit ihrem Roman „Der Duft von Erde und Zitronen“ entführt Margherita Oggero ihre Leser nach Italien und lässt sie teilhaben am italienischen Lebensgefühl und dem Flair italienischer Großfamilien. Marktbesuchte, Essensdüfte, Sonnenschein, Blicke in unberührte Natur und beeindruckende Landschaftsbilder – sofort fühlt man sich wohl und heimisch und vor allem willkommen im fernen Land Italien. Umso erschreckender wirken dagegen die Szenen, die von der Macht der Mafia berichten. Diese sorgt für Angst und Schrecken, hat die Bewohner der kleinen italienischen Dörfer voll im Griff und bestimmt deren Alltag.

„Der Duft von Erde und Zitronen“ ist sowohl ein Familien- als auch ein Gesellschaftsroman. Denn Großfamilien wie die von Imma, der dreizehnjährigen Hauptperson des Buches, sind wohl typisch für italienische Lebensverhältnisse. Die Autorin spielt mit Klischees: der überfürsorglichen Großmutter; den draufgängerischen Männern, die meinen, das Zepter in der Hand zu halten: dem Wert von Traditionen. Aber so stellt man sich das Leben in Italien einfach vor, weshalb das Buch nicht urteilend oder kritisierend oder belächelnd wirkt.

Das Buch umfasst das Schicksal dreier Generationen. Das Leben von Imma, ihren Eltern und ihren Großeltern sowie allen dazugehörigen Familienmitgliedern wird beleuchtet. Dabei springt die Handlung zwischen den drei Generationen und den daraus resultierenden drei Handlungssträngen hin und her. Am Anfang sind diese Sprünge noch etwas verwirrend, da man als Leser mit vielen Namen konfrontiert wird, von deren Namensträgern man sich zunächst noch kein klares Bild machen kann und auch nicht weiß, wer wie mit wem zusammenhängt. Im Verlauf des Buches werden die Zusammenhänge aber deutlich und spätestens nach dem ersten Drittel des Buches sind die Verwandtschaftsbeziehungen klar.

Bruchstückhaft und wie bei einem Puzzleteil ergibt sich nach und nach ein Gesamtbild. Dabei ist es erstaunlich, wie bereits das Leben von Immas Großeltern Grundsteine dafür gelegt hat, wie Imma heute lebt. Erzählt wird von ungewollten Schwangerschaften, ungeliebten Schwiegertöchtern und überraschenden Mordversuchen. Teilweise mutet die Handlung schon recht grotesk an, bleibt aber durchweg authentisch und nachvollziehbar.

Die Figuren des Buches sind allesamt herrlich lebendig. Dabei werden sie von der Autorin gar nicht sonderlich umfangreich beschrieben. Aber das macht ihren Reiz aus: Sie charakterisieren sich selbst. Durch ihr Verhalten und durch ihre Äußerungen. Durch den Aufbau des Buches und die Gliederung in drei Handlungsstränge, die alle den gleichen Umfang einnehmen, kann man als Leser jeden Charakter gleichermaßen gut kennen lernen.

Imma ist als Dreizehnjährige schon sehr erwachsen für ihr Alter. Aber aufgrund dessen, was sie schon alles erlebt hat, wirkt dies dennoch realistisch. Ich habe ihr ihre Neunmalklugheit, ihre Besonnenheit und ihre Intelligenz problemlos abgenommen. Sie ist ein sehr sympathischer Charakter und letztendlich auch mein Lieblingscharakter, obwohl sie sich diese Position fast mit Tante Rosalia teilt, bei der Imma nun lebt.

Als Imma zum ersten Mal einen Schritt aus der Wohnung der Tante wagt und schließlich auf den jungen Buchverkäufer Paolo trifft, habe ich sehr mit ihr mitgefiebert. Ein besonderes Detail, das mich als Leseratte natürlich sehr begeistert hat, ist übrigens, dass Imma von Paolo immer wieder Bücher kauft und diese dann heimlich liest. Das Lesen an sich spielt dadurch eine gewisse Rolle in diesem Buch und die diesbezüglichen Szenen waren immer sehr liebevoll beschrieben. Es ist übrigens sehr bezeichnend, dass Imma während ihrer „Gefangenschaft“ – als Gefangene fühlt sie sich zumindest – das Tagebuch der Anne Frank liest.

Das Buch wird von einer melancholischen und irgendwie auch bedrückenden Grundstimmung beherrscht. Imma muss sich verstecken – die Hintergründe dazu sind brutal und gefährlich - und sehnt sich täglich nach nur ein paar Stunden in Freiheit. Immas Tante Rosalia ist unglücklich verliebt. Doch auch die Handlungsstränge, die in der Vergangenheit spielen, sind nicht immer schön. Und doch steht im Vordergrund immer der Familienzusammenhalt.

„Der Duft von Erde und Zitronen“ ist ein Buch über Liebe, Freundschaft, Familie, verzeihliche Fehler, das Erwachsenwerden. Es umfasst nur knapp mehr als 300 Seiten, und doch ist es ein tiefgründiger und bewegender Roman. Schön finde ich übrigens auch, wie das Buch zu seinem Titel gekommen ist, aber das verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht.

Das Ende des Buches ist leider recht offen, aber vermutlich hat die Autorin an der richtigen Stelle aufgehört. So bleibt Vieles der Fantasie des Lesers überlassen. Und das ist doch auch mal ganz schön.

Der Schreibstil von Margherita Oggero ist sehr lebendig und gefühlvoll. Die Autorin versteht es, ihre Leser zu berühren, sie an in ihre Geschichte zu fesseln und sie für das Schicksal ihrer Figuren zu begeistern. Stellenweise mutet der Stil etwas poetisch an, ist insgesamt sehr warm und liebevoll.

Mein Fazit:

„Der Duft von Erde und Zitronen“ ist ein Familienroman, der seine Leser nach Italien entführt und sie am italienischen Flair und Lebensgefühl teilhaben lässt.

Veröffentlicht am 08.11.2019

Mittelmäßiger Reihen-Auftakt

October Daye - Winterfluch
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Der Einstieg in das Buch ist mir nicht ganz leicht gefallen. Der Leser wird auf den ersten 50 Seiten sehr genau und umfassend mit dem Leben von October bzw. Toby konfrontiert.

(An dieser Stelle muss ich ...

Der Einstieg in das Buch ist mir nicht ganz leicht gefallen. Der Leser wird auf den ersten 50 Seiten sehr genau und umfassend mit dem Leben von October bzw. Toby konfrontiert.

(An dieser Stelle muss ich übrigens gestehen, dass ich eine Weile gebraucht habe, bis ich den Zusammenhang zwischen den Namen October und Toby hergestellt hatte... Irgendwie stand ich da wohl auf der Leitung.)

Auf jeden Fall erfährt der Leser auf den ersten Seiten sehr viel über Tobys Lebensverhältnisse und ihre Vergangenheit. Das ist zwar ganz interessant, irgendwie aber auch verwirrend. Denn dabei spielen viele andere Charaktere eine Rolle, die namentlich erwähnt werden, zu denen man aber zunächst keine Beziehung aufbauen kann. Dadurch wirken die ersten Seiten sehr überladen an Informationen und es gilt, Namen und verschiedenste Gattungen an fantastischen Wesen auseinander zu halten.

Wobei ich hierin aber auch gleich wieder einen Pluspunkt gefunden habe. Denn dieses Buch lebt nur so von seinen fantastischen Kreaturen, bei deren Beschreibung und Entwicklung die Autorin ein sehr hohes Maß an Fantasie bewiesen hat. Einige der Wesen kennt man vielleicht schon aus anderen Fantasy-Bücher, andere sind völlig neu. Oder habt ihr schon einmal etwas von einem Bannick oder einem Powrie gehört?

Toby ist mir nach dem etwas mühsamen Einstieg doch noch sehr sympathisch geworden. Sie hat ein sehr schweres Schicksal zu tragen, meistert diese Aufgabe aber sehr gut. Ich habe den kompletten Verlauf des Buches hindurch mit ihr mitgefiebert und –gelitten.

Die Handlung wird ebenfalls nach und nach verständlicher und nachvollziehbarer. Und vor allem spannender! Der Hauptteil des Buches beschäftigt sich mit Tobys Suche nach dem Mörder der Fae-Fürstin. Hier fand ich es zunächst sehr fesselnd, zusammen mit Toby auf die Suche nach deren Leiche zu gehen, diese dann zu untersuchen und erste Feststellungen über die Umstände ihres Todes zu treffen.

Toby wandert dann im weiteren Verlauf des Buches im Prinzip von Station zu Station. Sie beginnt bei der Leiche der Fae-Fürstin, die ihr einige Anhaltspunkte liefert, wer hinter dem Anschlag stecken könnte. Anhand dieser Hinweise gelangt sie zu einem nächsten Punkt, der ihr weitere Hinweise liefert und so weiter. Dadurch gleicht das Buch irgendwie einer Schnitzeljagd und die Handlung wirkt dadurch etwas episodenhaft und sprunghaft. Dadurch konnte mich das Buch auch nicht mehr so sehr fesseln, weil irgendwie die Spannung gefehlt hat. Klar, man entdeckt immer neue Hinweise, aber da ich schon geahnt habe, wer der Mörder ist, waren diese neuen Tipps nicht mehr so gewinnbringend für mich.

Denn ich muss ehrlich zugeben, dass ich während des Lesens irgendwann einen Geistesblitz hatte und daher schon erahnen konnte, wer der Mörder ist. Diese Vermutung hat sich dann auch bestätigt. Hinzugekommen sind lediglich Erklärungen zum Motiv des Täters, das logisch konstruiert war. Überhaupt ist die gesamte Welt der Fae, in der sich der Leser zusammen mit Toby bewegt, sehr authentisch gezeichnet und gut konstruiert.

Lediglich einige Figuren, die immer wieder auftauchen, sorgen für einen gewissen Handlungszusammenhang. Mich konnte die Handlung nicht durchweg fesseln, teilweise sind die Ausführungen der Autorin auch zu weitschweifend und beschäftigen sich mit Dingen, die nicht unbedingt zur Fortentwicklung der Handlung beitragen.

Dazu kommen einige Kämpfe, in denen sich Toby blutige Verletzungen zuzieht, die sie aber dennoch übersteht. Diese Szenen wiederholen sich leider etwas zu oft, lediglich die Gegner werden ausgetauscht. Mir ist schon öfters aufgefallen, dass ich mit solchen Kampfszenen nur sehr wenig anfangen kann – und so war es auch hier wieder. Irgendwie ging alles Schlag auf Schlag und viel zu schnell. Das lässt sich übrigens auch über das Ende des Buches sagen: Plötzlich ist es da und plötzlich ist das Buch vorbei...

Der Schreibstil von Seanan McGuire ist durchaus angenehm und mutet stellenweise schon etwas poetisch an, da er sehr bildhaft und farbenfroh ist. Das Buch liest sich aber trotzdem leicht und flüssig. Da das Buch aus der Ich-Perspektive von Toby geschrieben ist, bekommt man als Leser Einblick in ihre Gedankengänge, die teilweise sehr verwirrend und oft zum Schmunzeln sind. Auch in den Dialogen findet sich ein feiner Humor, der für zusätzliches Lesevergnügen sorgt.

Mein Fazit:

Ein eher mittelmäßiger Reihen-Auftakt, der hauptsächlich durch seine sympathische Protagonistin besticht, dessen Handlung aber nicht hundertprozentig überzeugt.

Veröffentlicht am 08.11.2019

Der Inhalt des Buches ist leider nicht so toll wie sein Cover

Touched, Der Preis der Unsterblichkeit
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Ich muss schon zugeben, dass ich mich bei der Auswahl des Buches ein wenig vom Cover habe verleiten lassen. Aber es ist auch einfach so toll, da kommt man nur schwer dran vorbei. :wink: Aber auch inhaltlich ...

Ich muss schon zugeben, dass ich mich bei der Auswahl des Buches ein wenig vom Cover habe verleiten lassen. Aber es ist auch einfach so toll, da kommt man nur schwer dran vorbei. :wink: Aber auch inhaltlich hat mich das Buch natürlich angesprochen. Die Idee, dass ein Mädchen andere Menschen schon allein durch ihre Berührung heilen kann, ist für mich noch recht neu. Ich glaube, über dieses Grundthema gibt es noch nicht sooo viele Bücher.

Leider konnte mich die Umsetzung nicht hundertprozentig überzeugen. Aber erst einmal das Positive :wink: : Remy ist ein Mädchen, das mir sehr schnell sympathisch wurde. Sie hat schwer unter ihrem Stiefvater zu leiden, der sehr gewalttätig ist und vor allem Remys Mutter schon viel angetan hat. Doch auch mit ihr versteht Remy sich nicht sonderlich gut – zu viel, steht zwischen den beiden. Meine Gefühle für die Ich-Erzählerin bestanden daher zunächst größtenteils aus Mitleid, aber im Laufe des Buches ist Remy mir richtig sympathisch geworden. Sie ist ein sehr offenherziges Mädchen, das ihre Gefühle zeigt und das einfach sehr interessant ist. Und ein weiterer Pluspunkt: Ihre besondere Gabe wurde sehr anschaulich und logisch beschrieben. Remy ist keine Superheldin, die ihr Talent unbegrenzt einsetzen kann. Im Gegenteil: Sie leidet unter ihrer Gabe, hat Schmerzen, verflucht sie manches Mal. Das wirkte auf mich sehr authentisch und echt.

Ihr männlicher Gegenpart Asher hingegen konnte mich gar nicht überzeugen. Er wirkt am Anfang sehr distanziert, sein Verhalten ist launisch und wechselhaft. Mal ist er freundlich, dann wieder total abweisend. Ich glaube, ich verrate nicht zu viel, wenn ich hier schreibe, dass sich zwischen ihm und Remy eine Liebesbeziehung entwickelt. Auch die bietet leider Potential für Kritik, da sie einfach zu oberflächlich bleibt und sich viel zu schnell entwickelt. Ich konnte gar nicht richtig mit den beiden mitfiebern, es passiert irgendwie alles auf einmal. In der einen Sekunden sind Remy und Asher noch fast so etwas wie Feinde – in der nächsten liegen sie sich schon in den Armen.

Bildlich gesprochen zumindest. Denn eigentlich möchte Remy keine Menschen berühren, aus Angst, sofort spüren zu müssen, welche Krankheiten diese Person hat. Doch natürlich besteht zwischen Asher und ihr eine besondere Beziehung. Ganz zufällig ist ihre Begegnung nicht und es steckt noch viel mehr dahinter als eine Teenie-Liebe. Mehr kann ich dazu an dieser Stelle aber natürlich nicht verraten. Ich kann nur sagen, dass mir die Beziehung der beiden zu konstruiert war. Und irgendwie war alles einfach zu viel.

Zusätzlich zu den beiden Hauptfiguren gibt es natürlich noch einige Nebencharaktere, die mich größtenteils überzeugen könnten. Vor allem Remys „neue“ Familie fand ich toll. Die war total herzlich und liebevoll und ich konnte gut nachvollziehen, dass Remy sich mit ihr so wohl fühlt. Aber Ashers Bruder ist mir ziemlich auf die Nerven gegangen und zwischen ihm und Asher entwickelt sich dann auch noch eine Rivalität um Remy, die einfach nicht hätte sein müssen. Überhaupt gibt es in diesem Buch Szenen, die die Handlung nur unnötig in die Länge ziehen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und für ein Jugendbuch passend. Er ist nicht sonderlich anspruchsvoll, dadurch liest sich das Buch leicht und flüssig. Viele Dialoge lockern zudem den Lesefluss auf.

Das Buch endet in einem großen Showdown, in dem Remys Stiefvater eine große Rolle spielt. Irgendwie hätte das für mich auch nicht sein müssen. Aber gut, das ist sicherlich Geschmackssache. Der Roman endet jedenfalls nicht unbedingt mit einem Cliffhanger, aber es wird auf jeden Fall deutlich, dass es eine Fortsetzung geben wird bzw. muss. Und man kann sogar schon erahnen, worum es in dem zweiten Band gehen wird.

Mein Fazit:

Ein Buch, dessen Inhalt leider nicht so gut ist wie sein Cover.