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Veröffentlicht am 11.04.2022

nette Geschichte

Weil ich dich liebe, deine Annie
1

Annie und ihr Mann Sam betreiben im schönen Maine einen kleinen Fastfood-Laden in dem sie ihrer Stamm-Kundschaft ganz spezielle Sandwiches verkaufen. Es läuft gut. Pläne für eine Vergrößerung werden geschmiedet. ...

Annie und ihr Mann Sam betreiben im schönen Maine einen kleinen Fastfood-Laden in dem sie ihrer Stamm-Kundschaft ganz spezielle Sandwiches verkaufen. Es läuft gut. Pläne für eine Vergrößerung werden geschmiedet. Wegen ungewollter Kinderlosigkeit sind die beiden zu einem sehr eingeschworenen Duo zusammengewachsen. Annie verwöhnt und betüttelt ihren Sam. Er ist liebevoll, nachgiebig und lässt sich gerne von ihr bemuttern. Als Annie eine dramatische Krebsdiagnose bekommt, hat sie Angst, ihrem Mann die Wahrheit zu sagen und fängt erst mal an, schriftlich alles festzuhalten, was er über das Leben ohne sie und wie alles funktioniert wissen sollte. Dabei wird sie irgendwann von ihrer Mutter dabei erwischt. Und die versucht nun ihrerseits, Annies Rettung in die Hand zu nehmen.

Gefallen hat mir zum einen das farbenfrohe Cover, zum anderen der angenehm zu lesende Erzählstil. Einfühlsam, manchmal ein wenig ironisch und mit einer Spur Situationskomik. Unterhaltsame Dialoge und eine eigentlich vielversprechend-dramatische Ausgangslage. Am Ende hat sich die Autorin aber nicht ganz getraut, das Thema und seine Ernsthaftigkeit ganz durchzuziehen und verwässert den Plot mit einem schon sehr positiven Ende. Schade, da wäre mit etwas Mut noch mehr drin gewesen. So bleibt es eine nette Geschichte für zwischendurch.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
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  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 08.04.2022

Durchwachsen

Luyánta
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Luyantá wird als Fantasyroman für ab 14 Jahre beworben. Ich hoffte also auf All-Age. Für die Aufmachung und die Mühe, die der Autor sich mit dem Anlegen seiner Parallelwelt gemacht hat, würde ich gerne ...

Luyantá wird als Fantasyroman für ab 14 Jahre beworben. Ich hoffte also auf All-Age. Für die Aufmachung und die Mühe, die der Autor sich mit dem Anlegen seiner Parallelwelt gemacht hat, würde ich gerne 5 Sterne vergeben. Aber die Geschichte und der Erzählstil haben mich nicht ganz überzeugt. Das hat zwei Gründe.

Zum einen ist der Schreibstil unbestimmt. Manchmal sehr einfach gehalten und eher kindgerecht. An anderer Stelle wieder sehr verschachtelt und schwer lesbar. Ähnlich verhält es sich auch mit dem zweiten Grund für meinen Punktabzug. Der Plot an sich changiert zwischen vorhersehbar und verwirrend, zwischen Kinderbuch und mit großem Anspruch überfrachtet. Dabei kommt vieles so daher, als müsste man dem Leser die Welt ganz genau erklären und man dürfte keine eigenen Rückschlüsse ziehen.

Im Laufe der Geschichte, die mit fast 800 Seiten sehr langatmig ist, wurde ich zusehends unwillig und habe Teile überflogen. Für mich war es keine Fantasy, die ich meinen Enkeln weiterempfehlen würde.

Veröffentlicht am 08.04.2022

düstere Erkenntnisse

Den Wölfen zum Fraß
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Michael Wolphram ist pensionierter Lehrer des Chapleton College. Als in seiner Nachbarschaft eine junge Frau ermordet wird, fällt der Verdacht bald auf ihn. Nachdem die Polizei bei ihren Ermittlungen nicht ...

Michael Wolphram ist pensionierter Lehrer des Chapleton College. Als in seiner Nachbarschaft eine junge Frau ermordet wird, fällt der Verdacht bald auf ihn. Nachdem die Polizei bei ihren Ermittlungen nicht schnell genug erwünschte Ergebnisse liefert, wird der Verdacht in der Presse lanciert. Der Verdächtigte wird den Wölfen der Presse zum Fraß vorgeworfen.

Es handelt sich um keinen Krimi oder Thriller im eigentlichen Sinne, auch wenn ein Mord den Auslösemechanismus aktiviert. Zwei große Themen beherrschen diesen Roman. Zum einen die himmelschreienden, unmenschlichen Zustände in Schulen und Internaten zur damaligen Zeit. Zum anderen die Macht der Presse, die einen Mann in den Abgrund reißen kann, egal, ob seien Schuld bereits bewiesen ist oder nicht.

Eine anspruchsvolle kraftvoll-düstere Lektüre. Man sollte sich etwas Zeit und Interesse für dieses Buch nehmen. Die Sprache des Autors besitzt eine unglaubliche Intensität der er manchmal aber etwas die Spannung opfert.

Veröffentlicht am 08.04.2022

intensives Leseerlebnis

Wo die Wölfe sind
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Die Biologin Inti Flynn reist nach Schottland. Mit dabei ist ein kleines Rudel Wölfe, die dort freigelassen werden sollen. Sie begleitet dieses Auswilderungsprojekt wissenschaftlich und sucht dabei auch ...

Die Biologin Inti Flynn reist nach Schottland. Mit dabei ist ein kleines Rudel Wölfe, die dort freigelassen werden sollen. Sie begleitet dieses Auswilderungsprojekt wissenschaftlich und sucht dabei auch privat nach Abstand von ihrem bisherigen Leben. Ein Neuanfang für die Frau und für die Tiere also.

Die Autorin versucht, wie in ihrem ersten Buch "Zugvögel" Mensch und Natur miteinander in Einklang zu bringen. Dabei greift sie wieder die diversen Themen auf, die diese Annäherung oft schwierig oder sogar schmerzlich machen gibt aber auch intensive Einblicke, wie sehr wir profitieren, wenn wir von den Tieren und ihrer Art mit der Umwelt und dem Leben umzugehen lernen.

Das Buch ist auf eine ruhige und eindringliche Weise erzählt. Das liegt vor allem an der Hauptfigur Inti, die tiefe Empathie für alle Lebewesen empfindet und dabei sowohl eine Verbindung schafft als auch alle Abgrenzungen überwindet. Man fühlt mit ihr aber auch mit all den Menschen und Tieren in dieser Geschichte.

Das Leseerlebnis ist intensiv und lässt mich nachdenklich zurück.

Veröffentlicht am 08.04.2022

Thrill mit Mysterie

HOME – Haus der bösen Schatten
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"Home" war mein erstes Buch dieser Autorin. Wie im Klappentext schon angedeutet, ist es über weite Strecken eine Geschichte, die unterschwellig auch eine Horrorgeschichte sein möchte. Wobei der Horror ...

"Home" war mein erstes Buch dieser Autorin. Wie im Klappentext schon angedeutet, ist es über weite Strecken eine Geschichte, die unterschwellig auch eine Horrorgeschichte sein möchte. Wobei der Horror von Anfang an düster und bedrohlich daherkommt und sich in einem Haus manifestiert. Für Horror-Fans wohl ein bekanntes Sujektmerkmal. Für mich als Thrillerleserin durchaus ungewohnt und ich musste mich erst mal drauf einlassen. Aber es liest sich spannend und man folgt der Hauptdarstellerin gerne, da sie ebenfalls einen skeptischen und eher realistischen Blick auf die Welt haben möchte und die Kindheitsängste versucht auf logische Weise zu erklären. Über den Plott verrate ich nicht mehr, denn das Buch lebt davon, dass man als Leser miträtseln und unsicher ist, wo die Reise hinführen wird.

Ich fühlte mich gut unterhalten. Ein solider Psychothriller mit Mysterytouch.