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Veröffentlicht am 09.09.2023

Erinnerungen

Ich, Sperling
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Der Rückblick eines alten Mannes auf seine Jugendjahre als Sklavenkind in einem Bordell in Carthago Nova ungefähr um 400 nach Christus. Er weiß nicht wie alt er ist, von wo er herkommt und wie er heißt. ...

Der Rückblick eines alten Mannes auf seine Jugendjahre als Sklavenkind in einem Bordell in Carthago Nova ungefähr um 400 nach Christus. Er weiß nicht wie alt er ist, von wo er herkommt und wie er heißt. Er wächst unter lauter Frauen in einer Taverne, welche gleichzeitig ein Bordell ist, auf. Der einzige Mann ist der Aufseher, Audo. Von dem erhält er regelmäßig Prügel. Eine der "Wölfinnen" nimmt sich seiner an und lernt im lesen, schreiben und rechnen so gut es geht. Sein Schicksal ist vorgezeichnet, auch er wird eine männliche Hure. In stillen Stunden träumt er von der Freiheit, doch am nächsten Morgen ist alles wieder wie vorher. Dem Autor gelingt es hervorragend das Leben dieser nicht vom Schicksal begünstigten Menschen aufzuzeichnen. Und doch fügen sie sich ihrem Dasein und versuchen das Beste daraus zu machen. Die Hoffnung, sich eines Tages freizukaufen. Doch, wem wird das schon gelingen? Super Milieuschilderung aus einer längst vergangenen Zeit. Oder doch nicht?

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Veröffentlicht am 24.08.2023

Unfassbar

Prophet
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Schon der Titel "Prophet" macht neugierig. Und diese Neugier wird in diesem Buch auch gestillt. Es beginnt, das in England in einer ländlichen Gegend plötzlich ein voll ausgerüstetes Diner aus dem Nichts ...

Schon der Titel "Prophet" macht neugierig. Und diese Neugier wird in diesem Buch auch gestillt. Es beginnt, das in England in einer ländlichen Gegend plötzlich ein voll ausgerüstetes Diner aus dem Nichts auftaucht. Als dann dort neben vielen anderen Gegenständen auch noch eine Leiche liegt, wird Alarm gegeben. Die beiden hinzugezogenen Ermittler könnten unterschiedlicher nicht sein: Sunil Rao und Adam Rubenstein. Trotz ihrer anscheinend gegenseitigen Ablehnung arbeiten sie gut zusammen und versuchen die heranwachsende Bedrohung abzuwenden. Diese Bedrohung wird in der Geschichte lebensnah geschildert und es läuft einem beim Lesen kalt über den Rücken. Die vielen Zeitsprünge machen den Ablauf etwas unübersichtlicher. Auch die detaillierten Sterbevorgänge wären nicht nötig für die Handlung gewesen. Alles in Allem ein spannendes und aufregendes Buch mit einigen unnötigen Längen. Auch das Finale ist etwas unglaubwürdig. Aber, wenn man sich bis zum Schluss durchkämpft, hat sich das Lesen gelohnt.

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Veröffentlicht am 01.08.2023

In Wien

Beethoven
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Beethoven hat schon gewusst, warum er nach Wien gezogen ist. Er wusste, welche Möglichkeiten sich ihm hier eröffnen und hat diese auch genial benutzt. Obgleich in Wien auch die künstlerische Umgebung und ...

Beethoven hat schon gewusst, warum er nach Wien gezogen ist. Er wusste, welche Möglichkeiten sich ihm hier eröffnen und hat diese auch genial benutzt. Obgleich in Wien auch die künstlerische Umgebung und die Förderer für seine Entwicklung genau das richtige waren. In diesem Buch wird uns der Aufstieg Beethovens näher gebracht. Das alleine schon macht dieses Buch lesenswert.

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Veröffentlicht am 31.07.2023

Leben und sterben lassen

Der Abstinent
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James O`Connor wird von Dublin nach Manchester versetzt. Dort wurden gerade 3 Männer, angebliche Anhänger der "Fenians", gehängt. Er soll die Drahtzieher dieser Bewegung ausfindig machen. O`Connor, seit ...

James O`Connor wird von Dublin nach Manchester versetzt. Dort wurden gerade 3 Männer, angebliche Anhänger der "Fenians", gehängt. Er soll die Drahtzieher dieser Bewegung ausfindig machen. O`Connor, seit dem Tod seiner Frau dem Alkohol verfallen, jetzt aber strikter Abstinenzler, nimmt die Fährte von Stephen Doyle, einem Kriegsveteranen, auf, welcher ihn ebenfalls Töten will. Es entspinnt sich zwischen den Beiden ein Kampf auf Leben und Tod. O`Connor muss schwere Rückschläge einstecken, auch in den eigenen Reihen hat er fast keine Freunde. Dramatische werden die Ereignisse im 19. Jahrhundert zwischen Engländern und Iren erzählt. Menschenleben spielen in diesen schicksalsschweren Tagen keine große Rolle. Keiner traut Keinem. Freunde gibt es nicht viele. Düster sind auch die Lebensverhältnisses und gute Arbeitsplätze selten. Der Roman gibt ein naturgetreues Bild von dieser schrecklichen Zeit. Man liest gespannt und gefesselt bis zum doch etwas überraschenden Ende. Hervorragendes Bild einer wirren Epoche.

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Veröffentlicht am 31.07.2023

Ein meisterhafter Lebensbericht

Violeta
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Allende in Bestform. Eine begnadete Autorin schreibt ein gewaltiges Werk über das Leben von Violeta. Beeindruckend in Sprache und Erzählstil lässt sie das Leben der Hauptdarstellerin ablaufen. Nichts kann ...

Allende in Bestform. Eine begnadete Autorin schreibt ein gewaltiges Werk über das Leben von Violeta. Beeindruckend in Sprache und Erzählstil lässt sie das Leben der Hauptdarstellerin ablaufen. Nichts kann Violeta erschüttern. Sie meistert alle Bedrohungen und Geschichtsabläufe. Ihre Stärke ist ihr unerschütterlicher Lebenswille, welcher ihr hilft, auch durch scheinbar aussichtslose Situationen durchzutauchen und stärker als zuvor aufzustehen. Man lebt und erlebt praktisch Violetas Schicksal persönlich mit, da man von dem Geschriebenen derart gefesselt wird, dass es einem schwerfällt, das Lesen zu unterbrechen. Violetas Leben verläuft alles Andere als eintönig, von der Spanischen Grippe, den Selbstmord des Vaters und der finanzielle Absturz der Familie, welche auch einen gesellschaftlichen Niedergang nach sich zog. Und auch die politischen Ereignisse werden meisterhaft in die Erzählung eingeflochten und bearbeitet. Mein Resümee über dieses Buch: Ein grandioser Bericht über das Leben einer beachtenswerten Persönlichkeit. Meisterhaft bearbeitet von einer grandiosen Autorin. Ein Buch, welches fünf Sterne in der Bewertung mehr als verdient.

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