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Veröffentlicht am 24.05.2026

Der zweite Zwilling

Tage des Wandels
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„Ich habe das Gefühl, keine Platz mehr im Haus zu haben. Ich bin … wie ein Gast, der nicht mehr willkommen ist.“ (S. 128)
1585 werden auf dem Kalmule-Hof die Zwillinge Adam und Eva geboren. Aufgrund seines ...

„Ich habe das Gefühl, keine Platz mehr im Haus zu haben. Ich bin … wie ein Gast, der nicht mehr willkommen ist.“ (S. 128)
1585 werden auf dem Kalmule-Hof die Zwillinge Adam und Eva geboren. Aufgrund seines Geburtsrechts ist Adam, obwohl der zweitgeborene Zwilling, ein freier Mensch und nicht erbberechtigt. Eva dagegen ist – wie ihre Eltern – eigenbehörig. Da mit dem ältesten Bruder Anton bereits ein Hoferbe vorhanden ist, scheint das zunächst keine Rolle zu spielen. Doch als der Achtzigjährige Krieg zwischen Spanien und den Niederlanden auch das Münsterland erreicht und Opfer fordert, wird Eva plötzlich zur Hoferbin. Um Adam dennoch die Übernahme des Hofes zu ermöglichen, tauscht sie mit ihm ihren Status und ihr Geburtsrecht. Allerdings gelingt es Adam zunächst nicht, sich gegen die übrigen Hofbewohner durchzusetzen oder für Eva einzustehen. Deshalb vermittelt ihre Patin sie als Haushälterin an eine kleine Pfarrei.

„Tage des Wandels“ ist der zweite Band von Ulrike Renks Reihe und setzt mehr als 30 Jahre nach dem ersten Teil ein. Die Bewohner des Hofes kämpfen inzwischen nicht mehr nur gegen Missernten und Naturgewalten, sondern auch gegen marodierende Söldner aus Spanien und den Niederlanden, die den Achtzigjährigen Krieg bis ins Münsterland tragen.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Eva, die sich nie ein anderes Leben als das im Kreis ihrer Familie vorstellen konnte. Dennoch verzichtet sie auf ihr Erbe und verlässt den Hof. In der Pfarrei erlebt sie, wie die Religion zunehmend an Bedeutung gewinnt und sich das kirchliche Leben verändert. Viele Geistliche leben zwar weiterhin offen mit Frauen und Kindern zusammen, doch im Laufe des Krieges werden die Regeln der Kirche immer strenger durchgesetzt. Das Zölibat soll um jeden Preis eingehalten werden, ebenso die Rückkehr zu lateinischen Gottesdiensten – obwohl die Bevölkerung diese kaum versteht.

Ein weiteres bedrückendes Thema ist die sich ausbreitende Hexenverfolgung. Extremes Wetter und schlechte Ernten treiben die Menschen dazu, Schuldige zu suchen. Als eine Freundin und Förderin Evas der Hexerei beschuldigt wird, wächst ihre Angst, unter der Folter ebenfalls belastet zu werden.

Ulrike Renk schildert das harte und entbehrungsreiche Leben der Bauern jener Zeit in klaren, ungeschönten Worten. Eindringlich beschreibt sie die Abhängigkeit der Menschen von Grundherren, Kirche und Natur sowie die ständige Unsicherheit durch Krieg und Hunger.
Insgesamt ein interessanter und atmosphärischer historischer Roman. Die politischen Hintergründe, Glaubensfragen und kriegerischen Entwicklungen nahmen für meinen Geschmack stellenweise allerdings etwas zu viel Raum ein und wirkten gelegentlich wiederholend.

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Veröffentlicht am 21.05.2026

Ein Versprechen für ein Versprechen

Der Sturm zwischen uns
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Als Frankie am Morgen ihrer Hochzeit die Nachricht „Ich liebe dich, aber ich kann dich nicht heiraten.“ (S. 47) von ihrem Verlobten Nate auf dem Kopfkissen findet, bricht für sie eine Welt zusammen. Am ...

Als Frankie am Morgen ihrer Hochzeit die Nachricht „Ich liebe dich, aber ich kann dich nicht heiraten.“ (S. 47) von ihrem Verlobten Nate auf dem Kopfkissen findet, bricht für sie eine Welt zusammen. Am Vorabend schien noch alles in Ordnung gewesen zu sein, doch plötzlich ist Nate verschwunden und lässt sie mit den 120 Gästen alleine zurück. Er reagiert weder auf Anrufe noch Nachrichten. Da Frankie für ihn ihre Wohnung aufgegeben hatte, zieht sie schließlich zurück zu ihren Eltern in ihr altes Kinderzimmer. Wochenlang versucht sie verzweifelt zu verstehen, schiefgelaufen ist. Familie und Freunde bemühen sich erfolglos, sie aus ihrem Tief zu holen.
Schließlich lässt Nate ihr über eine Freundin ausrichten, dass sie die bereits bezahlte Hochzeitreise machen soll: eine Woche in einem Luxusressort in Tofino an der wilden Westküste Vancouver Islands. Als das ihr bester Freund George davon erfährt, beschließt er kurzerhand, sie zu begleiten – schließlich ist es eine Reise für zwei Personen gebucht. Außerdem möchte er ihr helfen, den Schmerz zu verarbeiten und wieder zurück ins Leben zu finden. Im Ressort hält man die beiden für Frischvermählte, und George widerspricht nicht. Zwischen romantischer Atmosphäre und gemeinsamen Erinnerungen beginnt es tatsächlich zwischen ihnen zu knistern. Frankie wird bewusst: „George ist ein gutaussehender Mann. Ich bin bloß nicht mehr daran gewöhnt, mit dieser Tatsache umzugehen.“ (S. 184) Doch lohnt es sich, für eine mögliche Liebe ihre jahrzehntelange Freundschaft aufs Spiel zu setzen?

Frankie und George kennen sich seit ihrem achten Lebensjahr. Nachdem George nach dem Tod seiner Mutter zu seiner Großmutter ziehen musste, die neben Frankies Familie wohnte, verband die beiden sofort ein Gefühl von Verlust und Einsamkeit. Auch Frankies Mutter hatte die Familie verlassen, um „sich selbst zu finden“. Frankie, die mit drei Brüdern aufwuchs und stets Abenteuer suchte, fand in George schnell ihren engsten Vertrauten. Über die Jahre wurden sie unzertrennlich: Sie teilten Geheimnisse, standen einander immer bei und lebten während Ausbildung und Studium sogar zusammen in einer WG, bis George beruflich wegzog.

Obwohl Frankie wusste, dass George ein echter Frauenschwarm ist, hatte sie ihn gedanklich immer in die Kategorie „bester Freund“ eingeordnet. Doch je mehr Zeit sie gemeinsam in dem romantischen Ressort verbringen („Irgendjemand hat sich besondere Mühe gegeben, unser Zimmer wie die Kulisse für eine romantische Komödie aus den Neunzigern erscheinen zu lassen. (S. 138)), desto klarer wird ihr, wie tief ihre Verbindung wirklich ist. George kennt ihr wahres Ich wie niemand sonst. Bei ihm muss sie sich nie verstellen, weil sie sich oft schon ohne Worte verstehen und durch unzählige gemeinsame Erinnerungen verbunden sind. Er weiß genau, wie er sie aufmuntern, ablenken oder aus ihrer Reserve locken kann.

Durch geschickt eingebaute Rückblicke und alte Briefe lässt Carley Fortune die gemeinsame Vergangenheit von Frankie und George lebendig werden. So entfaltet sich nach und nach die Entwicklung ihrer Freundschaft – und die Frage, ob daraus vielleicht schon immer mehr geworden ist.

„Der Sturm zwischen uns“ ist ein emotionaler und atmosphärischer Liebesroman vor der beeindruckenden Kulisse der kanadischen Westküste. Die Mischung aus tiefen Freundschaften, zweiten Chancen und romantischer Spannung macht das Buch besonders berührend. Und wäre da nicht die Flugangst, würde man nach der letzten Seite am liebsten sofort selbst nach Tofino reisen.

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Veröffentlicht am 18.05.2026

Ein etwas anderer Krimi

Weiße Westen, schwarze Nächte
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Ruhrgebiet, 1966: Hedy Voss bestreitet ihren Unterhalt mit (Auftrags-) Einbrüchen und Diebstählen. Etwas anderes hat sie nie gelernt, und außerdem ist sie wirklich gut darin. Das Geld braucht sie, um die ...

Ruhrgebiet, 1966: Hedy Voss bestreitet ihren Unterhalt mit (Auftrags-) Einbrüchen und Diebstählen. Etwas anderes hat sie nie gelernt, und außerdem ist sie wirklich gut darin. Das Geld braucht sie, um die wiederkehrenden Aufenthalte ihrer Schwester Elsa in einer psychiatrische Privatklinik zu bezahlen. Als Hedy aus der Villa eines ehemaligen Oberregierungsrats neben Bargeld, Schmuck und Uhren auch einen Kalender vom Vorjahr mitnimmt, weil ihr darin interessante Kürzel und Zahlenkolonnen auffallen, setzt sie ungewollt eine gefährliche Kette von Ereignissen in Gang. Vor allem, als Elsa den Kalender entdeckt und versucht, daraus Kapital zu schlagen …

Hedy ist ein ausgesprochen spannender Charakter, weil sie kaum etwas von sich preisgibt. Fast niemand weiß, wie sie wirklich aussieht, da sie ihre Verkleidungen und Perücken ständig wechselt, teilweise sogar noch während oder unmittelbar nach ihren Beutezügen. Selbst ihr Name ist nicht echt. Neben Elsa scheint sie nur eine weitere Bezugsperson zu haben: einen Antiquitätenhändler, der zugleich ihr Hehler und Auftraggeber ist. Außerdem unterhält sie eine lose Beziehung zu einem Mann namens Peter, der angeblich verheiratet ist. Hedy ist jedoch überzeugt, dass er in Wahrheit Polizist oder Spion ist. Sie vertraut niemandem – nicht einmal Elsa, die seit ihrer Jugend von Pervitin abhängig ist und wirklich alles tut, um an die Droge zu kommen.

Die Handlung lebt vor allem von der Spannung, ob Hedy die Jagd des ehemaligen Oberregierungsrats nach seinem Kalender überlebt, den er scheint notfalls auch über Leichen zu gehen. Gleichzeitig ist ihr Kriminalkommissar Hans Wittkamp auf den Fersen. Er möchte unbedingt Karriere machen, wird jedoch immer wieder ausgebremst – besonders, als er entdeckt, dass das Einbruchsopfer in einen Korruptionsskandal verwickelt ist, den die eine Seite vertuschen, die andere jedoch öffentlich machen will.

Auch das Setting des Krimis hat mir sehr gefallen. Das Ruhrgebiet befindet sich im Umbruch. Der Kohleabbau steckt in der Krise, das Wirtschaftswunder ist längst noch nicht überall angekommen, während die Städte gleichzeitig rasant wachsen und moderner werden.

Sabine Hofmann hat mich mit dem Auftakt ihrer neuen Reihe ausgesprochen gut unterhalten. Sie schreibt fesselnd, atmosphärisch und sehr bildhaft.
Zwei kleine Kritikpunkte hatte ich allerdings: Zum einen habe ich mich gefragt, warum Hedy nie versucht hat, einer legalen Tätigkeit nachzugehen. Andere Frauen arbeiten schließlich ebenfalls in regulären Berufen, und Hedy scheint sehr intelligent zu sein. Zwar verdient sie mit ihren Einbrüchen vergleichsweise leicht Geld, doch das Risiko dabei ist enorm. Zum anderen kam mir das Ende etwas zu abrupt, und ich habe mich gefragt, woher Hedy eigentlich wusste, dass Wittkamp der ermittelnde Beamte war.

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Veröffentlicht am 18.05.2026

War das schon Liebe?

Eine Liebe ohne Sommer
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„Wir haben beide so viel verloren. Ich meinen Sohn – und du deine Zukunft.“ (S. 6) Meint Ellen nach dem Unfalltod ihres Sohnes Niklas zu dessen Freundin Rosa, dabei waren sie erst 3 Monate zusammen. Ellen, ...

„Wir haben beide so viel verloren. Ich meinen Sohn – und du deine Zukunft.“ (S. 6) Meint Ellen nach dem Unfalltod ihres Sohnes Niklas zu dessen Freundin Rosa, dabei waren sie erst 3 Monate zusammen. Ellen, die in der Wohnung unter Rosa wohnt, vermittelt ihr das Gefühl, dass sie nun noch enger zusammenrücken und gemeinsam trauern müssten. Doch Rosa weiß selbst kaum, was sie empfindet. Denn je länger Niklas tot ist, desto deutlicher wird ihr, wie wenig sie über ihn weiß. Sie kannte ja noch nicht mal seine Freunde.

Begonnen hatte ihre Beziehung als amüsante Begegnung auf der Treppe: „Er war freundlich, er war charmant… und irgendetwas, dass mehr war als die Summe aus beidem.“ (S. 35) Schnell stellte er sie seiner Mutter vor, die in Rosa sofort die perfekte Schwiegertochter sah. Doch Rosa bliebt voller Selbstzweifel, denn Niklas war eine Augenweide – mit perfekten Haaren, strahlendem Lächeln und athletischem Körper. Dabei versicherte er ihr immer wieder, wie sehr er sie mochte. Gleichzeitig verschwand er jedoch oft tagelang, log sie an oder versetzte sie, um stattdessen Zeit mit Freunden zu verbringen. Was hatte er ihr noch alles verschwiegen? „Er hat mich nicht in sein Leben gelassen…“ (S. 103)
Rosa beschließt, ihn rückblickend endlich wirklich kennenzulernen. Weil Ellen abblockt, sucht sie nach und nach Niklas’ Freunde und Bekannte auf und setzt das Puzzle seines Lebens Stück für Stück zusammen.

Timothy Paul schreibt in seinem Debütroman unterhaltsam und zugleich überraschend tiefgründig über Liebe, Verlust, Trauer und Erwartungen. Rosa ist zufällig in die Beziehung hineingestolpert und hatte in den drei Monaten kaum Zeit, ihre Gefühle wirklich zu hinterfragen. Und wann immer sie Zweifel anmeldete, wurden diese Niklas oder ihre Freundinnen zerstreute. Sie solle einfach genießen und alles auf sich zukommen lassen. Natürlich wunderte sie sich darüber, dass er sie seinen Freunden nicht vorstellte und immer wieder riskante Aktionen unternahm, bei denen ihr das Herz stehen blieb. Hatte er eine Art Todessehnsucht? Gleichzeitig holte er sie aus ihrem Schneckenhaus, gab ihr Selbstvertrauen und malte eine gemeinsame Zukunft aus. „Niklas ist perfekt, so wie er ist – wenn wir nicht von diesem seltsamen Hang sprechen, sein Leben riskieren zu wollen…“ (S. 109)

Nach seinem Tod schwankt Rosa zwischen Trauer, Wut und Unsicherheit. Hat sie ihn überhaupt schon geliebt? Darf sie um jemanden trauern, den sie vielleicht nie wirklich kannte? Ellen, die Schwiegermutter in spe, macht es ihr dabei nicht leichter. Schon vor Niklas’ Tod hatte sie sich an Rosa geklammert und erwartet nun selbstverständlich, dass sie weiterhin für sie da ist. Niklas’ Geschwister wiederum sind erleichtert, diese Rolle nicht übernehmen zu müssen. Doch was ist eigentlich mit Rosa? Was will sie selbst – und wie soll sie mit den Geheimnissen umgehen, die sie nach und nach entdeckt? Wer war Niklas wirklich, und hat er sie tatsächlich geliebt?
Gerade diese Fragen machen den Roman so spannend und emotional zugleich. Timothy Paul erzählt nicht nur von Trauer, sondern auch davon, wie wenig man einen Menschen manchmal kennt, obwohl man ihm sehr nah zu sein glaubt. Dabei gelingt ihm eine sensible Geschichte über die Unsicherheit moderner Beziehungen, über Idealisierung und darüber, dass Liebe nicht immer eindeutig oder vollkommen sein muss, um echte Spuren zu hinterlassen. „Es sind nicht unsere Geheimnisse, die uns ausmachen, es ist die Art, mit ihnen umzugehen.“ (S. 328)

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Veröffentlicht am 13.05.2026

Eine Pinnwand mit Bösewichten

Die Therapeutin und ihre Mörder
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„Nicht jeder, der bei den verdammten Seven Sisters zu Tode kommt, wollte sich umbringen!“ (S. 32), sagt Psychotherapeutin Patricia Phillips der Polizei, als sie nach dem angeblichen Selbstmord ihres Patienten ...

„Nicht jeder, der bei den verdammten Seven Sisters zu Tode kommt, wollte sich umbringen!“ (S. 32), sagt Psychotherapeutin Patricia Phillips der Polizei, als sie nach dem angeblichen Selbstmord ihres Patienten Henry befragt wird. Er war nicht wegen Depressionen bei ihr in Behandlung, sondern weil er sich von seinem Freund trennen wollte. Auch der kurze Abschiedsbrief überzeugt sie nicht, ganz im Gegenteil – darauf befinden sich nämlich keinerlei Fingerabdrücke. Doch die ermittelnden Beamten bleiben stur: Henrys Tod war Selbstmord! Also beginnt Pat mithilfe ihres Nachbarn Prichard und einer Pinnwand selber zu ermitteln und stößt dabei auf eine ganze Reihe Verdächtige und möglicher Motive.

Man merkt dem Buch an, dass Autorin Philippa Perry selber Psychotherapeutin ist. Ihre Ermittlerin Pat kann sich hervorragend in andere hineinversetzen und bringt Menschen geschickt zum Reden. Sie analysiert Gesprächspartner, Verdächtige und den Toten gleichermaßen und versucht so, deren Beweggründe zu verstehen. Nebenbei therapiert sie sogar einige der in den Fall verwickelten Personen.

Der Plot erinnert stellenweise an Agatha Raisin: Eine Zivilistin mischt sich hartnäckig in Ermittlungen ein, nervt damit die Polizei, gewinnt aber gleichzeitig das Vertrauen eines Beamten, der ihr Informationen zuspielt. Unterstützt wird sie von dem exaltierten Privatier Prichard, der scheinbar unendlich viel Zeit hat, jeden kennt und mit allen bestens auskommt.

Die berühmten Kreidefelsen im Süden Englands liefern ein atmosphärisches Setting und sind zugleich eng mit dem Fall verknüpft. Direkt an den Klippen soll ein Spa- und Golfresort entstehen, gegen das Henry sich in einer Umweltgruppe engagierte. Wurde ihm dieses Engagement zum Verhängnis? Oder steckt doch sein (Ex-)Freund hinter seinem Tod?

Ein entspannter Cosy Crime mit psychologischem Hintergrund, skurrilen Figuren und einer angenehm britischen Atmosphäre.

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