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Veröffentlicht am 07.06.2026

Das perfekte Foto

Salute - Das letzte Foto
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„Manchmal waren Erinnerungen mehr wert als alles Geld der Welt.“ (S. 56)
Als die Leiche des Fotografen Domenico Spina auf einem Felsvorsprung der Rocca di Garda gefunden wird, deutet alles auf Mord hin. ...

„Manchmal waren Erinnerungen mehr wert als alles Geld der Welt.“ (S. 56)
Als die Leiche des Fotografen Domenico Spina auf einem Felsvorsprung der Rocca di Garda gefunden wird, deutet alles auf Mord hin. Die Frage ist nur: Wer sollte einen 78-jährigen Fotografen töten wollen?
An möglichen Verdächtigen mangelt es nicht. War es der Bürgermeister, weil Spina sich hartnäckig weigerte, sein Haus für ein lukratives Bauprojekt zu verkaufen? Ein konkurrierender Fotograf, der Workshops an sensiblen Orten veranstaltete? Oder die Fitness-Influencerin, deren Videos an eben diesen Plätzen regelmäßig Spinas Zorn hervorriefen?
Bei ihren Ermittlungen stoßen Commissario Lanza und sein Team auf zahlreiche Rätsel. In Spinas Laden und Wohnhaus finden sie unzählige Aufnahmen der berühmten, inzwischen verstorbenen Opernsängerin Carmen Belotti, die sich ausschließlich von ihm fotografieren ließ. Daneben entdecken sie Bilder seiner selbst ernannten „Feinde“, die offensichtlich mit einem Teleobjektiv aufgenommen wurden. Hat Spina vielleicht mehr gesehen und dokumentiert, als anderen lieb war?
Während Lanza seine Gedanken darüber im Café MONACO mit Paul Zeitler teilt, erwacht in dem ehemaligen Münchner Hauptkommissar erneut der Ermittlergeist. Schließlich kannte er Spina flüchtig und hatte ohnehin vor, seine Leidenschaft für die Fotografie wieder aufleben zu lassen.

Lanza konzentriert sich schon früh auf den Bürgermeister und den Bauunternehmer, der Spinas Haus erwerben, sanieren und gewinnbringend weiterverkaufen wollte. Spinas Nichte berichtet von zahlreichen Kaufangeboten, die ihr Onkel trotz teils massiven Drucks stets ausschlug. Geld spielte für ihn keine Rolle – sonst hätte er seinen kleinen Laden längst aufgegeben.
Zeitler hingegen sieht sich in Spinas näherem Umfeld um. Der Fotograf war ein Perfektionist, der täglich auf den Berg stieg, um das perfekte Bild einzufangen – und dabei nicht selten auch seine vermeintlichen Gegner durch das Teleobjektiv beobachtete. Dort vermutet Zeitler den Schlüssel zur Lösung des Falls.

Auch der vierte Band der Reihe von Friedrich Kalpenstein überzeugt mit einer gelungenen Mischung aus Spannung und italienischem Lebensgefühl. Eigentlich hätte Zeitler mit seinem Café genug zu tun, zumal sein Mitarbeiter Emil inzwischen erfolgreich Cocktails auf die Karte gesetzt hat. Doch das Ermitteln kann er einfach nicht lassen – und so gerät er einmal mehr selbst in Lebensgefahr.

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Veröffentlicht am 04.06.2026

Ein Ort, der nach zu Hause schmeckt

Unser schönster Sommer
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„Das hier ist ein Leuchtturm, den Menschen finden, wenn sie vielleicht ein wenig verloren sind.“ (S. 51) Nach vier Jahren kehrt Ana endlich nach Mykonos zurück, auf die Heimatinsel ihrer Mutter. Seit sie ...

„Das hier ist ein Leuchtturm, den Menschen finden, wenn sie vielleicht ein wenig verloren sind.“ (S. 51) Nach vier Jahren kehrt Ana endlich nach Mykonos zurück, auf die Heimatinsel ihrer Mutter. Seit sie gemeinsam mit ihrer Freundin Natalie eine Marketingfirma gegründet hat, blieb keine Zeit für Urlaub. Eigentlich möchte sie nur entspannen und abschalten. Doch schon bald wird ihr bewusst, dass ihre Yiayia (Oma) Eleni nicht nur älter geworden ist, sondern inzwischen wirklich alt.
Wie früher hilft Ana in der kleinen Taverne ihrer Großmutter aus und entdeckt dabei ein großes Problem: Eleni macht schon lange keine Gewinne mehr. Stattdessen versorgt sie viele Einheimische kostenlos mit Essen und steht kurz vor dem finanziellen Ruin. Dennoch kommt es für die über 80-Jährige nicht infrage, das kleine Hafenrestaurant zu schließen und sich zur Ruhe zu setzen. Noch immer hofft sie, dass ihr Mann, der vor Jahren auf See verschollen ist, eines Tages zurückkehrt – angelockt vom Licht der Taverne.
Gemeinsam mit Natalie schmiedet Ana einen Plan, um das Restaurant zu retten und ihre Großmutter zu entlasten. Unterstützung erhalten sie nicht nur von Elenis Freunden und Bekannten, sondern auch von zwei Männern, mit denen Ana nicht gerechnet hat: Da ist ihre Jugendliebe Leonidas, der inzwischen verwitwet ist, Vater eines kleinen Sohnes und direkt neben Eleni wohnt. Und dann begegnet sie auf dem Markt dem englischen Geschäftsmann William. Zwischen ihnen knistert es vom ersten Moment an. Gegen eine harmlose Sommerromanze spricht schließlich nichts – oder doch? „Zwei Männer, zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, und ich mittendrin, mit einem Herzen, das längst beschlossen hat, es kompliziert werden zu lassen.“ (S. 183)

Das neue Buch von Elena Sonnberg (dem Pseudonym von Adriana Popescu) ist der perfekte Roman für den Urlaub oder für alle, die sich gedanklich nach Mykonos träumen möchten. Er fängt das Lebensgefühl der Insel auf besonders stimmungsvolle Weise ein: die verwinkelten Gassen, das glitzernde Meer, die leuchtenden Sommerfarben, die frischen Zutaten auf dem Markt und natürlich die köstlichen Gerichte, die einem beim Lesen das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. „Es ist, als würde man eine Erinnerung schmecken, von der man gar nicht wusste, dass man sie hat, danach aber für immer vermissen wird.“ (S. 70)

Ana und Leonidas verbindet eine lange gemeinsame Geschichte. Schon als Kinder und Jugendliche haben sie sich gegenseitig aufgezogen, und schnell lebt diese Vertrautheit wieder auf. Doch hinter ihren Neckereien scheint mehr zu stecken. Gleichzeitig ist da William: charmant, erfolgreich, attraktiv und aufmerksam. Er macht keinen Hehl daraus, dass er sich mehr als einen unverbindlichen Flirt wünscht. Ana genießt die aufkeimende Spannung zwischen ihnen – doch was will sie selbst eigentlich?
Neben ihren Gefühlen beschäftigen sie vor allem die Sorgen um ihre Yiayia und die Zukunft der Taverne. Dabei erkennt sie nach und nach, dass sie die Last nicht allein tragen muss. Die Menschen der Insel halten zusammen und stehen füreinander ein, wenn es darauf ankommt.

„Unser schönster Sommer“ ist ein Roman über Zusammenhalt, Freundschaft und Familie, über Hoffnung, zweite Chancen und das Glück der kleinen Dinge: ein gutes Essen, gemeinsame Zeit mit den Menschen, die man liebt, heimliche Küsse und ein kleiner Junge, der jedes Herz im Sturm erobert. Eine warmherzige Wohlfühlgeschichte voller Sommerflair, die Lust auf Sonne, Meer und griechische Gastfreundschaft macht.

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Veröffentlicht am 01.06.2026

Wenn Backrezepte nach Meer schmecken

Backgenuss mit Meeresbrise
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Mein Mann und ich verbringen alle Urlaube an der Ostsee, und auch in Büchern zieht es mich immer wieder ans Meer. Eine meiner Lieblingsautorrinnen ist Anne Barns, die zudem unter verschiedenen Pseudonymen ...


Mein Mann und ich verbringen alle Urlaube an der Ostsee, und auch in Büchern zieht es mich immer wieder ans Meer. Eine meiner Lieblingsautorrinnen ist Anne Barns, die zudem unter verschiedenen Pseudonymen schreibt. Zwar spielen ihre Romane überwiegend an der Nordsee, doch eines haben sie alle gemeinsam: Kulinarik spielt darin stets eine wichtige Rolle. Ihre Protagonistinnen backen genau wie ich leidenschaftlich gern, kochen Marmeladen, stellen Fudge oder Karamell her und machen sogar Nougat selbst. Seit Jahren lese ich ihre Bücher und probiere viele der Rezepte zur Freude meiner Familie nach.

Das Besondere an diesem Backbuch ist die Verwendung von Haferflockenmehl, einer gesunden Alternative zu klassischem Weißmehl. Natürlich lassen sich die Rezepte bei Bedarf auch mit Weizen- oder Dinkelmehl zubereiten.
Zu Beginn werden verschiedene Grundrezepte für Mürbe- und Biskuitteige vorgestellt. Die eigentlichen Rezepte sind anschließend nach den Nordseeinseln Juist, Amrum und Norderney sowie nach Rügen und dem Schönberger Strand an der Ostsee gegliedert. Jeder Abschnitt beginnt mit einer kurzen Einführung in die jeweilige Region und verrät außerdem Anne Barns' persönliche Lieblingsorte und kulinarische Empfehlungen.

Einige der Rezepte kannte ich bereits aus ihren Romanen. Mit der Apfelrosentorte aus Apfelkuchen am Meer fing bei mir damals alles an. Daher erscheint es mir nur folgerichtig, dass sie auch in diesem Buch den Auftakt bildet, wenn auch in einer von Anne Barns überarbeiteten und weiterentwickelten Version.
Neben Kuchen und Torten finden sich Rezepte für Tartes, Galettes, Küchlein, Scones, Cookies und Waffeln sowie für Apfelbutter, Kirschröster und Zitronencreme. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind unglaublich lecker. Besonders beliebt bei meiner Familie sind der Dänische Traumkuchen, der Stachelbeerkuchen mit Mandelbaiser, der Russische Zupfkuchen und der Brownie-Kirsch-Käsekuchen. Bei einigen Rezepten haben es nur die letzten Stücke aufs Foto geschafft – der Rest war längst aufgegessen.

Dieses Backbuch ist nicht nur eine Empfehlung für Fans von Anne Barns, sondern für alle Naschkatzen, die sich beim Backen und Genießen gern an die Nord- oder Ostsee träumen.

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Veröffentlicht am 27.05.2026

Einfach genial Grillen

JO9
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Seit unserem ersten Kochbuch von Jamie Oliver lieben wir seine Gerichte – und was passt besser zu dieser Jahreszeit, als vom Kochen zum Grillen zu wechseln? In BBQ zeigt er seine besten Rezepte, gibt Tipps ...

Seit unserem ersten Kochbuch von Jamie Oliver lieben wir seine Gerichte – und was passt besser zu dieser Jahreszeit, als vom Kochen zum Grillen zu wechseln? In BBQ zeigt er seine besten Rezepte, gibt Tipps und verrät Tricks rund ums Kochen mit Feuer und Flamme.

Dank der angenehmen Temperaturen der letzten Wochen haben wir uns quer durch das Buch probiert und sind begeistert – nicht nur „Fleischesser“, auch Veganer werden hier neue Lieblingsrezepte finden.

Die Rezepte sind in die Kapitel Schnell & Originell, Schön spießig, Salate mit Anspruch & jede Menge Gemüse, Brunch mit Crunch, Viele Gäste sowie Burger & Pattys gegliedert. Dazu kommen smarte Extras für mehr Aroma sowie hilfreiche Hinweise zu nachhaltigem Kochen und gesunder Ernährung. Besonders gelungen finde ich, dass am Ende des Buches sowohl eine Nährwerttabelle als auch ein umfangreiches Register enthalten sind.

Die Gerichte decken verschiedene Schwierigkeitsstufen ab, benötigen mal mehr, mal weniger Zutaten und reichen von unkompliziert bis raffiniert – hier ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei. Auch bei der Personenanzahl bleibt man flexibel: ob Fisch für zwei, eine Lammkeule für zehn oder Burger für sechzehn Personen.

Zu unseren neuen Lieblingsrezepten gehören unter anderem die Sesam-Chicken-Burger mit selbstgemachtem Krautsalat, der Sriracha-Tofu auf Reisnudelsalat (Vorsicht, scharf!), die erdnussigen Hähnchenspieße sowie die gegrillten Karotten mit Petersilie und Feta. Das dazugehörige Dressing eignet sich übrigens auch hervorragend für Couscoussalat.

Abgerundet wird das Buch durch die stimmungsvollen Fotos der Gerichte und von Jamie Oliver beim Zubereiten – Bilder, bei denen einem sofort das Wasser im Mund zusammenläuft.

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Der geheime Garten

Brombeerblaue Tage
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„Sonnenlicht strömte durch die flächigen Fenster, beleuchtete tanzenden Staub und einen kleinen Ofen mit Krallenfüßen, der aussah, als könnte er jederzeit davongaloppieren.“ (S. 31) Das alte Gutshaus auf ...

„Sonnenlicht strömte durch die flächigen Fenster, beleuchtete tanzenden Staub und einen kleinen Ofen mit Krallenfüßen, der aussah, als könnte er jederzeit davongaloppieren.“ (S. 31) Das alte Gutshaus auf Rügen, das Elisa hüten soll, während ihr Vater im Krankenhaus liegt, wirkt zunächst idyllisch – hätte er ihr nur nicht verschwiegen, dass es weder fließendes Wasser noch Internet gibt. Wahrscheinlich hätte sie abgesagt, wenn da nicht auch noch ein alter Hund gewesen wäre, der ihr sofort ans Herz wächst. Als sich Henks Krankenhausaufenthalt unerwartet verlängert, beginnt Elisa, die als Landschaftsarchitektin arbeitet, sich um den völlig verwilderten Garten des Hauses zu kümmern.

„Chaos mochte mit etwas Glück überraschend schön anzusehen sein, handhabbar aber es für Elisa nur, wenn sie es in kontrollierte Ordnung überführen konnte.“ (S. 11) Elisa ist ein Mensch, der plant, organisiert und kontrolliert. Sie hat eine App zur effizienten Bepflanzung entwickelt, arbeitet erfolgreich in ihrem Beruf und opfert dafür oft ihre Nächte. Im Wettbewerb um den nächsten Auftrag nimmt sie immer neue Kompromisse in Kauf. Erst auf Rügen, fern vom hektischen Alltag, erkennt sie, wie sehr sie sich von ihren ursprünglichen Idealen entfernt hat. Besonders der Druck eines potenziellen Auftraggebers, der bereits vor Vertragsabschluss ständig neue Entwürfe verlangt, setzt ihr zu.
Der verwilderte Garten ihres Vaters wird dabei mehr und mehr zu einem Ort der Inspiration. Zwischen überwucherten Wegen, alten Obstbäumen und längst vergessenen Pflanzen entdeckt Elisa nicht nur ihre eigene Leidenschaft wieder, sondern auch die bewegende Geschichte des Gartens: wer ihn einst angelegt hat und welche Bedeutung er ursprünglich hatte.
Auch das Verhältnis zu ihrem Vater ist kompliziert. Seit ihrer Kindheit hatten die beiden kaum Kontakt, nachdem Henk sie und ihre Mutter verlassen hatte. Für Elisa stand immer fest, dass er an allem schuld war – doch mit der Zeit beginnt sie, ihre Erinnerungen zu hinterfragen. Als aus einem harmlosen Check-up eine riskante Operation wird und Henk danach verwirrt Dinge sagt, die sie nicht einordnen kann, muss sie sich ihrer gemeinsamen Vergangenheit stellen.

„Brombeerblaue Tage“ ist eine wunderbare Überraschung: ein leiser, tiefgründiger und warmherziger Roman voller Sehnsucht und Atmosphäre. Elisa findet auf Rügen nicht nur Ruhe, sondern auch zurück zu sich selbst. Besonders die detailreiche Beschreibung des alten Gutshauses mit seinen abblätternden Tapeten und des von Brombeerranken überwucherten Gartens schafft Bilder, die lange nachwirken. Beim Lesen spürt man förmlich den Wind an der Ostsee und den Duft feuchter Erde. Ein perfektes Buch für einen ruhigen Nachmittag – und für alle, die sich ans Meer oder in einen verwunschenen Garten träumen möchten.

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