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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.01.2019

Tierisch fantasievolle Geschichten gegen die Langeweile

Ein Affe an der Angel
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„Ein Affe an der Angel - Fantastische Tiergeschichten aus der Stadt“ von Jonny Bauer ist eine Sammlung herrlich witzig und fantasievoller Geschichten für Gross und Klein.

Darko ist ziemlich sauer und ...

„Ein Affe an der Angel - Fantastische Tiergeschichten aus der Stadt“ von Jonny Bauer ist eine Sammlung herrlich witzig und fantasievoller Geschichten für Gross und Klein.

Darko ist ziemlich sauer und schmollt in seinem Zimmer im achten Stock. Denn er darf trotz normalem Regentag nicht mit seinen Freunden draussen spielen und das obwohl er ein begeisterter Tierforscher ist. Darüber hinaus ist er ein selbsternannter Fachmann für Abenteuer und Meister darin,  immer und überall ein Abenteuer zu finden. Mit seinem Tierlexikon unter dem Arm und passender Multifunktionsweste gekleidet, begibt er sich in fantasievolle Reisen, bei denen er einiges erlebt und dabei tierisch gute Freunde findet. 

Aufgebaut ist die Geschichte in drei sehr fantasievollen Reisen in denen Darko vielen verschiedene Tieren begegnet. Immer wenn er Langeweile hat wird er zum Tierforscher, erlebt dabei aufregendes, lernt interessantes über die jeweiligen Tierarten kennen, die mit der Zeit zu alten Bekannten und guten Freunden werden.
Mit Witz und Charme meistert Darko seine Abenteuerreisen die durch tolle und lebhaft dargestellte Illustrationen unterstrichen werden.
Doch obwohl die Geschichten humorvoll und voller Abenteuer stecken, hat uns ein wenig der Bezug zu den Charakteren und teilweise ein Spannungsmoment gefehlt. Darüber hinaus hatte wir gehofft das Darko wirklich ein Tierforscher mit abenteuerlichen Safarireisen ist. Zwar gibt es einiges über die Tierarten zu entdecken, doch ein wenig pfiff und Abenteuerlust hat uns in den Geschichten einfach gefehlt.

Sehr lebendig und dem lesealter entsprechend ist hingegen der Schreibstil des Autors, der locker, leicht und fliessend in die Safari entführt. Besonders gut gefallen haben uns auch die kreativen und farbenfrohen Illustrationen die sehr gut gepasst und teilweise ganze Buchseiten gefüllt haben.

Im gesamten sehr fantasievolle und unterhaltsame Geschichten mit wundervollen Illustrationen, denen es für unsere Begriffe jedoch etwas an pfiff und Raffinesse gefehlt hat.

Veröffentlicht am 15.01.2019

Muttertagsmörder spannend und mitreisend

Muttertag (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 9)
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"Muttertag" von Nele Neuhaus ist Band 9 der Bodenstein-Kirchhoff Krimireihe, ungemein fesselnd und spannend bis zur letzten Hörminute.

Im Wohnhaus einer stillgelegten Fabrik wird die Leiche des ehemaligen ...

"Muttertag" von Nele Neuhaus ist Band 9 der Bodenstein-Kirchhoff Krimireihe, ungemein fesselnd und spannend bis zur letzten Hörminute.

Im Wohnhaus einer stillgelegten Fabrik wird die Leiche des ehemaligen Betreibers Theodor Reifenrath gefunden. Pia Sander die Leitende Kriminalhauptkommissarin und ihr Chef Oliver Bernstein machen jedoch auf noch weiteren grausamen Funde im Hundewzinger.
Neben einem fast verhungerten Hund findet die Spurensicherung menschliche Knochen und es werden immer mehr Tote auf dem Grundstück geborgen. Allesamt Frauen. Theodor und seine Frau Rita hatten, so machte es den Anschein ein grosses Herz für Kinder und nahmen eine Vielzahl, die schwer vermittelbar und ohne Perspektive waren und die sonst in einem Heimen gelandet wäre, bei sich auf.
Seit Reifenraths Frau jedoch vor zwanzig Jahren auf mysteriöse Art verschwand lebte Theodor zurückgezogen. Keiner im Dorf wollte an ein Verbrechen glauben bis eine weitere Frau verschwindet und es für Pia Sander zu einer persönlichen Angelegenheit wird, in dem sie erkennt, das nichts so ist wie es auf den ersten Blick erscheint.

Bereits zu Anfang wird man als stiller Zuhörer Zeuge einer jugendlichen Tag in dem ein Mädchen unter Wasser gedrückt wird, bis es im Fluss ertrankt. Rasant nimmt der Krimi an Fahrt an, teilt sich in zwei Handlungsstränge die in der Gegenwart und teilweise einem kurzen aber messerscharfen Einblicke in die Vergangenheit gewähren. Parallel lernt man Viona ein junges Mädchen aus Zürich kennen, die durch den Tot ihrer Mutter erfährt das die Frau nicht ihre leibliche Mutter war. Sie macht sich auf die Suche, währenddessen Ermittelt Pia Sander gemeinsam mit ihrem Team und ihrem Chef Oliver Bernstein und stellt schon bald fest, das der Fall um einiges verworrener ist als gedacht.
Nele Neuhaus ist für mich ein absolutes Ausnahmetalent, die es schafft, durch einen perfide ausgearbeiteten Plot solche Spannungsbögen aufzubauen, die für atemraubende Hörminuten gesorgt haben. Man wird zwar ganz schön gefordert durch die Anzahl an Charaktere die man kennen lernt, das es wiederum aber auch spannend und teilweise undurchsichtig im Bezug auf den Täter und den Kreis der Verdächtigen ungemein ausweitet. Sehr lange hatte ich keine Spur, nur einen wagen Verdacht und habe gespannt dem Auflösen des Falls entgegengefiebert. Obwohl sich der Krimi auf 9 CDs aufteilt, fühlt man sich schon am Anfang in der Handlung gefangen und möchte unbedingt wissen wie es weiter geht und wer der grausame Muttertagsmörder ist.

Total gut gefällt mir auch der Erzählstil von Nele Neuhaus der so einnehmend, und ungemein fliessend, leicht ist. Auch die Charaktere sind sehr authentisch und klar beschrieben in die man sich gut hineinversetzten kann.

Nicht wegzudenken aus der Bodenstein-Kirchhoff Reihe ist jedoch auch die etwas raue Stimme der Sprecherin Julia Nachtmann die den Charakteren von Anbeginn ihre Stimme geliehen hat. Sie hat so eine angenehme Art zu erzählen, weiss ihre Stimme zu betonen, sodass man als Zuhörer an die Geschichte gefesselt wird.

Ein ungemein fesselnd und spannender Hörgenuss der vollumfänglich überzeugen konnte.

Veröffentlicht am 15.01.2019

Actionreiches Abenteuer in Mirathasia

Das Ankunftszentrum (2)
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"Abenteuer in Mirathasia - das Ankunftszentrum" von Veronika Aretz, ist der zweite Band der Mirathasia-Reihe, in dem Malte und Adrian von einem Actionreichen und gefährlichen Abenteuer ins nächste tappen ...

"Abenteuer in Mirathasia - das Ankunftszentrum" von Veronika Aretz, ist der zweite Band der Mirathasia-Reihe, in dem Malte und Adrian von einem Actionreichen und gefährlichen Abenteuer ins nächste tappen um das Geheimnis der fiesen Bande von Carlos zu lüften. 

Mitten aus der Langeweile heraus, wird Malte nach Mirathasia, in das Land der Fantasie gezogen. Durch die Wünsche der Kinder wächst es stetig an und sorgt für jede Menge Spass und Abenteuer.
Doch diesmal ist etwas anders, als Malte neben Adrian ankommt. Sie werden von Kugelblitzen getroffen die Carlos und seine fiese Bande abfeuern. Hilfesuchend wenden sie sich an eine Madlina doch sie erfahren das die Jungs gar nicht im Traumland gemeldet sind.
Da verschwinden die Bande auch schon durch eine geheime Tür. Malte und Adrian verfolgen die Jungs, müssen sich gegen die lauernden Gefahren wappnen und erleben ein Abenteuer nach dem anderen. 

Ohne Umwege wird man schon auf den ersten Seiten regelrecht nach Mirathasia entführt und erlebt mit Malte und Adrian ein aufregend aber auch teilweise sehr gefährliches Abenteuer. Action und Gefahren lauern an jeder Ecke und eins wird ganz schnell klar, Langeweile kommt hier keine beim lesen auf.

Gefallen haben uns die tollen und lebhaften Zeichnungen der Illustratorin, die das Abenteuer unterstrichen und immer wieder zwischen den Kapiteln zu finden waren. Aber auch die bildhaften Beschreiben von Veronika Aretz, haben erahnen lassen wieviel Spass und Abenteuer es im Traumland zu entdecken gibt. Doch obwohl der Band Action pur verspricht, das Thema Freundschaft schon bald eine sehr grosse Rolle spielt und die Jungs zusammenschweisst, haben wir uns teilweise ziemlich gegruselt beim lesen. Denn gegen Ende hin wird es ziemlich haarig, vor Spinnen sollte man sich daher nicht ekeln und keine Angst haben. 

Da wir bereits den ersten Band er Mirathasia-Reihe kennen, ist der Schreibstil der Autorin gewohnt angenehm, mitreisend, die Sätze sind verständlich kurzgehalten und dem Lesealter entsprechend. Empfehlen würde ich diesen Band Kindern insbesondere Jungs ab einem Lesealter ab 10 Jahren.

Im Gesamten eine aufregende und actionreiche Fortsetzung der Mirathasia-Reihe.

Veröffentlicht am 11.01.2019

Wundervolle Reise an die Ostsee

Dünenzauber
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"Dünenzauber" von Evely Kühne ist ein ganz wundervoller Ostseeroman der beim lesen verzaubert.

Klara kann es kaum glauben, als ihre beste Freundin Jessi ihr freudestrahlend verkündet, das sie schon in ...

"Dünenzauber" von Evely Kühne ist ein ganz wundervoller Ostseeroman der beim lesen verzaubert.

Klara kann es kaum glauben, als ihre beste Freundin Jessi ihr freudestrahlend verkündet, das sie schon in wenigen Wochen nach Kanada auswandern und davor heiraten möchte. Ausgerechnet in Prerow einem kleinen Ort an der Ostsee, mit dem Klara soviele schlechte und traurige Erinnerungen verbindet, soll die Feierlichkeit statt finden. Doch beste Freundinnen sind immer füreinander da, deshalb packt Klara kurzentschlossen ihre Sachen zusammen um Jessi bei den Hochzeitsvorbereitungen unterstützend zur Seite zu stehen. Allerdings gestalten sich Planung und Vorbereitungen für die Hochzeit, alles andere als einfach, vor allem als Jessi Klara ein  Geheimnis anvertraut und damit deren Welt gehörig ins Wanken bringt. Doch neben dem ganzen Hochzeitsstress wittert Klara eine heisse Story und ein äusserst gut aussehender Fremder läuft ihr immer wieder über den Weg der ihr Herz höher schlagen lässt.
Wird die Hochzeit trotz aller Widrigkeiten stattfinden?

Dünenzauber ist ein ganz wundervoller Roman, in dem es Evely Kühne schafft, durch bildhaft dargestellte Landschaftsbeschreibungen und einem humorvoll, herzerwärmenden Handlungsverlauf regelrecht zu verzaubern und an die Ostsee zu entführen. Schon auf den ersten Seiten befindet man sich mitten in den turbulenten Hochzeitsvorbereitungen und lernt die besten Freundinnen Jessi und Klara näher kennen. Liebevoll beschrieben und ausgearbeitete Charaktere, eine kontinuierlich und verständlich aufeinander aufbauende Handlung runden die Geschichte ab. Immer wieder lässt die Autorin tolle Beschreibungen über Land und Leute mit einfliessen, sodass beim lesen der Zauber und die wundervolle Weite der Ostsee zum greifen nahe erscheint.

Auch der sanfte, bildgewandte und sehr angenehme Schreibstil von Evely Kühne hat mir sehr gut gefallen, der mich fliessend durch die Kapitel und Handlungsstränge geführt hat.
Mit einer guten Portion Humor, Romanze und Liebeschaos nimmt die Geschichte ihren Lauf,  ist mit unvorhersehbaren Wendungen versehen, spannend und unterhaltsam bis zum Schluss.

Für mich ein mehr als gelungener und empfehlenswerter Ostseeroman der mich verzaubern und gut unterhalten konnte.

Veröffentlicht am 10.01.2019

Eine Leiche und ein Mops als Zeuge

Das Extrawurscht-Manöver
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"Das Extrawurscht-Manöver" von Franz Hafermeyer ist Band 3 des Ermittleruos Elsa Dorn und Sven Schäfer in dem ein neuer Fall bald zur Mopssache wird.

Privatschnüffler Sven Schäfer hat einen neuen Fall. ...

"Das Extrawurscht-Manöver" von Franz Hafermeyer ist Band 3 des Ermittleruos Elsa Dorn und Sven Schäfer in dem ein neuer Fall bald zur Mopssache wird.

Privatschnüffler Sven Schäfer hat einen neuen Fall. Für Geschäftsfrau Rebecca soll er herausfinden wo sich ihre Mitarbeiterin und Freundin Iris Gulden aufhält. Doch schon bald stösst Schäfer auf die Leiche der Vermissten und macht sich heftige Vorwürfe. Denn obwohl er seit Tagen nach ihr gesucht hatte, konnte er das Leben von Iris Gulden nicht retten.
Der einzige Zeuge ist auch nicht wirklich hilfreich, denn es handelt sich um einen ziemlich verfressenen Mops. Doch warum nicht einfach einen Zeugen vorgeben der den Mord gesehen haben könnte?
Die zuständige Kommissarin Elsa Dorn ist verständlicherweise nicht begeistert über Schäfers Einfall. Doch schon bald ist Schäfer dem Verbrechen dich auf der Spur und bringt damit nicht nur sich selbst, sondern Elsa und auch den Mops gehörig in Gefahr.

Für mich ist es der Erste Band des Privatschnüfflers Schäfer und der Kommissarin Elsa Dorn, der mich jedoch vollumfänglich begeistern und mitreisen konnte. Denn auch ohne die vorherigen Fälle zu kennen, hat mir kein Hintergrundwissen gefehlt und findet man sehr gut in die Geschichte. Dem Cover zu urteilen erwartet man einen seichten Schwabenkrimi, doch es steck um einiges mehr dahinter. Mit einer guten Portion Humor, Raffinesse und Spannungsmomenten schafft es Franz Hafermeyer mich an die Geschichte zu fesseln. Krimifeeling kommt auf, rasant nimmt die Geschichte ihren Lauf, in dem Schäfer einen guten Riecher und Spürsinn aufweist. Die Charaktere sind authentisch mit stärken und schwächen dargestellt, die aber zusammen für mich gut harmonieren und zum Gesamtbild gepasst haben. 

Auch der Schreibstil des Autors ist  total angenehm, richtiggehend mitreisend und locker der mich fliessend durch die Kapitel führen konnte. Man merkt das Franz Hafermeyer dessen Name ein pseudonym ist, Hintergrundwissen mit sich bringt und im wahren Leben selbst als Kommissar auf Verbrecherjagd geht, das ihn für mich noch sympathischer macht.

Ein überaus gelungener Schwabenkrimi der unterhält, spannend und mit einer guten Portion Humor unterlegt ist. Absolut empfehlenswert.