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Veröffentlicht am 26.07.2022

Erschreckend wahr

Baumschläfer
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Der Roman „Baumschläfer“ von Christian Duda ist für mich mal ein völlig anderes Buch gewesen. Es behandelt ein ernstes Thema unserer Gesellschaft, bei dem wir auch heute wirklich noch nacharbeiten müssen. ...

Der Roman „Baumschläfer“ von Christian Duda ist für mich mal ein völlig anderes Buch gewesen. Es behandelt ein ernstes Thema unserer Gesellschaft, bei dem wir auch heute wirklich noch nacharbeiten müssen. Der Roman ist so erschreckend wahr geschrieben, dass man es an manchen Stellen gar nicht fassen kann.

Der 24. Januar soll für Marius der Tag sein, an dem sich sein Leben komplett verändern soll. Und das nicht zum Positiven. Denn an diesem Tag stirbt Marius Mutter. Ihr Tod ist kein normaler Tod, denn sie wurde kaltblütig ermordet. Von ihrem eigenen Ehemann und Vater ihrer Kinder. Marius versucht noch mit allen Mitteln ihr zu helfen und sich gegen den Vater zu wehren, doch seine Mühe ist vergebens. Auch er wird bei dieser Attacke schwer verletzt und schafft es gerade noch sich in eine Versicherungsfirma in seiner Straße zu schleppen. Für seine Mutter kommt jedoch jede Hilfe zu spät. Von diesem Tage an sind seine Schwester Esther und er auf sich allein gestellt. Sein Vater geht für dieses Verbrechen ins Gefängnis und die Verwandtschaft schert sich nicht groß um die beiden. So landen sie gemeinsam in einer Wohngruppe/einem Heim, das besonders für Marius keine große Hilfe darstellt. Immer mehr kapselt er sich ab, versucht den blöden Sprüchen der anderen Kinder zu entgehen und reißt sich dann letztendlich komplett los und lebt auf der Straße. Dort ergeht es ihm nicht gut und er erfährt, was es heißt obdachlos zu sein.

Als ich zuerst den Klappentext las, sprach mich das Buch ein bisschen an. Wenn man nur diesen liest und das Cover sieht, erscheint das Buch nicht besonders aufregend. So ging es mir jedenfalls. Der Leseprobe wollte ich trotzdem eine Chance geben und muss gestehen, dass sie mich schon gepackt hatte. Vor allem, als ich dann realisierte, dass ich den Inhalt des Buches bereits kenne… Denn auch wenn hier die Namen der Protagonisten fiktiv sind, handelt es sich doch um eine wahre Begebenheit. Dies gibt dem Ganzen natürlich einen faden Beigeschmack, denn was die Story aussagt ist schon wirklich heftig. Aufmerksam wurde ich im letzten Jahr auf den Fall, der sich bereits vor einigen Jahren zugetragen hat, durch einen bekannten True Crime Podcast. Dieser behandelte in einer Folge den Fall des Marc S., dessen Leben anders als geplant verlief und mit gerade einmal 17 Jahren ein jähes Ende fand. Seine Mutter wurde, wie in Christian Dudas Geschichte auch, mit 33 Messerstichen von seinem Vater getötet. Danach lief für den jungen Mann gar nichts mehr gut und er lebte letztendlich auf der Straße. Der Fall ist wirklich grausam, da man immer im Hinterkopf diesen einen Gedanken hat. Wieso hilft diesem jungen Menschen niemand aus seiner Notlage? Man merkt auch in diesem Buch direkt, dass der Junge einfach zu wenig Hilfe und Unterstützung bei der Aufarbeitung dieser schlimmen Erlebnisse erhalten hat. Es hätte vieles anders laufen können und vielleicht hätte das „Marius“ (in diesem Fall) irgendwie geholfen sein Leben wieder in die richtige Bahn zu bringen. Der Schreibstil Dudas in diesem Buch ist etwas gewöhnungsbedürftig, macht aber auch die Situation rund um Marius deutlich. Man taucht sehr oft in dessen Gedanken ein, die meist wirr und unzusammenhängend sind. Dass Gefühl, dass Marius sich nach und nach selbst verliert, ist fast zu greifen. Er verliert sich und seinen Versand immer ein Stückchen mehr.

Für mich war das Buch, welches ich in nicht einmal zwei Tagen durchgelesen hatte, sehr interessant, aber auch sehr verstörend. Da ich den Fall rund um diesen armen Jungen bereits kannte, hatte ich ein gewisses Vorwissen und habe mir im Nachhinein auch noch einmal die Podcastfolge dazu angehört.

Das Buch hat mich total gefesselt und ich kann es wirklich empfehlen. Auch wenn es sich hierbei um etwas schwerere Kost handelt. Geschichten, die auf wahren Begebenheiten basieren, hinterlassen bei mir immer einen Klang, den ich auch Tage später nicht so leicht losbekomme.

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Veröffentlicht am 26.07.2022

Leider nur an der Oberfläche gekratzt

Freizeit
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Der Roman „Freizeit“ von Carla Kaspari machte mich zu Beginn nach dem Lesen des Klappentextes doch sehr neugierig. Es handelt von einer Frau, Franziska, die es bereits geschafft hat sich in jungen Jahren ...

Der Roman „Freizeit“ von Carla Kaspari machte mich zu Beginn nach dem Lesen des Klappentextes doch sehr neugierig. Es handelt von einer Frau, Franziska, die es bereits geschafft hat sich in jungen Jahren selbst zu verwirklichen. Sie lebte eine Zeit lang in Paris, hatte schon eine ernsthafte Beziehung, die sie sehr erwachsen beendet hat und hat nach ihrem erfolgreich abgeschlossenen Studium ein gutes Einkommen. Sie braucht sich also eigentlich keine Gedanken zu machen. Eigentlich, denn Franziska hat in ihrem Inneren doch ein paar Konflikte und Kämpfe auszutragen.

Sie ist nicht ganz glücklich und weiß nicht, woran das genau liegen könnte. Nachdem sie mit ihrem französischen Freund Cyril Schluss gemacht hat, zieht es sie zurück in die Heimat, nach Deutschland. Dort trifft sie auch wieder auf ihre alten Freunde von damals und erkennt schnell, dass das Zusammensein mit diesen nicht mehr so ist, wie sie es gewohnt war. Sie hinterfragt sich selbst und auch ihre Freunde und weiß nicht so wirklich, wie diese Situation zwischen ihnen entstehen konnte. Eifersucht nagt dazu noch an ihr und die Vergangenheit ist immer präsent und allgegenwärtig. Es scheint fast so, als würde Franziska sich nach der Vergangenheit zusammen mit ihren Freunden und auch der Familie regelrecht sehnen. Und ich glaube, dass es wirklich vielen Menschen so geht. Wird man älter, entwickelt man sich oft in eine andere Richtung und dann kann es passieren, dass man das vergangene mehr zu schätzen merkt und es vermisst. Nur scheint es mir hier so, als würden Franziska nichts dafür tun wollen diesen Umstand zu ändern. Generell erscheint sie mir eher unsympathisch und ich komme beim Lesen nicht richtig an sie heran. Sie ist zwar sehr zielstrebig und das mag ich persönlich, allerdings hat sie eine gewisse Art an sich, mit der ich im realen Leben nicht könnte. Da sind mir sogar ihre Freunde emotional nähergekommen, als Franziska selbst. Und dass, obwohl auch diese für mich nicht wirklich Gestalt annehmen konnten. Die Charaktere in dieser Geschichte sind für mich eher blass und man findet kaum Bezug zu ihnen. Sie werden immer nur kurz angerissen und man erfährt nicht allzu viel über sie.

Ich muss generell gestehen, dass ich mir mehr von diesem Buch erhofft hatte. Der Klappentext ließ sich gut lesen und ich hatte mir etwas mehr Spannung vorgestellt. Das Thema an sich ist ja auch nicht schlecht gewählt und da ich ungefähr im gleichen Alter wie Franziska und ihre Freunde bin, hätte ich diese Geschichte bestimmt gefühlt. Jedoch ist hier emotional bei mir nichts passiert und ich konnte mich einfach nicht in die Geschichte hineinversetzen. Zwischendurch wird nicht nur über Franziskas Leben erzählt, sondern auch kleine Teile aus ihrem eigenen Buch (an dem sie gerade schreibt) eingefügt. Auch diese Textstücke haben mich nicht gepackt und erschienen mir oft zusammenhangslos. Auch, dass im Klappentext ein unabgeschlossenes Kapitel in Franziskas Leben angesprochen wurde, machte mich neugierig auf die Story. Leider ist auch das meiner Meinung nach zu kurz gekommen und wurde nur etwas angerissen.

Mein Fazit: Die Story an sich hätte viel Potential gehabt, aber die Geschichte ist meiner Meinung nach nicht so gut umgesetzt worden. Ich hätte mir mehr Tiefe in allen Bereichen gewünscht.

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Veröffentlicht am 26.07.2022

Ein Buch für die ruhige Minute

Sei stärker als die Angst
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Das Buch "Sei stärker als die Angst" von Sabrina Fleisch ist kein Buch aus den Kategorien Roman, Krimi oder Fantasy, die ich normalerweise lese. Bei diesem Buch bin ich ganz unvoreingenommen an die Sache ...

Das Buch "Sei stärker als die Angst" von Sabrina Fleisch ist kein Buch aus den Kategorien Roman, Krimi oder Fantasy, die ich normalerweise lese. Bei diesem Buch bin ich ganz unvoreingenommen an die Sache herangegangen und habe mich den Methoden und Aufgaben gestellt. Hierbei handelt es sich nämlich um ein Buch, mit welchem man seine eigenen Ängste bewältigen oder im ersten Schritt zumindest daran arbeiten kann. Da ich doch oft viele, verschiedene Ängste habe und das schon von klein auf, wollte ich dieses Experiment ausprobieren und habe mich auf die verschiedenen Übungen eingelassen.

Das Buch gibt viele, verschiedene Aufgaben vor, bei denen man beispielsweise etwas zu sich selbst, den eigenen Gefühlen oder Wahrnehmungen eintragen kann. Ganz genau, in das Buch kann geschrieben werden. Dort ist immer ein wenig Platz für ein, zwei Sätze oder eine Zeichnung. Je nachdem, was verlangt wird. Da mir persönlich aber manches Mal der Platz gefehlt hat um alles auszudrücken, was ich fühle oder mit vorstelle, empfiehlt es sich extra Blätter bereitzuhalten. So kann man die eigenen Gedanken noch ausführlicher und ein klein wenig besser niederschreiben (ich habe meine Antworten auf die einzelnen Seiten gequetscht, sodass ich sie später sicher nicht mehr so gut entziffern kann).

Wie es auch im Buch empfohlen wird, würde ich auch sagen, dass man das Buch auf keinen Fall in einem durcharbeiten sollte. Das werdet ihr auch selbst merken, denn ich fühlte mich oft müde, schlapp und etwas verwirrt nach einigen, erledigten Aufgaben. Ihr müsst nicht jeden Fall in das Buch schauen, nur immer dann, wenn ihr Zeit und auch die Muse dazu habt. Hierbei bringt es wirklich nichts, die Übungen einfach nur durchzuarbeiten, damit das Buch schnell fertig ist. Gut Ding will Weile haben und das gilt für dieses Buch mit dieser Message auf jeden Fall! Auch ich selbst habe es noch nicht ganz zu Ende gebracht und arbeite immer noch ab und an daran. Immer nur dann, wenn ich mich danach fühle.

Alles in allem finde ich dieses Buch einen guten Anfang für das Thema „Angstbewältigung“. Hierbei kommt es aber auch immer darauf an, um welche Ängste es sich handelt (finde ich zumindest). Man lernt auf jeden Fall etwas mehr über sich selbst und auch mehr in sich selbst hinein zuhören und den Ängsten auf den Grund zu gehen.

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Veröffentlicht am 26.07.2022

Für Künstler ein Muss!

Blanche Monet und das Leuchten der Seerosen (Ikonen ihrer Zeit 6)
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In dem Roman „Blanche Monet und das Leuchten der Seerosen“ von Claire Paulin geht es, wie der Name schon schnell erahnen lässt, um eine Monet. Allen sollte der Name des berühmten Malers Claude Monet ein ...

In dem Roman „Blanche Monet und das Leuchten der Seerosen“ von Claire Paulin geht es, wie der Name schon schnell erahnen lässt, um eine Monet. Allen sollte der Name des berühmten Malers Claude Monet ein Begriff sein. Jeder Mensch kennt seine Werke und es gibt auch heute noch viele Bewunderer. Er hat den Impressionismus geprägt und ist ein wahrer Revolutionär gewesen. So viel wusste auch ich vor diesem Buch über den Maler Monet. Doch wie sah es in seinem Leben genau aus?

Auch wenn der Roman sich um Blanche Monet, geborene Hoschedé, dreht, erfährt man doch einiges über das bewegte Leben des Claude Monet. Doch nun erst einmal zur jungen Blanche Monet und wie sie zu ihrem berühmten Nachnamen kam.

Blanche Hoschedé wächst gut behütet mit ihren Geschwistern und ihren Eltern auf einem wunderschönen Anwesen auf. Die elfjährige hat keine Sorgen zu fürchten, denn ihr Vater besitzt ein Vermögen. Er ist unter anderem Kunstsammler und so passiert es, dass er einen aufstrebenden Künstler in sein Haus einlädt, Claude Monet. Blanches Vater glaubt fest an dessen Talent und beauftragt ihn mit einigen Kunstwerken. Bis die Stimmung im Hause Hoschedé immer bedrückter wird und die Familie am Ende das Anwesen räumen muss. Denn Blanches Vater hat sich hoch verschuldet und kann für den Unterhalt der Familie alleine nicht mehr aufkommen. Glücklicherweise erklärt sich Claude Monet bereit seinem einstigen Gönner zu helfen und nimmt dessen komplette Familie bei sich auf. Auch er und seine Frau Camille haben selbst nicht viel. Er will es sich jedoch nicht nehmen lassen, sich um die Frauen (und auch um den einzigen Sohn der Hoschedés, Jaques) der Familie Hoschedé zu kümmern. Über die Jahre erleiden beide Familie herbe Schicksalsschläge und scheinen nicht aus dieser unglückseligen Situation herauszukommen. Und in all dieser Zeit entwickelt sich eines der Hoschedé Kinder künstlerisch weiter: Blanche liebt das Malen und schaut Monet stundenlang dabei zu. Außerdem assistiert sie ihm so oft es geht um dabei von ihm zu lernen und künstlerisch zu wachsen. Für Blanche gibt es nichts schöneres als die Malerei und eines Tages möchte sie so erfolgreich wie Monet werden. Es soll jedoch der Tag kommen, an dem sie nicht nur Liebe für die Malerei empfindet… Auch in Gestalt eines amerikanischen Künstlers erscheint sie ihr. Diese Liebe wird jedoch nicht von jedem so akzeptiert und es kommt, wie es kommen muss und Blanche muss sich entscheiden, was sie lieber mag.

Der Roman ist interessant geschrieben und liest sich sehr gut. Vor allem gefällt mir hierbei sehr, dass man viel über Claude Monet erfährt, auch wenn es in erster Linie hierbei um die eher unbekannte Blanche Hoschedé, spätere Monet geht. Auch Blanche hat viele Qualitäten im Bereich des Malens und bringt auch im Laufe ihrer „Karriere“ einige, fantastische Kunstwerke zustande. Diese lachen sich später auch für gutes Geld verkaufen. Sie hat also wirklich gut aufgepasst und einiges von Monet gelernt. Sie mochte er von allen Hoschedé Kindern immer am liebsten, so Monets Frau Camille immer.
Blanche ist auch die einzige, deren Charakter mir in diesem Buch am greifbarsten war. Natürlich erfährt man auch vieles über ihre Geschwister und die Eltern. Allerdings sind sie mir nie so nahegekommen und wurden meiner Meinung nach nur ein klein wenig angerissen. Charakterzüge und Eigenarten ließen sich jedoch auch bei den Nebencharakteren schnell ausmachen. Ich hätte mir trotzdem ein wenig mehr Tiefe für die einzelnen Charaktere gewünscht. Alles in allem war der Roman doch sehr unterhaltsam und vor allem konnte ich mit ihm mein Wissen über Claude Monet ein wenig aufbessern.

Für mich war es spannend etwas über Claude Monet, mehr über seine Kunst und auch Blanche zu erfahren. Wie sie zu ihrem späteren Nachnamen „Monet“ kommt, möchte ich an dieser Stelle jedoch nicht verraten. Es sei nur so viel gesagt: Es handelt sich nicht nur um einen Künstlernamen.

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