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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.11.2024

Zäher Anfang, gutes Ende

Die Verlierer
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Mit Petra Hammesfahr verbindet mich eine Art Hass-Liebe: Entweder ich liebe ihr Buch oder ich komme gar nicht damit zurecht.
Und hier hat es ein bisschen gedauert, bis sich die Liebe entwickelt hat.
Die ...

Mit Petra Hammesfahr verbindet mich eine Art Hass-Liebe: Entweder ich liebe ihr Buch oder ich komme gar nicht damit zurecht.
Und hier hat es ein bisschen gedauert, bis sich die Liebe entwickelt hat.
Die Story beginnt mit dem Verschwinden einer Frau, die Ermittlungen laufen an.
Der Erzählstrang wechselt zwischen den Ermittlern und einem Jungen ab, von dem man erstmal gar nicht weiß, in welcher Verbindung er jetzt zu der Geschichte steht.
Der Anfang war für mich wirklich zäh. Ich kam nicht wirklich in die Geschichte hinein, habe das Buch auch zweimal weggelegt und nochmal von neuem begonnen.
Wenn man aber erstmal über den Punkt ist und man die Richtung erahnt, in die es gehen soll, dann wird das Buch richtig spannend. Dann hatte ich auch richtig Lust, weiterzulesen und konnte die Auflösung kaum erwarten.
Ein Psycho-Thriller ist es in meinen Augen trotzdem irgendwie nicht, denn dafür kam die Spannung zu spät.
Insgesamt bin ich aber versöhnt!

Veröffentlicht am 08.11.2024

Super spannend!

Der 1. Patient
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Ich verfolge diese Reihe schon von Anfang an und freue mich jedes Mal, wenn ein neuer Teil erscheint.
Ich mag die kurzen Kapitel, denn sie laden zum weiterlesen ein. Außerdem gefällt mir, dass auch immer ...

Ich verfolge diese Reihe schon von Anfang an und freue mich jedes Mal, wenn ein neuer Teil erscheint.
Ich mag die kurzen Kapitel, denn sie laden zum weiterlesen ein. Außerdem gefällt mir, dass auch immer die Perspektive gewechselt wird. So gibt es unterschiedliche Sichtweisen, die am Ende zusammengeführt werden.
Ich finde, man merkt an den Details, dass hier zwei Autoren schreiben, die den jeweiligen Beruf des Anwalts und des Rechtsmediziners gelernt haben. Alles hat Hand und Fuß - soweit ich das als Leihe beurteilen kann - und man bekommt einen realistischen Einblick in die Arbeit. Schön finde ich auch, dass nicht durch den Plot "durchgehetzt" wird, sondern dass es - wie in der Realität - auch mal länger dauert.
Dadurch, dass die einzelnen Kapitel aber jeweils mit Ort und Zeit überschrieben sind, kommt man nicht durcheinander.
Ich mag den recht nüchternen, fast schon sachlichen Schreibstil. Spannung wird hier allein durch die Handlung aufgebaut, es wird auf blutrünstige Details verzichtet.
Der Fall war diesmal besonders spannend - denn wer ist nun Schuld? Unsere Welt wird immer mehr von KI beherrscht, überall kommt sie zum Einsatz und scheint eine große Hilfe zu sein. Es ist toll, dass das Autorenduo hier so ein aktuelles Thema aufgreift und so umsetzt, dass es irgendwie auch die Realität sein könnte - und in einigen Jahren wahrscheinlich auch ist.
Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen!

Veröffentlicht am 08.11.2024

Super sympathisch

Ein blitzsauberer Mord
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Eine Putzfrau entdeckt die Leiche - und ermittelt natürlich, da sie aus Versehen die Mordwaffe gereinigt hat und jetzt selbst unter Mordverdacht steht.

"Ein blitzsauberer Mord" von @gesuchanekt ist der ...

Eine Putzfrau entdeckt die Leiche - und ermittelt natürlich, da sie aus Versehen die Mordwaffe gereinigt hat und jetzt selbst unter Mordverdacht steht.

"Ein blitzsauberer Mord" von @gesuchanekt ist der Auftakt einer Cosy Crime-Reihe rund um die Reinigungskraft Tilly Blich.
Witzig, ironisch, ein bisschen drüber - und genau deswegen sympathisch.
Ich mochte die Figuren, von denen jede irgendwie einen Schuss hat 😀, aber es passt herrlich zur Geschichte.

Der Fall selbst ist jetzt nicht sooo spannend, sondern eher gemütlich. Zumindest in den ersten Teilen des Buches. Als Leser kann man mitermitteln und selbst die einzelnen Hinweise zusammensetzen.

Am Ende gibt es einen klassischen Showdown, dieser war sehr dramatisch und hat den Fall schlüssig abgerundet.

Ich hatte Spaß beim Lesen, hab die Figuren liebgewonnen, während des Lesens einen Hunger auf Kuchen entwickelt und freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil. Denn diese Reihe werde ich auf jeden Fall weiterverfolgen!

Veröffentlicht am 08.11.2024

Super spannend

Kein Land in Sicht
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Super fand ich, dass die Handlung direkt beginnt: Die Protagonistin Sarah weiß weder, wer sie ist, noch was sie auf den Kreuzfahrtschiff macht. Der Leser erfährt immer bruchstückhaft mehr, so wie sie ihr ...

Super fand ich, dass die Handlung direkt beginnt: Die Protagonistin Sarah weiß weder, wer sie ist, noch was sie auf den Kreuzfahrtschiff macht. Der Leser erfährt immer bruchstückhaft mehr, so wie sie ihr Gedächtnis wiedererlangt. Das sorgt für einen guten Spannungsbogen.

Der Plot ist ganz schön brutal, auch wenn vieles nur indirekt aufs Papier gebracht wurde. Dafür bin ich der Autorin auch dankbar, denn es geht u. A. um Gewalt an Kindern. Da reichen Andeutungen schon, damit einem beim Lesen ganz anders wird.

Erzählt wird nicht nur durch die Augen der Protagonistin, auch durch die ihres Kollegen, der sich in einer anderen ausweglosen Situation wiederfindet. Durch diese beiden Erzählstränge ergibt sich langsam für den Leser ein Gesamtbild, mit dem man so nicht rechnet. Ich gehe nicht ins Detail, um nicht zu spoilern.

Ein weiteres Thema - wenn auch nur am Rande - sind die Arbeitsbedingungen und das Green Washing auf einem Kreuzfahrtschiff. Das fand ich super, da hier einige interessante Aspekte zur Sprache kamen.

Am besten war aber definitiv das Ende: Absolut nachvollziehbar und realistisch, nicht weichgespült oder rosa-rot. Das muss man sich als AutorIn auch erstmal trauen!

Wer starke Nerven hat, der sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen!

Veröffentlicht am 30.10.2024

Tod auf dem Weihnachtsmarkt

Deine größte Angst
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Eigentlich sollte Weihnachten etwas schönes und besinnliches sein - da passt ein Anschlag nicht so richtig rein. Schon beim Lesen des Klappentextes habe ich Gänsehaut bekommen, denn ich habe mich sofort ...

Eigentlich sollte Weihnachten etwas schönes und besinnliches sein - da passt ein Anschlag nicht so richtig rein. Schon beim Lesen des Klappentextes habe ich Gänsehaut bekommen, denn ich habe mich sofort an den Anschlag in Berlin zurückerinnert. Deswegen war ich ganz froh, dass es hier Fiktion ist - aber gleichzeitig kann es auch passieren, was ich ziemlich heftig finde.

Schon bei "Schrei nach Rache" hat mich das Wissen des Autors überzeugt. Er war selbst bei der Kripo und so sind die Arbeits- und Ermittlungsschritte sehr realistisch dargestellt. Das gefällt mir sehr gut!

Außerdem mag ich den Protagonisten Falk Hagedorn. Er ist eigenbrötlerisch, nicht auf den Mund gefallen und nicht unbedingt ein Kollege, mit dem man leicht zusammenarbeiten kann. Aber gerade weil er nicht so aalglatt ist, war ich sofort auf seiner Seite. Dass er im Rollstuhl sitzt hat für mich keine Rolle gespielt und ist auch für den eigentlich Fall nicht relevant, erklärt aber so manchen seiner Spleens - denn das Leben hat ihm manchen Stein in den Weg gelegt.

Den Schauplatz Konstanz fand ich auch sehr schön. Es ist nicht die Thriller-typische Stadt, aber auch hier darf gemordet werden. Ich war selbst noch nicht dort, aber konnte mir aufgrund der Beschreibungen alles gut vorstellen. Und wer weiß, vielleicht verschlägt es mich dort mal auf einen Besuch hin - aber dann definitiv nicht auf den Weihnachtsmarkt.

Auch der Schreibstil kann überzeugen: klar, schnörkellos und flüssig, sodass man immer Lust hat, weiterzulesen. Für schwache Nerven ist das Buch allerdings nichts, denn es geht teilweise sehr brutal zu, und das wird dann auch geschildert. Ich musste da schon manchmal schlucken.

Der Fall selbst ist spannend, logisch aufgebaut und gut zu lesen. Inhaltlich konnte mich der Thriller deshalb auch auf ganzer Linie überzeugen.

Schade, dass es der letzte Teil ist - aber vielleicht ist es auch gut, dann aufzuhören, wenn es am schönsten ist.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!