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Veröffentlicht am 07.04.2019

Alien-Mädchen...

Nichts als Liebe im Universum
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Ich gestehe: Das Buch hat mich von der ersten Seite gefesselt. Man lernt gleich zu Beginn Matty kennen, einen ganz normalen Jungen, der Sommerferien hat und in Pennsylvania lebt. Aus seiner Sicht wird ...

Ich gestehe: Das Buch hat mich von der ersten Seite gefesselt. Man lernt gleich zu Beginn Matty kennen, einen ganz normalen Jungen, der Sommerferien hat und in Pennsylvania lebt. Aus seiner Sicht wird auch die Geschichte erzählt. Seine Familiensituation ist nicht so gut, da das Verhältnis zu seinem Papa nicht mehr das Beste ist. Hier hat mir gefallen, dass dem in der Geschichte Raum gegeben wurde, ohne es in den Mittelpunkt zu stellen. Auch wie es sich entwickelt hat war sehr glaubwürdig und deswegen nicht nur äußerst schön, sondern auch richtig passend.

Im Mittelpunkt steht aber natürlich das Mädchen von einem fernen Planeten, dass Matty eines Tages auf dem Feld neben dem Haus entdeckt. Sie wartet eigentlich darauf, von ihrem Mutterschiff abgeholt und nach Hause gebracht zu werden, aber die Zeit bis dahin verbringt sie mit Matty.

Die Beziehung der Beiden entwickelt sich natürlich zu mehr als nur einer normalen Freundschaft. Sie lernen Beide voneinander und zeigen sich die Welt aus den Augen des jeweils anderen. Das war richtig schön. Sehr gut dazu gepasst hat natürlich auch das Setting. Ein Sommer, der danach schreit, seine Zeit mit Freunden am See zu verbringen oder auf dem Feld unter dem Sternenhimmel zu schlafen.

Das Buch ist in die einzelnen Tage eingeteilt, die die Matty und Priya miteinander verbringen. Leider sind es nur acht - für mich hätten es noch einige mehr sein können. Die einzelnen Tage wiederum sind nochmals in Kapitel eingeteilt, die mit Uhrzeiten überschrieben sind. Das ist für die Orientierung ganz gut, aber auf der anderen Seite hat es mich auch verwirrt. Der erste Tag beginnt zum Beispiel um kurz nach 6, dann kommt eine Episode um 12 Uhr und dann ist es auf einmal 9:28 Uhr. Aber grundsätzlich hat mich das nicht gestört.

Eigentlich war die Geschichte in sich richtig schön und rund. Allerdings war es für mich etwas durchschaubar. Schon ab ca. der Hälfte des Buches habe ich geahnt, wie es ausgehen wird. Das Ende hat mir gefallen, war aber auch ein bisschen schmerzhaft. Ich glaube, es wäre schlimmer gewesen, wenn ich mich nicht innerlich schon lange darauf vorbereitet hätte.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen - von mir gibt es 4 Sterne!

Veröffentlicht am 07.04.2019

Verloren auf hoher See

Tag Vier
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Ich hatte hohe Erwartungen auf das Buch - diese wurden leider nicht erfüllt. Ich sage damit nicht, dass ich mich durch das Buch gequält habe. Das nicht. Ich habe es sogar relativ zügig gelesen. Aber eben ...

Ich hatte hohe Erwartungen auf das Buch - diese wurden leider nicht erfüllt. Ich sage damit nicht, dass ich mich durch das Buch gequält habe. Das nicht. Ich habe es sogar relativ zügig gelesen. Aber eben vor allem aus dem Grund, weil ich gehofft habe, dass am Ende alles aufgeklärt wird, nicht weil mich die Story so gefesselt hat.

Eher im Gegenteil: Am Anfang ist es noch spannend, man lernt die verschiedenen Charaktere kennen, die sich auf dem Schiff befinden und im Verlauf das Buches noch eine Rolle spielen. Dann bleibt das Schiff auf einmal liegen und keiner hat irgendwelche Informationen. Das war auch noch ganz nett, wie auf einmal die ganze Infrastruktur des Kreuzers zusammenbricht und man total hilflos ist. Dann wird es allerdings etwas langweilig, denn es geht nicht wirklich voran. Das Schiff bewegt sich nicht, die Situation wird immer unangenehmer, aber es passiert eben nichts Neues.

Außerdem dachte ich, dass die Autorin die Figuren, die man etwas ausführlicher kennenlernt, im Laufe des Buches mehr zusammenführt. Das ist leider nicht bzw. erst sehr am Ende der Fall. Dadurch hatte ich aber teilweise das Gefühl, mehr als ein Buch gleichzeitig zu lesen.

Was anfangs nur angedeutet wird ist das Mystische, dass sich wohl auf dem Schiff befindet. Ich habe ehrlich gesagt gehofft, es nimmt nur eine untergeordnete Rolle ein. Dem war leider nicht so. Es tauchen Geister auf, die aber nichts tun, das Medium an Bord arbeitet auf einmal nicht mehr mit Tricks, sondern macht genaue Aussagen, die sie nicht wissen kann und es scheint eine Leiche umzugehen. Soweit konnte ich mich ja noch einigermaßen damit abfinden, weil ich eben dachte, es wird am Ende eine Erklärung kommen. Diese gab es aber nicht. Im Gegenteil. Es wurde noch abgefahrener, in meinen Augen unglaubwürdiger und verworren, sodass ich mich damit gar nicht anfreunden konnte.

Leider ist das Buch mit "Thriller" unterschrieben - deswegen habe ich auch genau das erwartet und nicht so viel Fantasy bzw. Übersinnliches. Mir hat wirklich die Logik und die Erklärungen gefehlt und würde mir wünschen, dass das Buch nicht diesem Genre zugeordnet wird. Da kann man nur enttäuscht werden.

Insgesamt war es einfach nicht mein Ding. Deswegen gibt es auch nur 2 Sterne!

Veröffentlicht am 01.04.2019

Super spannend!

Zara und Zoë - Rache in Marseille
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Die Leseprobe hat mir ja schon sehr gut gefallen, aber als ich das Buch dann in den Händen hatte, konnte ich es nicht mehr weglegen.
Die beiden Schwestern Zoe und Zara sind super. Mir gefallen die Gegensätze, ...

Die Leseprobe hat mir ja schon sehr gut gefallen, aber als ich das Buch dann in den Händen hatte, konnte ich es nicht mehr weglegen.
Die beiden Schwestern Zoe und Zara sind super. Mir gefallen die Gegensätze, aber auch der Zusammenhalt, der dann entsteht. Beides sind auf ihre Art zwei starke Protagonistinnen, da fällt es schwer, eine Favoritin zu haben. Etwas schade fand ich, dass Zara nach dem Rollentausch nur noch eine untergeordnete Rolle spielt, aber das liegt in der Natur der Sache.
Auch der Aufbau des Buches hat mir sehr gut gefallen: Durch die unterschiedlichen Perspektiven haben sich immer wieder kleine Cliffhanger entwickelt und man hatte das Gefühl, alle relevanten Informationen zu erhalten. Auch, dass mal Zeitungsartikel oder Telefongespräche abgedruckt waren, hat für Abwechslung gesorgt. Mir wurde auf jeden Fall nicht langweilig.
Auch das Ende hat mir gefallen. Es war nicht klassisch "Die Guten gewinnen", aber trotzdem für den Leser sehr befriedigend und absolut passend. Es bleiben keine Fragen offen.
Jetzt warte ich gespannt auf den nächsten Teil, denn die Zwillinge sind mir sehr ans Herz gewachsen. Ich will unbedingt mehr von ihnen lesen und weitere Gauner zur Strecke bringen!

Veröffentlicht am 31.03.2019

Verschwundene Mädchen...

Eisige Tage
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Der knapp 500 Seiten starke Thriller beginnt mit einem Ereignis aus dem Jahr 1952, das man anfangs nicht so richtig zuordnen kann, denn bereits im nächsten Kapitel springt man in die Gegenwart und ist ...

Der knapp 500 Seiten starke Thriller beginnt mit einem Ereignis aus dem Jahr 1952, das man anfangs nicht so richtig zuordnen kann, denn bereits im nächsten Kapitel springt man in die Gegenwart und ist in Leipzig. Den Aufbau fand ich ehrlich gesagt teilweise verwirrend, da es immer mal wieder Rückblenden gibt und auch die Perspektiven sehr oft wechseln. Das sorgt zwar dafür, dass es immer wieder kleine Cliffhanger gibt, allerdings hat es mich manchmal auch aus dem Lesefluss herausgebracht. Man ist mal mit den Ermittlern Seiler und Novic unterwegs, mal mit Jugendlichen und dann gibt es auch wieder Szenen, die eher im Milieu der russischen Mafia anzusiedeln sind.

Hätte ich nicht gewusst, dass es sich um den Auftakt einer Thriller-Reihe mit den beiden Ermittlern handelt, hätte ich gedacht, dass es bereits Vorgänger-Bände gibt, denn irgendwie hatte ich immer das Gefühl, zu wenig über die Beiden, insbesondere Hanna Seiler, zu wissen. Denn es scheint einiges in der Vergangenheit geschehen zu sein, dass sie in ihren jetzigen Ermittlungen beeinflusst. Was das war kommt zwar nach und nach heraus, bleibt aber trotzdem sehr oberflächlich. Überhaupt waren mir die beiden Ermittler zu schwach herausgearbeitet. Man erfährt zwar etwas über ihre Macken, ihr Privatleben und ihr Verhältnis zueinander, aber so richtig in die Tiefe geht es nicht. Deswegen wurde ich auch mit den Zweien nicht so richtig war.

Außerdem hatte ich das Gefühl, dass sie nur eine kleine Rolle in der gesamten Geschichte einnehmen. Sie haben insgesamt wenig Raum bekommen, im Mittelpunkt standen eher Jugendliche und die russische Mafia. Erst am Ende kommen sie etwas in Fahrt und die Ermittlungen erst so richtig in Gang.

Für schwache Nerven ist das Buch nichts, denn das eigentliche Thema ist ganz schön hart - zumindest für mich, denn es geht um junge Mädchen, die verkauft werden. Es wird zwar nie etwas richtig ausführlich geschildert, aber die Andeutungen reichen, dass man sich ausmalen kann, was mit ihnen passiert.

Gestört hat mich etwas die Sprache. Auch wenn es dem Milieu entspricht, in dem die Handlung spielt, war sie doch sehr vulgär und mit vielen Schimpfwörtern und Fäkalsprache gespickt. Das ist einfach nicht mein Fall.

Das Ende fand ich dann doch sehr gelungen und glaubwürdig. Überhaupt hat mir das letzte Drittel des Buches am besten gefallen, hier habe ich auch gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören wollen.

Ob ich die Reihe weiterverfolge, weiß ich noch nicht. Dafür konnten mich Seiler und Kovic einfach nicht genug überzeugen.

Von mir gibt es deswegen 3 Sterne.

Veröffentlicht am 31.03.2019

Tot auf Klassenfahrt

Schnick, schnack, tot
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So sehr mich "Mädchen, Mädchen, tot bist du" begeistert hat - "Schnick, schnack, tot" konnte leider gar nicht mithalten.

Wie von der Autorin gewohnt ist das Buch wieder aus unterschiedlichen Perspektiven ...

So sehr mich "Mädchen, Mädchen, tot bist du" begeistert hat - "Schnick, schnack, tot" konnte leider gar nicht mithalten.

Wie von der Autorin gewohnt ist das Buch wieder aus unterschiedlichen Perspektiven der Figuren geschrieben. Zum einen haben wir die Schüler, die sich auf einem Klassenausflug befinden, aber auch die Lehrer und sogar den Kapitän der Fähre, mit dem die Jugendliche auf die holländische Nordseeinsel übersetzen. Ich gestehe, dass den Erwachsenen so viel Raum eingeräumt wird, fand ich anfangs ziemlich komisch - schließlich sind die Schüler die Hauptakteure. Außerdem kamen so wirklich sehr viele unterschiedliche Perspektiven zusammen, sodass ich - trotz des Namens in der Kapitelüberschrift - manchmal nicht recht wusste, in welche Gruppe ich denjenigen einordnen musste. Der Index am Ende hilft hier auf jeden Fall.

Was mich aber richtig gestört hat war die vulgäre Sprache. Nicht nur die Jugendliche reden wirklich extrem "jugendsprachlich", sogar die Lehrer. Schimpfwörter und andere Ausdrücke häufen sich, dass es ziemlich unglaubwürdig wurde, vor allem vor dem Hintergrund, dass die Schüler alle aufs Gymnasium gehen und vor allem aus der Mittel- und Oberschicht stammen. Hier wäre weniger wirklich mehr gewesen.

Die Geschichte und die Handlung konnte mich auch nicht wirklich fesseln. Den Mord erlebt man gleich zu Beginn mit, die Aufklärung zieht sich aber etwas in die Länge und kommt nicht wirklich voran. Etwas Spannung bringen die kurze Abschnitte ein, die aus der Sicht des Mörders geschrieben wurden. Allerdings bieten sie nicht genug Anhaltspunkte, um wirklich miträtseln zu können.

Das Ende ist dann auf der einen Seite schon etwas überraschend, auf der anderen aber auch nicht wirklich glaubwürdig. Vielleicht liegt es daran, dass dann alles sehr schnell geht und man keine weiteren Details verliert, aber mich hat es nicht wirklich überzeugt.

Insgesamt war ich doch enttäuscht, da mich das Buch enttäuscht hat. Ich kann deswegen nur 2 Sterne vergeben.