Anders als erwartet - kein Krimi im eigentlichen Sinn
Mordskater. Ein Fall für ElvisDa ich gerne auch mal ein Cosy-Krimi lese, bin ich durch den Titel auf dieses Buch aufmerksam geworden. Gleich vorweg: Es ist kein Krimi im eigentlichen Sinne. Ich würde das Buch eher in den Bereich Humor-Belletristik ...
Da ich gerne auch mal ein Cosy-Krimi lese, bin ich durch den Titel auf dieses Buch aufmerksam geworden. Gleich vorweg: Es ist kein Krimi im eigentlichen Sinne. Ich würde das Buch eher in den Bereich Humor-Belletristik einordnen.
Einen Mord gibt es trotzdem: Und zwar wird der Papagei des Nachbarn tot in seinem Käfig gefunden. Verdächtigt wird natürlich Elvis und sein Herrchen macht sich auf, seinen Kater zu entlasten.
An sich eine sehr süße Idee, die auch sehr humoristisch umgesetzt wurde. Das wurde mir an der einen oder anderen Stelle einfach zu viel. Bzw. war es dann nicht mein Humor. An der ein oder anderen Stelle musste ich schmunzeln und konnte es mir das Chaos bildlich vorstellen, auf der anderen Seite fand ich manche Aktionen aber einfach doof (warum schließt man sich bitte freiwillig zwei Stunden auf dem Balkon aus, weil man das Katzenklo nicht sauber machen möchte?).
Leider bin ich auch nicht besonders gut in das Buch hineingekommen. Ich habe am Anfang nicht so wirklich durchgeblickt. Das kann daran liegen, dass es sich um das zweite Buch rund um den Kater Elvis handelt. Das wusste ich nicht. Vielleicht wird es leichter, wenn man den ersten Teil und damit die ganze Situation und die Personen kennt. So war es doch ein etwas holpriger Einstieg für mich.
Witzig fand ich, dass es innerhalb der einzelnen Kapitel Fußnoten gibt, die dann am Ende des Kapitels mit Anmerkungen erklärt werden. Das hat dem Buch irgendwas Besonderes verliehen.
Allerdings bin ich mit der Sprache nicht immer klar gekommen. Beispielsweise spricht der Hausmeister einen sehr breiten Dialekt (den konnte ich auch gar nicht einordnen). Obwohl ich das normalerweise mag, hat mich das hier komplett überfordert, da ich kaum etwas verstanden habe. Was ich zu spät bemerkt habe: Hinten im Buch gibt es die Übersetzungen dazu. Allerdings ist es beim ebook ziemlich unpraktisch, weil man ja nicht so leicht hin- und herblättern kann. Aber in der Printversion ist das natürlich schön.
Insgesamt war das Buch ganz nett, wenn auch manchmal nicht komplett mein Fall. Der Titel hat leider falsche Erwartungen geweckt, deswegen war es nicht das, auf was ich gehofft hab. Trotzdem ist es eine witzige Lektüre - vor allem für Katzenliebhaber.