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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Nicht nur für Strick-Fans

Ben Fletchers total geniale Maschen
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Ben ist ein fast total normaler Junge - im Gegensatz zu seinen Freunden handelt er sich nämlich nicht gerne Ärger ein und macht bei ihren Aktionen nur widerwillig mit. Ansonsten muss er sich mit den üblichen ...

Ben ist ein fast total normaler Junge - im Gegensatz zu seinen Freunden handelt er sich nämlich nicht gerne Ärger ein und macht bei ihren Aktionen nur widerwillig mit. Ansonsten muss er sich mit den üblichen Teenie-Problemen herumschlagen: Nervige Eltern, Mädchen-Probleme und das Lernen für die Schule.
Aufgrund einer missglückten Aktion von ihm und seinen Kumpels ist er auf Bewährung verurteilt worden und muss nun Abbitte leisten.
Dazu zählt unter anderem ein Tagebuch zu schreiben - und genau so ist auch das Buch aufgebaut. Die kurzen Kapitel verführen nur so zum Lesen: Noch eins, noch eins ... und schon ist man bei der Hälfte angekommen :) Das fand ich sehr angenehm.
Außerdem erfährt der Leser so viel über seine Gedanken und Gefühle, da das Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben wurde. Ben an sich ist dem Leser total sympathisch, man muss ihn und seine tollpatschige Art einfach mögen.
Ben entdeckt dann - mehr oder weniger aus einem Missverständnis heraus - mit dem Stricken an. Auf Anhieb ist er ein Naturtalent und ist mit Leidenschaft dabei. Hier hat das Buch leider einige Schwächen. Es geht mit dem Stricken einfach zu glatt. Er ist von Anfang an der Beste im Kurs, strickt einen Pulli in 22,5 Stunden und entwirft eigene, komplizierte Muster. Das wirkt teilweise sehr unglaubwürdig. Auch haben sich hier ein paar "fachliche" Fehler eingeschlichen: Als es beispielsweise ums Rundstricken geht, macht es Ben mit zwei Nadeln - ich kenne das nur mit einer Rundstricknadel oder eben mit einem Nadelspiel.
Insgesamt ist es aber eine schöne Lektüre, die den Leser das ein oder andere Mal zum schmunzeln bringt und mitfiebern lässt.
Die Botschaft, dass es als Junge nicht doof ist, "mädchenhaften" Hobbys nachzugehen, kam super rüber.
Deswegen empfehle ich das Buch weiter, auch wenn es einen Stern Abzug aufgrund kleinerer Mängel gibt!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Romantisch und rasant! Gelungener Teil 1

Kyria & Reb - Bis ans Ende der Welt
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Zuerst dachte ich: Schon wieder eine Dystopie - aber daran vorbeigehen konnte ich dann auch nicht :)
Andrea Schacht zeichnet in "Kyria und Reb" eine Welt, die sich nur teilweise von der, wie wir sie kennen, ...

Zuerst dachte ich: Schon wieder eine Dystopie - aber daran vorbeigehen konnte ich dann auch nicht :)
Andrea Schacht zeichnet in "Kyria und Reb" eine Welt, die sich nur teilweise von der, wie wir sie kennen, unterscheidet. Das hat mir gut gefallen, da die Schauplätze nicht so abgehoben und komplett anders waren, als wir es gewöhnt sind.
In New Europe herrscht Fortschritt und Friede - zumindest auf den ersten Blick. An der Macht sind ausschließlich Frauen, Männer spielen mehr oder weniger eine Nebenrolle. Sie werden von Anfang an dazu erzogen, ruhig zu sein. Das wird teilweise sogar mit Medikamenten unterstützt. Dieses Thema aufzugreifen, hat mir sehr gut gefallen. Beispielsweise wird angedeutet, dass Männer dafür demonstrieren, den gleichen Lohn wie Frauen oder mehr Mitspracherecht zu bekommen. Überträgt man das auf die reale Welt, sieht es ja leider immer noch so aus - es aus der anderen Sichtweise beschrieben zu bekommen fand ich sehr interessant.
Natürlich wird auch in Nuyu überwacht - natürlich nur zur Sicherheit der Bewohner. Außerdem gibt es auch hier Verstoßene bzw. Aufständler. Hier unterscheidet sich das Buch nicht sehr von anderen Dystopien - was mich aber nicht gestört hat.
Neben New Europe gibt es das Reservat. Hier ist die Technik noch nicht sehr fortschrittlich - im Endeffekt ähnelt es unserer Welt. Den Unterschied hat Andrea Schacht sehr gut herausgearbeitet und den Kontrast so deutlich gemacht.
Zum Inhalt möchte ich nichts weiter sagen, um nicht jemanden etwas vorwegzunehmen :) Nur so viel: Einen Punkt Abzug gibt es für die Liebesbeziehung zwischen Kyria und Reb. Die beiden sind super sympathisch und wie der Titel schon verrät, geht es vor allem um die zwei. Allerdings kommen sie sich erst auf den letzten Seiten näher - und das ging mir dann doch fast ein bisschen zu schnell - für mich hätte das etwas ausgebaut werden müssen bzw. hätte es auch gereicht, wenn es im zweiten Teil weitergeht.
Die Sprache von Andrea Schacht ist wunderbar zu lesen. Einzig und allein die vielen - mir ungeläufigen - Namen sind machmal etwas verwirrend :) Das Buch ist in relativ kurze Kapitel eingeteilt, die zum Weiterlesen animieren. Schön ist auch, dass diese nicht nur nummeriert sind, sondern mit Überschriften versehen, die schon einen kleinen Einblick in das Kapitel geben.
Mir hat das Buch gut gefallen und ich werde auch die zwei anderen Teile lesen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Witzig, spritzig, sympathisch

Liebe und andere Fettnäpfchen
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Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich schon einmal ein Buch gelesen habe, indem mich die Protagonistin so an mich erinnert hat :)

Lena ist die typische Studentin. Eigentlich müsste man in der Vorlesung ...

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich schon einmal ein Buch gelesen habe, indem mich die Protagonistin so an mich erinnert hat :)

Lena ist die typische Studentin. Eigentlich müsste man in der Vorlesung aufpassen, aber weil abends wieder andere Dinge wichtiger waren, ist man zu müde. Und genau wenn man für eine wichtige Klausur lernen muss, wird eine Party vor dem Wohnheim gefeiert. Emma Wagner hat es in diesem Buch wirklich geschafft, alle Studenten"probleme" aufzugreifen und gekonnt in ihrem Roman zu verpacken. Gefehlt haben nur die überfüllten Hörsäle wie ich sie kenne :)

Das Buch spielt in Heidelberg, der typischen Studentenstadt. Ein bisschen schade fand ich, dass nicht noch mehr auf die Stadt eingegangen wurde, da ich auch gerne dort studiert hätte. Dafür wird aber der Campus und alles drum herum sehr gut beschrieben.

Lena ist super sympathisch, wenn auch etwas verpeilt und manchmal auch etwas naiv. Auf der Suche nach der großen Liebe geht alles, aber auch wirklich alles schief. Ich musste das ein oder andere Mal laut loslachen, weil es einfach urkomisch war.

Das Buch lässt sich super leicht und flott lesen. Der Schreibstil ist sehr angenehm. Sogar ein französischer Akzent wird nachempfunden - hier musste ich manches zweimal lesen, aber man hat sich schnell daran gewöhnt.

Toll fand ich, dass es nicht nur den einen Handlungsstrang rund um Lena und ihr Liebesleben gab, sondern auch andere kleine Handlungen, die sich rund um ihre Freunde drehen. Außerdem schließt der Roman sehr rund hab. Durch einen Epilog, der ein Jahr später spielt, werden alle Handlungsstränge zusammengeführt, so dass keine Fragen offen bleiben.

Insgesamt ist das Buch eine schöne Unterhaltung und genau das richtige, um gute Laune zu bekommen!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Erotik in vergangener Zeit

Stolz und Verlangen
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Nachdem ich bereits die Crossfire-Bücher von Sylvia Day gelesen habe, war mit die Autorin bereits bekannt. Es unterscheidet sich aber sehr und ist deswegen nicht vergleichbar.
Das Buch an sich hat mir ...

Nachdem ich bereits die Crossfire-Bücher von Sylvia Day gelesen habe, war mit die Autorin bereits bekannt. Es unterscheidet sich aber sehr und ist deswegen nicht vergleichbar.
Das Buch an sich hat mir gut gefallen. Es ist leicht zu lesen und somit für mich genau das richtig für Zwischendurch.
Interessant fand ich, dass es in der Vergangenheit spielt. Die Epoche kann ich leider nicht genau einordnen, aber ich schätze es spielt im viktorianischen England.
Wer also etwas von Bällen und tollen Kleidern lesen will, ist genau richtig. Ich habe ja eine kleine Schwäche dafür :)
Zu viel Spannung darf man in diesem Buch allerdings nicht erwarten. Zwar geht es darum, das Eliza einen Privatdetektiv anheuert, weil sie sich bedroht fühlt und es auch konkrete Anschläge auf sie gab, allerdings spielt das nur eine Nebenrolle. Der Leser erfährt hier am Anfang etwas und gegen Ende wird es relativ schnell (und für mich nicht sehr überraschend) aufgeklärt. Im Mittelpunkt der Geschichte jedoch steht eindeutig die sich entwickelnde Liebe zwischen Eliza und dem Privatdetektiv Jasper.
Wer in diesem Buch Sex-Szenen à la Crossfire oder Shades of Grey sucht, wird an diesem Buch keine Freude haben. Sex wird hier nur dezent eingesetzt, ich glaube, es gab nur zwei oder drei Szenen - diese werden dann dafür aber auch ausführlich und über mehrere Seiten beschrieben.
Insgesamt birgt das Buch keine Überraschungen, aber es ist schön geschrieben, gut zu lesen und irgendwie etwas anderes, da es in einer anderen Zeit spielt. Deswegen gibt es von mir 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 15.09.2016

Versinke ganz in diesem Buch! Toll!

Silber - Das zweite Buch der Träume
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Es war schon eine ganze Weile her, dass ich den ersten Teil gelesen hatte. Deswegen hatte ich ein bisschen die Befürchtung, dass es mir schwer fallen würde, wieder reinzukommen. Die waren aber unbegründet ...

Es war schon eine ganze Weile her, dass ich den ersten Teil gelesen hatte. Deswegen hatte ich ein bisschen die Befürchtung, dass es mir schwer fallen würde, wieder reinzukommen. Die waren aber unbegründet :) Von der ersten Seite an war ich genauso gefesselt wie beim ersten Teil.
Familie Silber, allen voran Liv und Mia, ist chaotisch-sympathisch wie man sie kennt. Diesmal neu auf den Plan tritt das Bocker - die unsympathische Oma in spe. Allerdings finde ich sie eher lustig als furchteinflössend. Ohne sie würde die ein oder andere witzige Anekdote fehlen :)
Liv ist immer noch mit Henry zusammen und auf den ersten Blick auch glücklich. Die Entwicklung, die die Beziehung der beiden nimmt ist zwar nicht sooo schön, aber ich denke sehr wichtig - dadurch driftet die Geschichte nicht in den größten Kitsch ab. Und es gibt ja noch einen dritten Teil - wer weiß, was da noch passiert :)

Wieder dabei ist auch Secrecy, die ein Geheimnis nach dem anderen von Liv auf ihrem Blog veröffentlicht. Leider habe ich immer noch keine Ahnung wer es sein könnte und hoffe, die Auflösung kommt im nächsten Teil. Toll finde ich, dass die Blogeinträge so locker geschrieben und auch vom Design so gut abgesetzt sind. Für meinen Geschmack könnte es noch mehr geben.

Zum Glück taucht auch Anabel wieder auf. Nach dem Ende des ersten Teils konnte ich nicht glauben, dass sie wirklich weg ist. Auch wenn sie ja eigentlich die Böse ist, habe ich mich trotzdem gefreut. Sie bringt irgendwie Spannung in das Buch.
Insgesamt ist Silber - Das zweite Buch der Träume ein Muss für jeden, der auch schon den ersten Teil gelesen hat. Jetzt heißt es warten auf Teil 3!