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Veröffentlicht am 06.04.2020

Zu oberflächlich

Der Empfänger
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"Der Empfänger" ist ein Buch mit einigen positiven Aspekten, der alles in allem aber doch enttäuscht.

Ulla Lenze erzählt von Josef Klein, einem unauffäligen Mann, der 1925 nach Amerika auswandert und ...

"Der Empfänger" ist ein Buch mit einigen positiven Aspekten, der alles in allem aber doch enttäuscht.

Ulla Lenze erzählt von Josef Klein, einem unauffäligen Mann, der 1925 nach Amerika auswandert und in New York als Hobbyfunker in die Szene deutscher und amerikanischer Nazis hineinrutscht.

Josef oder Joe, wie er dort genannt wird, ist ein zutiefst passiver Mensch ohne große politische Meinung, der sich recht antriebslos durchs Leben kämpft. Seine Beweggründe sind von Anfang immer nur das Durchschlagen, er ist nicht auf der Suche nach großem Profit oder politischem Erfolg. Und doch findet er sich bald wieder als Spionagefunker der Nazis.

Die Geschichte wird in drei Strängen erzählt, die die wichtigsten Stationen im Leben Josefs schildern. Denn von Amerika aus verschlägt es ihn zurück ins Nachkriegsdeutschland und dann später nach Buenos Aires.

Zugegeben, ich habe mir bisher nicht zuviele Gedanken über die Zeit des zweiten Weltkriegs gemacht und so waren die Informationen über Exil-Nazis in Nord- und Südamerika etwas neues und wirklich interessant.

Allerdings liegt genau hier auch das größte Problem des Romans: Frau Lenke geht einfach nicht genug in die Tiefe, reißt vieles nur an oder verliert sich in Andeutungen. Allerdings ist dem Buch eine Liste an weiterführender Literatur und anderen medien angehängt.

"Der Empfänger" wirkt auf mich ähnlich wie Würgers "Stella". Ich werde angefüttert, in ein Thema eingeführt; aber für tiefergehende Informationen muss ich mich dann doch anderen Quellen zuwenden.

Zudem hat Lenke mit ihrem Protagonisten auch noch eine Figur gewählt, die mich in keiner Weise berühren kann; weder bin ich emotional abgestoßen, noch hege ich sonderlich Sympathie für ihn. Insofern passt das Coverbild perfekt, Josef bleibt eine blassse, austauschbare Figur. Andererseits könnte das auch ein gut gewähltes Sinnbild für all die deutschen Auswanderer sein, die in der damaligen Zeit mehr ungewollt oder unwissend für Machenschaften eingespannt wurden, für die sie gar nicht die entsprechende Ideologie empfanden.

Fazit:
Über die Umsetzung muss sich jeder selbst ein Bild machen, das Thema allerdings ist gut gewählt und hat, zumindest bei mir, Interesse geweckt.

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Veröffentlicht am 03.04.2020

Neues Level an Unterhaltung

Ran an den Vampir
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Mit "Ran an den Vampir" hat Lynsay Sands eine neue Ebene in ihrer Reihe erreicht.

Die Geschichte um Domitian, der seit 15 Jahren darauf wartet, dass seine Lebensgefährtin Sarita endlich reif für ein gemeinsames ...

Mit "Ran an den Vampir" hat Lynsay Sands eine neue Ebene in ihrer Reihe erreicht.

Die Geschichte um Domitian, der seit 15 Jahren darauf wartet, dass seine Lebensgefährtin Sarita endlich reif für ein gemeinsames Leben mit ihm ist, ist so viel mehr als eine Liebesgeschichte.

Die Rahmenhandlung bringt mit Entführung, Experimenten und einigen anderen Überraschungselementen so viel Neues, das man aus den bisherigen Büchern noch nicht kennt.

Auch wenn die gegenseitige Anziehung der beiden schon fast etwas lächerlich und unglaubwürdig klingt, nimmt die Geschichte doch so schnell an Fahrt auf, dass die Spannung auf ein ganz neues Level gehoben wird.

Insgesamt hat dieses Buch mein Interesse an der ganzen Reihe wieder geweckt.

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Veröffentlicht am 02.04.2020

Unterhaltsamer Spaß

Frühstück mit Vampir
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Wenn man eines von Lynsay Sands Vampirreihe, auch nach 24 Bänden noch, erwarten darf, dann wohl eine amüsante, sexy, kurzweilige Liebesgeschichte.

Denn auch die Geschichte um den entführten Tomasso, der ...

Wenn man eines von Lynsay Sands Vampirreihe, auch nach 24 Bänden noch, erwarten darf, dann wohl eine amüsante, sexy, kurzweilige Liebesgeschichte.

Denn auch die Geschichte um den entführten Tomasso, der im Frachtraum eines Flugzeuges auf dem Weg nach Venezuela von Abigail entdeckt und befreit wird, bringt wieder genau das mit.

Auch wenn es keine tiefgründige Story ist, und man ab und zu das Gefühl hat, eine ähnliche Geschichte von dieser Autorin schon einmal vorgesetzt bekommen zu haben, bringt sie doch immer wieder noch ein paar neue Wendungen ein.

Das größte Plus des Buches ist aber vor allem wieder der Humor: die Liebesgeschichte wird nicht zu ernst genommen und lebt vor allem durch ihre Situationskomik.

So wird das Buch zu einem kurzweiligen Pageturner, der einem auf jeden Fall den tag versüßt.

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Veröffentlicht am 02.04.2020

Endlich ein Abschluss

Perfect Gentlemen - Präsidenten sind zum Küssen da
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Lange habe ich diesem Abschluss band der fünfbändigen Reihe um die Perfect Gentlemen entgegen gefiebert. Nicht zuletzt, weil es den beiden Autorinnen bisher gelang, eine unheimliche Spannung um die endgültige ...

Lange habe ich diesem Abschluss band der fünfbändigen Reihe um die Perfect Gentlemen entgegen gefiebert. Nicht zuletzt, weil es den beiden Autorinnen bisher gelang, eine unheimliche Spannung um die endgültige Auflösung der großen Verschwörung rund um Präsident Hayes aufzubauen. Aber auch auf die Liebesgeschichte zwischen Zack und Elizabeth war ich sehr gespannt, wurden doch beide Figuren schon in den vorherigen Bänden eingeführt und die knisternde Anzieheung zwischen den beiden aufgebaut.

Nun, nachdem ich zuende gelesen habe, bleibe ich etwas zwiegespalten zurück. Einerseits freue ich mich für die Figuren, dass letztendlich jeder topf seinen Deckel gefunden hat (etwas anderes hat wohl kein Leser wirklich erwartet). Es gab auch einige amüsante oder spannende Episoden und ab und zu konnte mich eine Wendung tatschlich auch überraschen.

Aber vor allem mit der Auflösung des Bandübergreifenden Rätsels bin ich doch ziemlich unglücklich. Davon hatte ich mir einfach so viel mehr versprochen. Und auch die Liebesgeschichte zwischen den beiden Hauptfiguren kam mir doch irgendwie zu kurz und hat für meinen Geschmack nur wenig geknistert.

Fazit:
Ich bin froh, dass ich diesen letzten Band gelesen habe, einfach um meine Neugier zu stillen, aber auch etwas von diesem Abschluss enttäuscht, der eindeutig der schwächste Band der Reihe ist.

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Veröffentlicht am 23.03.2020

Mehr Nachkrieg als Fantasy

Priest of Bones
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Die Geschichte um Tomas Pietey und seinen Bruder, die als Pious Men aus dem Krieg heimkehren und in der Folge mit Brutalität und Kalkül ihr ursprüngliches Revier zurückerobern, ist vor allem blutige Knochenarbeit.

Der ...

Die Geschichte um Tomas Pietey und seinen Bruder, die als Pious Men aus dem Krieg heimkehren und in der Folge mit Brutalität und Kalkül ihr ursprüngliches Revier zurückerobern, ist vor allem blutige Knochenarbeit.

Der Kampf um den Rosenthron ist der Auftakt zu einer groß vom Verlag beworbenen Fantasy-Trilogie. Dass dies nur der Anfang einer weitaus größeren Geschichte sein kann, wird dem Leser relativ schnell klar. Der Erzählstil ist recht behäbig, konzetriert sich stark auf die kleinsten Details jeder Auseinandersetzung und erinnert mich damit sehr an ein Tagebuch, das der wortführende Tomas Piety diktiert.

Vor allem die Namensgebung der Figuren und die kurz gehaltenen Sätze erinnern mich oft an Guy Richies "King Arthur". Leider fehlt dem Buch manchmal ein wenig der Drive, den der Film ausmacht. Trotz allem ist das Buch dadurch recht unterhaltsam, wenn man nicht zu sensible Nerven hat und auch mit ein wenig Blut umgehen kann.

Ein kleiner Wehmutstropfen ist die recht knapp gehaltene Fantasy. Die fantastischen Elemente gehen bei all dem Nachkriegstrauma, mit dem die Heimkehrer zu kämpfen haben, schnell unter. Bis auf ein paar Magier oder Hexer in einem offensichtlich fiktiven Königreich, das sich in seinem machtgefüge stark am späten Mittelalter orientiert, könnte die Geschichte glatt als Historiendrama durchgehen. Wie sehr sich dieses Verhältnis in den folgenden Bändern noch verschieben wird, bleibt abzuwarten.

Fazit:
Man kann von diesem Buch gut unterhalten werden, sollte seine Erwartungen aber schnell von Fantasy Richtung Historiendrama verschieben.

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