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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.02.2024

humorvoll und trotzdem spannend

Hunting Souls (Romantasy-Dilogie, Bd. 1)
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Zunächst einmal ist zu betonen wie schön dieses Buch gestaltet ist! Die Außengestaltung, der Farbschnitt, die Illustrationen im Vor- und Nachsatz, alles ist wirklich gelungen.
Auch der Inhalt hat mich ...

Zunächst einmal ist zu betonen wie schön dieses Buch gestaltet ist! Die Außengestaltung, der Farbschnitt, die Illustrationen im Vor- und Nachsatz, alles ist wirklich gelungen.
Auch der Inhalt hat mich mit dem Klappentext sofort angesprochen, denn es klang nach einer lockeren Geschichte für zwischendurch und es hat mich nicht enttäuscht. Die Autorin schafft es, Lesende gleich mitten in die Story zu holen und wurde direkt von Addams-Family-Vibes begrüßt. Man begleitet Katrina in ihrem Alltag als Untote - mit allen Hürden und auch Vorteilen die dazugehören. Durch ein paar unglückliche Ereignisse muss Katrina mit dem Nachbarsjungen Tate zusammenarbeiten, doch das gestaltet sich in mehrfacher Hinsicht als schwierig: zum einen ist er ein Jäger, der Feind der Übernatürlichen, und dazu kommt auch noch, dass sich Katrina und Tate durch einen schief gelaufenen Fluch nur wenige Meter voneinander entfernen können ... wenn das nicht für Probleme sorgt ...
Und das tut es! Hier vereinen sich auf eine mitreißende und sarkastische Art die Tropes Enemies to Lovers und Forced Proximity - umgesetzt auf eine Art die keineswegs den typischen Klischees entspricht. Der humorvolle Schreibstil der Autorin ermöglicht die lockere und außergewöhnliche Herangehensweise an diese Tropes. Während die Welten von Katrina und Tate aufeinander prallen, und sie versuchen mit den Umständen des Fluches klarzukommen, müssen sich die beiden noch anderen Herausforderungen stellen die die Spannung aufrecht erhalten. Es gab ein paar Passagen die sich zwischendurch etwas gezogen haben, doch das Ende kam dann sehr überraschend. Ich brauche die Fortsetzung dringend!

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Veröffentlicht am 19.02.2024

gelungene Fortsetzung die noch viele Fragen offen lässt

The Atlas Paradox
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The Atlas Paradox habe ich eine Weile vor mir hergeschoben weil ich Band 1 zwar geliebt habe, aber auch wusste diese Story braucht viel Aufmerksamkeit und die richtige Stimmung um sich darauf einzulassen. ...

The Atlas Paradox habe ich eine Weile vor mir hergeschoben weil ich Band 1 zwar geliebt habe, aber auch wusste diese Story braucht viel Aufmerksamkeit und die richtige Stimmung um sich darauf einzulassen. Auch wenn zwischen dem Lesen von Band 1 und Band 2 bei mir 1,5 Jahre lagen hatte ich keine Probleme in das Setting hineinzufinden. Wahrscheinlich liegt es daran, dass die Autorin eine so außergewöhnliche und komplexe Welt erschaffen hat, die in der Erinnerung einfach nicht in der Masse an Büchern die oft sehr viele Parallelen aufweisen untergeht.
Die Handlung setzt direkt an den Ereignissen des Verbandes an. Das Buch wird, ebenso wie Band 1, durch eine Vielzahl an Erzählperspektiven getragen und gibt dem Lesenden dadurch Einblick in Geschehnisse und Hintergründe auf verschiedensten Ebenen der Handlungsstränge. Die Ereignisse sind spannend und voller Wendungen ohne auf mich als zu viel oder aufgesetzt zu wirken - es ist alles authentisch und zusammenpassend. Ich habe viel mitgefiebert, dennoch gab es zwischendrin Phasen in denen das Buch ein paar langatmigere Passagen hatte. Diese haben jedoch für den Aufbau von Charakteren, Beziehungen und Handlungen eine große Bedeutung. Insgesamt war es eine tolle Fortsetzung, die zwar nicht ganz an Band 1 herankommt aber dennoch überzeugt!
Sprachlich ist es zwar nicht so „einfach“ zu lesen wie viele aktuelle Fantasy-Romane, aber genau das macht die Werke der Atlas-Trilogie meiner Meinung nach aus. Ich bin sehr gebannt davon auf wie vielen Ebenen die Handlungsstränge stattfinden und wie komplex philosophische und physikalische Gegebenheiten hinterfragt und in den Kontext eingewoben worden. Auch nach Band 2 sind noch so viele Fragen offen und ich bin schon sehr gespannt auf den finalen Teil und darauf, wie sich diese Fragen auflösen werden.

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Veröffentlicht am 19.02.2024

schaurig-spannende Auffassung der Ereignisse um Jack the Ripper

Stalking Jack the Ripper
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Stalking Jack the Ripper spielt im viktorianischen London, genauer im Jahr 1888. Audrey Rose Wadsworth kann zwar hübschen Kleidern etwas abgewinnen, doch ihr Interesse gilt vielmehr der Gerichtsmedizin. ...

Stalking Jack the Ripper spielt im viktorianischen London, genauer im Jahr 1888. Audrey Rose Wadsworth kann zwar hübschen Kleidern etwas abgewinnen, doch ihr Interesse gilt vielmehr der Gerichtsmedizin. Entgegen den Vorstellungen ihres Vaters für ihre Zukunft schleicht sich Audrey Rose häufig zu ihrem Onkel um bei ihm Gerichtsmedizin zu studieren. Als eine Reihe von Frauen grausam ermodert werden beginnt Audrey Rose zusammen mit ihrem Kommilitonen Thomas Creswell zu ermitteln - und die Spuren die sie finden führen zurück auf ein schreckliches Geheimnis ihres eigenen Umfeldes...
Die Autorin schafft es, dass man als Lesende direkt in der Handlung ankommt. Mit einem schaurig detaillierten Schreibstil schafft sie es die düstere Stimmung lebendig werden zu lassen. Auch der Spannungsbogen ist sehr ausgewogen und hält die Aufmerksamkeit. Ich habe sehr lange mitgerätselt wie sich die Fälle aufklären lassen und hatte zwei Theorien (zwischen denen ich auch immer hin und her schwankte), welche sich jeweils als zur Hälfte richtig erwiesen - doch vorhersagbar war es nicht.
Die Charaktere haben eine ausreichende Tiefe um Handlungen und Motive nachzuvollziehen. Audrey Rose ist eine tolle Protagonistin, die sich zwar nicht mit den Lebensvorstellungen einer Dame ihrer Zeit identifiziert, sich aber trotzdem eingesteht "typische" Dinge zu mögen was sie sehr realistisch macht. Die lebendige Dynamik von ihr und Thomas Creswell fand ich grandios. Thomas Creswell ist ein fantastischer Charakter, welcher die Story zu einem großen Teil mit trägt. Sein Scharfsinn ist bemerkenswert.
Eine kleine Schwäche war für mich das Ende. Den finalen Motiven der Taten passten meiner Meinung nach nicht vollständig zum Rest, dies aber nur in kleinen Anteilen, daher 0.5 Sterne Abzug.
Zu erwähnen ist auch noch die Nähe zu den tatsächlich überlieferten Ereignissen, die Autorin schreibt im Anhang sogar eine Einordnung dieser.
Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen, mich hat es jetzt wieder auf den Geschmack historischer Storys gebracht und ich bin sehr froh, Band 2 schon hier zu haben und zur Hand nehmen zu können.

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Veröffentlicht am 01.12.2023

außergewöhnlich, märchenhaft, aber düster

Ever & After, Band 1 - Der schlafende Prinz
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Rains Familie stammt von Schneewittchen ab. Unter den Linien der Märchennachfahren ist es üblich, am 18. Geburtstag in die Gruft unter dem Tower of London hinabzusteigen und den schlafenden Prinzen zu ...

Rains Familie stammt von Schneewittchen ab. Unter den Linien der Märchennachfahren ist es üblich, am 18. Geburtstag in die Gruft unter dem Tower of London hinabzusteigen und den schlafenden Prinzen zu küssen. Als Rain an ihrem 18. Geburtstag diese Tradition folgt löst sie eine Aneinanderreihung von Katastrophen aus: nicht nur der Prinz erwacht, sondern auch ein uralter, gefährlicher Fluch. Um diesen zu brechen muss Rain sieben Prüfungen bestehen.
Ever & After ist ein rasantes und ereignisreiches Buch mit einem hohen Spannungsbogen. Die Umsetzung ist außergewöhnlich und düster - wie Grimms Märchen es auch im Original sind und hat mich schnell in ihren Bann gezogen.
Die Charaktere sind komplex gestaltet und in verschiedensten Beziehungen miteinander verwoben. Mit ihnen verbindet Stella Tack verschiedene Märchen in die Geschichte ein, zwischen denen die Protagonistin herausfinden muss wem sie für die Herausforderung der Prüfungen trauen kann.
Der Schreibstil ist sehr lebendig und flüssig. Man erlebt spannende, dramatische und auch blutige Szenen hautnah, fiebert mit der Protagonistin mit und wird mit unerwarteten Plottwists überrascht. Zudem ist der Stil etwas humorvoll angehaucht was mir sehr gut gefallen hat.
Ever & After ist ein Buch mit vielen Ereignissen und einem sehr hohen Tempo und der Cliffhanger am Ende macht es mir sehr schwer auf Band 2 zu warten.

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Veröffentlicht am 01.12.2023

eine komplexe magische Welt mit interessanten Charakteren

The Lesson of Curses (Chronica Arcana 1)
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Anfangs musste ich mich erstmal an die schnellen Perspektivwechsel zwischen Mathea und Ellie gewöhnen um in die Geschichte reinzufinden, doch dann hat sie mich voll gepackt. Ich liebe das Setting in Prag ...

Anfangs musste ich mich erstmal an die schnellen Perspektivwechsel zwischen Mathea und Ellie gewöhnen um in die Geschichte reinzufinden, doch dann hat sie mich voll gepackt. Ich liebe das Setting in Prag – perfekt für eine Dark Academia Story!
Zu Beginn erfährt man sehr viel über die magische Welt von Prag und die unterschiedlichen Wesen und steigt in eine komplexe und durchdachte Welt ein. Der Verlauf der Geschichte ist lebhaft geschrieben und ich finde es toll wie man aus den Perspektiven von Mathea und Ellie die Ausbildung an den unterschiedlichen Universitäten kennenlernt. Mit den sehr verschiedenen Seiten der Magie die in Prag gelehrt werden hat Laura Cardea eine facettenreiche, magische Welt erschaffen.
Die Charaktere sind sehr gegensätzlich gestaltet, vor allem die verschlossene und zielstrebige Mathea und die tollpatschige Ellie. Auch die anderen Charaktere sind interessant umgesetzt und die sich entwickelnden Beziehungen untereinander sehr realistisch und passend zu den Charaktereigenschaften. Besonders schön fand ich die subtile Einbindung von Lovestorys welche nicht im Vordergrund standen, und den dazugehörigen LGBTQ+-Inhalt.
Mit Dark Academia und einem Setting an Universitäten hatte mich das Buch sofort angesprochen und auch keineswegs enttäuscht.

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