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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.10.2025

Ein unglaublich gelungenes Debüt

Deadline
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Stellen Sie sich vor, Sie lesen ein Buch und müssen feststellen, dass Sie die Hauptrolle darin spielen ...

Genau das passiert Catherine Ravenscroft und ein großes Geheimnis, das sie lange hinter sich ...

Stellen Sie sich vor, Sie lesen ein Buch und müssen feststellen, dass Sie die Hauptrolle darin spielen ...

Genau das passiert Catherine Ravenscroft und ein großes Geheimnis, das sie lange hinter sich lassen wollte, holt sie wieder ein und droht, ihr geordnetes Leben zu zerstören. Mehr sei nicht verraten, aber was wie ein harmloses Familiendrama beginnt, entwickelt sich durch eine überraschende wie unvorstellbare Wende zu einem packenden Thriller, den man gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Der gekonnte Wechsel der unterschiedlichen Perspektiven sorgt für Spannung und erschwert es dem Leser ebenso wie den Charakteren im Buch, zwischen Wahrheit und Lüge, Schuld und Unschuld zu unterscheiden. Ein unglaublich gelungenes Debüt, das noch lange nachhallt ...

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Gelungener Schmöker für einen lauen Sommerabend

Fünf Tage am Meer
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Nachdem sie sich Hals über Kopf von ihrem treulosen Freund getrennt hat, kommt Linn der plötzliche Besuch eines amerikanischen Erbenermittlers ganz gelegen. Spontan beschließt sie, mit ihm in die USA zu ...

Nachdem sie sich Hals über Kopf von ihrem treulosen Freund getrennt hat, kommt Linn der plötzliche Besuch eines amerikanischen Erbenermittlers ganz gelegen. Spontan beschließt sie, mit ihm in die USA zu fliegen, wo sie von einer ihr bislang unbekannten und jüngst verstorbenen Tante zweiten Grades ein Haus geerbt haben soll.

So ganz entspricht das Haus dann zwar nicht den zuerst gehegten Vorstellungen eines aufregenden Lebens in Manhattan, denn zum einen befindet es sich ein gutes Stück entfernt inmitten der Hamptons und zum anderen findet sie das Haus bewohnt vor – und zwar von fünf Senioren. Nachdem die anfängliche Skepsis gewichen ist, lernt Linn die Herrschaften, ihre Eigenarten sowie ihre Lebens- und Liebesgeschichten kennen. Und so kommt es, dass sie eigentlich gar nicht mehr nach München zurück, das Haus verkaufen und somit die Senioren, die ihr immer mehr ans Herz wachsen, auf die Straße setzen will. Wären da nur nicht der Ermittler und das Finanzamt, die schon bald Provision bzw. Erbschaftssteuer verlangen ...

Ich muss zugeben, ich hätte mir den Roman und die Seniorentruppe etwas witziger vorgestellt, aber alles in allem ein gelungener Schmöker für einen lauen Sommerabend.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Über die Hürden des Erwachsenwerdens

Heldentage
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Die 15-jährige Lea zählt bereits die Tage, bis sie 18 ist und endlich ihrem bisherigen Leben entfliehen kann. Denn das sieht im Moment nicht gerade rosig aus: Sie muss eine Klasse wiederholen und ist somit ...

Die 15-jährige Lea zählt bereits die Tage, bis sie 18 ist und endlich ihrem bisherigen Leben entfliehen kann. Denn das sieht im Moment nicht gerade rosig aus: Sie muss eine Klasse wiederholen und ist somit von ihren Freunden getrennt, ihr Freund hat soeben mit ihr Schluss gemacht und zu allem Übel plagen sie noch Komplexe, wie sie wohl jedes Mädchen in diesem Alter kennt, aber auch solche, die auf ihr Asthma und ihre empfindliche Haut sowie darauf zurückzuführen sind, dass sie aus Geldmangel ihre Kleidung aus der Kleiderkammer bekommt. Ihre Mutter ist leider keine Hilfe, denn diese ist dem Alkohol verfallen, verlässt sein geraumer Zeit die Wohnung nicht mehr und trägt ihr Übriges zu Leas fehlenden Selbstbewusstsein bei – bis das Ganze schließlich eskaliert, um alle Beteiligten wachzurütteln. Frech, berührend und sehr real beschreibt Sabine Raml die Nöte und Sorgen eines Teenagers, der die Hürden des Erwachsenwerdens meistern muss, die selbst Erwachsene nur zu gut noch in Erinnerung haben.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Nichts zum Abschalten

Muttertag
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Titel und Cover versprechen einen spannenden Thriller. Leider wurden meine Erwartungen enttäuscht und ich hielt ein Buch in den Händen, das sich nur schwer lesen ließ, anfangs eher wie ein Jugendroman ...

Titel und Cover versprechen einen spannenden Thriller. Leider wurden meine Erwartungen enttäuscht und ich hielt ein Buch in den Händen, das sich nur schwer lesen ließ, anfangs eher wie ein Jugendroman wirkte und erst im letzten Drittel halbwegs spannend (nicht gerade fesselnd) und schlüssig wurde.

Schade, aber hier verlaufen einfach zu viele Erzählstränge parallel, sodass der Leser jeglichen Überblick verliert und sich das Buch nicht flüssig lesen lässt. Die Namen der zahlreichen Akteure sind nur schwer zu behalten, und ich muss sagen, dass ich kaum mehr als 10 Seiten pro Tag zu lesen geschafft habe.

Zur Handlung wurde an dieser Stelle eigentlich schon genug gesagt, sodass ich darauf nicht noch einmal eingehen, sondern nur nochmals mein Fazit nennen möchte: Für Liebhaber komplexer Geschichten sicherlich das Richtige, für entspannenden Lesespaß abends zum Abschalten aber eher ungeeignet.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Locker leichter, charmanter Schmöker

Träume wie Sand und Meer
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Tiny wurde erzogen, es immer allen recht zu machen, immer das zu tun, was von ihr erwartet wird. Und so findet sie sich nun in der nach außen perfekten Ehe wieder. Ihr Mann Frank steht mitten im Wahlkampf ...

Tiny wurde erzogen, es immer allen recht zu machen, immer das zu tun, was von ihr erwartet wird. Und so findet sie sich nun in der nach außen perfekten Ehe wieder. Ihr Mann Frank steht mitten im Wahlkampf für das höchste politische Amt und ihr auf dem Weg zur First Lady eigentlich nichts mehr im Weg. Bis sie plötzlich einen mysteriösen Erpresserbrief mit einem unmissverständlichen Foto erhält. Dieser weckt ihre Erinnerungen an den Sommer vor zwei Jahren, als sie, wenige Wochen vor ihrer Hochzeit, schon einmal Zweifel hatte, ob sie die Ehe mit Frank wirklich eingehen sollte.

Die Geschichte springt zwischen damals (1964) und heute (1966) hin und her und wechselt gekonnt zwischen der Perspektive von Tiny und Caspian, ihrem damaligen Liebhaber, der immer noch bereit ist, alles für sie zu tun. Aber die Macht der Familie zeigt sich mit all ihrer Härte, denn diese ist ganz und gar nicht bereit, Franks Aufstieg durch einen Skandal aufs Spiel zu setzen.

Ein locker leichter, charmanter Schmöker, der für meinen Geschmack allerdings erst nicht so richtig in Fahrt kommt, gegen Ende hingegen, als es endlich wirklich spannend wird, fast schon etwas zu schnell abgespult wird.

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