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Veröffentlicht am 01.12.2016

äußerst beeindruckend

"Solange wir leben, müssen wir uns entscheiden."
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Jehudaa Bacon, Maler, Überlebender von Auschwitz, Zeuge bei Eichmann-Prozess in Jerusalem (1961) und beim Auschwitz-Prozess in Frankfurt ( 1964) wurde von Dr. Manfred Lütz in einem langen Gespräch über ...

Jehudaa Bacon, Maler, Überlebender von Auschwitz, Zeuge bei Eichmann-Prozess in Jerusalem (1961) und beim Auschwitz-Prozess in Frankfurt ( 1964) wurde von Dr. Manfred Lütz in einem langen Gespräch über sein Leben in und nach Auschwitz befragt.

Bacon berichtet über seinen starken Glauben an Gott und den unauslöschlichen göttlichen Funken in jedem, erzählt von dem Aufenthalt seiner Familie, als er 13 Jahre alt war, im Musterghetto Theresienstadt, dem Vorzeigemodell für das internationale Rote Kreuz und dem in Auschwitz. Immer wieder erzählt er die Erlebnisse im Präsens, so sehr hat er noch alles vor Augen. Immer wieder fällt auf, das aus der Perspektive von Kinderaugen erzählt wird, die Schlimmes sehen, was allmählich zum Alltag wird – und auch dort gibt es immer wieder Momente, in denen Aufseher und Leute der SS gerade diesen göttlichen Funken in sich haben und helfen. Ferner erzählt Bacon von zwei Todesmärschen und wichtigen Begegnungen in seinem Leben, z. B. dem Heimleiter Pitter, der ihn im Waisenhaus aufnahm und ihm den Glauben an das Gute im Menschen wiedergab. Er erzählt von seinem weiteren Lebensweg, von Menschen, die ihm auf seinem Weg weitergeholfen haben...

Tief beeindruckend fand ich seine Schilderungen des Alltags in Auschwitz, diese Form von „Alltag“ und genau diesen zu überleben, z.B. die Beschreibungen von Solidarität oder, wie sich alte Bekannte veränderten, nachdem sie eine „Position“ innehatten; oder die Beschreibungen, mit sich selber zu ringen und nicht von seinem Weg abzukommen, Wissen, was genau dort passierte und sich irgendwie damit zu arrangieren. Gerade solche „Nebensächlichkeiten“, über die man sich sonst noch gar keine Gedanken gemacht hat, wie z.B. das Streuen der Wege mit Asche aus dem Krematorium oder die Abschiedsszene mit seinem Vater, fand ich sehr bewegend.
Abschließend stellt er fest, dass er keinen Groll auf Hitler hat, dass selbst dieser den göttlichen Funken in sich trug, z.B. als er einem Freund die Ausreise ermöglichte und, das Hitler seinen Hass nicht bekommt – eine Feststellung, die auch in der heutigen Zeit wieder ganz aktuell ist...

Das im Buch niedergeschriebene Interview finde ich faszinierend; es wurde in äußerst interessante Kapitel gegliedert, in denen neben den authentischen Beschreibungen und Aussagen erörtert wird, wie man dem Bösen begegnet und sich zeitlebens mit Glauben und göttlicher Hilfe dagegen entscheiden kann.

Veröffentlicht am 30.11.2016

grosse, süße, vegane Vielfalt

Vegane Versuchung
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In „vegane Versuchung“ stellen Daniela Friedl und Miriam Emme soja- und weizenfreie Rezepte für süße Leckereien vor, zum selber schlemmen oder zum Verschenken. Am Ende des Buches finden sich Hinweise und ...

In „vegane Versuchung“ stellen Daniela Friedl und Miriam Emme soja- und weizenfreie Rezepte für süße Leckereien vor, zum selber schlemmen oder zum Verschenken. Am Ende des Buches finden sich Hinweise und Kopiervorlagen für Geschenkverpackungen und Etiketten sowie ein kurzes Kapitel mit zusätzlichen Infos, z.B. zu verwendeten Geräten, Backtriebmitteln, vegane Ernährung.

Die vorgestellten Rezepte sind leicht verständlich, problemlos nachzuarbeiten, jeweils mit einem ansprechenden Foto des fertigen Produktes versehen und manchmal auch durch einen Extra-Tipp ergänzt.
Sehr gut gefällt mir die große Bandbreite der Rezepte: Kekse, Kuchen, Riegel, orientalischer Rosen- Milchreis, Konfitüre, Gelle, löslicher Coffee-to-go, Fudge, Chia-Pudding, Konfekt, Sorbet, Parfait, Cremes, cookies, Pralinen, Bratapfelzucker, Likör, Chai-Trikschokolade am Stiel ....; und sehr praktisch finde ich die schönen Verpackungen, z.B. zu faltende Schächtelchen, die man als Kopiervorlage direkt zur Hand hat.

Veröffentlicht am 29.11.2016

nicht neu oder aufregend, aber vielleicht hilfreich

Change your Life
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In „Change your life“ gibt es 175 einfache Regeln oder Anregungen für ein gesünderes besseres Leben, unterteilt in die Kapitel Ernährung, Bewegung, Stärkung, Heilung und Leben.
Die meisten Tipps sind nicht ...

In „Change your life“ gibt es 175 einfache Regeln oder Anregungen für ein gesünderes besseres Leben, unterteilt in die Kapitel Ernährung, Bewegung, Stärkung, Heilung und Leben.
Die meisten Tipps sind nicht wirklich neu, aber obwohl man sie kennt, beherzigt man sie im Alltag doch nicht konsequent.
Deshalb ist diese Sammlung eine ganz nette Idee um sie erst komplett zu lesen und dann, einfach täglich eine Seite aufzuschlagen um genau an diesem Tipp zu arbeiten. So der Plan, denn die Autoren betonen, dass es lange dauert, bis sich ein neues Verhalten gefestigt hat, finden jeden kleinen Schritt in diese Richtung löblich.

Das Buch ist schön gestaltet, läßt sich leicht und zügig lesen. Vieles ist bekannt, bringt es trotzdem gut auf den Punkt.

Veröffentlicht am 29.11.2016

gut erläutert, mit ansprechenden Rezepten

Schnellkochtopf
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Das Buch bietet zunächst eine gut verständliche Einführung in die Nutzung eines Schnellkochtopfes; dem folgen Rezepte, die in die Kapitel vegetarisch, Fleisch und Fisch, Süßes, Beilagen sowie Grundrezepte ...

Das Buch bietet zunächst eine gut verständliche Einführung in die Nutzung eines Schnellkochtopfes; dem folgen Rezepte, die in die Kapitel vegetarisch, Fleisch und Fisch, Süßes, Beilagen sowie Grundrezepte unterteilt sind. Manchen Rezepten wurde eine Kurzkennung „H“ für Hülsenfrüchte oder „M“ für Muttis Rezept zugefügt.

Ich nutze schon seit Jahren einen Schnellkochtopf, allerdings eher mit einer Bedienung aus dem Bauch heraus und bislang höchst selten mit einem Einsatz, sondern eher "alles-auf-einmal-rein und Deckel drauf). Bei meinem Modell gibt es auch ein kleines Bullauge, durch das ich den Vorgang im Topf beobachten kann und nicht aus den Augen verliere. Die Erklärungen zu den Kochstufen ( 1. und 2. Ring) sowie der genauen Bedingeung für die angegebene Kochzeit ( auf Stufe 2) finde ich sehr hilfreich, besonders für Töpfe mit blickdichtem Deckel.
Die vorgestellten Rezepte finde ich allesamt sehr ansprechend, ob Curry, Klassiker oder Süßes. Die Anleitungen, komplette Mahlzeiten in mehreren Etagen auf einmal zu kochen, hatten mich besonders interessiert, denn offensichtlich ist dieses ja auch ohne den vielgerühmten Zauberkessel möglich. Die Erklärungen hierzu sind jeweils im Rezept sehr gut angegeben; alleine hätte ich es nicht so ausprobiert, zwischendurch abdampfen zu lassen und dann die nächste Zutat in einem aufgesetzten Einsatz zuzugeben. Hierbei finde ich die genauen Zeit-/Angaben äußerst hilfreich. Ich denke, wenn man einige Rezepte exakt nachgekocht hat, hat man das Prinzip gut verstanden und schafft es dann auch gut im freestyle, die komplette Mahlzeit ( aus einzelnen Bei-/Lagen) zu kochen.

Für mich war dieses Buch äußerst hilfreich, um nicht nur Kartoffel, einzeln oder mit einem Einsatz mit Gemüse oder Eintopf im Schnellkochtopf zuzubereiten, sondern ihn vielfältiger und effizienter zu nutzen.

Veröffentlicht am 27.11.2016

nette Geschichten mit Schwächen

Kosmo & Klax. Gute-Nacht-Geschichten
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Das Buch enthält 20 Gute-Nacht / Vorlesegeschichten um Kosmo und Klax, die jeweils in sich abgeschlossen sind und sich um Themen wie Freundschaft, Fürsorge, Mut um eigene Fehler einzugestehen drehen. Es ...

Das Buch enthält 20 Gute-Nacht / Vorlesegeschichten um Kosmo und Klax, die jeweils in sich abgeschlossen sind und sich um Themen wie Freundschaft, Fürsorge, Mut um eigene Fehler einzugestehen drehen. Es handelt sich um recht kurze Geschichten, die nett illustriert sind, jeweils vier Seiten umfassen und in ungefähr drei bis maximal fünf Minuten vorgelesen und evtl. auch noch kurz besprochen sind.
Insgesamt gefällt mir das Buch gut; allerdings gibt es etwas, was mich ein wenig stört: in manchen Geschichten werden Kraftausdrücke verwendet, wie z.B. Schleimscheißer, manchmal auch sehr einprägsam in Versform wie „Gut geflötet und gepfiffen, alles andere: drauf geschissen“. Ich muß gestehen, dass ich diesen Wortgebrauch nicht passend finde um Kindergartenkinder zu unterhalten und sprachlich zu prägen und hätte mir gewünscht, dass darauf verzichtet worden wäre. Jedem, der dieses sprachlich auch als Mangel ansieht, würde ich empfehlen, die Geschichte vorher zu lesen, um auf eine persönliche Änderung des Textes vorbereitet zu sein – es empfindet vielleicht nicht jeder als lustig oder cool, wenn sein Kind solche Sprüche in sein Repertoire aufnimmt und am nächsten Tag im Kindergarten damit aufwartet. Manchmal gibt es in einer Geschichte auch Inhalte, die so nicht stimmen, z.B. verfügt ein Weberknecht nicht über Spinndrüsen und kann somit kein Netz spinnen. Der Inhalt der Geschichte war sonst schön, aber es hätte doch auch einfach eine Spinne mit Spinndrüsen seien können; ich mag es gar nicht, wenn ich wissentlich Falsches an Kinder weitergebe, was ich mir auch nicht mit „phantasievoll“ schön reden möchte.

Abgesehen davon finde ich die Geschichten ganz nett und die o.g. Kritikpunkte beziehen sich nur auf einzelne Geschichten, nicht auf das komplette Buch.