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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.06.2025

bezaubernde Figuren, sehr gut und anschaulich erklärt

Fantastisches Nadelfilzen
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Claudia Marie Lenart erklärt zunächst Materialien, Gerätschaften, Grundtechniken sowie das Wolle färben und danch die einzelnen Projekte. Dabei erklärt sie alles sehr leicht verständlich, ausführlich und ...

Claudia Marie Lenart erklärt zunächst Materialien, Gerätschaften, Grundtechniken sowie das Wolle färben und danch die einzelnen Projekte. Dabei erklärt sie alles sehr leicht verständlich, ausführlich und ausgesprochen anschaulich durch Foto-Strecken an Schritt-für-Schritt-Fotos. Die Anleitungen sind derart gut gelungen, dass selbst ein Anfänger in Sachen Filzen die dargestellten Projekte und wohl auch eigene, erdachte, problemlos bewältigen wird. Bei den Feen, Elfen, Gnomen, und den Anderen handelt es sich um Figuren aus dem Zauberwald, bei denen auch schon mal ein Draht für beispielsweise die Arme eingearbeitet wird. Sehr gut gefällt mir, dass die Autorin einen neuen Einstieg mit kleinem Umfang an Materialien vorstellt, was in anderen Büchern ganz anders aussieht. Hier wird mit einem Strang weißer Filzwolle begonnen, von dem dann einzelne Portionen eingefärbt werden. So hat man immer die richtigen Farben dabei und muss nicht auf Vorrat viele verschiedene Wollstränge bereithalten.

Insgesamt finde ich das Buch ausgesprochen gut aufgebaut, die Anleitungen sehr gut und anschaulich und alle zu filzenden Figuren ganz bezaubernd.

Veröffentlicht am 25.06.2025

persönlich, interessant und wohltuend

Kokoro
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Beth Kempton lebt in England, hat Japanologie studiert, unterrichtet Yoga, ist als Autorin tätig. In diesem Buch beschreibt sie sehr einfühlsam wie sie den Tod ihrer Freundin und ein Jahr später auch den ...

Beth Kempton lebt in England, hat Japanologie studiert, unterrichtet Yoga, ist als Autorin tätig. In diesem Buch beschreibt sie sehr einfühlsam wie sie den Tod ihrer Freundin und ein Jahr später auch den ihrer Mutter erlebte, fühlte sich in einer Midlife-Krise und suchte nach einem Weg aus Trauer, Verpflichtungen und Chaos. Sie machte sich, wie schon mehrfach vorher auf eine Reise durch Japan, meditierte, nahm an Retrets teil, sprach mit Mönchen und vielen anderen Menschen um den Inhalt des kokoro, dem achtsamen Herzen, das Körper und Geist miteinander verbindet, zu ergründen. Viele verschiedene Aspekte beschreibt sie, die sie von anderen erfahren hat, ergänzt sie durch Zitate alter Lehrmeister und Philosophen, gibt Fragen zur eigenen Ergründung an die Hand, genau wie Lehrsätze oder Anregungen. Das Buch hat sie sehr persönlich und ehrlich geschrieben, was immer wieder sehr bewegend wirkt. Ihre Ausführungen bringen beim Lesen so viel Ruhe, Zuversicht und Weisheiten mit sich und ihre eigene Reise miterleben. Auch wenn dem Leser bereits vieles des Gelesenen bekannt sein könnte, wird es hier doch auf eine wohltuende und ansprechende Art vermittelt, so dass ein Nachdenken darüber durchaus neue Erkenntnisse mit sich bringen, eigene Einstellungen verändern und Altes besser losgelassen werden kann. Zudem haben mich viele Weise Sätze und Betrachtungen, wie die der Zeit, angesprochen. Man sollte sich für dieses Buch Zeit nehmen, es kapitelweise lesen und wirken lassen. Die Autorin empfiehlt auch ein Tagebuch zu führen, so dass man auch die Antworten auf manche der gestellten Fragen konkret zur Hand hat. Ich denke, auch ohne dieses, nur mit Selbstreflektion wird man zu wohltuenden Erkenntnissen gelangen.

Veröffentlicht am 23.06.2025

wunderbar recherchiert und erzählt

Montmartre - Licht und Schatten
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Marie Lacrosse entführt den Leser nach Paris, zum Montmatre der Zeit von 1866-1889. Zwei Mädchen werden am selben Tag geboren, wachsen aber in ganz unterschiedlichen Gegebenheiten und Stand auf. Elise ...

Marie Lacrosse entführt den Leser nach Paris, zum Montmatre der Zeit von 1866-1889. Zwei Mädchen werden am selben Tag geboren, wachsen aber in ganz unterschiedlichen Gegebenheiten und Stand auf. Elise Lambert, aus ärmlichen Verhältnissen, kennt schon früh Entbehrungen, viel Arbeit und hartes Leben, träumt davon der Armut zu entfliehen und als Tänzerin in den gerade aus dem Boden sprießenden Tanzhallen und Varietes berühmt zu werden. Valérie Dumas, behütete Tochter des wohlhabenden Galeristen und talentierte Malerin, träumt von einer Karriere als Malerin. Die beiden Frauen treffen sich immer wieder in ihrem Leben, haben auch gemeinsame Bekannte, besonders unter dem Malern im Viertel Montmatre, kämpfen beide für ihren Traum, wenngleich für meinen Geschmack mit unterschiedlichem Biss und Einsatz, so scheint es zumindest im ersten Buch dieser Kurzreihe – aber es scheint noch Nichts entgültig entschieden zu sein, so dass ich mich schon jetzt auf den Folgeband freue.

Marie Lacrosse lässt den Leser eintauchen in eine andere Zeit und Welt, beschreibt Monmartre, die Bewohner, Lebensumstände samt Alltag so ausführlich und anschaulich, dass sich ein komplexes Bild ergibt. Man erlebt mit, wie ein Vorort immer weiter an die Stadt Anschluss findet, sich verändert und beginnt zu dem zu werden, wie wir es kennen. Dabei finden sich im Zuge der stattfindenden Veränderung nicht nur der Neubau Sacré Coeurs, die Eröffnung verschiedener Varietés, des Moulin Rouges, sondern auch der Bau des Eiffelturms als Eingang für die Weltausstellung, die unterschiedlichen Malstile und Maler, wie Henri de Toulouse-Lautrec, Auguste Renoir und Vincent van Gogh, die Szene, die entsteht. Eingebettet in diese Beschreibungen finden sich abwechselnd die Schilderungen der Lebenswege Elises und Valéries, die auch ganz unterschiedlich beispielsweise mit dem Nachtleben samt Prostitution oder eine finanziellen Misere in Kontakt kommen. Für mich waren die Darstellungen sehr komplex und beeindruckend; häufig habe ich mir einiges davon online angeschaut, besonders auch die erwähnten Maler und Bilder, damalige Berühmtheiten oder andere Umstände. Insgesamt hat mir dieser historische Roman ausgesprochen gut gefallen, mir interessante, neue Informationen und Zusammenhänge geboten und mich sehr gut unterhalten. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass die Autorin in einem abschließenden Kapitel genauestens aufzeigt, was tatsächlich so geschehen ist, was von anderen Malern dieser Zeit inspiriert wurde und, was fiktiv eingewebt wurde.

Wie schon erwähnt, warte ich ganz gespannt auf den Band 2….

Veröffentlicht am 12.06.2025

interessant, informativ und hilfreich.

Frauen haben anders Darm
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Dass unsere Medikamente an Männern gestet werden und genau für diese passen ist genauso bekannt wie, dass Frauen körperlich anders reagieren, andere Symptome haben als Männer, beispielsweise Anzeichen ...

Dass unsere Medikamente an Männern gestet werden und genau für diese passen ist genauso bekannt wie, dass Frauen körperlich anders reagieren, andere Symptome haben als Männer, beispielsweise Anzeichen auf einen Herzinfarkt. Endlich wird nun auch in anderen Bereichen anerkannt, dass der Körper einer Frau in vielen Bereichen anders reagiert und von den bislang für alle festgelegten Reaktionen abweicht.

Prof. Dr. med. Julia Seiderer-Nack zeigt genau dieses auf, erläutert Unterschiede, beispielsweise im Zyklus und Hormoneinfluss, aber auch bei frauentypischen Erkrankungen wie Endometriose. Erklärungen, Checklisten und Strategien helfen, besser mit den eigenen Problemen umzugehen, deckt man so für sich doch sicher auch unbekannte Tatsachen auf, beispielsweise die unterschiedliche Verdauung, die auch mit unterschiedlicher Menge an Magensäure oder Galle verbunden ist und deshalb verschiedene Reaktionen hervorruft. Danke auch für die deutliche Benennung "Gender Pain Gap", von der wohl jede Frau berichten kann. Sehr interessant fand ich auch die Ausführungen zum unterschiedlichen Mikrobiom, zum Reizdarm, zu PCOS und Endometriose, zur Darm-Hirn-Achse, anderer Verstoffwechslung sowie den Strategien, unser Mikrobiom und unsere Hormone ins Gleichgewicht zu bringen. Die Erklärungen sind leicht verständlich, die Strategien gut umsetzbar und die zugeordneten Rezepte ansprechend.

Mir hat der Praxisteil viele neue Informationen gebracht und Zusammenhänge hergestellt; für mich war dieses Buch für

Veröffentlicht am 12.06.2025

fein gesponnener und interessanter Auftakt einer neuen Serie

Der Tote in der Crown Row
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Sally Smith, selber Kronanwältin, verbrachte ihr gesamtes Berufsleben im Temple-Bezirk, in dem ihr erster Roman, ein historischer Krimi spielt.

Im Jahr 1901 wird im Londoner Temple-Bezirk die Leiche des ...

Sally Smith, selber Kronanwältin, verbrachte ihr gesamtes Berufsleben im Temple-Bezirk, in dem ihr erster Roman, ein historischer Krimi spielt.

Im Jahr 1901 wird im Londoner Temple-Bezirk die Leiche des obersten Richters, Lord Dunnig, aufgefunden und, da es sich um eine Zone eigener polizeilicher und rechtlicher Befugnis handelt, der Anwalt Gabriel Ward vom obersten Schatzmeister und Präsidenten des Inner Temples beauftragt, erste Befragungen durchzuführen. Zeitgleich vertritt Gabriel Ward einen Verleger in einem Rechtsstreit… Unterstützt in seinen ersten Mordermittlungen wird Gabriel Ward durch Constable Wright, der genau wie er selber, fasziniert von neuen Ermittlungsmöglichkeiten ist, beispielsweise Fingerabdrücke und Psychologie. Der Krimi wird sehr interessant, schönsprachlich und mit viel Fachwissen erzählt; den Einblick in gesellschaftliche Regeln, den historischen Temple-Bezirk samt Ämtern sowie den Ermittlungen dieses fein gesponnenen historischen Krimis habe ich sehr genossen, freue mich, dass es sich um den Auftakt einer neuen Serie handelt und bin schon ganz gespannt auf den zweiten Fall.