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Veröffentlicht am 14.05.2025

Zu unspektakulär und simpel

The One I Left Behind
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Worum geht es?
Vor vierzehn Jahren hat Ben Noughton Willowbrook verlassen, um seinen Traum zu leben. Doch nun, nach dem Karriereende als Profi-Footballer kehrt er zurück auf die Ranch seiner Familie. Zurück ...

Worum geht es?
Vor vierzehn Jahren hat Ben Noughton Willowbrook verlassen, um seinen Traum zu leben. Doch nun, nach dem Karriereende als Profi-Footballer kehrt er zurück auf die Ranch seiner Familie. Zurück in die Kleinstadt, die ihm fremdgeworden ist. Und zurück zu seiner ersten großen Liebe Gillian, die er für den Sport verlassen hat.
Naja, nicht wirklich zurück zu ihr, aber in der Kleinstadt ist es unvermeidbar, sich ständig über den Weg zu laufen. Obwohl Gillian alles versucht, ihm aus dem Weg zu gehen. Aber das kann Ben unmöglich zulassen. Schließlich muss er doch herausfinden, weshalb es sich nicht anfühlt als würden vierzehn Jahre Trennung zwischen ihnen stehen, wann immer er Gillian sieht.

Meine Meinung:
Da ich Kleinstadt-Charme, herzliche Großfamilien und Spice liebe, ist es wohl schon ein kleines Wunder, dass ich bisher noch kein einziges Buch von Piper Rayne gelesen habe. Das ein oder andere Buch des Duos schlummert zwar bereits auf meinem SUB, aber THE ONE I LEFT BEHIND war nun endlich die Geschichte die meine „Bildungslücke“ schließen sollte. Piper Raynes Bücher sind allgemein ziemlich populär und ich habe mich deshalb sehr auf diesen Roman gefreut. Und ich habe dieses Buch auch wirklich gernhaben wollen. Aber irgendwie ...
Überzeugen konnte mich der Roman nicht. Was nicht heißen soll, dass das Buch schlecht ist. Die Story ist nur schlichtweg zu fad.

Als ich das Buch zum ersten Mal in den Händen hielt, war ich überrascht, dass es nur knapp 300 Seiten hat. Das erinnert mich an den präzisen Stil von Lily Lucas, deren Bücher ich sehr liebe dafür, dass sie so kurzweilig sind. Wie sich aber herausstellte, bedeutet die geringe Länge bei diesem Buch hingegen, dass es nicht viel eigenen Charakter besitzt.
THE ONE I LEFT BEHIND ist die klassischste Second Chance-Geschichte, die man sich denken kann, die völlig simpel und schnörkellos eine schlichte Storyline erzählt: Single Mom Gillian trifft ihre Jugendliebe Ben wieder und ihre Liebe ist immer noch da. Sie sind wieder zusammen. Ende. Mehr passiert nicht. Keine Steine im Weg, keine Wendungen. Von einer kurzen Passage am Schluss mal abgesehen (für die ich aber durchaus sehr dankbar war, weil sie zumindest etwas Spannung erzeugt), gab es keine Turbulenzen. Statt Kurzweiligkeit bedeutete dieses Buch trotz des geringen Umfangs deshalb Langeweile und Langatmigkeit für mich.

Die Haupthandlung rund um Gillian und Ben ist nichts Besonderes, nichts was ich nicht schon hundertmal mit deutlich mehr Eigenheiten gelesen hätte. Gefallen hat mir an der Geschichte eher der Rahmen. Die liebenswerte Kleinstadt, die zusammenhält. Die große, eigensinnige Noughton-Familie. Die vielen Nebencharaktere.

Was ich außerdem noch anmerken möchte, ist der eher platte Schreibstil, was ich aber mehr auf die Übersetzung als auf die Erzählung der Autorinnen zurückführe. Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig, aber mit den sehr kurzen Sätzen in Kombination mit wenigen Variationen in den Worten manchmal zu leicht.

Mein Fazit:
Mein erstes Buch von Piper Rayne hat mich leider nicht überzeugen können und da ich schon bessere Cowboy/Smalltown-Romances gelesen habe und mir generell mehr Spannung und Feuer durch den Second Chance-Trope gewünscht habe, bin ich enttäuscht. Mir fehlte ehrlich gesagt das Gefühl, dass Piper Rayne wirklich Herzblut und Liebe ins Buch gesteckt und nicht einfach die simpelste Version niedergeschrieben haben.
Für diesen durchschnittlichen ersten Band der Plain Daisy Ranch-Reihe vergebe ich 3 von 5 Sternen und ich bin mir noch nicht sicher, ob ich die Reihe weiterverfolgen werde. Einerseits habe ich die zukünftigen Protagonist:innen bereits liebgewonnen und ihre Geschichten klingen vielversprechend. Andererseits hatte ich mir von THE ONE I LEFT BEHIND ebenfalls viel versprochen.

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Veröffentlicht am 09.05.2025

Diese Found Family-Geschichte ist zwar sehr cute, konnte mich aber nicht genug packen

Nanny for the Neighbors (Why Choose 3)
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Worum geht es?
Beth ist schon seit ihrem Einzug vor zwei Jahren in ihren Nachbarn Jack verknallt. Doch den ruhigen, attraktiven Nerd anzusprechen, würde sie sich nie trauen. Deshalb kann sie ihr Glück ...

Worum geht es?
Beth ist schon seit ihrem Einzug vor zwei Jahren in ihren Nachbarn Jack verknallt. Doch den ruhigen, attraktiven Nerd anzusprechen, würde sie sich nie trauen. Deshalb kann sie ihr Glück kaum fassen, als Jack an ihrer Tür klopft und sie um Hilfe bittet. Seine Bitte kommt zudem zur genau richtigen Zeit, denn Beth ist als Nanny schon lange arbeitslos und ihrem Nachbarn mit dem bei ihm abgegebenen Baby zu helfen klingt nach der perfekten Aufgabe. Wenn da nur nicht die Tatsache wäre, dass Jack und seine beiden Mitbewohner Cyrus und Sebastian viel zu heiß sind, um sich nur auf den Job zu konzentrieren.
Die Jungs wirbeln Beths Gefühlswelt kräftig durcheinander, dabei ist sie doch bloß die Nanny, oder?

Meine Meinung:
NANNY FOR THE NEIGHBORS ist nach TRIPLE DUTY BODYGUARDS und THREE SWEDISH MOUNTAIN MEN bereits das dritte Buch, welches ich von Lily Gold gelesen habe. Ich wusste also schon, was für eine Art von Geschichte auf mich zukommen wird: Golds Romane sind in erster Linie hot und spicy, leicht, romantisch und unterhaltsam. Bei jedem ihrer Bücher ist ein anderer Aspekt ausgeprägt. Bei den Bodyguards war es die Spannung, die Action. In der schwedischen Berghütte war die Atmosphäre sehr süß und gemütlich. Und bei Beth und ihren Nachbarn geht es nun ums Familienleben und die Geschichte, das Gefühl, welches die Hauptfiguren jeweils mit ihren Familien verbinden. Entsprechend erfahren wir einiges an Hintergrundwissen zu den Figuren. Wie sie aufgewachsen sind. In welcher Form ihre Familien sie geprägt haben. In dieser Hinsicht zeigte der Roman viel Tiefe und diverse, interessante Themen.

Allerdings ist es bei Lily Gold auch so, dass ihre Geschichten eher einseitig sind. Der Fokus liegt stark auf diesem einen Aspekt und der Rest geht dabei etwas unter. Das sorgte beim Lesen dafür, dass mir immer irgendetwas fehlt. Bei diesem Buch fehlte mir vor allem die Spannung. Nicht im Sinne von Action, sondern einfach, dass die Geschichte nicht nur vor sich hinplätschert und man fast jede Wendung schon lange vorhersehen kann. Deshalb war mein Lesevergnügen ein permanenter Wechsel zwischen Interesse an der Geschichte und dann wieder ein Kampf durch die langatmigen Passagen. Die ersten hundertfünfzig sind direkt sehr handlungsreich, gerade auch was die Lovestory betrifft. Das heißt aber umgekehrt auch, dass ich nach hundertfünfzig Seiten die Aussicht auf weitere 300 Seiten nicht mehr so spannend und eher öde fand.

Ich mag es, dass Golds Geschichten aus vier Perspektiven erzählt werden und das ist wirklich etwas, das sie sehr gut beherrscht. Die vielen Perspektiven machen die Erzählung interessant und jede Figur ist gut ausgearbeitet. Wobei ich bei dieser Geschichte nicht jede Figur gleichermaßen greifbar fand. Beth ist eine starke Protagonistin, die ich mochte. Anfangs erschien sie mir lange zu perfekt, bei ihr wirkt alles so mühelos. Aber zum Ende hin erhält sie ihre Ecken und Kanten. Cyrus erschien mir zu Beginn der Geschichte sehr rätselhaft und zunächst dachte ich, ich würde ihn nie so recht verstehen können. Aber das hat sich komplett geändert und am Ende war er sogar mein liebster Charakter, so herzlich und sonnig. Während Sebastian anfangs lange außen vor bleibt, ist Jack derjenige von den Jungs, den wir als erstes wirklich kennenlernen. Ich fand ihn sehr süß, aber im Laufe der Geschichte geht er ziemlich unter und ich verlor den Draht zu ihm. Hinzu kommt, dass er und Seb (der eine tolle Entwicklung durchlebt) diese zwei Momente in der Geschichte haben, an denen sie sich richtig kalt verhalten, was ich ziemlich unpassend für die Geschichte fand.

Mein Fazit:
NANNY FOR THE NEIGHBORS ist eine sehr süße, romantische Liebesgeschichte, welche die Diversität feiert und absolutes Soulfood für Fans von Found Family sind. Doch abseits dieser klaren Schwerpunkte der Story wirken viele Aspekte eher platt und oberflächlich. Ich vergebe 3 von 5 Sternen und kann die anderen Why-Choose-Bücher der Autorin mehr empfehlen. Mich hat dieser Roman einfach nicht genug gepackt.

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Veröffentlicht am 01.05.2025

Kontextlos und wenig packend

Aliens für Piraten
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Worum geht es?
Der Klappentext zu ALIENS FÜR PIRATEN passt gut zum Inhalt und ich möchte auch nicht mehr dazu sagen, weil die Geschichte so kurz ist, dass jede Information fast schon spoilert. Es geht ...

Worum geht es?
Der Klappentext zu ALIENS FÜR PIRATEN passt gut zum Inhalt und ich möchte auch nicht mehr dazu sagen, weil die Geschichte so kurz ist, dass jede Information fast schon spoilert. Es geht schlichtweg um Aedan, der vom verurteilten Piraten zum Dozenten für Alienentführung wird und um May, die das Zielobjekt seiner ersten Entführungsmission ist.

Wie hat mir die Geschichte gefallen?
Sci-Fiction-Romance ist ein durchaus schräges, aber meiner Meinung nach einfach unterhaltsames Genre, zu dem ich zur Abwechslung immer wieder gerne greife. Bisher kannte ich nur die Geschichte von Nova Edwins, die ich genial finde. Jetzt wollte ich mal eine andere Autorin in diesem Genre ausprobieren, doch dieses Buch von Skye MacKinnon konnte mich leider nicht überzeugen.

Vorneweg muss ich sagen, dass die Geschichte der vierte Band einer Reihe ist und ich habe mir sagen lassen, mit dem Vorwissen aus den anderen Bänden würde die Story anders wirken.

Nun aber zu meiner Erfahrung: Die Geschichte hat etwa 60 eBook-Seiten, was für eine Kurzgeschichte durchaus funktionieren kann: Doch bei dieser Kurzgeschichte funktioniert es nicht. Die gesamte Geschichte war mir zu oberflächlich und knapp. Ich erwarte bei diesem Genre weder Tiefgang noch zweihundert Seiten. Aber ohne Kontext hat eine Geschichte keine Wirkung auf mich. Die Figuren werden sehr knapp beschrieben, sodass ich keine Verbindung zu ihnen herstellen konnte. Über May erfahren wir etwas mehr als über Aedan, doch jede Thematik wird nur einmal angeschnitten und nicht mehr aufgegriffen oder zu Ende geführt.

Die Handlung an sich war unterhaltsam und hatte auch zwei, drei lustige Szenen zum Lachen, aber ohne sympathische Figuren konnte sie mich nicht packen. Hinzu kommt, dass am Ende alles konstruiert wirkt, so als hätte das Happy End genau einem Muster entsprechen müssen und nicht dem eigentlichen Charakter der Geschichte.

Mein Fazit:
Von ALIENS FÜR PIRATEN gibt es von mir 2 von 5 Sterne. Die Grundidee der Geschichte gefällt mir, doch die Umsetzung war zu knapp gedacht. Wer die Vorgängerbände gelesen und gemocht hat, wird wohl auch mit diesem Band glücklich sein, doch für mich sind Skye MacKinnons Bücher nichts.

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Veröffentlicht am 01.05.2025

DNF - Zu viel Drama, zu wenig Authentizität

Archer's Voice. Die geheime Sprache der Liebe
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Ich habe Mia Sheridan durch mein absolutes Lieblingsbuch "The Love That Lies Within" kennen- und vor allem lieben gelernt. Als ich deshalb zu ARCHERS VOICE gegriffen habe, tat ich das in der Erwartung ...

Ich habe Mia Sheridan durch mein absolutes Lieblingsbuch "The Love That Lies Within" kennen- und vor allem lieben gelernt. Als ich deshalb zu ARCHERS VOICE gegriffen habe, tat ich das in der Erwartung auf eine ebenso besondere und rührende Geschichte. Und im Grunde konnte ich den Stil und manche Motive der Autorin in diesem Roman wiedererkennen, aber die Geschichte an sich konnte mich nicht nachhaltig packen.
Ich habe vor einigen Monaten die erste Hälfte des Buches gelesen und seitdem liegt es unbeendet herum. Nun habe ich mich dazu entschieden, es auch dabei zu belassen. Möglich, dass mich irgendwann noch das Gefühl packt, das Buch beenden zu müssen, aber aktuell verspüre ich einfach kein Interesse mehr an der Story.
Als ich begann zu lesen, habe ich mich zunächst gewundert, ob dies wirklich dieselbe Autorin wie bei "The Love That Lies Within" sein kann, weil der Schreibstil ganz anders ist. Erzählung in der Ich-Perspektive und deutlich weniger Schnörkel und Bilder. So blöd sich das anhört, der Schreibstil kam mir lediglich durchschnittlich vor, im Vergleich zu dem, was ich von der Autorin gewohnt bin.
Archers Wesen und sein Leben im Verborgenen hat mich wiederum an Jonah aus Sheridans anderem Roman erinnert und generell wuchs mir Archer mit seiner unschuldigen, lieben Art schnell ans Herz. Bree hingegen hat mich beim Lesen ziemlich enttäuscht. An sich ist sie eine nette, junge Frau und auch was sie durchgemacht hat, ist echt nicht ohne. Aber genau deshalb konnte ich ihren Charakter nicht verstehen. Sie scheint in Anbetracht ihrer Erfahrungen und ihrem Leid unfassbar naiv. Außerdem wirkt es unrealistisch auf mich, wie "gut" sie mit ihrem Trauma zurechtkommt.

Alles in allem fand ich das Näherkommen von Archer und Bree aber sehr, sehr süß zu lesen und habe das Lesen der ersten Hälfte auch durchaus genossen. Doch die Dreiecks-Problematik, die sich anbahnt und all das Drama, das man vorhersehen kann mindern meine Lust weiterzulesen schlichtweg zu sehr. Die Liebesgeschichte ist meines Empfindens nach nach der Hälfte erzählt und für ein Haufen Drama brauche ich nicht weiterzulesen.

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Veröffentlicht am 18.04.2025

DAS Must-Read für alle sexy Büchernerds

Story of My Life
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Worum geht’s?
Für Hazel steht mit ihren 36 Jahren fest, dass sie ihre Chance aufs Happy End verpasst hat. Sie ist geschieden, in fünf Tagen obdachlos und ihr Status als Bestsellerautorin ist seit über ...

Worum geht’s?
Für Hazel steht mit ihren 36 Jahren fest, dass sie ihre Chance aufs Happy End verpasst hat. Sie ist geschieden, in fünf Tagen obdachlos und ihr Status als Bestsellerautorin ist seit über zwei Jahren passé. Doch zumindest ist ihr der Wille, nicht auf der Straße zu landen – zusammen mit den letzten Dollars aus Erfolgszeiten – noch nicht abhandengekommen. Und so packt Hazel ihren Laptop, einen Kofferraum voll Wein und ihre beste Freundin/Agentin und zeiht von New York nach Story Lake.
In eine Kleinstadt, von deren Existenz sie bis vor wenigen Minuten noch nichts wusste.
In ein Haus, das sie ungesehen und mit zu viel Alkohol im Blut zu später Stunde gekauft hat.
Dorthin, wo ihre einzige Muse der letzten Jahre lebt: Campbell Bishop. Schlecht gelaunt. Unverschämt attraktiv. Und nicht das kleinste Bisschen erfreut, als Hazel mit all ihrem Chaos sein Leben durchwirbelt. Zumindest versucht er sich das weinzureden ;)

First things first – mein Fazit:
STORY OF MY LIFE ist endlich mal wieder ein glasklares 5-Sterne-Buch für mich. Und ein persönliches Lesehighlight dazu, weil der Roman sozusagen Danksagung und Liebesbrief in einem an alle Büchernerds mit einer Schwäche für Spice – und Kleinstädte, und grumpy Heroes, und herzliche Großfamilien, und und und – ist. Doch keine Sorge, das Buch ist nicht „nur“ Spice. Sondern vor allem ganz viel Humor und an den richtigen Stellen eine Prise Tiefe. Von mir gibt es daher eine ausdrückliche Leseempfehlung für diese Romcom aller Romcoms!

Und nun im Detail: Meine Meinung:

STORY OF MY LIFE war tatsächlich mein allererstes Buch von Lucy Score, doch es wird mit absoluter Sicherheit nicht mein Letztes gewesen sein. Schon allein, weil ich mich in Story Lake so unfassbar wohlgefühlt habe, dass ich im nächsten Band der Reihe unbedingt dorthin zurückkehren möchte. Aber bleiben wir noch bei Hazels und Cams Geschichte – denn die hat wirklich ganz viel Lob verdient.

Der Einstieg, sprich grob die ersten fünfzig Seiten, waren zwar noch keine Liebe auf den ersten Blick. Bei englischen Büchern brauche ich grundsätzlich länger, um mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Hinzu kommt, dass ich die ersten Kapitel bis Hazel in Story Lake ankommt und die wechselnde Perspektive zwischen ihr und Cam beginnt als schleppend empfand. Aber dann? Dann legte die Geschichte so richtig los und ich war mit jeder weiteren Seite mehr „in love“.

STORY OF MY LIFE könnte vermutlich keine klassischere Romcom sein. Aber zugleich sticht sie aus der Masse heraus und macht ganz ihr eigenes Ding. Was diesen Roman so besonders macht, ist, dass ihm die kritische Brille aller Romcom-Queens (und Kings) aufgesetzt wurde, weshalb es statt kitschigen Klischees nur skurrile Realität gibt. Obwohl die Tropes der Geschichte nur allzu bekannt sind, macht dieses Buch etwas Neues draus. Eine Kleinstadt, die überhaupt nicht der Bilderbuchvorstellung entspricht. Fake Dating, bei dem niemand getäuscht werden soll. Eine Sunshine-Protagonistin, die in Wahrheit jeden Tag gegen ihre ganz persönlichen Schatten kämpft.

Obwohl Hazel nicht mehr an ihr Happy End glaubt, dürfen wir sie dabei begleiten, wie sie nach und nach von einem Schatten zur Heldin ihrer eigenen Geschichte wird. Dabei hält sie sich gar nicht erst mit all den Pseudo-Konflikten auf, die man sozusagen schon tausendmal in Liebesromanen gelesen hat. Das macht die gesamte Geschichte – vor allem aber ihre Lovestory mit Cam – unglaublich erfrischend und schlichtweg befriedigend zu lesen. Kein verhinderbares Drama, über das man sich aufregen muss, dafür aber ganz viel Humor (das ganze Buch hindurch, egal wie ernst eine Situation ist und stets überbietet eine Verrücktheit die andere). Sehr gefallen hat mir auch, dass die Charaktervorstellung nicht nach ein paar Kapiteln abgeschlossen war, sondern wir immer wieder neue Details über die Charaktere erfahren. So, wie es eben auch im Leben ist, wenn man jemanden besser kennenlernt, je mehr Zeit man mit ihm:ihr verbringt.

Das ist wohl auch der Grund, weshalb ich Hazel und Cam – und die anderen Bishops, und Zoey, und die Lakers – so tief ins Herz geschlossen habe, dass ich jetzt schon Sehnsucht nach ihnen habe. Da fällt mir gerade auf, dass ich noch überhaupt nicht von Cam geschwärmt habe. Ach Leute, der Kerl ist ein echter Herzensdieb. Ich wusste vor Cam wirklich nicht, dass man auf so uncharmante Weise derart charmant sein kann.

PS: Übrigens kann ich es wirklich empfehlen, die Geschichte auf Englisch zu lesen, und das nicht nur wegen dem wunderschönen Farbschnitt. Sondern weil ich glaube, dass der Humor und die Sprüche und Wortwitze auf Englisch viel besser wirken. Und wie gesagt: Es gibt sehr, sehr viel von diesem Humor ;)

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