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Veröffentlicht am 03.02.2025

Poetische Spannung, doch das Buch hätte so viel mehr sein können

Our Infinite Fates
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Darum geht es:
Branwen Blythe ist siebzehn, lebt in Wales und hat eine krebskranke Schwester. Doch was niemand weiß: In Wirklichkeit ist Branwen eine Seele namens Evelyn und nicht siebzehn, sondern über ...

Darum geht es:
Branwen Blythe ist siebzehn, lebt in Wales und hat eine krebskranke Schwester. Doch was niemand weiß: In Wirklichkeit ist Branwen eine Seele namens Evelyn und nicht siebzehn, sondern über tausend Jahre alt. Wobei es durchaus jemanden gibt, der über Evelyns wahre Existenz Bescheid weiß. Arden. Eine ebenso unsterbliche Seele und der Grund dafür, dass Evelyn niemals ihren achtzehnten Geburtstag erlebt.
Doch dieses Leben soll anders werden. Kein weiteres Mal möchte Evelyn auf Arden hereinfallen, der nicht nur ein kaltblütiger Killer ist, sondern auch die Liebe ihres Lebens.

Aber wie nimmt man sich vor einer Seele in Acht, von der man nicht weiß, in welchem Menschen sie in diesem Leben wohnt? Und wie kann Evelyn ihrem Schicksal endlich entkommen, wenn nur Arden die Wahrheit darüber kennt?

Meine Meinung:
Ich war ziemlich schnell von OUR INFINITE FATES begeistert. Vielleicht nicht gleich nach dem Prolog, denn der war mit seinem Erzählstil wenig greifbar und macht erst rückblickend wirklich Sinn. Aber als der Roman dann wirklich begann, wir Evelyn kennenlernen und klar wird, dass die Geschichte in der Ich-Erzählung und komplett aus ihrer Perspektive geschrieben ist, war ich schnell im Bann der Story.
Leider hielt die Begeisterung nicht ewig an. Etwa ab der Hälfte des Buches gesellten sich die ersten Zweifel hinzu. Und zum Ende hin überwogen sie.

Das absolute Highlight dieses Buches waren für mich die Zeitsprünge. Etwa die Hälfte der Kapitel spielt in der Gegenwart in Wales, die restlichen Kapitel sind Einblicken in die zahlreichen bisherigen Leben von Evelyn und Arden. Es wechselt sich meist ein Kapitel aus Wales mit einem Kapitel aus einer vergangenen Zeit ab. Das Spannende ist, dass es immer nur ein Kapitel pro vergangenes Leben gibt und diese Kapitel fühlen sich wie eine Art Kurzgeschichte innerhalb des Romans an, denn die Autorin schafft es, in nur einem Kapitel so viel Atmosphäre und Gefühl und schlichtweg Greifbarkeit zu vermitteln, dass man alles begreifen kann, was dieses Leben ausgemacht hat. Außerdem fand jedes Leben an einem anderen Ort statt. Mal sind Evelyn und Arden reich, mal arm. Mal sind sie gleichgeschlechtlich, dann wieder nicht. Mal ist Evelyn ein Junge, mal ein Mädchen. Mal leben sie in der Stadt, mal in der Wildnis. Auch geschichtliche Kontexte werden perfekt eingeflochten. Und so behandelt das Buch eine Vielzahl und Vielfalt an Themen und regt immer wieder zum Nachdenken an.

Leider hat mir die Gegenwartshandlung weitaus weniger gefallen als die Vergangenheitsgeschichten. Evelyn beziehungsweise Branwen war für mich kein völlig glaubhafter Charakter, denn im Gegensatz zu Arden merkt man ihr nicht an, dass sie schon so viele Leben und Schicksale gesammelt hat. Auch war sie total passiv bezüglich ihres besonderen, tragischen Schicksals, was nicht logisch ist. Und dieser nicht ganz stimmige Charakter von Evelyn zeigt ein Grundproblem, das mir beim Lesen aufgefallen ist: Die Ideen von der Autorin sind genial, aber sie wurden nicht zu Ende gedacht. Vieles wirkt nicht ausgereift, nicht von allen Seiten bedacht und so kratzt das Buch insgesamt nur an der Oberfläche.
Sehr gefehlt hat mir auch Ardens Perspektive. Er bleibt ein völlig fremder Charakter für mich, den man schwer einschätzen kann. Dass er so dargestellt wird, mag zwar als Spannungselement gedacht sein, aber das hätte trotzdem anders, besser gelöst werden können. Auch die Romanze zwischen den beiden Hauptfiguren war überhaupt nicht greifbar, weil man Arden nicht genug kannte, um ihm zu trauen und auch, weil die Handlung zu temporeich ist. Die Dinge entwickeln sich nicht allmählich, sondern verändern sich innerhalb eines Kapitels komplett, sodass man die Geschichte nicht miterlebt, sondern als stiller Beobachter hinterherhängt.

Mein Fazit:
Ich habe OUR INFINITE FATES wirklich schnell gelesen, weil ich all die Einblicke in vergangene Leben geliebt habe und so gespannt auf die Auflösung hinter dem Schicksal von Evelyn und Arden war. Dabei fand ich den Roman unterhaltsam und diese leise Poesie im Schreibstil passt perfekt zu der übernatürlichen Handlung und dem Charakter der Figuren.
All diese tollen Ansätze hätten das Buch wirklich zu einem Highlight machen können, wäre nicht alles so knapp und zügig gehalten. Der Roman hätte eine zweite Perspektive gebraucht. Und mindestens die Doppelte Länge. Das hätte mehr Tiefe gebracht und die Handlung entschleunigt, damit sich die Wirkung der Geschichte so ausfalten kann, wie sie es verdient hat.
In diesem Sinne: Netter Versuch, aber mehr als 3 Sterne kann ich dafür nicht geben.

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Veröffentlicht am 06.01.2025

Fesselnder Lesespaß voller Spannung, Humor und Leidenschaft

Sweet Home Highlander
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Darum geht es:
Lady Aisla und Laird Niall waren jung und trotzen mit ihrer heimlichen Heirat allen Widerständen. Sechs Jahre später sind von ihrer Ehe nur noch gegenseitige Schulzuweisungen, sowie Heiratspapiere, ...

Darum geht es:
Lady Aisla und Laird Niall waren jung und trotzen mit ihrer heimlichen Heirat allen Widerständen. Sechs Jahre später sind von ihrer Ehe nur noch gegenseitige Schulzuweisungen, sowie Heiratspapiere, die sie aneinanderbinden, übrig.

Aisla konnte sich trotz gebrochenem Herzen fernab der Heimat in Paris ein freies Leben aufbauen. Aber als ihr bester Freund sie bittet, eine freundschaftliche Ehe mit ihm einzugehen, weiß sie, dass die Zeit für die Scheidung gekommen ist. Also kehrt Aisla zurück in die schottischen Highlands, wo sie auf einen veränderten Niall trifft. Niall ist erwachsen geworden. Attraktiver. Vor allem aber hat er es nicht mehr so eilig wie früher, Aisla wieder loszuwerden.

Doch auch Aisla ist nicht mehr das naive Mädchen von damals und ebenso erpicht wie Niall, Rache für den Herzschmerz von damals zu zollen!

Meine Meinung:
SWEET HOME HIGHLANDER war mein zweites Buch von Amalie Howard und nachdem ich die Autorin in dem ebenfalls sehr empfehlenswerten Roman DAS BIEST VON BESWICK kennen und lieben gelernt habe, reichte eigentlich schon ihr Name auf dem Cover aus, damit ich diesen Roman lesen wollte. Und nach dem Lesen fest, das noch ganz viele weitere ihrer Bücher in mein Regal wandern werden!

Als ich zu lesen begann, war ich zunächst durch die Tatsache verunsichert, dass Aisla sich für einen anderen Mann scheiden lassen will. Denn dies klingt nach einem Love Triangle, was mich für gewöhnlich nicht begeistern kann. Aber meine Sorgen waren unbegründet, denn Aislas bester Freund Julien ist alles andere, als der nervige Konkurrent von Niall und vielmehr ein humorvoller, gutmütiger Kerl, der nichts als freundschaftliche Gefühle für Aisla hegt und sie, so charmant wie er eben ist, auch mal zu ihrem Glück zwingt ;) Julien ist übrigens nicht die einzige tolle Nebenfigur, die mir total gefallen hat und nun bin ich umso glücklicher darüber, dass einige Nebenfiguren ihre eigenen Romane erhalten.

Aber nun soll es erstmal um diese Hauptfiguren gehen – Niall und Aisla. Wie für das Genre typisch wird die Geschichte in der dritten Person erzählt und die wechselnde Perspektive hat mir unglaublich gut gefallen. Sie schildert authentisch und greifbar die zwei Seiten einer gescheiterten Ehe, wodurch man selbst ins Grübeln gerät, wie verschieden die gleiche Sache betrachtet und empfunden werden kann. Im Übrigen finde ich es lobenswert, wie man sich sowohl in Niall als auch in Aisla absolut hineinversetzen konnte. Ich hatte beide Hauptfiguren unheimlich gerne und sie haben sich sehr schnell in mein Herz geschlichen.

Aisla ist eine unglaublich tapfere, starke, moderne Frau, deren unerschütterlicher Kampfgeist mir sehr gefallen hat. Ich fand es toll zu beobachten, wie sie Niall die Stirn bot und sie ist einfach der perfekte Gegenpart zu ihrem sturen, dickköpfigen aber auch unglaublich liebenswerten Ehemann. Niall ist ein Mann, der schon zahlreiche Schmerzen erleben musste, die ihn in die Knie zwingen wollten. Das hat ihn zu jemandem werden lassen, der keinen Kampf scheut und stets die Flucht nach vorne wählt. Aber er hat eben auch seine unglaublich gefühlvolle Seite, in die ich mich Hals über Kopf verlieben durfte.

Die Storyline ist extrem spannend und durch die verschiedenen und doch zusammenhängenden Handlungsstränge temporeich. Thematisch ist wohl für jeden Geschmack etwas dabei. Ich persönlich bin zum Beispiel (theoretisch) kein großer Fan von Intrigen, kriminellen Machenschaften und großem Drama, aber diese Themen passten hier so gut ins Gesamtbild, das sie auch mich begeistern konnten. Die Liebesgeschichte ist voller knisternder, prickelnder Spannung, die jeden Moment zu zerreißen droht und doch kann man nie absehen, wann sie genau explodiert und wie lange sie sich tatsächlich noch anbahnen kann.

Obwohl ich auf einige Wendungen doch getippt hatte, war es immer wieder spannend und überraschend, welchen Weg die Geschichte einschlug.

Mein Fazit:
SWEET HOME HIGHLANDER war ein absoluter Pageturner für mich, dem ich unbedingt 5 volle Sterne geben möchte. Die Spannung ist sehr hoch, ich war oft ungeduldig und fand es doch unterhaltsam, von dem Autorinnenduo derart hingehalten zu werden – was mir bei diesem Roman überraschenderweise überhaupt nichts ausgemacht hat. Die Geschichte hat all das Typische des Genres, das ich genau so liebe und besitzt zugleich die richtige Dosis an Besonderheiten. Vor allem aber liebe ich sie für ihre leidenschaftliche Lovestory und den trockenen, treffsicheren Humor.

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Veröffentlicht am 05.01.2025

Für meinen Geschmack zu langatmig und uninteressant

Winterzauber in den Hamptons
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Ich möchte gleich vorneweg klarstellen, dass ich mich bei etwa der Hälfte entschieden habe, den Roman nicht zu Ende zu lesen. Das liegt nicht daran, dass ich die Geschichte schlecht fand. Sie hat mich ...

Ich möchte gleich vorneweg klarstellen, dass ich mich bei etwa der Hälfte entschieden habe, den Roman nicht zu Ende zu lesen. Das liegt nicht daran, dass ich die Geschichte schlecht fand. Sie hat mich einfach nicht genug gepackt, um mich weiter zu interessieren. Und bei so vielen tollen BücIch möchte gleich vorneweg klarstellen, dass ich mich bei etwa der Hälfte entschieden habe, den Roman nicht zu Ende zu lesen. Das liegt nicht daran, dass ich die Geschichte schlecht fand. Sie hat mich einfach nicht genug gepackt, um mich weiter zu interessieren. Und bei so vielen tollen Büchern, die noch darauf warten, gelesen zu werden, möchte ich mich einfach nicht durch zweihundert weitere Seiten quälen.

Nun aber noch ein paar mehr Details dazu, was mir gefallen hat und was nicht.

WINTERZAUBER IN DEN HAMPTONS war mein zweites Buch von Mandy Baggot und weil ich mich noch gerne an WINTERZAUBER IN NOTTINGHILL und das wundervolle Weihnachtsgefühl der Geschichte zurückerinnere, habe ich kurz vor Weihnachten zu diesem Roman gegriffen. In der Hoffnung auf ganz viel weihnachtliche Stimmung. Und diese kann das Buch durchaus verbreiten. Die Stimmung ist mit ungewöhnlichen Weihnachtstraditionen zwar unkonventionell, aber durchaus festlich und familiär. Allerdings muss ich auch sagen, dass der Tod von Harriets Großmutter einen großen Schatten über die Geschichte wirft und sie deshalb nicht das Gute-Laune-Buch war, das mich für gewöhnlich über die Feiertage hinweg begleitet.

Was es mir am schwersten gemacht hat, überhaupt mit dem Buch warmzuwerden, war der sehr zähe, langweilige Einstieg. Der Einstieg, der uns Harriet und ihre Baustellen im Leben vorstellen soll, zieht sich zu sehr.

Die Hauptfigur Mack war mir relativ sympathisch, Harriett hingegen war zu passiv und oberflächlich. Ich habe auch nicht damit gerechnet, dass sie noch in einer Beziehung ist und es hat mich genervt, dass sie ihrem Partner nie die Stirn geboten hat. Die Chemie oder gar Gefühle zwischen Harri und Mack waren für mich leider weder erkennbar noch greifbar und ich finde es sehr schade, wie lückenhaft die Informationen zu ihrer früheren Brieffreundschaft sind.
Die Nebenfiguren sind an sich ein lustiger Haufen, haben mich aber auch nicht wirklich überzeugt.

Mein Fazit:
WINTERZAUBER IN DEN HAMPTONS ist eine 0815-Weihnachtsgeschichte mit für meinen Geschmack uninteressanten Themen und einer Protagonistin samt Noch-Freund, die mich nerven. Was mich dazu bewegt hat, das Buch abzubrechen, liegt vermutlich vor allem am persönlichen Geschmack. Dennoch finde ich einfach, dass die Autorin Weihnachtsbücher geschrieben hat, die man diesem hier vorziehen kann.hern, die noch darauf warten, gelesen zu werden, möchte ich mich einfach nicht durch zweihundert weitere Seiten quälen.

Nun aber noch ein paar mehr Details dazu, was mir gefallen hat und was nicht.

WINTERZAUBER IN DEN HAMPTONS war mein zweites Buch von Mandy Baggot und weil ich mich noch gerne an WINTERZAUBER IN NOTTINGHILL und das wundervolle Weihnachtsgefühl der Geschichte zurückerinnere, habe ich kurz vor Weihnachten zu diesem Roman gegriffen. In der Hoffnung auf ganz viel weihnachtliche Stimmung. Und diese kann das Buch durchaus verbreiten. Die Stimmung ist mit ungewöhnlichen Weihnachtstraditionen zwar unkonventionell, aber durchaus festlich und familiär. Allerdings muss ich auch sagen, dass der Tod von Harriets Großmutter einen großen Schatten über die Geschichte wirft und sie deshalb nicht das Gute-Laune-Buch war, das mich für gewöhnlich über die Feiertage hinweg begleitet.

Was es mir am schwersten gemacht hat, überhaupt mit dem Buch warmzuwerden, war der sehr zähe, langweilige Einstieg. Der Einstieg, der uns Harriet und ihre Baustellen im Leben vorstellen soll, zieht sich zu sehr.

Die Hauptfigur Mack war mir relativ sympathisch, Harriett hingegen war zu passiv und oberflächlich. Ich habe auch nicht damit gerechnet, dass sie noch in einer Beziehung ist und es hat mich genervt, dass sie ihrem Partner nie die Stirn geboten hat.
Die Nebenfiguren sind an sich ein lustiger Haufen, haben mich aber auch nicht wirklich überzeugt.

Mein Fazit:
WINTERZAUBER IN DEN HAMPTONS ist eine 0815-Weihnachtsgeschichte mit für meinen Geschmack uninteressanten Themen und einer Protagonistin samt Noch-Freund, die mich nerven. Was mich dazu bewegt hat, das Buch abzubrechen, liegt vermutlich vor allem am persönlichen Geschmack. Dennoch finde ich einfach, dass die Autorin Weihnachtsbücher geschrieben hat, die man diesem hier vorziehen kann.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Weihnachtsstimmung Tag für Tag

Winter Wonder Love
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Darum geht es:
Da WINTER WONDER LOVE ein Adventskalender ist, möchte ich zum Inhalt gar nicht viel vorwegnehmen, weil man vieles erst Türchen für Türchen erfährt. Deshalb nur so viel: Es geht um Charlie, ...

Darum geht es:
Da WINTER WONDER LOVE ein Adventskalender ist, möchte ich zum Inhalt gar nicht viel vorwegnehmen, weil man vieles erst Türchen für Türchen erfährt. Deshalb nur so viel: Es geht um Charlie, Kunststudentin und frisch Single, die die Weihnachtstage bei ihrer ehemaligen Gastfamilie in den Rocky Mountains verbringt. Die Kulisse könnte nicht winterlicher und weihnachtlicher sein. Aber ob sie auch so viel Glück hat um ihrem ehemaligen Gastbruder Tyron, ihrer ersten großen Liebe aus dem Weg zu gehen?

Meine Meinung:
WINTER WONDER LOVE war ein totaler Spontankauf in der Bücherei, kurz vor Dezember, denn den wunderschön glitzernden Verzierungen auf dem Cover konnte ich einfach nicht widerstehen. Außerdem bin ich ein großer Adventskalender-Fan – wobei ich vermutlich noch nie derart dem nächsten Tag, dem nächsten „Türchen“ entgegengefiebert habe wie bei diesem Buch. Es fiel mir ehrlich schwer, die Geschichte nicht gleich in einem Rutsch durchzulesen.

Als ich das Buch am ersten Dezember zur Hand genommen habe, war ich zuallererst von der hochwertigen Aufmachung begeistert. Die Seiten sind alle bunt gestaltet und enthalten viele süße, winterliche Illustrationen. Das Türchenöffnen besteht hier aus jeweils einer Doppelseite, die man auseinandertrennt. Obwohl ich zunächst Bedenken hatte, habe ich beim Auseinandertrennen tatsächlich keine einzige Seite eingerissen, was ein Beweis der guten Qualität des starken Papiers ist.

Nun aber zum Inhalt. WINTER WONDER LOVE war mein erstes Buch von Stefanie Neeb, aber durch die sympathische Charlie als Protagonistin und den flüssigen Schreibstil habe ich mich schon am ersten Tag in der Geschichte angekommen gefühlt. Die zwei Seiten pro Tag enthalten mehr Text als ich zuerst dachte, und so ist die Story dank Rückblenden und Eigenheiten schön rund. Ich hätte aber auch nichts dagegen gehabt, jeden Tag zwei Seiten mehr zu lesen ;) Wobei ich glaube, dass der eher umgangssprachliche Schreibstil am besten funktioniert, wenn man nur wenig am Stück liest, weil er auf Dauer doch zu simpel wirkt.

Neben dem wundervollen Wohlfühlsetting, das genau dem entsprach, was ich mir von einer Weihnachtsgeschichte wünsche, waren die herzlichen Figuren ein Highlight für mich. Charlie ist sehr bodenständig und eine Figur, in die man sich perfekt hineinversetzen kann. Da die Familie Callahan ziemlich groß ist, blieben manche Figuren etwas blass, aber andere haben mich mit ihrer Freundlichkeit und ihren Eigenheiten definitiv überzeugt.

Die Lovestory selbst ist ziemlich slow und definitiv auch für alle geeignet, die Spice nicht gerne lesen. Obwohl man hier und da einen fast schon zu langen Atem braucht, habe ich die Lovestory sehr unterhaltsam gefunden.

Am Ende des Buches hätte ich mich aber noch über einen Epilog gefreut, vielleicht als Bonuskapitel zu Silvester oder auch ein 25. Türchen. Denn darüber, was für Charlie nach ihrem Happy End folgt, erfahren wir leider nichts.

Mein Fazit:
WINTER WONDER LOVE ist eine unterhaltsame, weihnachtliche Liebesgeschichte, die mir den Dezember versüßt hat. Ich kann sie definitiv weiterempfehlen und vergebe 4 von 5 Sternen. Wegen der hochwertigen, hübschen Aufmachung eignet sich das Buch außerdem perfekt als Geschenk für alle Romantiker:innen!

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Wer prickelnde Friends to Lovers liebt, ist mit diesem Buch bestens bedient

Fake Roomie
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»Alle sagen immer, das Leben sei jetzt und dass man nach von blicken solle. Aber manchmal muss man in der Vergangenheit blättern, um sein Happy End zu bekommen.«

Darum geht es:
Amy und Cameron waren noch ...

»Alle sagen immer, das Leben sei jetzt und dass man nach von blicken solle. Aber manchmal muss man in der Vergangenheit blättern, um sein Happy End zu bekommen.«

Darum geht es:
Amy und Cameron waren noch Kinder, als Amys Familie samt Cams bestem Freund bei einem Brand starb. Seit diesem Schicksalsschlag sind Amy und Cam beste Freunde und Amy weiß, dass Cam immer für sie da ist. So auch, als Amys früheres Elternhaus zum Verkauf steht. Denn die Eigentümerin verkauft nur an Paare und kurzerhand geben sich die Freunde als Verlobte aus.
Doch die ungewohnte Nähe bringt Amy zu grübeln. Liegt Cams Fürsorge wirklich nur an ihrer Freundschaft? Und wieso überhaupt interessiert sie das auf einmal?

Meine Meinung:
Nach einer etwas längeren Leseflaute war FAKE ROOMIE endlich mal wieder ein Buch, das mich so richtig fesseln und begeistern konnte. Hätte die Zeit es mir erlaubt, hätte ich die Geschichte wohl sogar in einem Rutsch durchgelesen. Denn einmal angefangen, war ich so in der Story drin und fühlte mich derart mit Cam und Amy wohl, dass ich einfach nicht mehr aufhören wollte zu lesen.

Die Geschichte wird mit wechselnder Perspektive zwischen den beiden Hauptfiguren erzählt, wobei in der ersten Hälfte das Spannende ist, dass Cams Kapitel stets von vergangenen Stationen ihrer Freundschaft erzählen. Ich muss aber sagen, dass es mir deshalb lange schwergefallen ist, den Cam von damals mit dem heutigen Cam zu verbinden. Und ja, die Wandlung vom dürren Außenseiter zum erfolgreichen CEO und attraktiven Aufreißer ist auch ziemlich klischeehaft. Aber gut ... Beim Lesen hat man so die Möglichkeit mitzurätseln, wie viel vom alten Cam im neuen steckt – oder vielleicht sogar umgekehrt, wie viel neuer Cam damals schon in dem Teenager steckte.

Insgesamt mochte ich beide Hauptfiguren sehr gerne, aber sie sind nicht die Art von Figuren, in die man sich unbedingt hineinversetzen kann. Schließlich haben sie einen sehr exzessiven, exklusiven Lifestyle. Trotzdem waren ihre Gefühle stets greifbar und verständlich und beide haben ihre Päckchen zu tragen, was eine Prise Tiefgang und Ernst in die Geschichte einbringt. Vor allem fehlt es dem Roman aber nicht an Humor, denn Cam und Amy haben einen lockeren, lustigen Umgang miteinander und lieben es, sich gegenseitig aufzuziehen und auf den Arm zu nehmen. Insgesamt könnte die Chemie zwischen den beiden nicht besser und prickelnder sein und ich fand es einfach sooo süß, ihren Weg aufeinander zu zu begleiten.

Die Storyline ist nichts Neues aber eine Art von Geschichte, die ich immer wieder gerne lese. Friends to Lovers kombiniert mit ein bisschen Forxed Proxitimity und garniert wird das Ganze mit dem vorsichtigen Eiertanz von Amy und Cam – aufeinander zu und wieder voneinander weg. Die etwas langsamerer Storyline ist natürlich Geschmackssache, aber für mich macht sie das Friends to Lovers-Trope einfach aus und genau das finde ich auch so unterhaltsam daran.

Mein Fazit:
FAKE ROOMIE ist meiner Meinung nach geradezu ein Must-Read für alle Fans von Friends to Lovers. Auch wenn die Storyline selbst das Rad nicht neu erfindet, überzeugt der Roman mit der grandiosen Chemie zwischen Cam und Amy, ihrer süßer bis spicy Lovestory und hohem Unterhaltungswert. Sicherlich hätte man auf das ein oder andere Klischee verzichten können und manche Schwachstellen habe ich auch entdeckt. Aber meinen Wunsch nach einer unterhaltsamen Liebesgeschichte hat FAKE ROOMIE definitiv erfüllt und so vergebe ich 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.

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