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Veröffentlicht am 22.09.2024

Ein wunderschönes, originelles Abenteuer, das zeigt, dass auch für die Kleinsten nichts unmöglich ist

Earhart
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Darum geht es:
Die kleine Wühlmaus liebt es zu tüfteln und zu bauen. Ihr Freund bringt ihr dazu regelmäßig allerlei Krimskrams vorbei, den er bei den Menschen stibitzt hat. Und eines Tages bringt er eine ...

Darum geht es:
Die kleine Wühlmaus liebt es zu tüfteln und zu bauen. Ihr Freund bringt ihr dazu regelmäßig allerlei Krimskrams vorbei, den er bei den Menschen stibitzt hat. Und eines Tages bringt er eine Briefmarke mit dem Bild einer riesigen Katze mit. Die kleine Wühlmaus ist angesichts dieses Tiers zugleich besorgt und neugierig – ihre Abenteuerlust ist auf jeden Fall geweckt.
Was mit dem Plan beginnt, herauszufinden, ob solch riesige Katzen existieren, wird zu dem Wunsch, nach Afrika zu fliegen. Und am Ende baut die kleine Wühlmaus selbst ein Flugzeug und macht sich zu einer Weltumrundung auf.
Das Abenteuer dieser kleinen Wühlmaus hält so manch Überraschung und große Hürde bereit – der Wille der kleinen Maus ist jedoch größer!

Meine Meinung:
Handlung: Ob EARHART (wie für mich) das erste Mäuseabenteuer ist, oder ob man die Reihe bereits liebgewonnen hat: Die Idee ist genial und wurde spannend und unterhaltsam umgesetzt. Die Entwicklung der kleinen Wühlmaus von einer Erfinderin unter der Erde zu einer Pilotin, die hoch über den Wolken die Welt erkundet und so ihren eigenen Weg geht, ist wunderschön zu verfolgen. Das Abenteuer steckt dabei voller Kreativität und Finesse, denn wann hat man schon die Möglichkeit, die Welt aus der Perspektive der Kleinsten zu betrachten?! Ebenso lobenswert finde ich die Themen, die Torben Kuhlmann mittels der Mausewelt vermittelt. Es geht darum, Mut zu haben – aber keinen Übermut. Dass man an sich und die eigenen Fähigkeiten glauben soll. Dass man nicht allen gefallen muss. Und dass kein Traum zu groß ist.

Erzählstil: Die Geschichte wird mit kurzen Sätzen in vielen kurzen Kapiteln erzählt, was mir sehr gefallen hat. Gerade für die Kleinen ist dies perfekt, um die Story stückchenweise zu lesen oder in angenehmem Umfang das Selbstlesen zu üben. Trotzdem würde ich gerade bei den jüngeren Kids empfehlen, die Geschichte zumindest beim ersten Mal mit den Eltern zu lesen. Vermutlich sind einzelne Worte noch etwas kompliziert und bei den Bildern sind (passend zum amerikanischen Handlungsort natürlich) Schriftzüge in Englisch gehalten.
Was mir besonders gut gefallen hat, war der atmosphärische, bildreiche Schreibstil. Durch ihn wirkt es, als könnte man die Bilder mit allen Sinnen erleben und man fühlt sich mitten im Geschehen.
Womit ich Schwierigkeiten hatte, waren die Übergänge zwischen den Kapiteln, wobei hier doppelseitige Bilder eine erzählende Rolle übernehmen. An sich finde ich das – gerade auch für die Kids – toll. Die Kapitelanfänge fühlten sich deshalb allerdings etwas holprig an.

Gestaltung: Die Illustrationen sind, ich kann es nicht anders sagen, zum Niederknieen. Ich wollte das Buch zu einem Großteil wegen den wunderschönen Bildern lesen und ansehen, und wurde nicht enttäuscht. Man sieht jeder einzelnen Zeichnung an, wie viel Herzblut und Liebe zum Detail darin steckt. Die Bilder fangen die Atmosphäre perfekt ein – auch durch die Farbgebung, die der Geschichte den Charme des Vergangenen verleiht.

Mein Fazit:
EARHART war das erste Mäuseabenteuer für mich – aber es wird nicht das letzte gewesen sein. Das Abenteuer packt alle kleinen und großen Abenteurer:innen und beteuert eine tolle Botschaft: Auch für die Kleinsten ist nichts unmöglich! Und das ist nicht die einzige wichtige Botschaft, die die Handlung kindgerecht vermittelt.
Ebenso großes Lob habe ich für die wunderschönen Illustrationen. Sie sind zum Verlieben. Einzig zum Erzählstil habe ich einen kleinen Kritikpunkt, wodurch ich bei der Bewertung einen halben Stern abziehe. Aber diese 4,5 Sterne werde ich bei entsprechenden Portalen sehr gerne zu verdienten vollen 5 Sternen aufrunden!

Gestaltung: 1000/5 Sterne
Handlung: 5/5 Sterne
Erzählstil: 4,5/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.09.2024

Wenig originell, aber einfach unterhaltsam

A Single Dad for Christmas
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A SINGLE DAD FOR CHRISTMAS ist eine kurze, weihnachtliche Lovestory und der erste Band der Trilogie um die Holiday-Brüder Maddox, Heath und Tobias.

Darum geht es:
Maddox ist als erfolgreicher Geschäftsmann ...

A SINGLE DAD FOR CHRISTMAS ist eine kurze, weihnachtliche Lovestory und der erste Band der Trilogie um die Holiday-Brüder Maddox, Heath und Tobias.

Darum geht es:
Maddox ist als erfolgreicher Geschäftsmann und alleinerziehender Vater immer auf die Hilfe von Nannys angewiesen. Als die Nanny für die Feiertage kurzfristig absagt, ist Maddox froh, in seiner Heimat schnell Ersatz zu finden. Dass Natalie gar keine Fremde für ihn ist, entgeht Maddox auf den ersten Blick. Aber immerhin ist Weihnachten die Zeit der Liebe und der Wunder!

Meine Meinung:
Handlung: Liebesgeschichten über die Nanny und den Single Dad lese ich immer wieder gerne und es ist zwar nie die Neuerfindung des Rades, aber einfach eine unterhaltsame Liebesgeschichte. Diese hier kommt dazu in weihnachtlichem Gewand daher und so hat dieses Ebook die Saison der Weihnachtsbücher für mich eingeläutet. Die Story war kurzweilig und dementsprechend schnell gelesen. Das Buch hat nur knapp 200 Seiten, wodurch die Storyline recht geradlinig ist. Mir hat das gefallen, denn so war die Handlung nicht überladen und kam ohne unnötiges Drama aus. Mein Highlight der Handlung war der frische Wind, den Maddox Tochter Violet in die Geschichte gebracht hat. Sie macht es ihrer neuen Nanny zunächst ziemlich schwer, was sehr witzig zu lesen war. Diese humorvollen Passagen hätten gerne sogar noch länger andauern können.

Setting: Ich fand die weihnachtliche Stimmung schön eingefangen und die ausführlichen Szenen über eine gewisse Weihnachtsfeier sorgten für festliche Atmosphäre. Die bildreich beschriebene Architektur hat geholfen, sich in der Geschichte zu vertiefen. Trotzdem ist dies nicht das weihnachtlichste Buch ist, das ich kenne – es ist einfach eine Lovestory mit einem Hauch von Weihnacht.

Schreibstil: Im Großen und Ganzen fand ich den Schreibstil angenehm zu lesen. Die wechselnde Perspektive zwischen Natalie und Maddox fand ich gelungen und die Ich-Perspektive machte die Figuren nahbar. Stellenweise war die Erzählung aber nicht ganz stimmig, widersprüchlich oder wirkte (vielleicht aufgrund der Übersetzung?!) fehlerhaft.

Figuren: Die Hauptfiguren Maddox und Natalie sind sympathisch und lieb. Ich mochte sie gerne, fand sie aber etwas flach gestaltet. Bei einer Geschichte mit geringem Umfang drücke ich hier aber ein Auge zu, weil es wenig Kapazität dafür gibt, die Figuren samt ihren Ecken, Kanten und Macken vorzustellen.
Die Anzahl an Nebenfiguren fand ich passend und sie haben sich schön in die Geschichte eingefügt. Maddox Brüder waren mir ebenfalls sympathisch, weshalb ich die weiteren Bände der Trilogie lesen möchte.

Gefühl: Die Lovestory zwischen Natalie und Maddox ist nicht zu hundert Prozent bei mir angekommen, eher zu siebzig. Lange Zeit war sehr wenig los und am Ende verlief vieles schnell und oberflächlich.

Mein Fazit:
Mit A SINGLE DAD FOR CHRISTMAS habe ich ein paar gemütliche, unterhaltsame Lesestunden verbracht und diese sehr genossen. Die Story ist kein Must-Read und gerade durch den knappen Umfang muss man an manchen Stellen ein Auge zudrücken können. Aber wer einem netten, reichen Single Dad samt seiner einfallsreichen Tochter nicht widerstehen kann, wird sicherlich Spaß an der Geschichte haben. Ich vergebe 3,5 von 5 Sterne.

Cover: 1/5 Sterne
Handlung: 3,5/5 Sterne
Schreibstil: 4/5 Sterne
Figuren: 3,5/5 Sterne
Gefühl: 3,5/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.09.2024

Ein besonders lesenswerter „Underdog“-Liebesroman

Unverbesserlich stur
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Darum geht es:
Mad Creek ist keine normale amerikanische Kleinstadt – sie ist die Heimat von Gestaltenwandlern. Daher ist Lance Beaufort nicht nur Sheriff, sondern als Border Collie zugleich Beschützer ...

Darum geht es:
Mad Creek ist keine normale amerikanische Kleinstadt – sie ist die Heimat von Gestaltenwandlern. Daher ist Lance Beaufort nicht nur Sheriff, sondern als Border Collie zugleich Beschützer aller Hunde/Menschen seines Rudels. Als Tim in der Stadt auftaucht, riecht Lance die Gefahr geradezu … und beginnt, Tim hinterher zu schnüffeln. Dieser ist aber nicht begeistert davon, den Polizisten ständig um sich zu haben, weshalb Lance ihm künftig Besuche in Hundegestalt abstattet.
Doch je länger Lance auf diese Art Zeit mit Tim verbringt, desto größer wird der Wunsch in ihm, auch als Mensch Zeit mit dem sympathischen Gärtner zu verbringen.

Meine Meinung:
Auf UNVERBESSERLICH STUR bin ich völlig zufällig gestoßen und ich habe mich direkt in die Storyidee verliebt. Ich habe inzwischen schon die ein oder andere Gestaltenwandler-Geschichte gelesen, aber dass die Figuren die Gestalt eines Hundes annehmen, war mir neu. Ich liebe Hunde (und habe eine große Schwäche für Gay-Romance), weshalb ich das Buch direkt gekauft habe. Und diese Entscheidung habe ich keine Sekunde bereut.

Die Thematik von Gestaltenwandlern mag nach Fantasy klingen, aber Fantasy ist in keiner Weise Bestandteil der Geschichte. Stattdessen ist UNVERBESSERLICH STUR eine liebenswerte Gay-Romcom durch und durch, die eben auf einer besonders kreativen und nicht ganz realistischen Idee basiert.

Aber gerade diese Idee von Hundmenschen (oder wenn man so will Menschhunden) ist einfach genial und toll umgesetzt. Im Buch wird das Konzept dieser Figuren noch genauer erklärt, weshalb ich hier nicht zu viel vorwegnehmen möchte. Aber so viel muss ich sagen: Diese Idee ist sooo süß und absolut was fürs Herz und für alle Romantiker:innen.

Die Figuren haben mir super gefallen. Tim ist ein sehr unsicherer Charakter und beim Lesen war ich richtig stolz auf seine Entwicklung. Seine Unsicherheiten machen ihn nahbar und ich hatte ihn ganz doll lieb. Lance ist ein perfekter Gegenpol zu Tim. Zunächst wirkt der Polizist total selbstsicher, aber auch er hat seine Ängste und Schwächen. Anfangs scheint Lance stur und dickköpfig, aber eigentlich kann man ihn nur gernhaben. Die Dynamik der beiden Figuren war passend und es machte richtig Spaß, ihre Geschichte zu lesen.

Die Nebenfiguren sind ein herrlich schräger Haufen, die dem Klischee einer verrückten, heimeligen Kleinstadt alle Ehre machen. Außerdem mischen sie die Handlung toll auf und sorgten bei mir für die ein oder andere Überraschung und unerwartete Wendung oder Auflösung.

Mein Fazit:
UNVERBESSERLICH STUR ist alles andere als ein populärer Liebesroman, aber ich bin mir ganz sicher, dass viele von euch wundervolle Lesestunden in Mad Creek verbringen können. Ich bin jedenfalls richtig vernarrt in die extravagante Kleinstadt und möchte unbedingt im nächsten Band über eine bisherige Nebenfigur dorthin zurückkehren. Für Band eins gibt es von mir sehr lesenswerte 4 von 5 Sterne und eine ausdrückliche Leseempfehlung für alle mit einem Herz für Hunde und einem Hang zur Romantik.

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Veröffentlicht am 13.09.2024

Storyline zum Schmunzeln trifft auf Lovestory zum Schwärmen

Fake Out - Homerun für zwei
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»Die Frauen haben schon recht, Männer sich echt kompliziert.«

Darum geht es:
Maddox hat erfahren, welche Auswirkungen eine einzige kleine Lüge haben kann – und jetzt denkt seine gesamte Heimatstadt, er ...

»Die Frauen haben schon recht, Männer sich echt kompliziert.«

Darum geht es:
Maddox hat erfahren, welche Auswirkungen eine einzige kleine Lüge haben kann – und jetzt denkt seine gesamte Heimatstadt, er wäre schwul. Und dann lädt seine Ex-Freundin und der Grund seiner Lüge ihn auch noch zu ihrer Hochzeit ein – samt Anhang. Kurzerhand überredet er den Bruder seiner besten Freundin, seinen Partner zu spielen. Damon ist zunächst nicht begeistert von der Idee, denn mit Heteros hat er Erfahrungen gemacht, die er nicht wiederholen will.
Doch was als Deal und Lüge beginnt, ist bald viel mehr. Haben Damon und Maddox auch in der Realität eine Chance?

Meine Meinung:
Handlung: FAKE OUT beginnt als eine ziemlich klassische Fake Dating-Lovestory, die alle Kriterien einer unterhaltsamen Romcom erfüllt. Während der Fake Dating-Trope eher als Aufhänger der Geschichte dient, bleibt der Unterhaltungswert die gesamte Geschichte über erhalten. Dieser Roman war wahrscheinlich die lustigste Gay-Romance, die ich bisher gelesen habe und der Humor hat dazu beigetragen, dass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen konnte und wollte.
Die Geschichte hat gute, wenn auch eher seichte Themen. Sie kratzt nicht nur an der Oberfläche, ist aber keine Story, die man aufgrund des Tiefgangs liest. Ich fand die erste Hälfte des Buches interessanter zu lesen als die zweite, weil anfangs noch mehr los war und die Handlung später recht ruhig wird. Zum Ende hin passiert trotzdem nochmal einiges – vielleicht hätte man die Storyline etwas ausgeglichener gestalten können. Insgesamt fand ich die Storyline aber gelungen.

Lovestory: Das Buch ist kurzweilig und einer der kürzeren Liebesromane. Die Lovestory kommt deshalb schon relativ früh in Fahrt, doch ich empfand hier nichts als überstürzt oder zu früh. Die Lovestory war einfach nur süß, romantisch, teilweise auch ziemlich spicy und toll zu lesen.

Figuren: Die Hauptfiguren Maddox und Damon waren mir sehr sympathisch. Sie sind recht unterschiedlich – Maddox hat etwas sehr Chaotisches an sich, Damon ist hier viel überlegter und ruhiger – aber sie passen einfach super zusammen und ergänzen sich. Ihre Dynamik fand ich super, weil sie immer füreinander da sind und einander unterstützen.

Ein dickes Plus gibt es für die Nebenfiguren. Die Freunde von Damon und Maddox fand ich toll und nun freue ich mich riesig auf Band zwei der Reihe, in dem zwei Nebenfiguren ihre eigene Geschichte erhalten.
Etwas seltsam und unsensibel fand ich im Verlauf der Geschichte Damons Schwester … sie war nicht so mein Fall.

Schreibstil: Der Roman wird in der Ich-Form mit wechselnder Perspektive zwischen Maddox und Damon erzählt, was sich angenehm und flüssig liest. Ich mochte beide Perspektiven gleich gerne und die Wortwahl war abwechslungsreich.
Es gab allerdings ein paar wenige Stellen, an denen mich die Erzählung verwirrt hat, da sie widersprüchlich war. Ich bin mir nicht sicher, ob dies ein Logikfehler in der Storyline war oder an einer falschen Übersetzung lag.

Mein Fazit:
FAKE OUT – HOMERUN FÜR ZWEI ist eine sehr lesenswerte Gay-Romance-Romcom, die Spaß und Lust auf mehr macht. Das letzte Fünkchen zu vollen 5 Sternen hat für mich noch gefehlt, weil der Fokus einfach auf dem Unterhaltungswert und nicht der Genauigkeit und dem Tiefgang liegt. Meine 4, 5 von 5 Sterne sind aber auf jeden Fall verdient und ich kann es kaum erwarte, mehr von der Autorin zu lesen.

Cover: 4,5/5 Sterne
Handlung: 3,5/5 Sterne
Figuren: 4/5 Sterne
Schreibstil: 4,5/5 Sterne
Unterhaltungswert: 5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 09.09.2024

Interessante Erzählung über die Formel 1 und ausbaufähige Romanze

Heart Racing
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Darum geht es:
Es ist die erste Saison in der Formel eins für Liam und Ronja. Auf dem Rennfahrer und der Renningenieurin lastet viel Druck – und ihren eigenen Ehrgeiz darf man ebenfalls nicht unterschätzen. ...

Darum geht es:
Es ist die erste Saison in der Formel eins für Liam und Ronja. Auf dem Rennfahrer und der Renningenieurin lastet viel Druck – und ihren eigenen Ehrgeiz darf man ebenfalls nicht unterschätzen. Schließlich wollen sie ihr Talent beweisen. Die beiden sind sich so ähnlich, in ihrer vergleichbar schwierigen Situation könnten sie einander unterstützen. Doch stattdessen fliegen in hitzigen Diskussionen die Fetzen zwischen ihnen. Können sie erkennen, dass sie viel mehr als Feinde sein könnten? Oder werden sie mit ihren Streitereien noch ihre Karrieren aufs Spiel setzen?

Meine Meinung:
Idee und Umsetzung: HEART BREAKING ist der erste Liebesroman, den ich über das Thema Formel 1 gelesen habe und ich möchte direkt klarstellen, dass ich absolut kein Experte in dem Themengebiet bin. Wenn es euch ähnlich geht, ist mein Tipp auf jeden Fall, das Glossar am Ende des Buches nicht zu übersehen. Dieses bietet eine gute Grundlage an Formel-1-Wissen. Das Glossar hätte aber gerne noch etwas umfangreicher sein dürfen, beziehungsweise hätten mir auch mehr Erklärungen innerhalb der Geschichte gut gefallen. Alles in allem fand ich das Thema Formel 1 aber gelungen, interessant und informativ umgesetzt.
Hinzu kommen die weiteren Themen, den die Hauptfiguren mitbringen. Frauen in der Formel 1 mittels Ronja, sowie der Druck von diversen Seiten, welcher auf den Profis lastet. Diese Themen waren ebenfalls sehr gelungen umgesetzt, kratzten nicht nur an der Oberfläche, sondern gingen ins Detail.

Setting: Das Setting wechselt in der Geschichte häufig und regelmäßig, da die Rennen stets in anderen Städten und Ländern stattfinden. Diese Settingwechsel bringen einerseits eine gewisse Schwierigkeit, da zusätzliche Beschreibungen nötig sind – andererseits bieten sie tolle Möglichkeiten, die Orte mit Worten einzufangen. Leider kamen die Beschreibungen zu kurz. Wie auch bei den Erklärungen zum Formel-1-Thema, waren die Worte zu den verschiedenen Orten und Strecken viel zu knapp. Je weiter ich las, desto mehr verschwammen die verschiedenen Stationen in meinem Kopf und rückblickend blieb bei mir nicht viel hängen.

Erzählstil: Schon der erste Blick ins Buch löste neugierige Begeisterung in mir aus. Der Roman wird nicht in Kapiteln, sondern in Rennwochenenden erzählt. Innerhalb der Kapitel gibt es zusätzlich Perspektivwechsel, sodass die Kapitel nicht zu langatmig werden und man sowohl Ronja, als auch Liam ausführlich kennenlernen kann. Die Idee fand ich kreativ und passend zur F1-Thematik. Doch in der Umsetzung erkannte ich nach einigen Kapiteln eine Schwäche: Rennen finden meist in einem Abstand von 14 Tagen statt – zwischen den einzelnen Kapiteln lag also stets mindesten eine Woche. Beim Lesen fühlten sich die Kapitelenden oft abrupt an, die Kapitelübergänge verliefen nicht glatt und die ganze Storyline wirkte bröckelig und holprig. Ein Lesefluss konnte sich bei mir nur schwer einstellen.

Figuren: Die stückchenweise Erzählweise hatte Auswirkungen darauf, wie ich die Protas wahrnahm, denn die zeitlichen Lücken in der Erzählung machten es schwer, sie wirklich zu kennen und zu verstehen. Ich nahm Liam und Ronja nicht als runde Personen, sondern als eine Vielzahl von Momentaufnahmen wahr. Einen richtigen Draht zu den Figuren hatte ich daher nicht – und durchweg sympathisch waren mir die beiden ebenfalls nicht. Ronja ist an sich eine selbstbewusste, moderne junge Frau mit viel Talent und großen Zielen. Oft war sie mir aber zu zickig oder dramatisch. Und Liam war ein Fall für sich. Er hat mit einigen Problemen zu kämpfen und seine Lösungsansätze sind … nun, ich kann sein Handeln durchaus nachvollziehen, aber ich konnte ihn als Charakter nicht immer verstehen.

Ein Plus gibt es aber für die sympathischen Nebenfiguren, denen der Schwung in der Geschichte zu verdanken ist.

Lovestory: Da ich keine wirkliche Verbindung zu Liam und Ronja hatte, ist es wenig überraschend, dass ich die Liebesgeschichte nicht zu greifen bekam. Die Lovestory wurde ziemlich schlicht erzählt und war mit der übrigen Handlung gefühlt zweitrangig.

Mein Fazit:
HEART RACING ist eine Geschichte mit vielen genialen Ansätze und Ideen, die manchmal toll umgesetzt sind, oft jedoch ausbaufähig sind. Ich denke, dass weichere Übergänge durch zusätzliche Passagen zwischen den Kapiteln/Rennen einen großen Unterschied für den Roman gemacht hätten und vieles anders gewirkt hätte. Insgesamt hätten dem Buch mehr Seiten mehr Tiefe und mehr Feeling verliehen. So wie sie ist, bewerte ich die Geschichte mit ausbaufähigen 3 von 5 Sternen.

Handlung: 3,75/5 Sterne
Schreibstil: 3/5 Sterne
Setting: 3,25/5 Sterne
Figuren: 3/5 Sterne
Gefühl: 2,5/5 Sterne

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