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knetbert

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2018

Eine Seefahrt, die ist lustig...

Woman in Cabin 10
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Eine Seefahrt, die ist lustig...

Gut, diese „Seefahrt“ jetzt nicht so sehr, zumindestens nicht für Lo Blackwood...
Sie ist Journalistin und nimmt an der Jungfernfahrt eines exklusiven Luxuskreuzfahrtschiffs ...

Eine Seefahrt, die ist lustig...

Gut, diese „Seefahrt“ jetzt nicht so sehr, zumindestens nicht für Lo Blackwood...
Sie ist Journalistin und nimmt an der Jungfernfahrt eines exklusiven Luxuskreuzfahrtschiffs durch die norwegischen Fjorde teil - ein wahr gewordener Traum..!
Doch in der ersten Nacht auf See erwacht sie von einem Schrei aus der Nachbarkabine und hört, wie etwas ins Wasser geworfen wird. Etwas Schweres – wie ein menschlicher Körper. Sie alarmiert den Sicherheitsoffizier.
Aber die Nachbarkabine ist leer, ohne das geringste Anzeichen, dass hier jemand wohnte. Die junge Frau aus Kabine 10, mit der Lo noch am Vortag gesprochen hat, scheint nie existiert zu haben.

Wo ist die mysteriöse Frau hin ? Denn dass sie existiert, da ist sich Lo absolut sicher. Mit dieser Einschätzung ist sie aber auch recht alleine...

Die Idee fand ich sehr gut, nur:
Die Auflösung war mir dann aber leider doch zu vorhersehbar – ich hatte diese Idee schon im Hinterkopf, seit die Krankheit erwähnt wurde (viel mehr möchte ich nicht sagen dazu, sonst verrate ich vielleicht auch zuviel...) und fand mich dann am Ende nur noch bestätigt...
Eine mehr/eher überraschendere Auflösung hätte mir daher besser gefallen und ich ziehe deshalb 1,5 Sterne ab, vergebe also insgesamt 3,5 Sterne ~ aufgerundet auf 4 allerdings,weil mir 3 Sterne doch zu wenig erscheint, denn insgesamt fand ich das Buch ja nicht schlecht und bis auf das Ende auch wirklich spannend.

Veröffentlicht am 21.02.2018

True Crime as its best

Wolfswut
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„True Crime“ sehe ich mir im TV schon gerne ab und an mal an und habe dank Michael Tsokos auch schon in Bücherform spannende Stunden damit verbracht.
Er schrieb ja auch zusammen mit Andreas Gößling, der ...


„True Crime“ sehe ich mir im TV schon gerne ab und an mal an und habe dank Michael Tsokos auch schon in Bücherform spannende Stunden damit verbracht.
Er schrieb ja auch zusammen mit Andreas Gößling, der nun dieses Buch alleine verfasst hat. Und das ebenso gut wie vorher mit Tsokos, wie ich finde.
Ein paar harmlos aussehende Fässer aus dem Nachlass ihres verstorbenen Vaters verwandeln das Leben von Lotte Soltau in einen Trümmerhaufen: In den Fässern lagern fünf brutal zerstückelte Frauen, teilweise müssen die Verstümmelungen bei lebendigem Leib zugefügt worden sein. Während Lotte noch versucht zu begreifen, wie ihr Vater, ein geselliger, musisch begabter Mann, zu solchen Taten fähig sein konnte, geschieht ein neuer grausiger Mord, diesmal an einem 16-jährigen Jungen. Und die Tat trägt eindeutig die Handschrift des toten Soltau …
Eine ganz besondere Herausforderung für Hauptkommissarin Kira Hallstein vom LKA Berlin, die erstmals mit ihrem jungen bayrischen Kollegen Max Lohmeyer ermittelt. Nicht allein die Brutalität und Komplexität des Falles sind es, die ihr zu schaffen machen. Seit ihrer Jugend versucht sie das spurlose Verschwinden ihres Bruders zu verkraften. Der damals ebenfalls ein Teenager war.
Wenn man bedenkt, dass diese Geschichte keine fiktive ist, ist sie meiner Meinung nach noch viel grausamer als ohnehin schon. Der Autor schont den Leser auch nicht, erzählt schonungslos und authentisch, aber das erwarte ich bei „True Crime“ natürlich auch.
Das Leben erzählt eben doch die „besten“/spannendsten Geschichten.
Diese ist wirklich fesselnd bis zum Ende. Der Autor schafft es, die Story so spannend zu präsentieren, wie man das auch dem TV bei entsprechenden Sendungen auch kennt und genau wie ich das auch mag. Sehr gut geschrieben !

Veröffentlicht am 29.11.2017

Zu langatmig

The Ending - Du wirst dich fürchten. Und du wirst nicht wissen, warum
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Zu langatmig
Ich bin großer Fan von Stephen King und wurde durch die Werbung „Der Überraschungs-Hit des Kanadiers Iain Reid - subtiler Psycho-Horror für Fans von Stephen King und Hitchcock“ auf dieses ...

Zu langatmig
Ich bin großer Fan von Stephen King und wurde durch die Werbung „Der Überraschungs-Hit des Kanadiers Iain Reid - subtiler Psycho-Horror für Fans von Stephen King und Hitchcock“ auf dieses Buch aufmerksam.

Für mich war es allerdings dann doch leider eher ein „Psychogramm“ als eine Psychothriller... Ich hatte einfach etwas Anderes erwartet.

Die Geschichte, in der eine junge Frau mit ihrem neuen Freund Jake durch das winterliche Kanada fährt, war für mich leider etwas zu langatmig und ich habe immer darauf gewartet, dass noch was passiert...
Dass es spannender wird...
Dass vielleicht noch eine Wendung eintritt, die der Geschichte den nötigen „Pfiff“ gibt...
Leider trat all das nicht ein, jedenfalls nicht für mich...

Klappentext
Eine Frau fährt mit ihrem neuen Freund Jake durch die winterliche Weite Kanadas. Trotz ihrer besonderen Verbindung denkt sie darüber nach, die Sache zu beenden. Und während draußen die Dämmerung das einsame Land in Dunkelheit hüllt, werden drinnen im Wagen Gespräche und Atmosphäre immer unheimlicher: Weshalb hält die Erzählerin einen Stalker vor Jake geheim, der ihr seit längerem Angst macht? Warum gibt Jake nur bruchstückhaft etwas von sich preis?
Wort für Wort steigt aus den Seiten ein kaum greifbares Unbehagen auf, denn eines ist von vornherein klar: Das junge Paar steuert unaufhaltsam in die Katastrophe ...

Die Atmosphäre ist durchaus düster und auch nicht schlecht, aber für mich war die Geschichte leider nicht fesselnd genug. Da hat mir soviel gefehlt...

Ich stimme der „Chigago Tribune“ absolut zu: dieses Buch ist „Ein raffiniertes, stilistisch brillantes Psycho-Drama über Identität, menschliche Abgründe, Einsamkeit und Wahn“ - aber eben leider kein Psychothriller, wie ich ihn mir gewünscht hatte und wie ich das bei diesem Genre auch gewohnt bin...

Veröffentlicht am 29.11.2017

Weihnachten und die lieben Verwandten

Geheimnis in Rot
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Ach herrje ja, wer kennt das nicht: an Weihnachten muss man teilweise mit Leuten zusammensitzen und friedlich-fröhlich vor sich hin feiern, die man ansonsten das ganze Jahr eher zum teufel Jagen möchte. ...

Ach herrje ja, wer kennt das nicht: an Weihnachten muss man teilweise mit Leuten zusammensitzen und friedlich-fröhlich vor sich hin feiern, die man ansonsten das ganze Jahr eher zum teufel Jagen möchte. Jeder hat doch irgendwo so einen Verwandten – oder im schlimmsten Fall gleich mehrere...

Auch Tante Mildred weiß um die Gefahr, Weihnachten die Verwandten an einem Tisch zu versammeln...
Das traditionelle Familienfest im Hause Melbury beginnt wenig beschaulich, als Sir Osmond von einem als Weihnachtsmann verkleideten Gast ermordet aufgefunden wird. Die Trauer der anwesenden Verwandtschaft hält sich jedoch in Grenzen, da Sir Osmond ein beträchtliches Erbe hinterlässt.
Jedes der eingeladenen Familienmitglieder zieht seinen Nutzen aus dem Tod des Patriarchen – nur der Weihnachtsmann, der genug Gelegenheiten hatte, den alten Herrn ins Jenseits zu befördern, besitzt kein Motiv.
Inmitten von Missgunst, Verdächtigungen und Abscheu stellt sich schließlich heraus: Es kann nicht nur einen verkleideten Weihnachtsmann gegeben haben.

Nicht, dass es bei uns Weihnachten auch Dramen gibt, ergo mussten wir uns auch von nichts ablenken („Dieser neuentdeckte Klassiker von Mavis Doriel Hay ist ein Muss für alle Krimifans und perfekt geeignet, von den eigenen Familiendramen an Weihnachten abzulenken“), aber dennoch ist dieser Klassiker einfach herrlich zu lesen.

Es kommt richtig Weihnachtsstimmung auf, weil die Autorin die Szenerie so lebhaft und lebensecht schildert, dass man das Gefühl hat, man säße mit den Leuten im Salon. Sowas mag ich immer sehr, wenn man in das Buch „eintauchen“ kann, fast schon Teil der Geschichte ist, weil alles so bildhaft beschrieben ist, als liefe ein Film vorm geistigen Auge ab. Und dieses Buch ist absolut zu Recht ein Klassiker ! 5 Sterne !

Veröffentlicht am 29.11.2017

Nur sechs Minuten

Crimson Lake
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Nur sechs Minuten
„Mehr braucht es nicht, um ein Leben zu ruinieren“ - laut der Werbung für diesen spannenden Thriller.
Ich würde ja sagen, manchmal braucht es dafür nur Sekunden – bei einem Verkehrunfall ...

Nur sechs Minuten
„Mehr braucht es nicht, um ein Leben zu ruinieren“ - laut der Werbung für diesen spannenden Thriller.
Ich würde ja sagen, manchmal braucht es dafür nur Sekunden – bei einem Verkehrunfall zum Beispiel – doch hier passt das mit den sechs Minuten natürlich...
Denn um 12.46 Uhr steht die 13-jährige Claire Bingley noch alleine einer Bushaltestelle – und um 12.52 Uhr ist sie verschwunden.
Sechs Minuten also tatsächlich...

In der Zwischenzeit hielt Ted Conkaffee mit seinem Wagen neben ihr – und schwupps, ist er der Hauptverdächtige...
Die Anklage gegen Detective Ted Conkaffey wird zwar aus Mangel an Beweisen fallengelassen, doch alle Welt glaubt zu wissen, dass einzig und allein er es gewesen ist, der Claire entführt hat.
Um der gesellschaftlichen Ächtung zu entgehen, zieht sich der Ex-Cop nach Crimson Lake, eine Kleinstadt im Norden Australiens, zurück.
Dort trifft er Amanda Pharrell, die ganz genau weiß, was es heißt, Staatsfeind Nr. 1 zu sein. Vor Jahren musste sie wegen angeblichen Mordes ins Gefängnis.
Nun tun sich die beiden Außenseiter zusammen und arbeiten als Privatdetektive. Ihr Fall: Ein berühmter Schriftsteller mit Doppelleben und kaputter Familie ist verschwunden, die örtliche Polizei behindert die Arbeit der beiden mit harschen Methoden. Dann platzt das Inkognito von Conkaffey, die Medien erzeugen Hysterie. Lynchstimmung macht sich breit.
Während er den Fall seiner neuen Partnerin wieder aufrollt und sie versucht, ihn zu entlasten, nimmt der Fall des Schriftstellers überraschende Wendungen …
Der Auftakt der neuen Serie von Candice Fox ist nicht nur spannend und fesselnd, sondern so vielversprechend, dass er absolut Lust auf weitere Bände macht.

Amanda und Ted sind – jeder auf seine Art und Weise – durchaus charismatische, interessante Persönlichkeiten und „tragen“ daher auch die Story ein Stück weit mit – die für sich alleine genommen aber schon sehr gut präsentiert und spannend ist. Aber gute „Ermittler“ sind meines Empfindens nach auch immer sehr wichtig und dann bitte keine „Wald und Wiesen-Detectives“, nicht 08/15-Schema, sondern mal was neues, frischer Wind eben. Und das ist hier erfreulicherweise der Fall, von daher vier Sterne für „Crimson Lake“ von mir.