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knetbert

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.01.2017

Brünhilde is back

Totenrausch
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und das zum letzten Mal, was einen fast schon rührselig stimmt, so hat man sich an diese außergewöhnliche Frau gewöhnt nach „Totenfrau“ und „Totenhaus“...

Dieses Mal ist sie auf der Flucht und will ...


und das zum letzten Mal, was einen fast schon rührselig stimmt, so hat man sich an diese außergewöhnliche Frau gewöhnt nach „Totenfrau“ und „Totenhaus“...

Dieses Mal ist sie auf der Flucht und will in Hamburg ein neues Leben beginnen, doch der Mann, dem sie das neue Glück zu verdanken hat, fordert ein, was sie ihm versprochen hat. Sie soll für ihn jemanden töten. Das Problem dabei ist nur, dass es sich um einen Menschen handelt, der ihr sehr ans Herz gewachsen ist …

Brünhilde Blum ist fast schon eine gute, alte Bekannte. Man kann sie mögen oder auch nicht, faszinierend ist sie auf jeden Fall...
Eine Protagonistin, die die Leser spalten dürfte.
Mir gefällt sie und ich bin fast schon traurig, dass es das letzte Buch von/mit ihr war. Oder kommt da vielleicht noch was, Herr Aichner ? Ich würde es lesen..!
Dieses Finale war jedenfalls wirklich sehr würdig.




Veröffentlicht am 16.01.2017

Lokalkolorit gefällt mir hier doch mal....

Die Stille der Lärchen
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Krimis mit Lokal-Kolorit – „Ach Du, meine Güte !“ ist da eigentlich immer meine erste Reaktion. Einfach, weil ich schon so unfassbar grausig langweilige und -atmige gelesen habe...
Aber dieses hier stellte ...

Krimis mit Lokal-Kolorit – „Ach Du, meine Güte !“ ist da eigentlich immer meine erste Reaktion. Einfach, weil ich schon so unfassbar grausig langweilige und -atmige gelesen habe...
Aber dieses hier stellte eine angenehme Ausnahme dar.
Der Klappentext
Am Rande eines 300-Seelen-Dorfes wird an einem Frühlingsmorgen die Leiche eines Mädchens entdeckt. Blutüberströmt liegt sie bei den Urlärchen von St. Gertraud, die jedes Kind in Südtirol kennt. Generationen lang haben die Bäume allem getrotzt, Wind, Wetter und den Menschen; unter ihren Wurzeln soll sich der Eingang zur Hölle befinden. In ihrem neuen Fall ermitteln Grauner und Saltapepe im Ultental, dessen Bewohner schweigsam, stolz und gottesfürchtig sind. Erstaunlich schnell ist ein Geständiger gefunden: Haller, ein zugezogener Architekt. Die Dorfgemeinschaft aber sagt: Haller deckt nur seinen Sohn Michl, der seltsam ist und niemandem geheuer. Und auch Grauner ahnt, dass alles komplizierter ist. Zumal unweit des Tatorts altertümlich anmutende Schriftstücke gefunden werden. Sie könnten aus den verschollenen Tagebüchern eines berühmten Gastes der Ultentaler Heilbäder stammen. Und sie berichten von einem kaltblütigen Mord, der vor über hundert Jahren geschah. Einem Mord, der das Dorf bis heute umtreibt.
klingt ja schon recht spannend und das Buch hält auch, was dieser verspricht.
Die Figuren sind leicht schräg, aber ich muss mich auch nicht immer mit allen identifizieren, von daher ist das schon okay so.
Die Spannung ist eher „leiser Natur“, aber bei Krimis ist da ja meistens so und das hat mich hier auch nicht wirklich gestört.

Veröffentlicht am 23.12.2016

Überzeugend

Im Wald
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Nele Neuhaus gilt nicht umsonst als eine der größten deutschen Krimi-Schrifttellerinnen... Auch mit „Im Wald“ legt sie wieder einen grandiosen Krimi „aufs Tapet“, der mit 560 Seiten zwar kein Leichtgewicht ...

Nele Neuhaus gilt nicht umsonst als eine der größten deutschen Krimi-Schrifttellerinnen... Auch mit „Im Wald“ legt sie wieder einen grandiosen Krimi „aufs Tapet“, der mit 560 Seiten zwar kein Leichtgewicht ist, aber in meinem Fall dennoch sehr rasch ausgelesen war, weil er einfach so durchgängig geschrieben ist und das auch noch wirklich spannend und wendungsreich.
Somit hat mich auch Teil 8 der Reihe um Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein absolut überzeugt.
Kurz zur Geschichte:
Mitten in der Nacht geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. Oliver von Bodenstein und Pia Sander vom K11 in Hofheim ermitteln zunächst wegen Brandstiftung, doch bald auch wegen Mordes. Kurz darauf wird eine todkranke alte Frau in einem Hospiz ermordet. Bodenstein ist erschüttert, er kannte die Frau seit seiner Kindheit. Die Ermittlungen führen Pia und ihn vierzig Jahre in die Vergangenheit, in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwand. Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand - und für viele Ruppertshainer eine alte Geschichte, an die man besser nicht rührt. Es bleibt nicht bei zwei Toten. Liegt ein Fluch über dem Dorf?
Für mich sind die beiden Ermittler und die „Nebencharakter“, die immer wieder auftauchen, schon fast wie alte Freunde: man erkennt sie wieder, auch wenn man sie länger nicht gesehen hat und freut sich, dass man sie wieder um sich hat.
Beide haben auch einfach Charakter, sind besonders und nicht alltäglich ~ all das mag ich bei Protagonisten immer besonders gern, weil es das Bild um die Geschichte herum noch schön „abrundet“.
Alles in allem kann man(n) hier echt nur 5 Sterne vergeben und hoffen, dass Frau Neuhaus bald nachlegt..!

Veröffentlicht am 23.12.2016

Prima Buch

Der Blackthorn-Code - Das Vermächtnis des Alchemisten
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Heiltränke zubereiten, Codes entschlüsseln und ab und an eine kleine Explosion – das alles gehört zum Alltag von Christopher Rowe. Aber mit Sicherheit nicht Mord. Doch in diesen Tagen ist es gefährlich, ...

Heiltränke zubereiten, Codes entschlüsseln und ab und an eine kleine Explosion – das alles gehört zum Alltag von Christopher Rowe. Aber mit Sicherheit nicht Mord. Doch in diesen Tagen ist es gefährlich, der Lehrling von Benedict Blackthorn, Meisterapotheker, zu sein …
Jugendbücher würde ich jetzt an sich nicht zu meinen bevorzugten Büchern zählen, doch dieses hier stellt durchaus eine kleine Ausnahme dar, denn ich kam mir beim Lesen gar nicht soooo alt vor.
Scherz beiseite: ich fand wirklich nicht, dass man dem Buch so unbedingt angemerkt hat, dass ich bereits weit ab der Zielgruppe bin... Gut, werden Einige jetzt rufen, aber der Stil, da merkt man das doch... Mag sein, aber wenn es gut geschrieben ist, stört mich das auch nicht weiter !
Spannung, Mystik, Geheimisvolle Begegenheiten, tolle Charaktere = prima Buch !

Veröffentlicht am 23.12.2016

Das war nix...

Mooresschwärze: Thriller
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Es ist immer schön, wenn ein Thriller megaspannend ist und einem den Atem raubt...
Und natrürlich dann im Umkehrschluss nicht so schön, wenn er das nicht tut, sondern „nur so vor sich hin plätschert“...
Leider ...

Es ist immer schön, wenn ein Thriller megaspannend ist und einem den Atem raubt...
Und natrürlich dann im Umkehrschluss nicht so schön, wenn er das nicht tut, sondern „nur so vor sich hin plätschert“...
Leider ist „Mooresschwärze“ einer von den Thrillern, der in die zweite Kategorie gehört... Oder in die zweite Reihe... Am Besten nicht in die Hände von geneigten Thriller-Lesern von Autoren wie Sebastian Fitzek z. Bsp.. Gut, der spielt ohnehin in einer ganz anderen Liga, aber leider kommt die Autorin spannungstechnisch noch nicht mal ansatzweise an andere Autoren ran, die es einfach verstehen, den Leser mit wendungsreichen Entwicklungen am Ball zu halten und immer wieder aufs Neue zu fesseln.
Hier ist nichts Fesselndes, lediglich der Ansatz der Geschichte verdient sich ein Sternchen und dass ich schon Schlimmeres gelesen habe (Tatsache leider...), verdient sich dann das zweite bzw. habe ich von 1,5 auf 2 Sterne aufgerundet...
Wen es interessiert, hier noch der Klappentext:
Julia Schwarz kennt sich aus mit dem Tod. Die Rechtsmedizinerin ist in ihrem Institut auch als Eislady bekannt. Nichts kann sie so schnell aus der Bahn werfen. Jedenfalls nicht, solange sie es schafft, ihre düstere Vergangenheit in Schach zu halten. Als Kriminalkommissar Florian Kessler sie zu einem Tatort in einem nahe gelegenen Moor ruft, sieht alles zunächst nach einem einfachen Fall aus. Aber dann verschwindet die Leiche und Julia macht sich auf die Suche nach dem toten Mädchen. Doch statt der Leiche stößt sie auf ein weiteres Opfer. Erst jetzt begreift Julia, dass sie es mit einem gefährlichen Serientäter zu tun hat, der einen perfiden Plan verfolgt. Ein sonderbares Tattoo auf dem Bauch der Frauen scheint die einzige Verbindung zwischen den Fällen zu sein. Aber die Zeit läuft gegen Julia und sie ahnt nicht, dass sie selbst bereits viel zu tief in den Strudel des Bösen geraten ist.