Cover-Bild Die Stille der Lärchen

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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Cosy Mystery
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 13.10.2016
  • ISBN: 9783462047349
Lenz Koppelstätter

Die Stille der Lärchen

Ein Fall für Commissario Grauner
Südtiroler Charme und ein hochspannender Fall aus einem Tal, das einst berühmte Schriftsteller beherbergte

Am Rande eines 300-Seelen-Dorfes wird an einem Frühlingsmorgen die Leiche eines Mädchens entdeckt. Blutüberströmt liegt sie bei den Urlärchen von St. Gertraud, die jedes Kind in Südtirol kennt. Generationen lang haben die Bäume allem getrotzt, Wind, Wetter und den Menschen; unter ihren Wurzeln soll sich der Eingang zur Hölle befinden. In ihrem neuen Fall ermitteln Grauner und Saltapepe im Ultental, dessen Bewohner schweigsam, stolz und gottesfürchtig sind. Erstaunlich schnell ist ein Geständiger gefunden: Haller, ein zugezogener Architekt. Die Dorfgemeinschaft aber sagt: Haller deckt nur seinen Sohn Michl, der seltsam ist und niemandem geheuer. Und auch Grauner ahnt, dass alles komplizierter ist. Zumal unweit des Tatorts altertümlich anmutende Schriftstücke gefunden werden. Sie könnten aus den verschollenen Tagebüchern eines berühmten Gastes der Ultentaler Heilbäder stammen. Und sie berichten von einem kaltblütigen Mord, der vor über hundert Jahren geschah. Einem Mord, der das Dorf bis heute umtreibt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.10.2018

Spannung im Ultental

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Ich muss erst einmal sagen, dass ich den ersten Band um Commissario Grauner nicht kenne. Das macht aber gar nichts und man kommt trotzdem sehr gut in die Geschichte hinein. Im Ultental bei den Urlärchen ...

Ich muss erst einmal sagen, dass ich den ersten Band um Commissario Grauner nicht kenne. Das macht aber gar nichts und man kommt trotzdem sehr gut in die Geschichte hinein. Im Ultental bei den Urlärchen von St. Gertraud wird die Leiche eines Mädchens gefunden. Sofort gibt es einen Mann, der den Mord gesteht, den Architekten Benedikt Haller. Die Dorfbewohner hingegen sind davon überzeugt, dass er es nicht gewesen ist und er seinen Sohn Michael decken möchte.

Allgemein sind die Dorfbewohner nicht gerade kommunikativ und der Commissario und Inspettore Saltapepe mit ihren Leuten beißen oft auf Granit, als sie die Leute zu der getöteten Marie Bachlechner befragen. Der Pfarrer hat in St. Gertraud das Sagen, so scheint es. Trotz allem beißen sich die Ermittler weiter durch und Stück für Stück fördern sie alles zutage, was mit dem Fall zu tun haben könnte. Dazu zählen auch Schriftstücke, die vor mehr als einhundert Jahren verfasst worden sein könnten.

Erst gegen Ende des Buches werden die Fäden entwirrt und dann kommt auch eine ziemliche Spannung auf, die man vorher nicht immer so spürte. Zumindest mir ging es so. Das Buch ist ein solider Krimi, der mir gut gefallen hat. Die Kapitel sind nach Tagen unterteilt und so weiß man immer, der wievielte Tag nach dem Mord es ist und das finde ich ganz interessant. Schön finde ich auch die Karten im Buch. Da ist einmal eine Karte des Ultentals und der näheren Umgebung und hinten noch eine Karte von ganz Südtirol.

Das war schon hilfreich, in den Karten mal nach den Entfernungen schauen zu können und wo man sich überhaupt gerade befindet. Ich fand den Krimi sehr angenehm zu lesen und ich könnte mir auf jeden Fall vorstellen, auch noch weitere Krimis um dieses Ermittlerteam zu lesen. Schön fand ich es, dass es primär um die Ermittlungsarbeit ging und nicht versucht wurde, durch weitere Mordfälle oder solche Sachen künstlich eine Spannung aufzubauen. Das hätte einfach nicht zu dem Buch gepasst. Auch das Cover finde ich sehr schön und passend.

Veröffentlicht am 03.02.2018

EIn vielschichtiger Krimi

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In St. Gertraud im Ultental wird die Leiche der erst 17-jährigen Marie Bachheimer neben den „Urlärchen“ gefunden. Diese Bäume spielen im Glauben der dort ansässigen Menschen eine bedeutende Rolle, soll ...

In St. Gertraud im Ultental wird die Leiche der erst 17-jährigen Marie Bachheimer neben den „Urlärchen“ gefunden. Diese Bäume spielen im Glauben der dort ansässigen Menschen eine bedeutende Rolle, soll sich in den Wurzeln der Bäume nämlich der Eingang zur Hölle befinden.
Die Ermittler Grauner und Saltapepe wissen aus Erfahrung, dass sich die Hölle eher im Diesseits als im Jenseits auftut.

Die Dörfler sind mit einem Mörder gleich zur Hand: Michael Haller, der schräge Sohn der zugezogenen Architekten, muss es sein. Doch sein Vater, Benedikt Haller, gesteht den Mord. Grauner hegt hier seine Zweifel.

Nach und nach, ziehen die beiden Ermittler den Dorfbewohnern die „sprichwörtlichen Würmer“ aus der Nase. Das geht soweit, dass der aus Neapel stammende Saltapepe beginnt, mit den Dorfbewohnern Karten zu spielen und die verhassten Tiroler Knödel zu probieren.

Was verbergen die Dorfbewohner? Welche Rolle spielen der Bürgermeister und der Pfarrer, die moralischen Instanzen der Dorfgemeinschaft?
Wieder lässt Koppelstätter uralte Familienfehden aufleben und Vorurteile werden bestätigt oder doch widerlegt?

Wie in seinem ersten Krimi (Der Tote am Gletscher) hat der Autor auch in seinem zweiten Fall historische Persönlichkeiten eingewoben. Diesmal sind es Heinrich und Thomas Mann, die 1901 die Gesundheitsbäder im Ultental genossen haben. Spielt deren Anwesenheit auch heute noch eine Rolle?

Grauner und Saltapepe nähern sich an. Ein kleines bisschen wird die Decke, die über den Geheimnissen beider gelüpft, aber nur ein klein wenig. Das macht Hoffnung auf eine Fortsetzung.

Schön, die Karten im Umschlag. Hier können die Wege der Menschen gut nachvollzogen werden.

Fazit:

Ein vielschichtiger Krimi mit gut gezeichneten Charakteren, der mit überraschenden Wendungen ausgiebig für Spannung sorgt. Eine klare Lese- und Kaufempfehlung und fünf Sterne.

Veröffentlicht am 11.05.2017

Ein Krimi zum Verlieben

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Ich muss gestehen, ich bin kein wirklicher Krimi Leser, aber dieses Buch ist außergewöhnlich. Der Schreibstil, das aussagekräftige Bild der Stille der Berge auf dem Cover, hat mich sofort angesprochen. ...

Ich muss gestehen, ich bin kein wirklicher Krimi Leser, aber dieses Buch ist außergewöhnlich. Der Schreibstil, das aussagekräftige Bild der Stille der Berge auf dem Cover, hat mich sofort angesprochen.
Der Autor Lenz Koppelstädter versteht es, den Leser mitzunehmen, auf eine ganz unnachahmliche und ungewöhnliche Art und Weise, ich war als Leser mittendrin im Geschehen, sah mit den Augen des Commissario Grauner die Bergwelt, die Menschen, fühlte die unterschiedlichen, teilweise auch unterschwelligen Stimmungen der Orte, der Menschen.
Commissario Grauner ermittelt im Fall eines toten Mädchens und das Erste was auffällt ist die einzigartige Beschreibung der Menschen in einem abgelegenen Tal Südtirols, die in diesem Tal leben, sie sind gottesfürchtig, stolz und schweigsam und haben für sich schon festgestellt, wer der Mörder ist, jemand, der nicht dort geboren wurde, ein „Zugezogener“. Kopplelstätter beschreibt die Mentalität der Menschen sehr treffend und bewegend. Doch nichts ist so, wie es auf den ersten Blick zu sein scheint, als auch noch ein paar Schriftstücke gefunden werden, die die Ermittlungen ausdehnen auf eine andere Zeitepoche und der Leser ahnt, das alles viel komplizierter ist, als es zu sein scheint.
Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe es durchgelesen.


Veröffentlicht am 03.02.2017

Toll, spannend & charmant

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Inhalt (übernommen)

An einem Frühlingsmorgen wird die Leiche eines Mädchens gefunden. Sie liegt bei den Urlärchen von St. Gertraud, die jedes Kind in Südtirol kennt; unter den Wurzeln jener Bäume soll ...

Inhalt (übernommen)

An einem Frühlingsmorgen wird die Leiche eines Mädchens gefunden. Sie liegt bei den Urlärchen von St. Gertraud, die jedes Kind in Südtirol kennt; unter den Wurzeln jener Bäume soll sich der Eingang zur Hölle befinden.
In ihrem neuen Fall ermitteln Commisario Grauner und Saltapepe im Ultental, in dessen Heilbädern sich einst berühmte Schriftsteller und sogar Kaiserin Sissi kurieren ließen. Inmitten stolzer, gottesfürchtiger und zorniger Bewohner stoßen sie auf ein furchtbares Geheimnis, das über hundert Jahre lang bewahrt wurde. Ein Geheimnis, das die Dorfbewohner noch immer umtreibt.

Charaktere

Endlich ein neuer Fall für Grauner und Saltapepe. Für mich eines der sympathtischsten Ermittler-Duos seit Langem: Der eigenbrödlerische, ruhige Grauner, der auch gern mal "graunst" und der süditaliensiche Saltapepe, der Feuer im Blut hat.
Für mich haben die beiden sich gegenüber dem ersten Teil ("Der Tote am Gletscher") weiterentwickelt. Grauner öffnet sich gegenüber seinem Kollegen, spricht sogar von Vertrauen und Saltapepe scheint sich, wenn auch langsam, in Südtirol eingelebt zu haben. Er hat zwar immer noch Heimweh, aber ich hatte das Gefühl, dass ihm Südtirol und im speziellen Grauner ans Herz gewachsen sind.
Wie gesagt: Gegensätzlicher können zwei Menschen nicht sein. Aber sie wertschätzen sich und der eine würde für den anderen durchs Feuer gehen.

Schreibstil
Ein tolles Cover, gehalten in Blau, stimmt einen auf Südtirol und die Berge ein. Und schnell ist man auch mittendrin. Das Buch lässt sich fließend lesen. Positiv bemerken möchte ich, dass es zwar relativ viele Namen und Figuren gibt, ich aber zu keiner Zeit durcheinander gekommen bin bzw. Lenz Koppelstätter dafür gesorgt hat, dass die Funktion der jeweiligen Charaktere immer wieder bei passender Gelegenheit wiederholt wird.
"Die Stille der Lärchen" ist ein entschleunigter Krimi, was der Spannung aber keinen Abbruch tut. Die Lebensart der Südtiroler kommt durch die Erzählweise genau richtig rüber: langsam, gemächlich, aber auch das Zusammenhalten der Dorfbewohner.
Einzig zu bemängeln gab es, dass es zu viele italienische Begriffe und kleine Sätze waren, die meinem Lesefluss etwas gestört haben.

Interessant fand ich auch die Verknüpfen zu einem Fall, der sich Anfang 1900 ereignet hat und die Einbeziehung berühmter Schriftsteller und/oder sogar der Kaiserin Sissi.

Leicht enttäuscht war ich vom Ende. Ich hatte die Hoffnung, dass es wie im ersten Fall noch einen "Überraschungsmörder" gibt.

Fazit
Trotz der kleinen Enttäuschung am Ende hatte ich wieder eine Menge Spaß mit Grauner und Saltapepe. Auch auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole: Für mich eines der sympathischsten Ermittler-Duos seit Langem und ich hoffe auf Band 3!

Veröffentlicht am 23.01.2017

Ein Krimi mit Südtiroler Charme

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Grauner und Saltapepe ermitteln in Südtirol. Die Leiche eines jungen Mädchens wird in den Bergen gefunden. Schnell findet sich ein Geständiger: Architekt Haller. Doch Grauner zweifelt daran, denn in seinen ...

Grauner und Saltapepe ermitteln in Südtirol. Die Leiche eines jungen Mädchens wird in den Bergen gefunden. Schnell findet sich ein Geständiger: Architekt Haller. Doch Grauner zweifelt daran, denn in seinen Augen deckt er seinen Sohn, der psychisch krank ist. Während der Ermittlungen stoßen die beiden noch auf ein Geheimnis, dass die Dorfbewohner immer noch beschäftigt. Stehen diese beiden Sachen in Verbindung miteinander?

Lenz Koppelstätter bringt in seinem Roman das typische südtiroler Flair hinüber. Trotz des schrecklichen Verbrechens bringt Koppelstätter die Idylle Südtirols gekonnt rüber. Man merkt, dass er ein heimatverbundener Mensch ist.

Zwischendurch fand ich das Buch leicht schleppend zu lesen, doch der Anfang und der Schluss machen es wett.