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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.03.2026

Leichte Sommerlektüre

Nordwindworte
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Nachdem Mila sich von ihrem Freund getrennt hat, ist sie in ihre Heimat Emden zurückgekehrt, um die Buchhandlung ihres Vaters in der nächsten Generation zu übernehmen. Hier möchte sie einen Neuanfang wagen. ...

Nachdem Mila sich von ihrem Freund getrennt hat, ist sie in ihre Heimat Emden zurückgekehrt, um die Buchhandlung ihres Vaters in der nächsten Generation zu übernehmen. Hier möchte sie einen Neuanfang wagen. Doch zur Ruhe kommt Mila nicht, denn gleich am ersten Tag lässt Peer, ein attraktiver Fremder, ihr Herz höherschlagen. Doch damit nicht genug, rückt ein Filmteam an, das vor Ort einen Krimi drehen will und auch der ansprechende Kulturamtsleiter Oskar Nelen verlangt ihr einiges ab im Namen der Stadt Emden.
Das Cover lädt zu einem Besuch an die Nordsee ein und macht neugierig auf die Geschichte. Der flüssige Schreibstil ist leicht und locker, so dass die Seiten nur so dahinfliegen. Durch die detaillierten Beschreibungen hat man das Gefühl sich mitten im Büchersommer von Emden zu bewegen. Auch die Buchhandlung ist so toll beschrieben, dass man sofort dort stöbern möchte. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet und wirken sehr sympathisch, so dass man sie schnell ins Herz schließt, nur mit Pia möchte ich nicht unbedingt Bekanntschaft machen. Mal sehen, wer Milas Herz erobern wird. Der Roman verbreitet nicht nur eine Wohlfühlatmosphäre, sondern ist auch die ideale Lektüre für den Sommerurlaub.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Wunderbarer Mix

Elbnächte. Schatten über St. Pauli
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Dies ist der zweite Band der Dilogie um die drei jungen Leute Louise, Ella und den Ex-Polizisten Paul, die sich zusammengetan haben. Louise war früher in einem reichen Elternhaus aufgewachsen und ihr Mann ...

Dies ist der zweite Band der Dilogie um die drei jungen Leute Louise, Ella und den Ex-Polizisten Paul, die sich zusammengetan haben. Louise war früher in einem reichen Elternhaus aufgewachsen und ihr Mann Victor ließ sie mittellos zurück. In Hamburg lernte sie Ella kennen, die eine bewegte Vergangenheit hatte und der dritte im Bunde war Paul, ein Expolizist, der nach einem Unfall seinen Job aufgegeben hatte und nun mit dem Schicksal haderte. Louise eröffnet auf St. Pauli eine Bar und wird von Ella und Paul unterstützt. Eigentlich könnte alles so schön sein, doch dann bricht Victor, ihr krimineller Ehemann, aus dem Gefängnis aus. Zur selben Zeit verschwindet die junge Rose und Ella sowie Paul nehmen die Suche auf und ahnen nicht, dass sie sich in Gefahr bringen.
Dieser zweite Band aus der Feder von Henrike Engel ist wieder ein Mix aus Historie und Krimi. Der Einstieg ist mir nicht schwergefallen, dank des leichten lockeren Erzählstils war ich schnell von dem historischen Geschehen gefesselt, da Hamburg als Schauplatz wunderbar geeignet war. Die Stadt wird atmosphärisch und detailreich in Szene gesetzt. Historische Ereignisse sind nicht in die Geschichte eingebettet, aber man erfährt einiges über die unterschiedlichen Lebensweisen der Menschen zur damaligen Zeit.
Alle drei Hauptfiguren sind mir ans Herz gewachsen und gut gezeichnet. Man fühlt mit ihnen und möchte wissen wie sich alles entwickelt, so dass die Seiten nur so dahinfliegen und man in die Vergangenheit eintauchen kann. Mir hat das Buch wundervolle Lesestunden bereitet.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Spannender Start einer neuen Reihe

Grenzfall - Der Tod in ihren Augen
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Alexa Jahn wechselt die Dienststelle von Aschaffenburg nach der Polizeiinspektion Weilheim. Kaum angekommen, beginnt schon die erste Ermittlung. Am Brauneck in Lenggries hängt an einer Felswand eine leblose ...

Alexa Jahn wechselt die Dienststelle von Aschaffenburg nach der Polizeiinspektion Weilheim. Kaum angekommen, beginnt schon die erste Ermittlung. Am Brauneck in Lenggries hängt an einer Felswand eine leblose Frau. Alles deutete auf ein Kletterunglück hin, doch als die Bergretter sie auf die Trage legten, war nur der Oberkörper vorhanden und ab der Taille befand sich eine mit Stroh ausgestopfte Hose. Alexa hatte nicht im Traum daran gedacht, dass ihr erster Arbeitstag bei der Weilheimer Kripo so verlaufen würde.
Während Alexa versucht, die Identität der Frau herauszufinden wird auf der österreichischen Seite am Achensee ein Müllbeutel mit Leichenteilen gefunden und Bernhard Krammer, vom LKA Tirol, übernimmt den Fall.
Der sechste Band um Oberkommissarin Alexa Jahn in der Grenzregion Karwendel und ihrem Vater Bernhard Krammer, der beim LKA Tirol arbeitet, hat mir so gut gefallen, deshalb habe ich nun mit dem ersten Band der Reihe begonnen. Anna Schneider hat einen flüssigen Erzählstil und baut in ihrem Kriminalroman schnell Spannung auf. Dieses liegt auch daran, dass die Handlung ständig zwischen den beiden Ermittlungsteams wechselt und zusätzlich gibt es noch kleine Einschübe, die vom Täter stammen. Dieses Element erhöht zusätzlich die Spannung. Die Beschreibungen der Örtlichkeiten sind angenehm ohne aufdringlich zu wirken. Auch die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man am liebsten immer weiterlesen möchte und nicht aufhören mag. Für mich eine Neuentdeckung, die mir spannende Lesestunden bereitet.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Mutige Frauen

Die Erfinderin der Freiheit
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Wir begeben uns nach Dresden ins Jahr 1908. Christine Hardt arbeitet als Therapeutin im Sanatorium Lahmann. Durch die enge Korsettschnürung fallen die Damen oft in Ohnmacht und Christine versucht die Frauen ...

Wir begeben uns nach Dresden ins Jahr 1908. Christine Hardt arbeitet als Therapeutin im Sanatorium Lahmann. Durch die enge Korsettschnürung fallen die Damen oft in Ohnmacht und Christine versucht die Frauen davon zu überzeugen, dass sie ihrer Gesundheit damit schaden. Sie entwirft die ersten Brusthalter, doch die Damen tun sich schwer, die Neuerung anzunehmen. Zum Glück hat Christine ihre Freundinnen, die sie unterstützen.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen. Die Handlung wird abwechselnd aus der Perspektive der Freundinnen Christine, Julia und Lotta erzählt, so dass ich das Geschehen hautnah miterleben konnte. Die Autorin hat mutige Frauen erschaffen, die ihren eigenen Weg gehen. Es ist eine spannende Zeit und wie nebenbei erfährt man von den Erfindungen, die in diesem Zeitabschnitt stattgefunden haben. Gern habe ich die Freundinnen begleitet. Das Nachwort rundet die Geschichte wunderbar ab. Dank des angenehmen Schreibstils ließ sich das Buch flüssig lesen, so dass die Seiten nur dahin flogen und ich angenehme Lesestunden verbracht habe.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Ein Treffen mit guten Bekannten

Du musst mir glauben
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Der Gutsherr Gustav von Rath vom Gestüt vier Eichen liegt seit einem schweren Reitunfall im Koma. Die beiden erwachsenen Kinder aus der ersten Ehe melden Zweifel an und beschuldigen die Stiefmutter Greta ...

Der Gutsherr Gustav von Rath vom Gestüt vier Eichen liegt seit einem schweren Reitunfall im Koma. Die beiden erwachsenen Kinder aus der ersten Ehe melden Zweifel an und beschuldigen die Stiefmutter Greta des Mordversuchs an ihrem Vater. Am Tag der offenen Tür wird auf dem Reiterhof Greta tot im Kaminzimmer aufgefunden, erschlagen mit einem Schürhaken. Wer würde für das Erbe alles tun oder hat noch eine Rechnung mit dem Opfer offen?

Susanne Mischke schafft es immer wieder durch die Ermittlungsarbeit Spannung aufzubauen, unterstützt wird dieses durch Perspektivwechsel. Die Kapitel haben für mich eine angenehme Länge. Obwohl private Details des Ermittlerteams angerissen werden und man auch gern dabei schmunzeln kann, verliert die Autorin die Krimihandlung nicht aus den Augen. Neben dem spannenden Krimierlebnis genieße ich auch den Streifzug durch die Region Hannover und sehe die Orte bildhaft vor mir. Für mich sind die Bücher von Susanne Mischke immer erste Wahl und versprechen ein Treffen mit guten Bekannten.

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