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Jonas1704

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.10.2019

Van Veeteren ermittelt wieder

Der Verein der Linkshänder
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Nesser schafft es immer weider mit seiner gewohnt brillanten Erzählweise und die dadurch erzeugte Atmosphäre den Leser in ein literarisches Vergnügen eintauchen zu lassen. So gelingte es ihm auch diesmal, ...

Nesser schafft es immer weider mit seiner gewohnt brillanten Erzählweise und die dadurch erzeugte Atmosphäre den Leser in ein literarisches Vergnügen eintauchen zu lassen. So gelingte es ihm auch diesmal, wenn es auch nicht der stärkste Krimi vom ihn ist. Nun kurz zum Inhalt: Der "Verein der Linkshänder" wurde in den 1960er Jahren von Schülern in Oosterby gegründet. Im Jahre 1991 kamen vier seiner Mitglieder bei einem Brand mysteriös ums Leben, das fünfte Mitglied, das auch während des Unglücks present war, wurde als Täter identifiziert, jedoch damals nicht gefasst.
Doch als dessen Leiche auch Jahrzehnte später auftaucht und herausgestellt wird, dass diese im selben Zeitraum etwa ermordet wurde, wird klar, dass es einen anderen Täter gegeben haben muss. Kommissar Van Veeteren, mittlerweile Ruheständler da schon Jahre alt, beginnt an seinem Geburtstag privat zu ermitteln.
Die Sprünge zwischen den vielen Handlungssträngen der Vergangenheit und der Gegenwart sind ein wenig störend zu Beginn, jedoch notwendig um einen guten Einblick in die Geschichte zu bekommen. Der Krimi ist ai sich recht spannend, aber zwischendurch lässt die Spannung auch schon mal nach. Zum Glück aber gibt es bei den Ermittlungen immer wieder Wendungen, die dafür sorgen, dass man rumrätselt. Aber bei einem Nesser Krimi sind nicht nur die Ermittlungen das Bedeutenste sondern auch der literarisch anspruchsvolle Schreibstil, der auch hier alle Krimifans, die auf keine grossen Pageturner aus sind, auf ihre Kosten kommen lässt. Für alle Nesser Fans ein Muss.

Veröffentlicht am 08.10.2019

Fesselnde Unterhaltung bis zur letzten Seite

Zimmer 19
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Bei der Eröffnungsveranstaltung der Berlinale soll ein Eröffnungsfilm gezeigt werden. Alle warten gespannt darauf, als zum Entsetzen aller wird ein Snuff-Film gezeigt wird. Hinzu kommt, dass das Opfer ...

Bei der Eröffnungsveranstaltung der Berlinale soll ein Eröffnungsfilm gezeigt werden. Alle warten gespannt darauf, als zum Entsetzen aller wird ein Snuff-Film gezeigt wird. Hinzu kommt, dass das Opfer die Tochter des Berliner Bürgermeisters ist. Als esn icht nur bei diesem einen Mord bleibt beginnen Tom Babylon, Ermittler beim Berliner LKA und Psychologin Sita Johanns mit Hochdruck zu ermitteln. Dabei werden sie mit ihrer eigenen Vergangeheit konfrontiert. Denn es ist endlich die Zeit gekommen, in der die seit Jahrzehnten ungefassten Schuldigen, endlich dafür bezahlen müssen, für alles was sie getan haben.
Wer „Zimmer 19“ ohne Schwierigkeiten und Fragen folgen möchte, dem empfehle ich zunächst den Vorgänger der Reihe um Tom Babylon, „Schlüssel 17“ zu lesen. So erfährt man einiges über das vielköpfige Ermittlerteam und die Vergangenheit der Ermittler sowie ihren Stil und Arbeitsweise.
Ansonsten bieten dieser Fall wieder unglaublich fesselnde Unterhaltung und lässt einen das Buch nicht aus der Hand legen. Man ist gespannt auf den nachfolgenden Fall!

Veröffentlicht am 08.10.2019

Ein Cold Case wird gelöst

Wisting und der Tag der Vermissten
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Kommissar William Wisting, ein schon etwas älterer dennoch nicht minder sympathischer Kommissar, kann von einem alten ungelösten Fall nicht wegkommen. Vor 24 Jahren verschwand nämlich ein junge Frau spurlos ...

Kommissar William Wisting, ein schon etwas älterer dennoch nicht minder sympathischer Kommissar, kann von einem alten ungelösten Fall nicht wegkommen. Vor 24 Jahren verschwand nämlich ein junge Frau spurlos und wurde nie wiedergefunden. Jedes Jahr trifft er den Ehemann von Katharina Haugen und jedes Jahr am 10. Oktober holt er drei Pappkartons aus dem Kleiderschrank, in denen er die Informationen des Falls versteckt, um vielleicht einen neue Eingebung zu bekommen. Doch bisher ohne Erfolg. Doch als in einem anderen Fall plötzlich die Fingerabdrücke von Katharinas Ehemann sichergestellt werden, kann Wisting ihn nicht finden. Hat dieser letzlich doch etwas mit dem Verschwinden von Katharina Haugen zu tun?
Dieser Kriminalroman ist für eingefleischte Krimifans genau das Richtige. Es gibt nicht sehr viel Privates vom Kommissar zu erzählen, somit wird die Handlung nicht immer wieder von Nebensachlichem abgelenkt. Hinzu kommt, dass der Fall nüchtern und logisch vorangeht, es gibt keine Cliffhänger, keine übertriebenenen Szenen, nichts Unglaubwürdiges. Der Schreibstil ist fesselnd und das Ende schlüssig. Sicherlich nicht mein letzter Krimi von Jørn Lier Horst!

Veröffentlicht am 08.10.2019

Gelungener Thriller

Rapunzel, mein
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Die Fallanalytiker Jan Grall und Rabea Wyler müssen hier an ihrem 2. Fall nagen, nach ihrer spannenden Fallauflösung in "Der Alphabetmörder". Ein junges Mädchen wird diesmal erdrosselt mit ihren eigenen ...

Die Fallanalytiker Jan Grall und Rabea Wyler müssen hier an ihrem 2. Fall nagen, nach ihrer spannenden Fallauflösung in "Der Alphabetmörder". Ein junges Mädchen wird diesmal erdrosselt mit ihren eigenen blonden Haaren aufgefunden und ohne Hände. Rabea erinnert sich an ihre Schwester, die vor zwanzig Jahren in Burgdorf, in die Schweiz verschwunden ist und wobei nur eine Hand gefunden wurde. Sie ist überzeugt, dass beide Fälle irgendwie zusammen hängen. Bei ihrer Recherche bringt sie sich selbst in Gefahr und bittet den Pofiler Jan Grall um Hilfe. Das Buch ist mehreren Kapiteln aufgeteilt, welche eine sehr angenehme Länge zum Lesen haben. Es liest sich leicht und flüssig und hat auch viele überraschende Wendungen parat. Auch wenn ich nicht immer alles als sehr realistishc empfand habe ich mich dennoch sehr gut amüsiert und vergebe gerne 4 Sterne.

Veröffentlicht am 17.09.2019

Erwartungen wurden leider nicht erfüllt

Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle
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Ein unheimlicher Maskenball findet im Anwesen Blackheath statt, wo der Protagonist Aiden Bishop jeden Morgen an dem gleichen Tag im Körper eines anderen Gastes erwacht bis er herausfindet, wer die junge ...

Ein unheimlicher Maskenball findet im Anwesen Blackheath statt, wo der Protagonist Aiden Bishop jeden Morgen an dem gleichen Tag im Körper eines anderen Gastes erwacht bis er herausfindet, wer die junge Tochter des Hauses Evelyn Hardcastle während des Maskenballs um Punkt 23 Uhr durch einen Pistolenschuss ermordet hat. Das Merwürdige an der Sache ist, dass jemand ihm just am selben Tag eine Nachricht schickte, in der er ihm über dem Mord im Vornerein informierte und ihn mit der Auflösung beauftragte, damit er aus diesem Murmeltier-Albtraum entkommen kann.
Obwohl die Idee mir anfangs gut gefallen hat, fand ich den beständigen Perspektivwechsel nach einiger Zeit zu anstrengend und langweilig. Zudem fand ich die Auflösung des Falles schwach und an den Haaren gezogen. Definitv kein Buch für mich.