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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.05.2017

Mysteriös

Der Brief
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Marie lebt als Journalistin in Hamburg. Mit ihrer Partnerin Johanna hat sie eine glückliche Beziehung. Als sie einen Brief ihrer Schulfreundin Christine bekommt, die darin Maries Leben in Paris anspricht, ...

Marie lebt als Journalistin in Hamburg. Mit ihrer Partnerin Johanna hat sie eine glückliche Beziehung. Als sie einen Brief ihrer Schulfreundin Christine bekommt, die darin Maries Leben in Paris anspricht, ist sie erstmal verblüfft. In dem Brief ist auch Maries Ehemann Victor erwähnt. Marie beschließt nach Paris zu fahren, um diesen Victor zu finden. Sie findet nicht nur ihn, sondern auch ein Leben, daß ihr vertraut ist, obwohl sie vorher nie in Paris war. Marie möchte gerne beide Leben führen, kann sich nicht entscheiden, ob Hamburg oder Paris ihre Zukunft sein wird. 

Seit ich dieses Buch gelesen habe, geht mir eine große Frage nicht mehr aus dem Kopf: Wie kommt man auf so eine Geschichte? Das soll jetzt nicht heißen, daß ich diese Geschichte schlecht finde! Im Gegenteil! Dieses Buch ist unheimlich. Ich bekam es in die Hand, wollte nur mal kurz reingucken. Schließlich war ich ja gerade mitten in einem anderen Buch. Da hat diese Geschichte mich sofort gepackt, das andere Buch an die Seite gelegt und ich habe gelesen und gelesen... Die Tatsache, daß die Seiten dick und die Schrift schön groß ist, hat mich dann schnell zum Ende gebracht. Schlauer bin ich dann such nicht geworden. Die offenen Fragen bleiben. Die Handlung war extrem spannend, manchmal sogar unheimlich. Vor dem Einschlafen sollte man dieses Buch besser nicht lesen. Die Albträume sind dann unausweichlich.

Veröffentlicht am 19.05.2017

Mittelmaß

Die Hummerkönige
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Dies ist die Familiengeschichte der King's, die seit Jahrhunderten vom Hummerfang lebt und auf denen ein Fluch liegt. Von jeder Generation nimmt sich das Meer einen männlichen Nachkommen. So auch Cordelias ...

Dies ist die Familiengeschichte der King's, die seit Jahrhunderten vom Hummerfang lebt und auf denen ein Fluch liegt. Von jeder Generation nimmt sich das Meer einen männlichen Nachkommen. So auch Cordelias 9jährigen Bruder, der bereits vom Vater mit zum Hummerfang genommen wird. Denn nicht sie, sondern ihr Bruder soll die Familientradition fortführen.

Das Buch ist nichts für Zwischendurch. Man muß gewaltig aufpassen, um zwischen Realität und Mystik unterscheiden zu können. Die Charaktere bleiben ein wenig blaß, wirken häufig nicht sehr sympathisch sondern eher gewaltbereit. Ich finde es schon befremdlich, wenn Gewalt so verherrlicht wird wie hier. Die Handlung selbst ist eine typische Familiengeschichte ohne besondere Höhen und Tiefen.

Veröffentlicht am 17.05.2017

Spannend

Die Morde von Morcone
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Der Anwalt Robert Lichtenwald steckt mitten in einer Krise. Seine Frau hat ihn verlassen, seine Tochter lebt im Ausland. Deshalb beschließt er München zu verlassen und sich eine lange Auszeit zu nehmen. ...

Der Anwalt Robert Lichtenwald steckt mitten in einer Krise. Seine Frau hat ihn verlassen, seine Tochter lebt im Ausland. Deshalb beschließt er München zu verlassen und sich eine lange Auszeit zu nehmen. Er fährt in die Toskana, wo er bei Morcone ein Ferienhaus hat. Er kennt den Ort nur als gemütliches kleines Städtchen, doch als kurz nach seiner Ankunft eine Leiche gefunden wird ist es mit der Ruhe und Gemütlichkeit vorbei. Als es dann noch mehr Morde gibt und sich herausstellt, daß der Mörder seine Opfer mit Buchstaben kennzeichnet, geraten die Einwohner Morcones in Panik. Robert versucht nun dem Mörder auf die Spur zu kommen. Dabei lernt er die Reporterin Giada Bianchi kennen. Gemeinsam kommen sie dem Mörder gefährlich nahe.

Diese Geschichte hat mich total an die Lavendel-Krimis von Remy Eyssen erinnert. Der Aufbau der Handlung ist sehr ähnlich gestrickt. Nachdem ich die Verwunderung darüber überwunden hatte, fing ich dann doch an, die Geschichte zu mögen und sogar spannend zu finden. Nebenbei habe ich noch etwas italienisch gelernt. Auch nicht schlecht. Man darf gespannt sein, ob dieses Buch der Auftakt zu einer Serie ist. Es wäre bestimmt interessant, wie es mit Robert und Giada weitergeht.

Veröffentlicht am 12.05.2017

Gute Unterhaltung

Gefährliche Ernte
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Ein kleiner Ort in Südfrankreich. Im Weinberg von Perez Vater wird ein Toter gefunden, der kurz vor seinem Ableben noch den Namen eines Weines von diesem Winzergut sagt. Da Perez als Wein- und Delikatessenschieber ...

Ein kleiner Ort in Südfrankreich. Im Weinberg von Perez Vater wird ein Toter gefunden, der kurz vor seinem Ableben noch den Namen eines Weines von diesem Winzergut sagt. Da Perez als Wein- und Delikatessenschieber arbeitet, fürchtet er die allzu neugierige Polizei und ermittelt selbst. Doch nicht nur damit hat er momentan Probleme, auch seine heiratswillige Tochter und die Touristen nerven ihn gewaltig.

Dieses Buch macht richtig Spaß. Hier ist alles vorhanden. Eine leichte Spannung, die ideal für heiße Tage ist, denn das Buch ist nicht allzu anstrengend. Humor, denn über Perez und seinen Schwiegersohn kann man wirklich herzhaft lachen. Das ist wirklich schon fast wie im realen Leben. Und nicht zuletzt eine tolle Beschreibung der Gegend und ihrer Bewohner. Ein Dorf, wie man es sich vorstellt. Die Einwohner halten zusammen, Fremde haben es schwer und man ist einfach nur genervt von diesen Massen an Touristen. Die Charaktere sind einfach liebevoll durchdacht und hatten meine Sympathie.

Veröffentlicht am 12.05.2017

Gute Unterhaltung

Sein blutiges Projekt
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Im Jahre 1869 tötet der 17jährige Roderick seinen Nachbarn mit Spaten und Hacke. Im Gefängnis schreibt er die Gründe für seine Tat nieder.

In diesem Buch werden die Erklärungen von Roderick, Zeugenaussagen, ...

Im Jahre 1869 tötet der 17jährige Roderick seinen Nachbarn mit Spaten und Hacke. Im Gefängnis schreibt er die Gründe für seine Tat nieder.

In diesem Buch werden die Erklärungen von Roderick, Zeugenaussagen, Prozessniederschriften und die Protokolle der Ärzte niedergeschrieben. Es ergibt sich ein Bild des Täters und seiner Gründe, die man auf normale Art wohl nicht so intensiv erlebt hätte. Man bekommt Eindrücke von Dingen, die sonst eher verschwiegen werden und merkt schnell, daß Roderick eigentlich selbst ein Opfer sit. Trotz dieser verschiedenen Blickwinkel wirkt der Text flüssig und nicht auseinandergehackt. Das Buch liest sich zumeist spannend, hat jedoch immer wieder mal ein paar Längen zwischendurch.