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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2017

Ganz anders

Sturmherz
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Die in Berlin lebende Alexa Petri hat kein intensives Verhältnis zu ihrer Mutter Cornelia. Doch eines Tages muß Alexa zu Cornelia nach Hamburg fahren. Cornelia hat einen Schlaganfall erlitten, liegt im ...

Die in Berlin lebende Alexa Petri hat kein intensives Verhältnis zu ihrer Mutter Cornelia. Doch eines Tages muß Alexa zu Cornelia nach Hamburg fahren. Cornelia hat einen Schlaganfall erlitten, liegt im Koma. Alexa hat die schwere Aufgabe, sie zu betreuen. Sie beginnt über ihre Gefühle für ihre Mutter nachzudenken und findet plötzlich bei der Durchsicht von Unterlagen mehrere Briefe, die äußerst anrührend sind. Als Alexa Besuch von einem älteren Mann bekommt, erfährt sie viel über ihre Mutter. Sie erfährt von Cornelias Jugend und vor allem von der Sturmflut in Hamburg im Jahre 1962. Alexa beginnt, ihre Beziehung zu Cornelia zu überdenken.

Die Geschichte hat mich sehr gerührt. Die Wandlung der Gefühle, die Alexa zu Cornelia hegt, ist eindruckend und beklemmend geschrieben. Man fühlt förmlich, welche Entwicklung Alexa mitmacht. Cornelia selbst fand ich nicht sonderlich sympathisch und ich konnte Alexa zunächst doch verstehen. Besonders beeindruckend war es für mich, über die Sturmflut zu lesen. Man sieht als Leser förmlich, wie das Wasser die Menschen bedroht und welche Ängste sie erleiden müssen. Der Schreibstil ist wie gewohnt gut zu lesen und trotz des traurigen Themas unterhaltsam.

Veröffentlicht am 27.04.2017

Außergewöhnlich

Perfect Girl - Nur du kennst die Wahrheit
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Zoe, 14 Jahre alt, verschuldet einen Autounfall, 3 Menschen sterben durch ihre Schuld. Sie verbüßt ihre Jugendstrafe und lebt nun zusammen mit ihrer Mutter Maria in Bristol in Nachbarschaft zu Marias Schwester ...

Zoe, 14 Jahre alt, verschuldet einen Autounfall, 3 Menschen sterben durch ihre Schuld. Sie verbüßt ihre Jugendstrafe und lebt nun zusammen mit ihrer Mutter Maria in Bristol in Nachbarschaft zu Marias Schwester und ihrem Mann. Maria, mittlerweile wieder verheiratet und Mutter eines Sohnes, Lucas. Zusammen mit Lucas gibt Zoe ein Klavierkonzert, währenddessen wird sie mit ihrer ihrer Vergangenheit konfrontiert. Nun müssen sie und ihre Mutter sich beweisen.

Bei diesem Buch mußte ich erstmal durchatmen. Denn es ist nicht leicht zu verdauen. Das Buch besteht im Prinzip aus zwei Geschichten. Zum einen die Geschichte der Vergangenheit und zum anderen die Gegenwart. Dadurch wird das Buch erst richtig spannend. Durch die genaue Einteilung wird der Leser nicht verwirrt und weiß sicher, in welcher Zeit er sich beim Lesen gerade befindet. Dieses Buch lebt ganz alleine durch psychische Spielereien. Blutvergießen ist hier gar nicht nötig und würde mich bei dieser Handlung auch irgendwie stören.
Der Schreibstil ist wunderbar und liest sich flott, so daß man hier nur so durch die Seiten fliegt.

Veröffentlicht am 22.04.2017

Schlecht

Projekt Rahanna
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Drachenboote landen auf Bornholm an. Die als Wikinger verkleideten Insassen Kapern Bornholm, terrorisieren die Bewohner und wollen eine bessere Welt erschaffen. Als auch noch ein Sturm aufkommt, sind die ...

Drachenboote landen auf Bornholm an. Die als Wikinger verkleideten Insassen Kapern Bornholm, terrorisieren die Bewohner und wollen eine bessere Welt erschaffen. Als auch noch ein Sturm aufkommt, sind die Bewohner Bornholms den Wikingern hilflos ausgeliefert. Es ist keine Flucht mehr von der Insel möglich und es kann auch nicht um Hilfe gebeten werden. Flüge und Fähren sind Geschichte und es funktioniert weder Telefon noch Internet.

Tja. Ich fürchte, dies ist eines der schlechtesten Bücher, die ich in meinem Leben gelesen habe. Der Schreibstil ist einfach nur plump, die Handlung unlogisch. Ich habe mich hier so oft gefragt, wieso sich niemand wehrt. Da wird zugeschaut, wie hilflose Tiere einfach so niedergemetzelt werden. Und das soll dann die bessere Welt sein? Die Idee, die hinter dem Buch steckt, ist eigentlich gut. Nur die Ausführung ist ungenügend.

Veröffentlicht am 19.04.2017

Spannend

Gefährlicher Lavendel (Ein-Leon-Ritter-Krimi 3)
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Der Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter genießt das entspannte Leben in seiner neuen Heimat, der Provence. Doch seine gute Laune ist schnell dahin als kurz nacheinander zwei bestialisch gefoltert Leichen gefunden ...

Der Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter genießt das entspannte Leben in seiner neuen Heimat, der Provence. Doch seine gute Laune ist schnell dahin als kurz nacheinander zwei bestialisch gefoltert Leichen gefunden werden. Sehr schnell einigen die zuständigen Stellen sich auf einen Verdächtigen, doch Leon ist damit nicht einverstanden und stellt eigene Ermittlungen an. Dabei stößt er auf eine alte Geschichte, die für die jetzige "bessere Gesellschaft" sehr unangenehm werden kann. Als er kurz vor der Lösung des Falles steht, bricht über Lavandou ein Unwetter los und Leon muß plötzlich schnell handeln.

Das ist einmal wieder eine sehr spannende Geschichte. Was mir aber in den Büchern mit Leon Ritter besonders gut gefällt ist, daß die Ermittler ganz "normale" Menschen sind. Sie plagen sich mit ihren Alltagssorgen herum, haben Streß mit den Kindern und streiten sich auch hin und wieder. Besonders herrlich finde ich Lilou. Sie sagt, was sie denkt und oft hat sie sogar Recht. Auch alle anderen Personen sind richtig urige Typen. Beim Lesen hat man sofort ein Bild vor Augen und deshalb macht das Buch richtig Spaß.

Veröffentlicht am 17.04.2017

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Der weiteste Weg
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Bruno Blum nimmt uns hier mit auf seine Reise im Campingbus. Die Reise startet in der Schweiz und geht bis nach Australien.

Ich muß sagen, ich habe schon sehr viele Reiseberichte gelesen. Die wenigsten ...

Bruno Blum nimmt uns hier mit auf seine Reise im Campingbus. Die Reise startet in der Schweiz und geht bis nach Australien.

Ich muß sagen, ich habe schon sehr viele Reiseberichte gelesen. Die wenigsten sind so unterhaltsam wie "Der weiteste Weg". Hier wird mit einem sehr lebendigem Schreibstil wirklich über alles geschrieben. Egal ob die Erlebnisse positiver oder negativer Natur waren, Bruno Blum beschreibt alles. Und dies streckenweise mit einem sehr angenehmen Augenzwinkern. Man lernt sehr viel über politische Querelen, das Leben der Einheimischen und der Natur. Angereichert mit vielen wunderschönen Bildern, die nicht zu viel vom Buch einnehmen, ist dies Buch ein ganz toller Bericht über eine ungewöhnliche Reise.