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Veröffentlicht am 16.12.2017

Spannendes und witziges Weihnachtsbuch mit dem Club der Supertiere

Stinktier & Co - Stunk unterm Weihnachtsbaum
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Manche Menschen haben einen magisches Tier als Begleiter, andere nicht. Zora hat das Glück, zur ersten Kategorie zu zählen, wobei sie sich nicht immer ganz sicher ist, ob es ein Glück ist, das Dieter an ...

Manche Menschen haben einen magisches Tier als Begleiter, andere nicht. Zora hat das Glück, zur ersten Kategorie zu zählen, wobei sie sich nicht immer ganz sicher ist, ob es ein Glück ist, das Dieter an ihrem 10. Geburtstag zu ihrem Begleiter wurde. Er ist nämlich frech. egoistisch, faul und extrem von sich selbst überzeugt. Ihr merkt schon, kein einfacher Charakter. Es ist auch nicht besonders förderlich, dass er nicht besonders gut riecht.

Zusammen mit Anna und ihrem Faultier sowie Leon und seiner Ratte Jasper bilden Zora und Dieter den Club der Super(doofen) Tiere. (Superdoof, weil Stinktier, Faultier und Ratte nicht unbedingt zu den beliebtesten Tieren zählen). Zu dem Club gehört auch noch Zoras beste Freundin Kati, die kein Begleittier hat, aber von ihnen weiß. Nun steht endlich Katis 10. Geburtstag bevor und Zora ist extrem gespannt, ob ihre Freundin auch einen magischen Begleiter bekommt. Ihre Eltern haben ja keinen und irgendwie wird es auch vererbt, ob man nun ein Tier hat oder nicht. Mehr verrate ich an dieser Stelle noch nicht.

Der andere Handlungsstrang in diesem Band, dreht sich um Vielfraß Dieter, der nach dem Verzehr von gefundenen Weihnachtskeksen, keine Stinkbomben mehr absetzen kann. Während seine Umgebung es absolut genial findet, das es urplötzlich in Dieters Nähe weihnachtlich duftet, ist er selbst todunglücklich, um nicht zu sagen regelrecht depressiv. Um ihm aus dieser Depression rauszuhelfen, muss der Club ran und das Rätsel lösen. Denn auch Annas immermüdes Faultier erzählt plötzlich ohne Unterlass Witze, als wenn sie ein Fass Cola leergeschlürft hätte. Was ist hier los?

Wie ihr meinen Schilderungen wohl schon entnehmen könnt: diese Geschichte ist spannend und witzig! Die Kids sind sehr liebenswert und ich finde es toll wie sie zusammenhalten. Die Tiere, allen voran Dieter und Jasper machen das Ganze turbulent und witzig. Kurze Kapitel, relativ große Schrift und die lustigen Illustrationen tuen ihr Übriges, dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen kann. Wie die beiden ersten Bände der Reihe konnte uns auch "Stunk unterm Weihnachtsbaum" bestens unterhalten!

Veröffentlicht am 15.12.2017

Eine fantastische Kombi von erzählender Geschichte und Sachbuch in hochwertiger Ausstattung

Mit dem Orient-Express nach Paris
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Sinan, der Sohn eines Kaufmanns aus Konstantinopel, darf seinen Vater zur Weltausstellung nach Paris begleiten. Im Orient-Express freundet er sich mit dem Küchenjungen Pierre an. Als einer englischen Baronin ...

Sinan, der Sohn eines Kaufmanns aus Konstantinopel, darf seinen Vater zur Weltausstellung nach Paris begleiten. Im Orient-Express freundet er sich mit dem Küchenjungen Pierre an. Als einer englischen Baronin die Uhr gestohlen wird und sie Pierre beschuldigt, sie gestohlen zu haben, begeben sich die beiden Jungs auf die Suche und die Zeit läuft gegen sie.

Das Buch vereint eine Kriminalgeschichte, historische Fakten und die Faszination Orient-Express in sich. Meinen großen Räuber (7, bald 8) und mich konnte das Buch absolut begeistern und das Kind blättert immer wieder darin, um einzelne Themen nochmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Neben der spannenden Geschichte, die den Leser die ganze Zeit miträtseln lässt, möchte ich ganz besonders die Gestaltung des Buchs loben. Hier wurde dem Illustrator Thorwald Spangenberg richtig viel Platz eingeräumt. Es gibt viele große bunte Illustrationen, dann Sequenzen von Handlungsabläufen, die monochrom umgesetzt wurden und auch Doppelseiten, wo ausschließlich ein Kunstwerk von Thorwald Spangenberg zu sehen ist, dass durch die Größe des Buch seine ganze Pracht entfalten kann. Hier kann man einfach mal die Kunst und die Landschaft, die der Orient-Express durchfährt, auf sich wirken lassen. Ergänzt werden die vielfältigen Illustrationen durch viel Kartenmaterial anhand dessen man die Reiseroute nachvollziehen kann. Ein Buch, in dem man nicht nur lesen und lernen, sondern auch ganz viel Illustrationskunst bewundern kann.

Fazit: Eine fantastische Kombi von erzählender Geschichte und Sachbuch mit ganz vielen Illustrationen und hochwertiger Ausstattung. Hier merkt man, mit wie viel Herzblut Stephan Martin Meyer und Thorwald Spangenberg hineingesteckt haben.

Veröffentlicht am 14.12.2017

Zwei Gänsemärchen, wunderbar gelesen von Anna Thalbach

Eltern family Lieblingsmärchen – Die goldene Gans und die Gänsehirtin -
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Anna Thalbach liest für uns die schönsten Gänsemärchen der Gebrüder Grimm. Während „Die goldene Gans“ sehr bekannt ist, sagte mir „Die Gänsehirtin am Brunnen“ nichts. Im Märchen „Die goldene Gans“ erweist ...

Anna Thalbach liest für uns die schönsten Gänsemärchen der Gebrüder Grimm. Während „Die goldene Gans“ sehr bekannt ist, sagte mir „Die Gänsehirtin am Brunnen“ nichts. Im Märchen „Die goldene Gans“ erweist sich der jüngste von drei Brüdern als barmherzig und teilt Speis und Trank mit einem armen alten Männlein. Als Belohnung für seine Güte erhält er eine goldene Gans, was bei anderen Bürgern Begehrlichkeiten weckt. Einer nach dem anderen bleibt an der Gans kleben und so ziehen sie als lustige Schlange in die Stadt ein. Als die Prinzessin das sieht, muss sie lachen. Da der König demjenigen die Hand seiner Tochter versprochen hat, der sie zum Lachen bringt (das hat die Arme nämlich schon seit Ewigkeiten nicht mehr), kann der „Dummling“, wie der Bursche auch genannt wird, nun Anspruch auf die Prinzessin als Braut erheben. Nur der Vater hat sich das nicht so vorgestellt.

Das zweite Märchen „Die Gänsehirtin am Brunnen“ handelt von einer Prinzessin, die einst vom Vater verstossen wurde und nun bei einer Gänsehirtin wohnt. Bis eines Tages der Richtige vor der Tür steht.

Ich liebe es, wenn Anna Thalbach liest. Selbst Männerrollen füllt sie echt und natürlich. Ihre warme und vielseitige Stimme passt perfekt in die Märchenwelt. Wieder einmal beweist sie, dass sie zurecht eine meiner Lieblingssprecherinnen ist.

Veröffentlicht am 14.12.2017

Die Originaltexte durch kindgerechte Moderation in die Gegenwart gebracht

Eltern family Lieblingsmärchen – Struwwelpeter, Suppenkaspar & Co.
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Wer kennt ihn nicht aus seiner Kinderheit - den Struwwelpeter? Und da sind noch die Geschichten vom „Hans guck in die Luft“, „Zappelphilipp“ oder „Suppenkasper“, die sogar heute noch im allgemeinen Sprachgebrauch ...

Wer kennt ihn nicht aus seiner Kinderheit - den Struwwelpeter? Und da sind noch die Geschichten vom „Hans guck in die Luft“, „Zappelphilipp“ oder „Suppenkasper“, die sogar heute noch im allgemeinen Sprachgebrauch zu finden sind. Die Geschichten, die Heinrich Hoffmann 1845 für seine Kinder aufschrieb, begleiteten mich in meiner Kindheit. Wenn ich mir heute die Geschichten durchlese, muss ich denken, wie grausam sie doch eigentlich sind. Da werden Daumen abgeschnitten, Kinder verhungern oder verbrennen oder werden ins Tintenfass getaucht.

Umso überraschter war ich von dem vorliegenden Hörbuch. Hier werden nicht nur einfach die einzelnen Geschichten des Klassikers vorgelesen. Christian Ulmen führt an die Geschichten heran, erzählt uns von Heinrich Hoffmann und warum er das Buch geschrieben hat und auch wie es den Kindern vor über 100 Jahren ging. Er erklärt Begriffe, die heute nur noch selten verwendet werden und führt so an jede einzelne Geschichte mit einem Augenzwinkern heran, die er dann im Anschluss ausdrucksstark vorträgt. Durch die Moderation verliert die Geschichte ihren Schrecken, wird aber dennoch im Originalwortlaut vorgetragen. Für mich eine sehr gelungene Mischung!

Veröffentlicht am 13.12.2017

Eine spannende Zeitreise ins mittelalterliche London erzählt von einer schlauen Hündin

Zeitreise auf vier Pfoten, Band 02
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Nachdem durch einen Fehler die Zeitmaschine von Professor Tempus Tiere aus sämtlichen Zeitepochen und Regionen in die Gegenwart transportiert hat, stehen der Professor, seine Enkelin Lia und die Hündin ...

Nachdem durch einen Fehler die Zeitmaschine von Professor Tempus Tiere aus sämtlichen Zeitepochen und Regionen in die Gegenwart transportiert hat, stehen der Professor, seine Enkelin Lia und die Hündin Curry vor der Aufgabe, die Tiere wieder an ihren Platz in der Geschichte zurückzubefördern, damit das Zeitgefüge nicht durcheinander gerät. Im zweiten Band der Reihe „Zeitreise auf 4 Pfoten“ bringen unsere Zeitreisenden ein Pony zurück zu Prinz Löwenherz. Im mittelalterlichen London findet ein Turnier statt, dass Richard Löwenherz auf jeden Fall gegen den intriganten Ritter Eisenblatt gewinnen muss, sonst wird er niemals König werden. Nicht auszudenken, was dies für Folgen hätte. Aber was hat das kleine Pony damit zu tun?

Madame Curie, die von allen kurz Curry genannt wird, berichtet aus ihrer Sicht von den Ereignissen der Zeitreise. Als zeitgenössische Bezugsperson für unsere 3 Zeitreisenden wurde der Knappe Caspar erschaffen. Er hilft den Freunden bei den notwenigen Kontakten, führt sie in die hiesigen Gepflogenheiten und das wichtigste aus Currys Sicht: er versorgt sie mit Essen. Und letztendlich ist Currys Superschnüffelnase wieder einmal der Schlüssel zum Erfolg der Mission. Die Hauptcharaktere in dem Buch sind sehr sympathisch und die vielen Dialoge auch gespickt mit Humor.

Die Illustrationen von Frederic Bertrand sind wieder eine Augenweide. Mein großer Sohn mag seine Bilder sehr gern. Das Glossar am Ende des Buchs hat uns bei einigen Begriffen, z.B. unbekannten Berufsbezeichnungen, weitergeholfen. Als Burgfans waren uns allerdings viele Begriffe klar und wir konnten uns das Geschehen sehr gut vorstellen. Bei „Ein Pony für den König“ handelt es sich um den zweiten Band der Reihe, allerdings können die Bände unabhängig voneinander gelesen werden. Das Buch ist für Kinder ab etwa 7 Jahren gedacht, vorlesen kann man es jedoch auch schon jüngeren Kindern. Die Schrift und die Zeilenabstände sind recht groß, die Kapitel kurz, so dass auch jüngere Leser hier ihr Erfolgserlebnis haben. Es hat jedoch deutlich mehr Text als Erstlesebücher.

Fazit: Eine spannende und informative Zeitreise ins mittelalterliche London erzählt von einer schlauen Hündin.