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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.07.2020

Spannend und unterhaltsam

Zane gegen die Götter, Band 1: Sturmläufer
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Die Geschichte, die uns von Zane Obispo erzählt wird, ist wirklich abenteuerlich. Auf seiner Mission hat er einige Mitstreiter an seiner Seite, so dass eine bunt gemischte Truppe unterwegs ist, die sich ...

Die Geschichte, die uns von Zane Obispo erzählt wird, ist wirklich abenteuerlich. Auf seiner Mission hat er einige Mitstreiter an seiner Seite, so dass eine bunt gemischte Truppe unterwegs ist, die sich aber gut ergänzt. Die Falkenwandlerin Brooks scheint voller Geheimnisse zu sein, was mich als Leser ihr gegenüber aber auch manchmal sehr ungeduldig werden ließ.

Mit über 500 Seiten ist das Buch recht dick. Mein Zehnjähriger wurde vom Cover direkt magisch angezogen und ich denke, die Geschichte hätte ihm sehr gut gefallen. Aber die vielen Seiten haben ihn abgeschreckt und zum Vorlesen ist es mir tatsächlich zu dick. Also wird es noch ein paar Jahre auf ihn warten.

Ich selbst muss sagen, dass sich das Buch sehr schnell liest. Da Zane uns seine Geschichte erzählt, ist der Schreibstil locker, frisch, jugendlich und mit einer Prise Humor gewürzt. So wie wir es auch von Rick Riordan in Percy Jackson kennen. So flogen die Seiten nur so dahin und ich fühlte mich gut unterhalten. Einzig die Geheimniskrämerei von Brooks und Zanes Mutter brachten mich zuweilen auf die Palme vor lauter Ungeduld.

Fazit: Die Verknüpfung der modernen Welt von heute mit den alten Göttern aus der Mythologie der Maya ergeben zusammen mit der lockeren Erzählweise von Zane ein spannendes wie unterhaltsames Buch für Kinder ab 12 Jahren. Für alle Rick-Riordan- und Percy-Jackson-Fans, die auf der Suche nach neuem Lesefutter sind!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2020

Ein liebevolles Bilderbuch mit humorvollen Illustrationen

Heute nicht
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Während man auf den ersten Seiten des Buchs Mitleid mit den Tieren hat, freut man sich immer mehr mit den Tieren, deren Laune sichtlich steigt. Und als dann alle auf der letzten Seite einträchtig beim ...

Während man auf den ersten Seiten des Buchs Mitleid mit den Tieren hat, freut man sich immer mehr mit den Tieren, deren Laune sichtlich steigt. Und als dann alle auf der letzten Seite einträchtig beim Sonnenuntergang sitzen, schließen auch wir mit einen glücklichen Seufzer dieses schöne Bilderbuch.

Gerade bei kleinen Kindern kann die Stimmung von jetzt auf nachher kippen. Da sagt man unbeabsichtigt das Falsche, schneidet das Brot nicht wie vorgestellt oder hat das Lieblingsshirt nicht parat und schon herrscht Weltuntergangsstimmung. Ablenkung hilft da oft, denn genauso schnell wie die die Wut und Verzweiflung kommt, verfliegt sie auch wieder.

Die Geschichte wird in kurzen knackigen Reimen erzählt und durch farbenprächtige lustige Bilder ergänzt. Beides greift hier ganz toll ineinander. Durch die kurzen Texte und die große Schrift hatte auch mein Erstklässler große Freude daran, das Buch selbst zu lesen.

Wenn man einen schlechten Tag erwischt, hilft es, den Blick auf schöne Dinge zu richten. Ein liebevolles Buch mit humorvollen Reimen und Illustrationen, das uns voll und ganz überzeugen konnte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.04.2020

Eine gelungene Kombination von Kinderalltag, Natur und einem magischen Geschöpf!

Irmelina Geisterkind - Das Geheimnis der Dorfeiche
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Irmelina Geisterkind gehört zu den Naturgeistern. Naturgeister sind nicht zu verwechseln mit Gespenstern. Es sind kleine Geschöpfe, die in ihrem kleinen Reich leben und nicht von Menschen gesehen werden ...

Irmelina Geisterkind gehört zu den Naturgeistern. Naturgeister sind nicht zu verwechseln mit Gespenstern. Es sind kleine Geschöpfe, die in ihrem kleinen Reich leben und nicht von Menschen gesehen werden können, außer von Kindern und Erwachsenen, die schon in ihrer Kindheit Bekanntschaft mit Naturgeistern gemacht haben. Irmelina, von allen kurz Irmi genannt, bekommt zu ihrem 10. Geburtstag endlich ihr eigenes Geisterreich. Die Vorfreude währt allerdings nicht lang, denn es ist ausgerechnet die alte Dorfeiche von Hügelhausen. Geht es vielleicht noch langweiliger? Obwohl es eigentlich verboten ist, verlässt Irmi ihr Geisterreich und trifft auf ihrem Ausflug auf das Mädchen Juna und begeht gleich den nächsten Verstoß gegen die Gesetze der Naturgeister.

Irmi ist es eigentlich strengstens verboten, sich einem Menschenkind zu zeigen. Aber Wirbelwind Irmi zeigt sich ganz unbefangen der kleinen Juna, deren Sommerferien gerade begonnen haben. Die Beiden schließen Freundschaft und treffen sich von nun an jeden Tag an einer geheimen Stelle am Bach. Nur dumm, dass Junas Eltern ihr verboten haben, außerhalb des Dorfes zu spielen und ihr auf die Schliche kommen. Auch bei Irmi kündigen sich die Eltern zu Besuch an und sie hat sich noch nicht richtig um ihr neues Geisterreich gekümmert.

Das Setting hat mir sehr gut gefallen. Ein Dorf mit einer alten Eiche, Kinder, die sich innerhalb des Dorfes frei bewegen und spielen und dann eben diese Fantasy-Komponente mit den Baumgeistern. Gerade die Naturgeister haben mich sehr neugierig gemacht und ich hätte mir gewünscht, dass dieser Teil der Geschichte noch einen größeren Schwerpunkt im Buch eingenommen hätte. Aber ich könnte mir gut vorstellen, dass dies in den nächsten Bänden geschieht.

Die Illustrationen von Julia Bierkandt gefallen mir sehr gut. Man sieht ihn an, was für ein fröhlicher Wirbelwind Irmi ist. Die Schrift und der Zeilenabstand ist angenehm groß und die Sätze nicht übermäßig lang, so dass das Buch für Kinder von 8-10 Jahren gut zu lesen sein sollte. Aber auch zum Vorlesen eignet sich die Geschichte bestens, auch schon für Kinder ab etwa 6 Jahren.

Eine gelungene Kombination von Kinderalltag, Natur und einem magischen Geschöpf! Wir sind sehr gespannt, wie es mit Irmelina Geisterkind weitergeht.

  • Spaß
Veröffentlicht am 01.04.2020

Eine lustige Geschichte mit zauberhaften Illustrationen

Max und Mux und der Riesenwunschpilz
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Max und Mux sind beste Freunde. Max wohnt mit seinem Hund Hansi in einer hohlen Eiche mit 4 Stockwerken. Mux wohnt am Ende der Wiese mit Eichhörnchen Erika in einem Baumhaus voller Bücher.

Eines Tages ...

Max und Mux sind beste Freunde. Max wohnt mit seinem Hund Hansi in einer hohlen Eiche mit 4 Stockwerken. Mux wohnt am Ende der Wiese mit Eichhörnchen Erika in einem Baumhaus voller Bücher.

Eines Tages entdeckt Max ein riesiges Pilz-Buch. Es ist so groß, dass er es kaum tragen kann. Zusammen mit Mux studiert er die Vielfalt der Pilze bis sie auf einen weiß-blauen Wunschpilz stoßen. Am 1. Juli um Punkt 12 Uhr soll auf dem Pilz ein kleines Männchen erscheinen und demjenigen, der ihm einen Goldtaler gibt, einen Wunsch erfüllen.

Max und Mux vermuten den Pilz im Dunkelwald. Während der abenteuerlustige Max am liebsten sofort losziehen möchte, ist Mux eher ängstlich, denn der Dunkelwald befindet sich direkt neben dem Riesengebirge und den Riesen möchte er nun wirklich nicht begegnen.

Schlussendlich machen sich die beiden Freunde aber auf die Suche nach den Riesenwunschpilz und erleben dabei jede Menge Abenteuer. Werden Max und Mux den Pilz schließlich finden und welchen Wunsch werden sie haben?

Dieses Bilderbuch geht schon fast als Vorlesebuch durch oder man könnte es auch als XXL-Bilderbuch bezeichnen, denn es hat doppelt so viele Seiten wie ein klassisches Bilderbuch und auch etwas mehr Text. Somit ist es super für Kinder zwischen 4 und 6 Jahren geeignet, die schon eine etwas längere Geschichte hören wollen.

Aber es gibt nicht nur viel zu lesen, sondern auch zu schauen. Sven Maria Schröder hat sich in seinen Bildern so richtig ausgetobt. Neben Max, Mux, Hund Hansi und Eichhörnchen Erika gibt es in den Illustrationen noch ganz viele Nebendarsteller zu entdecken. Besonders die vielen kleinen Mäuse haben es uns angetan. So gibt es viele kleine Geschichten in den Bildern zu entdecken. Und auch das Vorsatzpapier wurde super mit einer Karte des Fabelwaldes genutzt.

Fazit:
Eine spannende wie auch lustige Geschichte mit zauberhaften Illustrationen, die mit vielen Details zum Entdecken einladen.

  • Spaß
Veröffentlicht am 25.03.2020

Ein humorvoller Reihenauftakt

Mina und die Karma-Jäger - Der Klassenkassen-Klau
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Mina hat Geburtstag und da klingelt es auch schon an der Tür. Das werden wohl die Gäste sein. Als Mina die Tür öffnet, steht da allerdings ein ihr völlig unbekannter Junge, der dann auch noch behauptet, ...

Mina hat Geburtstag und da klingelt es auch schon an der Tür. Das werden wohl die Gäste sein. Als Mina die Tür öffnet, steht da allerdings ein ihr völlig unbekannter Junge, der dann auch noch behauptet, er hätte die Geburtstagsparty abgesagt. Das kann er doch nicht ernst meinen, oder?

Die arme Mina will es gar nicht glauben. Wahrscheinlich ist das der Partyscherz ihrer besten Freundin Isabell. Noch seltsamer wird es, als ihre Mutter den Jungen gar nicht sieht. Verwirrung auf ganzer Linie bei der armen Mina.

Der Junge heißt Julius und ist ein Geist. Da er für ein Geisterkind ein zu schlechtes Karma hat, nämlich 007 ( = kurz vor Nacktmull) wie das Himmelhandy weiß, wurde er zu Mina geschickt.

Damit Mina ihm sofort helfen kann, hat er ihre Party abgesagt und da Julius sich auch sonst nicht sehr nett verhält, sinkt der Karmalevel dann auch noch.

Nach einem völlig verrückten Partynachmittag akzeptiert Mina das Unwahrscheinliche und Julius bekommt eine Mission, für die er 35 Karmapunkte bekommen kann: den Klau aus der Klassenkasse der 5a aufklären, den Dieb stellen und sein Problem zur allgemeinen Zufriedenheit lösen.

Während Mina sogleich unsere Sympathie hatte, stößt Julius mit seinem Benehmen an. Er macht eigentlich nur das, was er für Spaß hält. Nur das er der Einzige ist, der Spaß hat. Es ist kein Wunder, dass er ein Karmaproblem hat und er ist auch recht begriffsstutzig und versteht nicht, dass sein egoistisches Benehmen der Grund für das Nacktmull-Karma ist. Gegen Ende des Buchs wird es natürlich besser, denn Julius entwickelt sich. Isabell und Anton sind Minas Freunde. Sie sind sehr verschieden, scheinen aber schwer in Ordnung zu sein.

Wir sind schon sehr gespannt, wie es im nächsten Band weitergeht. Wir hätten es übrigens toll gefunden, wenn man z.B. auf dem Vorsatzpapier eine Karmalevel-Übersicht finden würde, die zeigt, welche Karmalevel es gibt.

Insgesamt hat uns der erste Band von "Mina und die Karmajäger" gut gefallen, auch wenn wir über Julius nur den Kopf schütteln konnten. Aber dadurch kamen auch lustige Situationen zu Stande, die uns lachen ließen. Janet Clark hat einen lockeren und sehr lebendigen Schreibstil, der aufs Beste unterhält. Wir sind gespannt, wie sich Julius' Karma in zweiten Band weiterentwickeln wird.