Ein roman für Lyrikfans
Offene See
Die Geschichte beginnt mit Robert, der sich als alter Mann an seine Jugend erinnert. Diese kleine Rahmenhandlung umklammert die Geschichte des 16jährigen aus dem Norden Englands, der sich kurz nach dem ...
Die Geschichte beginnt mit Robert, der sich als alter Mann an seine Jugend erinnert. Diese kleine Rahmenhandlung umklammert die Geschichte des 16jährigen aus dem Norden Englands, der sich kurz nach dem 2.Weltkrieg auf Wanderschaft begibt. Er kommt aus einem Bergarbeiterdorf und möchte die offene See im Süden erleben, bevor er die Bergarbeitertradition seiner Familie fortführt. Er bleibt schließlich bei der älteren, unkonventionellen Dulcie und ihrem Schäferhund Butler hängen. Es entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft, die vor allem Robert eine andere Sicht auf das Leben, die Kunst und die Lyrik eröffnet.
Mir hat der Roman gut gefallen, weil er leise und intensiv geschrieben ist. Das Buch hat nur eine geringe Handlung, ist aber sehr poetisch und voller blumiger Natur- und Landschaftsbeschreibungen. Es geht um die Wanderung eines 16jährigen zu sich selbst. Es geht um Selbstbestimmung und um die einfachen Dinge des Lebens und um die offene See als Sehnsuchtsort. Von mir gibt es vier Sterne.