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Veröffentlicht am 16.04.2018

„Der Rabbi Jesus ist tot, Prokurator! Er starb um die neunte Stunde.“

Die neunte Stunde
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„Der Rabbi Jesus ist tot, Prokurator! Er starb um die neunte Stunde.“

Wenn man dem Nachwort des Buches Glauben schenken darf, hat sich Günter Krieger mit diesem biblischen Roman um die Passionsgeschichte ...

„Der Rabbi Jesus ist tot, Prokurator! Er starb um die neunte Stunde.“

Wenn man dem Nachwort des Buches Glauben schenken darf, hat sich Günter Krieger mit diesem biblischen Roman um die Passionsgeschichte einen Herzenswunsch erfüllt. In „Die neunte Stunde“ berichtet der Autor zahlreicher historischer Romane anhand seiner beiden fiktiven Protagonisten Stephaton und Sara von den in den Evangelien geschilderten Ereignissen um Jesu Gefangennahme und Tod.

Günter Kriegers Geschichte beginnt in Tiberias, wo der knapp 20jährige griechische Schauspieler Stephaton auf Sara, ein Mädchen aus frommer jüdischer Familie trifft. Der talentierte und umschwärmte Publikumsliebling, der sich bislang vehement dagegen sträubte, als Sohn eines Baumeisters in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, verliebt sich auf den ersten Blick in die junge Frau, die seine Zuneigung erwidert. Durch Sara erfährt Stephaton von einem jüdischen Rabbi namens Jesus, der Todkranke heilt und über das Wasser eines Sees gegangen sein soll. In Kapernaum, einem Fischerdorf unweit von Tiberia, begegnet er dem Wunderrabbi schließlich persönlich und kann sich dessen ungewöhnlicher Anziehungskraft kaum entziehen. Stephaton beschließt, Sara zuliebe die Schauspielerei aufzugeben und dem sehnlichsten Wunsch seines Vaters Demetrios zu entsprechen. Doch bei seiner Abschiedsvorstellung kommt es zum Eklat und Stephanos wird mit dem Rest seiner Truppe verhaftet. Er wird zu zwei Jahren Zwangsarbeit als Hilfssoldat einer römischen Legion verurteilt, wo er als Diener des Zenturios Cassius Longinus einem Hinrichtungstrupp arbeiten muss, dessen Spezialität Kreuzigungen sind. Seine hoffnungsvolle Zukunft mit Sara scheint in weite Ferne gerückt, doch der ehemalige Frauenschwarm lebt nur noch dem Ziel vor Augen, seine geliebte Sara nach Ablauf seiner Strafe heiraten und mit ihr eine Familie gründen zu können. Doch kurz bevor die zwei Jahre vorüber sind, werden die römischen Besatzer plötzlich auf Jeschua ben Joseph, dem Wunderrabi namens Jesus, aufmerksam, dessen Gefolge immer größer wird. Es kommt schließlich zur Festnahme im Garten von Gethsemane und zu einer Gerichtsverhandlung…

„Die neunte Stunde“ wird in insgesamt drei Kapiteln erzählt, wobei nach einem kurzen Prolog im ersten Teil „Laureolus“ der griechische Mime Stephaton mit seinem ausdrucksstarken und glaubwürdigen Theaterspiel vorgestellt wird und er Sara kennen lernen wird. Im zweiten Teil „Stephaton“ konzentriert sich der Autor auf die Zeit kurz vor der Gefangennahme Jesu, während im dritten Teil „Der neue Weg“ die Phase nach der Kreuzigung beschreibt. Positiv hervorzuheben ist meiner Ansicht nach die detaillierte Beschreibung in Form eines Lageplans der Stadt Jerusalem zur Zeit Jesu auf der ersten Buchseite, dessen Betrachtung ich dem Leser zur besseren Orientierung ans Herz legen möchte. Besonders wichtig erschien mir auch das Nachwort des Autors, in dem er einigen Gedanken und Erläuterungen zu seinem Werk Ausdruck verleiht und wo er verrät, in welchen Bereichen er sich strikt an die biblische Vorgabe hielt, und in welchen er sich durch fiktive Handlungen und Figuren dichterische Freiheit erlaubte.

Fazit: Günter Krieger versteht es hervorragend, die biblischen Fakten lebendig zu gestalten und dem Leser anschaulich näher zu bringen. Die Lektüre dieses atemberaubenden Buches brachte mir die Passionsgeschichte und viele Personen aus der Bibel bildhaft vor Augen und versetzte mich ein paar Stunden lang zurück in längst vergangene Zeiten und erlaubte mir tiefere Einblicke darauf durch die Perspektive seines griechischen Protagonisten. Ein wundervolles Buch, das ich uneingeschränkt weiter empfehle!

Veröffentlicht am 16.04.2018

Heute verbrennen sie unsere Bücher… und morgen?

Jan Hus, der Feuervogel von Konstanz
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„Heute verbrennen sie unsere Bücher… und morgen?"

Die Autorin Tania Douglas hat in diesem exzellent recherchierten, über siebenhundert Seiten umfassenden Buch „ein spannendes Portrait eines faszinierenden, ...

„Heute verbrennen sie unsere Bücher… und morgen?"

Die Autorin Tania Douglas hat in diesem exzellent recherchierten, über siebenhundert Seiten umfassenden Buch „ein spannendes Portrait eines faszinierenden, wortgewaltigen, aber auch warmherzigen Reformators, der bis zur Selbstaufgabe gegen die damaligen Missstände der Kirche ankämpfte und Martin Luther zum Wegbereiter wurde“ verfasst. Der Roman spielt zur Zeit der Kirchenspaltung und der politischen Unruhen und verbindet dabei historische Fakten mit fiktiven Ereignissen und Personen. Als besonders hilfreich möchte ich das Personenregister – das „Dramatis personae“ – auf den ersten Seiten hervorheben, das eine leichte Orientierung hinsichtlich der handelnden Personen ermöglicht. In insgesamt 26 Buchkapitel erzählt Tania Douglas den Lesern die Geschichte des tschechischen Reformators und beginnt dabei im Jahre 1378, indem sie ihren Lesern Jans Familie und sein Umfeld vorstellt. Sie berichtet von seiner gottesfürchtigen und tief gläubigen Mutter Anna, die sich sehnlichst wünscht, ihrem Sohn eine Ausbildung zum Priester zu ermöglichen. Und sie stellt uns seinen Vater Michael vor, einen Fuhrmann, der Jan in seinem eigenen Unternehmen beschäftigt wissen möchte. Jans große Liebe zur Aura der Kirchen war jedoch bereits als Kind äußerst ausgeprägt, sie vermittelten ihm ein Gefühl der Geborgenheit. Und so scheint sein Weg zum Priesteramt vorgezeichnet.

Tania Douglas berichtet in diesem außergewöhnlichen historischen Roman vom Werdegang des „Johannes aus Husinetz“, der als „Jan Hus“ Geschichte schreiben soll. Sie beleuchtet den Weg von den glücklichen Tagen seiner Kindheit im Schoß einer liebenden Familie, über seine Ausbildung in der Lateinschule von Prachatitz, seiner Studienzeit am Karlskolleg, der Universität von Prag, sowie der lebensverändernden Begegnung mit den Schriften des Engländers John Wycliff, der Jans alte Welt in Scherben zerbrach. Von diesem Zeitpunkt an war es sein vorrangiges Ziel, Wycliffs Gedankengut zu verbreiten und seine gesamte Kraft und seinen scharfen Geist einzusetzen, sein Leben der Kirche zu weihen, um sie zu verbessern. Jan Hus‘ Ansinnen war es, „die Grundfesten der Kirche zu stärken, sie von den im Laufe der Jahrhunderte gewachsenen schädlichen Wucherungen zu befreien, um sie wieder zu dem Licht der Welt zu machen, als das Jesus Christus sie einst schuf.“ Jan Hus meint: „Nicht nur die Vereinfachung der Sprache halte ich für nötig. Sondern auch eine Rückkehr des Glaubens und der Kirche zu ihren Anfängen. Eine Rückbesinnung auf das Evangelium. Die Suche nach der Wahrheit mithilfe der Worte der Bibel.“ Mit diesem Lebensziel macht sich der zielstrebige Prediger Feinde auf allerhöchster Ebene. Jan Hus erregt den Unwillen Roms, über ihn wird der Bann verhängt und er wird schließlich der Ketzerei bezichtigt.

Da die historischen Fakten hinreichend bekannt sind bzw. leicht nachlesbar sind, besteht wohl keine Gefahr zu Spoilern, wenn ich auf den Prozess im Zuge eines Konzils in Konstanz im Jahre 1414 hinweise, dessen Ziele es waren, das bereits jahrelang bestehende Schisma aufzuheben, die Kirche zu reformieren sowie die Ketzerlehren zu bekämpfen. Der Autorin ist es jedoch gelungen, die politischen, wie auch kirchenpolitischen Ereignisse dermaßen interessant und spannend darzubringen, dass es trotz der hohen Seitenanzahl schwer möglich war, die Lektüre dieses Buches zu unterbrechen. Den Schreibstil kann ich nur als erstklassig bezeichnen – die gewählte Ausdrucksweise der Autorin und ihre einnehmende Art, Geschichte lebendig zu machen, haben mich bereits nach den ersten Seiten dieses Buches völlig für Tania Douglas eingenommen. Genau so stelle ich mir hervorragende historische Romane vor, und genau so bringt man Menschen dazu, längst vergangene Ereignisse mit großer Erwartungshaltung in sich aufzunehmen. Jan Hus war für mich bislang „lediglich“ eine historische Figur – doch Tania Douglas hat es geschafft, mir diesen faszinierenden Reformator, der Lügen verabscheute, zu seinen Überzeugungen stand, Gott mit seinem ganzen Herzen liebte und sich nichts sehnlicher wünschte, als eine Reformation der Kirche zu bewirken, nahe zu bringen. Seine Vorstellungen einer Kirche brachte er im monumentalen Werk „De Ecclesia“ zum Ausdruck, und er war es auch, der die Bibel in ein leicht verständliches Tschechisch übersetzte. Ein Mann mit Visionen, der für seinen tiefen, unerschütterlichen Glauben letztendlich starb. Die letzten Seiten dieses Buches werden wohl noch lange Zeit nachwirken… und ich schließe meine Buchbeschreibung mit einem Zitat, das mich wohl am meisten beeindruckte: „Und wenn ich nicht geschont werden will? Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, voll und ganz für seine Überzeugungen einzustehen – allen Widrigkeiten zum Trotz. Ich will nicht mehr fliegen und mich verstecken. Und ich will nie mehr erleben müssen, dass andere an meiner statt für meine Überzeugungen ihr Leben lassen müssen.“

Veröffentlicht am 16.04.2018

Jennifer

Jennifer
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„Manchmal denke ich, es war ein Fehler, dass ich Ärztin geworden bin.“ (Jennifer) . . . „Nur an solchen Abenden, an denen dir das Herz bricht“ (Tom)

„Jennifer“, der „Auftakt“ zur O’Malley-Serie von Dee ...

„Manchmal denke ich, es war ein Fehler, dass ich Ärztin geworden bin.“ (Jennifer) . . . „Nur an solchen Abenden, an denen dir das Herz bricht“ (Tom)

„Jennifer“, der „Auftakt“ zur O’Malley-Serie von Dee Henderson, war für mich das erste Buch dieser Autorin, und wird wohl nicht mein letztes sein. Die Tochter eines Pfarrers war zunächst Finanzbeamtin, ehe sie ihren Beruf aufgab, um sich ganz der Schriftstellerei zu widmen. Im vorliegenden Buch erzählt sie in sehr einnehmendem Schreibstil, wie sich aus einer gegenseitigen Sympathie zwischen zwei Ärzten im Laufe der Zeit eine innige Freundschaft, und schließlich sogar Liebe entwickelt.

Mit Jennifer O’Malley bringt Dee Henderson eine sympathische Protagonistin ins Spiel, die in ihrem Beruf als Kinderärztin aufgeht. Die ihr anvertrauten krebskranken Kinder liegen ihr sehr am Herzen und Jennifer verbringt einen Großteil ihrer Zeit in der Onkologie der Kinderstation des Krankenhauses Dallas. Jennifer ist Vollwaise, hat jedoch eine große Wahlfamilie und insgesamt sechs Geschwister, mit denen sie sich glänzend versteht. Als sie in der Notaufnahme zufällig Tom Peterson, einen charmanten Chirurg mit tiefblauen Augen und einem netten Lächeln trifft, geht ihr der humorvolle Mann mit dem großen Herzen nicht mehr aus dem Sinn. Im Laufe der Zeit entwickelt sich zwischen Jennifer und Tom eine tiefe Freundschaft. Für Tom ist der Glaube ein elementarer Bestandteil seines Lebens. Jennifer hingegen hat mit der Kirche nichts am Hut und alles, was damit auch nur im Entferntesten zu tun hat, macht ihr eine Riesenangst.

Werden Jennifer und Tom einen Weg zu einander finden? Werden sich ihre unterschiedlichen Einstellungen zum Glauben als Hindernis ihrer zart entflammten Liebe entpuppen? Oder gibt es für diese junge Liebe trotz allem eine Chance?

Das vorliegende Buch hat mir kurzweiliges Lesevergnügen beschert. Die Romanze zwischen Jennifer und Tom driftete niemals ins Banale ab, im Gegenteil. Durch das Vertrauen zwischen ihren beiden Protagonisten bringt die Autorin tiefsinnige Gespräche zu den Themen ins Buch, die für Jennifer und Tom von Bedeutung sind. Und Jennifer beginnt dank Tom, sich mit der Bibel auseinander zu setzen, sie gibt dem Glauben an Gott eine Chance. Zudem macht der Hinweis auf die O’Malley-Geschwister, die jeweils Protagonist einer der nachfolgenden Bücher der gleichnamigen Serie sind, neugierig. Bereits in „Jennifer“ wurde auf deren drei Brüder Marcus, Jack und Stephen, sowie die drei Schwestern Kate, Lisa und Rachel hingewiesen, und ich brenne nun darauf, jeweils mehr über diese interessanten Figuren aus der O’Malley-Serie zu lesen.

Der einzige Kritikpunkt an diesem Buch war die Tatsache, dass es sich um eine Geschichte mit offenem Ende handelt, was ich im Grunde nicht so gerne mag, was aber aus dem Klappentext leider nicht hervor geht. Wer erfahren möchte, wie es mit Jennifer und Tom weiter geht, wird sich die O’Malley-Serie zulegen und sie in der richtigen Reihenfolge lesen müssen: „Die Vermittlerin“, „Der Beschützer“, „Die Gerichtsmedizinerin“, „Der Lebensretter“, „Die Psychologin“, und „Der Aussteiger“. Ich freue mich, erstmals ein Buch dieser Autorin gelesen zu haben und bin schon gespannt, wie es mit den O’Malleys weiter geht.

Veröffentlicht am 16.04.2018

Eine gelungene Mischung aus Romantik, Spannung und Abenteuer!

Im frühen Morgenlicht
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Eine gelungene Mischung aus Romantik, Spannung und Abenteuer!

„Gott hat das für uns gefügt, nicht wahr?“ – „Sieht so aus.“ – „Das ist… erstaunlich“.

Das Leben von Morgan Spencer, einem reichen Buchautor ...

Eine gelungene Mischung aus Romantik, Spannung und Abenteuer!

„Gott hat das für uns gefügt, nicht wahr?“ – „Sieht so aus.“ – „Das ist… erstaunlich“.

Das Leben von Morgan Spencer, einem reichen Buchautor und Experten für Trendwenden, zerbricht in tausend Scherben, als nach dem Tod seiner Tochter auch noch seine über alles geliebte Ehefrau Jill bei einem tragischen Autounfall ums Leben kommt. Der einsame, trauernde Witwer bleibt mit seiner jüngsten Tochter Olivia alleine zurück, sein Bruder Rick und dessen Frau Noelle unterstützen ihn, wo sie nur können. Dennoch findet Morgan keine Lebensfreude mehr und lebt nur noch für die kleine Livie. Als plötzlich eine quirlige junge Frau mit krausen Locken und elfengleichen Zügen in Juniper Falls auftaucht und in ihrer Funktion als Nachlassverwalterin und eBay-Händlerin im Haus einer Verstorbenen alles für einen Weiterverkauf des Gebäudes leer räumen soll, kreuzen sich ihre Wege. Quinn Erin Reilly übt eine starke Anziehungskraft auf den trauernden Witwer aus, dieser hält jedoch eine erneute Beziehung zu einer Frau für ausgeschlossen. Als plötzlich Schatten aus Quinns Vergangenheit auftauchen und ihr Leben bedrohen, erweist Morgans umsichtiges Geschäftsgeschick und sein kühles, logisches Denkvermögen sich als Segen. Er steht Quinn zur Seite, ebenso wie seine Familie und seine Freunde…

Obgleich man bereits im Klappentext den etwaigen Fortgang dieser Geschichte erahnen kann, überraschte die Autorin mich mit dem hohen Unterhaltungswert dieses Buches. „Im frühen Morgenlicht“ ist nicht nur die Geschichte einer neuen, aufkeimenden Hoffnung und einer zarten jungen Liebe, sondern birgt zugleich einen sehr hohen Spannungsfaktor, der die Lektüre zu einem beinahe schon rasanten Erlebnis macht. Die Verfolgung durch einen brutalen Soziopathen, der weder vor Betrug, noch Mord zurückschreckt, lässt den Leser regelrecht durch die Seiten preschen, in der Hoffnung, dass das Gute siegen, und das Böse eine Niederlage erleiden möge. Die Autorin hat einen äußerst einnehmenden Schreibstil, die handelnden Personen empfand ich als sehr gut und vor allen Dingen glaubwürdig dargestellt, wobei neben den beiden Protagonisten auch viele Nebenfiguren in die Handlung eingewoben wurden. Besonders erwähnenswert ist der christliche Glaube, der stark ins Geschehen integriert wurde. Der Glaube an Gott spielt für die Protagonisten dieses Buches eine bedeutende Rolle, Werte wie Menschlichkeit, Nächstenliebe, Treue und Verzeihung werden hoch gehalten.

Ich habe mich durch dieses Buch von Kristen Heitzmann sehr gut unterhalten gefühlt, durfte romantische Augenblicke, fröhliche Familiengeschichte und einen spannenden Thriller als perfekt geschnürtes Paket erleben. „Im frühen Morgenlicht“ ist ein Buch, das ich sehr gerne weiter empfehle!

Veröffentlicht am 16.04.2018

Ein romantisches Abenteuer im Wilden Westen

Ein verheißungsvoller Frühling
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Ein romantisches Abenteuer im Wilden Westen

„Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, ...

Ein romantisches Abenteuer im Wilden Westen

„Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.“

Dieser Bibelvers wurde zum Leitgedanken der sympathischen Protagonistin Charlotte Harding, einer jungen Witwe, die mit ihrem einjährigen Sohn David nach Cheyenne zog. Die ehemalige Lehrerin aus Vermont baute sich nach dem Tod ihres Ehemannes Oberleutnant Jeffrey Crowley im Wyoming-Territorium ein neues Leben auf und entwirft als Modemacherin elegante Kreationen für zahlungskräftige weibliche Kunden, die sie anschließend selber näht und in ihrem Modegeschäft „Élan“ verkauft. Die warmherzige und liebevolle Frau strahlt eine faszinierende Mischung aus Selbstvertrauen und Verwundbarkeit aus. Sie beschützt ihren blinden kleinen Sohn und vertraut mit ihrem starken Glauben auf die Fügung Gottes in ihrem Leben. Gwen Amos, ebenfalls verwitwet und Mutter einer dreijährigen Tochter, steht Charlotte zur Seite. Die fröhliche, lebensfrohe und optimistische Frau ist ihr Haushälterin und Freundin in gleichen Maßen. Durch die verwöhnte reiche Tochter eines wohlhabenden Zeitungsverlegers namens Miriam Taggert lernt sie deren potenziellen zukünftigen Ehemann Barrett Landry kennen. Die Ziele des wohlhabenden Rinderzüchters sind ehrgeizig, und seine hohe soziale Stellung sowie sein Reichtum ermöglichen es ihm, Miriam den Hof zu machen. In ihrem Modesalon treffen Charlotte und Barrett erstmals aufeinander, und die hübsche Witwe ist beeindruckt von dem attraktiven Gentleman mit den guten Manieren und der einnehmenden Art. Charlottes Freundschaft zu Miriam wird auf eine Probe gestellt, und es gibt auch ein Geheimnis um ihre eigene Vergangenheit, das sie um jeden Preis zu hüten sucht…

Amanda Cabots Roman hält exakt das, was er verspricht. „Ein verheißungsvoller Frühling“ ist eine zutiefst romantische Liebesgeschichte im Hintergrund des Wyoming-Territoriums im Jahre 1886. Es geht um Freundschaft, Vertrauen, Liebe, Treue und Betrug – ein wunderschönes Abenteuer im Amerika vergangener Zeiten. Die Autorin lässt ihre Leser in ihre Geschichte eintauchen, sie glänzt mit einem einnehmenden Schreibstil und fein ausgearbeiteten Protagonisten. Der christliche Glaube ist unaufdringlich in die Geschichte eingewoben, und eine geheimnisvolle Bedrohung aus der Vergangenheit sorgt für einen guten Spannungsbogen im Buch.

Ich möchte explizit auch auf das ausgezeichnete Coverfoto hinweisen, das die weibliche Protagonistin dieses Romans exakt so darstellt, wie es im Buch beschrieben wurde. Eine Tatsache, die nicht bei allen Büchern eine Selbstverständlichkeit zu sein scheint.

Es handelt sich hierbei um die Fortsetzung von „Der Sommer, der so viel versprach“, doch obgleich ich auch dieses bereits gelesen habe, bin ich nicht der Meinung, dass dessen Lektüre vorab zwingend erforderlich ist.

„Ein verheißungsvoller Frühling“ stellte für mich ein wunderschönes, sehr romantisches Abenteuer dar, bei dem ich tief ins Geschehen eintauchen und für einige Stunden alles um mich herum vergessen konnte. Für Fans romantischer historischer Liebesromane eine uneingeschränkte Leseempfehlung, und von mir auf jeden Fall volle fünf Bewertungssterne!