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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.07.2024

Eine würdige Fortsetzung!

Relight My Fire
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C.K. McDonnell hat wieder abgeliefert. Die Stranger Times gehen in die vierte Runde und auch dieser Band steht seinen Vorgängern in nichts nach.

Ein höllischer Countdown, vom Himmel fallende Männer, Identitätskrisen ...

C.K. McDonnell hat wieder abgeliefert. Die Stranger Times gehen in die vierte Runde und auch dieser Band steht seinen Vorgängern in nichts nach.

Ein höllischer Countdown, vom Himmel fallende Männer, Identitätskrisen und ehemalige Jugendschwärmereien. Auch hier wurde der Kreativität wieder keine Grenzen gesetzt.
Wie kein zweiter schafft es McDonnell die vielen Handlungsstränge, welche bereits in den Vorbänden geschaffen wurden, weiter zu verflechten.
Und wenn man diese bunte Truppe nun so lange schon begleitet, sind diese einem bereits arg ans Herz gewachsen. Besonders Banecroft, welchem man seine derben Beleidigungen gar nicht wegdenken möchte. (Auch wenn er sich langsam zu einem leichten Softie entwickelt – Pfui Teufel!)
Neue Figuren wurden eingeführt, welche bereits jetzt nicht mehr wegzudenken sind. Und das Feuerwerk der schwarzhumorigen Witze hat auch hier wurde ordentlich gezündet.
Ein zwei Geheimnisse rund um Stellas Vergangenheit wurden gelüftet. Dennoch sind noch mehr als genug offene Fragen übrig, sodass wir uns noch auf viele weitere Bände freuen können.
Ich freue mich schon!

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  • Fantasie
Veröffentlicht am 16.06.2024

Leigh Bardugo mal anders

Der Vertraute
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Leigh Bardugo mal anders.

Man nehme:
Italienisches Setting. Historisch geprägte Elemente, besonders über Religion und speziell das Judentum. Und das gewürzt mit einer Prise Magie.

Anfangs brauchte ich ...

Leigh Bardugo mal anders.

Man nehme:
Italienisches Setting. Historisch geprägte Elemente, besonders über Religion und speziell das Judentum. Und das gewürzt mit einer Prise Magie.

Anfangs brauchte ich etwas um in die Handlung richtig reinzukommen. Doch Luzia, die Hauptprotagonistin, machte es mir da direkt leicht. Als gewöhnliches Hausmädchen mit jedoch ganz ungewöhnlichen magischen Fähigkeiten gesegnet, rutscht sie aufgrund ihres ungewöhnlichen Verhaltens schnell ins Auge ihrer Hausherrin. Um die gesellschaftliche Stellung ihrer Hausherrin zu retten, wird Luzia dazu gezwungen beim „Heiligen – Kontest“ seiner spanischen Majestät teilzunehmen. Über ihren geldgebenden Unterstützer lernt sie den rätselhaften Santangel kennen, einen unsterblichen Lakaien gebunden an seinen Meister.

Eine Geschichte zu Zeiten der spanischen Inquisition.
Eine Geschichte über Liebe, über Verlangen und eigene Wünsche.
Eine Geschichte über die Identität eines Jeden.
Eine Geschichte über Heilige, über Wunder und über Betrüger.
Eine Geschichte so magisch und doch so schmerzhaft.
Denn Andersartigkeit wird auch in der heutigen Zeit noch bestraft.

Diese Geschichte hat sich direkt in mein Herz gebohrt.
Und wird lange Zeit noch etwas nachbluten.

Doch vielleicht gibt es ja Hoffnung auf ein Happy End…

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Veröffentlicht am 16.06.2024

Großes Highlight

Funny Story
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Emily Henry weiß es einfach gekonnt realistische Charaktere zu schreiben.
Das Grundgerüst der Geschichte dass die beiden sitzengelassenen Partner mit dem jeweiligen Ex des anderen Pärchens zusammenkommen, ...

Emily Henry weiß es einfach gekonnt realistische Charaktere zu schreiben.
Das Grundgerüst der Geschichte dass die beiden sitzengelassenen Partner mit dem jeweiligen Ex des anderen Pärchens zusammenkommen, bietet natürlich großes Drama Potenzial. Emily Henry schafft es stattdessen daraus eine schöne Geschichte über Selbstfindung zu schaffen.
Gespickt mit Humor und peinlichen Momenten, spielend in einer idyllischen amerikanischen Kleinstadt im Nirgendwo. Bibliotheks Setting, schwierige Dates im Alter, wahre und neu aufkommende Freundschaften, romantische Momente abends am Strand und die typischen Familiendramen runden diese Geschichte einfach perfekt ab. Besonders mit Daphnes introvertiertem Charakter konnte ich mich sehr identifizieren und dass man lernen muss, sich nicht stets von anderen Personen oder Dingen abhängig zu machen.
Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Buch der Autorin!

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Veröffentlicht am 16.06.2024

Ein komplexes Dark Fantasy Meisterwerk mit emotionalem Tiefgang

Dark Heir
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Wie gut war dieses Buch bitte?
Bereits durch den ersten Band hat sich C.S. Pacat für mich zu einer Autorin entwickelt, die ich unbedingt im Auge behalten werde.
Die Geschichte beginnt nahtlos nach dem ...

Wie gut war dieses Buch bitte?
Bereits durch den ersten Band hat sich C.S. Pacat für mich zu einer Autorin entwickelt, die ich unbedingt im Auge behalten werde.
Die Geschichte beginnt nahtlos nach dem ersten Band, wobei durch eine Dramatis Personae nochmals die wichtigsten Informationen aus dem ersten Band aufgefrischt wurden. Die Wartezeit war ja leider doch etwas länger, aber dafür wird man als Leser hier umso mehr belohnt.

Selten habe ich eine so detaillierte, vielschichtige Dark Fantasy Geschichte gelesen. Grandioses Worldbuilding und komplexe Charaktere, deren Entwicklung und Gedankengänge ich ausnahmslos verstehen konnte und die mich während des Lesens zum Lachen aber sehr oft auch zum Verzweifeln gebracht haben.
Besonders Wills innere Zerrissenheit, die seine schwierige Lage mit sich bringt (auf die ich nicht näher eingehen werde, da sie Spoiler zum Vorband behält) war mit Händen greifbar. Dem entgegengesetzt stand die zunehmende romantische Spannung zwischen Will und James, welche die Autorin so gekonnt (und ohne etwaige Szenen) hervorhebt, dass ich echt sprachlos zurückgelassen wurde.

Trotz der verschiedenen Handlungsstränge, da unser Team oftmals wieder getrennte Wege gehen musste und verschiedener Zeitlinien, da wir hier mehr über die Vergangenheit des dunklen Königs erfahren, konnte ich stets dem roten Faden der Handlung folgen. Die Komplexität der Geschichte erschlug mich zu keinem Zeitpunkt, sondern hat mich eher durch ausgeklügelte Cliffhanger und tiefgründige Gedankenpassagen so sehr gefesselt, dass ich jetzt zum Ende des Buches etwas ratlos und besonders rastlos zurückblicke.

Wie soll ich bitte so lange auf Band 3 warten??
Das war ganz großes Kino – Chapeau!

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Veröffentlicht am 10.03.2024

Ein Buch für uns Leser!

Yellowface
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Wie weit würdest du gehen, um erfolgreich zu werden?

Yellowface ist ein Buch für uns Leser.
Ehrlich, knallhart, realistisch, demütigend.
Welches die Missstände sowie Hürden und Tücken der Buchbranche ...

Wie weit würdest du gehen, um erfolgreich zu werden?

Yellowface ist ein Buch für uns Leser.
Ehrlich, knallhart, realistisch, demütigend.
Welches die Missstände sowie Hürden und Tücken der Buchbranche aufweist.
Welches erzählt, „wie Bestseller gemacht werden.“

R F Kuang schafft es auch hier, sehr realistische Charaktere zu zeichnen.
June, als sehr ambivalenten Charakter und die verstorbene Athena, welche rückblickend betrachtet, auch nicht die Heilige in Person war.
Zwei Charaktere, sehr unterschiedlich aber doch auch ähnlich in ihrer Lebensgeschichte.

Wie auch in Babel, hat mich hier der tiefgründige Hintergrund mit Themen wie kultureller Aneignung, Identitätsdiebstahl und besondere das kontroverse Diskussionsthema – die Macht der sozialen Medien – sehr beeindruckt.

Ein Buch, welches zu, nachdenken anregt und noch lange in Erinnerung bleiben wird!

Da ich gar nicht so sehr auf den Inhalt eingehen möchte, folgen hier noch ein paar Zitate, welche gut die Stimmung des Buches wiedergeben:

„Der Literaturbetrieb sucht sich einen Gewinner oder eine Gewinnerin aus – attraktiv genug, cool und jung und, mal ehrlich, wir denken es doch alle, also sprechen wir es doch aus, >>divers<< genug – und überschüttet diese Person mit Geld und Unterstützung.“

„Lesen sollte eine angenehme Erfahrung sein, keine Arbeit.“ … „…aber heutzutage gibt es keinen Platz für diskriminierende Sprache. Wir wollen die Leser:innen nicht triggern.“

„Werden weiße Menschen irgendwann aufhören, sich so weiß zu verhalten?“

„Aber Twitter ist das reale Leben; es ist realer als das reale Leben, weil das soziale Gefüge der Verlagswelt davon abhängt, weil die Branche keine Alternative kennt. Offline sind alle Schriftsteller:innen konturlose, hypothetische Kreaturen, die isoliert voneinander in die Tasten hauen.“

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