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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.06.2024

Absolutes Highlight

Das erste Licht des Sommers
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Leider kenne ich den vorherigen Band "An den Ufern von Stellata" der Autorin nicht. Mir war nicht bewusst, dass die Handlung dieser beiden Bücher aufeinander aufbaut, sonst hätte ich sie in chronologischer ...

Leider kenne ich den vorherigen Band "An den Ufern von Stellata" der Autorin nicht. Mir war nicht bewusst, dass die Handlung dieser beiden Bücher aufeinander aufbaut, sonst hätte ich sie in chronologischer Reihenfolge gelesen. Trotzdem bin ich auch ohne Vorkenntnisse unproblematisch in das neuste Werk von Daniela Raimondi hinein gekommen. Im Mittelpunkt steht Norma, die mir als Protagonistin sofort ans Herz gewachsen ist. Sie wächst in einem kleinen italienischen Dorf in den 50er Jahren auf gemeinsam mit ihrer Cousine Donata. Die beiden sind eher wie Schwestern oder besser gesagt beste Freundinnen. Vielleicht liegt diese Verbundenheit daran, dass ihre Väter Zwillingsbrüder sind. Als Donata sich später als junge Frau das Leben nimmt, bricht für Norma, die zurück bleibt, eine Welt zusammen. Nur Elia, ihr Freund aus Kindheitstagen, den sie wiedertrifft, als sie ins ferne London zieht, kann sie auffangen. Mich hat diese Familienschichte, die mehrere Generationen, vor allem von starken Frauenfiguren, umfasst, und in großartigem geradezu poetischem Schreibstil verfasst ist, stark berührt. Daniela Raimondi skizziert ihre Protagonisten, aber auch alle Nebencharaktere mit einer unglaublichen Intensität. Sie zieht einen sogartig mit in die Handlung hinein, ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, habe es in 1.5 Tagen in einem Rutsch gelesen. Für mich ein komplettes Highlight und an dieser Stelle eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 23.06.2024

Hat mich leider nicht wirklich überzeugt

Das Baumhaus
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In Vera Bucks Thriller "Das Baumhaus" lernen wir Henrik, Nora und ihren kleinen Sohn Fynn kennen. Die Familie fährt in den Urlaub nach Schweden, wo Henriks Großvater in einer einsamen Gegend ein Ferienhaus ...

In Vera Bucks Thriller "Das Baumhaus" lernen wir Henrik, Nora und ihren kleinen Sohn Fynn kennen. Die Familie fährt in den Urlaub nach Schweden, wo Henriks Großvater in einer einsamen Gegend ein Ferienhaus besaß, das über eine lange Zeit leer stand. Auf einem Waldspaziergang, den Henrik mit seinem Sohn allein unternimmt, verschwindet der kleine Junge spurlos, und das Drama nimmt seinen Lauf. Wurde Fynn entführt? Wenn ja, von wem? Es bieten sich einige Verdächtige an, angefangen von einem Exgeliebten Noras, der sie noch immer als Stalker belästigt. Die Autorin versteht es anfangs recht gekonnt, den Leser in die Irre zu führen. Die dauerhafte Disharmonie zwischen Nora und Henrik, die beiden Ehepartner sind einfach viel zu verschieden, sie kopfgesteuerte Karrierefrau, er phantasievoller, aber erfolgloser Schriftsteller, trägt zu einer unheimlichen Grundstimmung ihr Übriges bei. Die Geschichte wird aus vier unterschiedlichen Perspektiven erzählt, dazu gehören Nora und Henrik und noch zwei weibliche Protagonisten, Marla und Rosa, die weitere Handlungsstränge aufmachen. Keine der handelnden Personen war mir in irgendeiner Weise sympathisch, bot Identifikationspotential, oder ich konnte mich ihnen sonst irgendwie nahe fühlen. Ist in den ersten zwei Dritteln die Handlung teilweise in die Länge gezogen und kommt nicht richtig in Schwung, überschlagen sich zum Schluss die Ereignisse derart, dass ich sehr verwirrt war und vor lauter Auflösungsansätzen nicht mehr richtig durchgeblickt habe. Trotz eines gekonnten Schreibstils und einer durchaus originellen Grundidee konnte mich Vera Buck mit diesem Thriller leider nicht komplett überzeugen!

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Veröffentlicht am 23.06.2024

Spannender Ökothriller

Partikel
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Wow......dieses Buch hat mich wirklich geflasht! Mit seinem neusten Werk "Partikel" hat Wolf Harlander einen Ökothriller der ersten Kategorie konzipiert, den ich tatsächlich nur ganz schwer aus der Hand ...

Wow......dieses Buch hat mich wirklich geflasht! Mit seinem neusten Werk "Partikel" hat Wolf Harlander einen Ökothriller der ersten Kategorie konzipiert, den ich tatsächlich nur ganz schwer aus der Hand legen konnte! In mehreren Handlungssträngen dreht sich die Geschichte um das globale Problem "Plastikpartikel, ihr Abbau und deren überaus schädliche Wirkung für den Menschen". Auf hoher See sinkt ein Schiff, dessen Ladung offenbar aus illegal entsorgem Plastikmüll bestand. Parallel recherchiert eine junge Journalistin zum Thema in einer Firma, die angeblich neuste Methoden zur Beseitigung des Mülls erforscht. Ganz nebenher kämpft ihre zweijährige Nichte auf einer Kinderkrebsstation mit dem Tod. Ist auch hierfür Plastikmüll die Ursache? Der Autor katapultiert den Leser komplett in die Handlung hinein, der geniale Schreibstil packt einen so sehr, dass die 600 Seiten innerhalb kürzester Zeit gelesen sind. Ein hochbrisantes Thema mehr als gelungen verpackt, für mich ein absolutes Highlight und deshalb natürlich die volle Punktzahl!

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Veröffentlicht am 09.06.2024

Zur Jugendliebe zurückkehren oder doch nicht?

Long Island
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Nachdem Eilis, die vor etlichen Jahren von Irland nach den USA ausgewandert ist, von ihrem Ehemann betrogen wurde, wobei unglücklicherweise auch noch ein Kind gezeugt wurde, flieht sie überstürzt in ihre ...

Nachdem Eilis, die vor etlichen Jahren von Irland nach den USA ausgewandert ist, von ihrem Ehemann betrogen wurde, wobei unglücklicherweise auch noch ein Kind gezeugt wurde, flieht sie überstürzt in ihre Heimat. Sie hofft, dort fernab von ihrem Mann und den gemeinsamen Kindern zu einem Entschluss zu kommen, wie ihre Konsequenzen auf das Fremdgehen aussehen werden. Im kleinen Dorf in der Nähe von Dublin trifft sie allerdings auch auf ihre Jugendliebe Jim und stellt fest, dass sie immer noch Gefühle für diesen hat, die sogar erwidert werden. Was Jim Eilis bewusst verschweigt, dass er mittlerweile mit ihrer ehemaligen besten Freundin Nancy verlobt ist und eine gemeinsame Zukunft plant. Diese Situation führt zu einigen Verwirrungen und Komplikationen. Jim und Eilis zeichnen sich nicht gerade durch konsequente Entscheidungen und zielstrebiges Handeln aus, was zu Verletzungen eigentlich aller Protagonisten führt. Ich hatte mir für die Geschichte zugegebenermaßen ein etwas anderes Ende gewünscht, hier hat der Autor zum Schluss hin etwas nachgelassen, dafür muss ich leider einen Punkt abziehen. Trotzdem fühlte ich mich gut unterhalten und spreche gerne eine Leseempfehlung aus!

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Veröffentlicht am 03.06.2024

Ein Buch, das das Herz berührt

Das Licht in den Birken
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In ihrem neusten Buch "Das Licht in den Birken" stellt Romy Fölck Menschen in den Mittelpunkt der Geschichte, die bereits ein größeres Stück ihres Lebensweges hinter sich haben, eine Vergangenheit, gesammelte ...

In ihrem neusten Buch "Das Licht in den Birken" stellt Romy Fölck Menschen in den Mittelpunkt der Geschichte, die bereits ein größeres Stück ihres Lebensweges hinter sich haben, eine Vergangenheit, gesammelte Lebenserfahrung. Es sind keine einfachen Charaktere, Protagonisten mit Ecken und Kanten, genau wie ich sie mag. Da ist zum einen Thea, die nach vielen Jahren, die sie in Portugal verbracht hat, wo sie zum Schluss Ziegen hütete, in ihre norddeutsche Heimat zurückkehrt, nach der sie offenbar Sehnsucht verspürt, wie es vielleicht typisch ist für dieses Alter. Dort trifft sie auf den Einzelgänger Benno, der einen Hof betreibt, auf dem er in die Jahre gekommenen Tieren ein Zuhause schenkt. Der etwas schroffe Mann vermietet Thea einen Teil seines Hauses, da er diese Einnahme dringend braucht. Als eine junge Wanderin namens Juli mit verletztem Fuß bei den beiden strandet, entwickelt sich eine Gemeinschaft, die mich sehr berührt hat, da die Autorin uns zeigt, dass man niemals aufgeben sollte, sich immer Menschen, Mittel und Wege aufzeigen, die einem helfen, weiterzumachen. In tollem Schreibstil erzählt Romy Fölck diese Geschichte, die ich in einem Rutsch weggelesen habe und das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Deshalb von mir eine absolute Leseempfehlung und natürlich die volle Punktzahl!

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