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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.07.2021

Der Geschichtenerzähler nimmt uns mit auf die Reise

Mein Sternzeichen ist der Regenbogen
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Schon die Leseprobe hat mich gefesselt und so habe ich mich sehr auf das Buch gefreut. Von Rafik Schami habe ich schon einige Bücher gelesen und war jedes Mal begeistert - er bringt auf wunderbare Weise ...

Schon die Leseprobe hat mich gefesselt und so habe ich mich sehr auf das Buch gefreut. Von Rafik Schami habe ich schon einige Bücher gelesen und war jedes Mal begeistert - er bringt auf wunderbare Weise Orient und Okzident zusammen, hält aber auch der Gesellschaft den Spiegel vor. Ein toller Geschichtenerzähler, der in seinen Geschichten auch auf Alltägliches hinweist. Dinge, die für uns selbstverständlich sind, lässt er durch seine Erzählung anders anmuten. Seine Geschichten sind traurig, lebensfroh, herzlich, interessant und haben mich das ein und andere Mal zum Nachdenken gebracht.

Seine Sehnsucht nach Damaskus - seiner Heimatstadt - klingt immer wieder durch und obwohl Rafik Schami weiß, dass er dort sicherlich nicht in Freiheit leben kann, ist die Sehnsucht groß. Und diese Sehnsucht führt auch durch das neue Buch von ihm und lässt die Leser teilhaben an tollen Geschichten. Sehr lesenswert

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Veröffentlicht am 01.07.2021

Ein Leben frei von Konventionen

Die Geschichte einer unerhörten Frau
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Dieses Buch erzählt die Geschichte von Gussy Fink, ihren Kindern Volker und Eva, ihrem Ex-Mann Hermann und ihren Schwestern und ihrer Mutter. Anfangs viel mir das Einlesen schwer, denn ständig wechselte ...

Dieses Buch erzählt die Geschichte von Gussy Fink, ihren Kindern Volker und Eva, ihrem Ex-Mann Hermann und ihren Schwestern und ihrer Mutter. Anfangs viel mir das Einlesen schwer, denn ständig wechselte der Erzähler, mal war es Gussy, dann Hermann, dann Eva und wieder von vorn. Doch im Laufe des Buches konnte ich mich gut in die Geschichte einfinden. Anschaulich erzählt Gussy ihre Geschichte. Kurz vor Beginn des Krieges verheiratet sie sich mit dem Hallodri Hermann Fink. Nach ihrer Flucht sind die beiden in Frankfurt/Main gelandet - Gussy nach einer strapaziösen Flucht, Hermann als everybody's darling. Die Ehe zerbricht, weil Hermann Geld veruntreut und Gussy lässt sich scheiden. Eine alleinerziehende Frau in den 1960er Jahren hatte es wahrlich nicht leicht. Die Konventionen waren verkrustet und ließen wenig Spielraum. Doch Gussy wächst an ihren Herausforderungen. Auch als sie später Wim kennenlernt, geht sie nicht auf sein Angebot für eine "heile" Familie ein, sondern lebt ihr eigenes Leben weiter. Hut ab - diese Frau hat Courage, Selbstvertrauen und Optimusmus. Ein sehr lesenswertes Buch, das den Leser in die Nachkriegszeit Deutschlands bringt.

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Veröffentlicht am 26.06.2021

Familiengeheimnisse

Der Windhof
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Dieses Buch erzählt die Geschichte von Lene und Mel - Großmutter und Enkelin. Beide verlieren ihren Mann in jungen Jahren und während Lene sich dem Leben stellt und versucht alleine auf dem Windhof zurecht ...

Dieses Buch erzählt die Geschichte von Lene und Mel - Großmutter und Enkelin. Beide verlieren ihren Mann in jungen Jahren und während Lene sich dem Leben stellt und versucht alleine auf dem Windhof zurecht zu kommen, versinkt Mel in Trauer und Depression. Als die Oma Hilfe braucht, macht sich Mel auf in den Westerwald und lebt die letzten Wochen mit ihrer Großmutter auf dem Windhof. Eine anfängliche Schroffheit der beiden zu einander löst sich im Laufe der Zeit in ein liebevolles Miteinander auf. Die Großmutter erzählt ihre Geschichte, die sie zu der Frau gemacht hat, die sie ist. Das Buch ist wunderbar zu lesen, ein schöner Schreibstil, ein roter Faden der sich durch die parallel geschriebene Geschichte (Lenes junge Jahre und die Gegenwart) zieht und zwei Protagonistinnen, in die sich der Leser gut einfinden kann. Erschreckend, was in der Nazi-Zeit willkürlich mit den Menschen gemacht wurde. Lene versteckt zudem ihre Freundin Ruth, eine Jüdin, und deren Tochter und begibt sich damit selbst in Gefahr. Wie verlogen z.B. sich der Bürgermeister, ein treuer Gefolgsmann Hitlers, verhält als die Aliierten kommen. Auf dass sich diese Geschichte nie wiederholt. Ein sehr lesenswertes Buch.

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Veröffentlicht am 17.06.2021

Dieser Weg war wirklich nicht das Ziel

Happy Road
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Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt - wie mutig, dass Sarah mit ihrem Freund Mathias, den sie noch garnicht so lange kennt - auf diese Tour geht. Auch ihren Job hat sie gekündigt und zusammen haben die ...

Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt - wie mutig, dass Sarah mit ihrem Freund Mathias, den sie noch garnicht so lange kennt - auf diese Tour geht. Auch ihren Job hat sie gekündigt und zusammen haben die beiden sich auf den Weg gemacht. Sarah schreibt ihre Geschichte so, dass der Leser sich sehr schnell einfindet und die Tour mit erlebt. Mit gefällt es sehr gut, dass nicht nur alles so Wunderbare - wie häufig in Blogs oder Instagram - erzählt wird, sondern, dass sich die beiden auch mit Krankheiten und Rückschlägen auseinander setzen müssen. Ich denke auch, dass Nordlichter am Polarkreis sicherlich was Tolles sind, aber das sich die Touristen nur schwer vorstellen können, wie ungewöhnlich das Dunkle und Kalte im Winter hoch im Norden sind. Bewundernswert, dass sich die beiden nicht durch Rückschläge und Krankheiten entmutigen lassen, sondern immer noch ein Idee im Ärmel hatten. Das Buch ist ganz unbedingt lesenswert - gehen Sie mit den beiden auf eine besondere Vanlife Tour.

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Veröffentlicht am 07.06.2021

Auf in die ländliche Idylle Lerchenbach

Sommer im kleinen Glückscafé
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Das Buch nimmt uns mit nach Lerchenbach, einem kleinen ländlichen Ort in Bayern. Hier versucht sich die Protagonistin an einem Cupcake-Café, das bei der Bevölkerung, die viel lieber Schwarzwälder Kirsch ...

Das Buch nimmt uns mit nach Lerchenbach, einem kleinen ländlichen Ort in Bayern. Hier versucht sich die Protagonistin an einem Cupcake-Café, das bei der Bevölkerung, die viel lieber Schwarzwälder Kirsch Torte möchte, nicht so gut ankommt. Doch Miriam lässt sich nicht entmutigen und als ihre Jugendliebe im Dorf auftaucht, nimmt die Geschichte Fahrt auf.

Eine leichte Sommerlektüre, die mit Irrungen und Wirrungen dann doch letztlich zum Happy End kommt. Der Schreibstil ist leicht und locker und nimmt den Leser mit auf's Land. Die Protagonistin Miriam ist sympathisch und das Buch zeigt, dass häufig Missverständnisse das Leben schwer machen. Die weiteren Personen, der Tierarzt, die Verwandschaft, die Freundin und deren Familie, werden zum Teil witzig beschrieben und geben der Geschichte den richtigen Dreh. Es hat Spaß gemacht zu lesen.

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