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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.09.2025

Wieder typisch Vea Kaiser – voller Leben und Gefühl

Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels
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Ich lese die Bücher von Vea Kaiser schon länger und liebe ihren Stil – auch Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels hat mich sofort abgeholt. Ihre Figuren wirken einfach immer echt: mit Ecken, Kanten, ...

Ich lese die Bücher von Vea Kaiser schon länger und liebe ihren Stil – auch Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels hat mich sofort abgeholt. Ihre Figuren wirken einfach immer echt: mit Ecken, Kanten, Träumen und Fehlern. Das Grand Hotel als Schauplatz ist großartig gewählt – elegant, ein bisschen geheimnisvoll und voller kleiner Dramen.
Was mir besonders gefallen hat: Die Spannung entsteht hier nicht durch Action, sondern durch die Menschen selbst – ihre Konflikte, ihre Beziehungen, ihre Sehnsüchte. Genau das macht die Geschichte so lebendig. Und wie immer hat Vea Kaiser es geschafft, ernste Themen mit Leichtigkeit und Wärme zu verweben.

Auch die Gestaltung des Buches passt perfekt: elegant, aber mit einem Augenzwinkern – besonders der Dackel auf der Lampe hat mich sofort zum Schmunzeln gebracht.
Für mich war es wieder ein Buch, das man nicht einfach zuklappt und vergisst, sondern das nachklingt. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Werk von ihr!

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Abenteuer, Wissen und jede Menge Weltraum-Spaß

Albert & Einstein, Band 2 - Der total verrückte Weltraum-Wahnsinn
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Das Cover von „Albert und Einstein – Der total verrückte Weltraum-Wahnsinn“ ist bunt, verspielt und macht sofort Lust auf das Abenteuer. Auch innen überzeugt die Gestaltung mit witzigen Illustrationen ...

Das Cover von „Albert und Einstein – Der total verrückte Weltraum-Wahnsinn“ ist bunt, verspielt und macht sofort Lust auf das Abenteuer. Auch innen überzeugt die Gestaltung mit witzigen Illustrationen und spannenden Rätseln, die perfekt zur Geschichte passen.

Albert und seine Hündin Einstein starten ins All, um die Erde vor einem Asteroiden zu retten. Dabei wird das Thema Weltraum spannend und kindgerecht umgesetzt, gewürzt mit viel Humor. Besonders gefallen hat mir die Mischung aus Abenteuer und Mitmach-Aufgaben: So lernen Kinder spielerisch etwas über Naturwissenschaft und Technik.
Der Schreibstil ist locker, leicht verständlich und voller Witz. Albert und Einstein ergänzen sich toll – der eine ängstlich, die andere mutig – und wirken dadurch sehr lebendig. Auch die internationale Crew sorgt für Vielfalt und Abwechslung.

Für uns ist das Buch interessant, weil es Unterhaltung und Wissen auf clevere Weise verbindet. Die Übersetzung von Sarah Heidelberger bringt den Humor gut ins Deutsche.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Ein berührendes Buch über Verlust, Hoffnung und Neuanfang

Eine Insel im Meer
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Eine Insel im Meer hat mich sehr berührt. Das Cover ist schlicht, aber stimmungsvoll und macht sofort neugierig. Erzählt wird von zwei Schwestern, die Ende der 30er-Jahre nach Schweden geschickt werden ...

Eine Insel im Meer hat mich sehr berührt. Das Cover ist schlicht, aber stimmungsvoll und macht sofort neugierig. Erzählt wird von zwei Schwestern, die Ende der 30er-Jahre nach Schweden geschickt werden – mehr verrate ich nicht, damit nichts gespoilert wird 😉.

Die Autorin bringt die Gefühle der Mädchen wunderbar rüber: Heimweh, Unsicherheit, aber auch kleine Hoffnungen. Der Schreibstil ist angenehm und klar, sodass man schnell in die Geschichte hineinfindet. Besonders Steffi mit ihren inneren Konflikten wirkt sehr authentisch.

Auch die ruhigeren Passagen passen gut zur Stimmung. Mir gefällt besonders, dass die Geschichte nicht nur historische Fakten erzählt, sondern die persönlichen Gefühle in den Vordergrund rückt. Insgesamt ist es ein einfühlsames Buch, das nachhallt – und das ich Jugendlichen wie Erwachsenen absolut empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Frauen, Politik und ein Hauch 70er-Jahre-Flair

Die Frau der Stunde
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Das Cover von Die Frau der Stunde gefällt mir sehr gut – elegant, etwas retro und genau passend zur politischen Atmosphäre der späten 70er Jahre. Schon nach den ersten Seiten war ich mitten drin: Musik, ...

Das Cover von Die Frau der Stunde gefällt mir sehr gut – elegant, etwas retro und genau passend zur politischen Atmosphäre der späten 70er Jahre. Schon nach den ersten Seiten war ich mitten drin: Musik, Bars in Brüssel, starke Dialoge – die Stimmung ist sofort greifbar.

Besonders spannend finde ich, wie Heike Specht Politik, Macht und das Private verwebt. Man merkt, dass sie sich mit historischen Hintergründen auskennt, trotzdem liest sich das Buch wie ein packender Roman, nicht wie ein Geschichtsbuch. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und mit genau dem richtigen Tempo – ich habe die Szenen klar vor Augen gehabt.

Die drei Hauptfiguren, Catharina, Suzanne und Azadeh, wirken sehr lebendig. Sie sind unterschiedlich, haben Ecken und Kanten, und gerade dadurch habe ich mich sofort für sie interessiert. Man spürt ihre Stärke, aber auch ihre Verletzlichkeit, was sie authentisch macht.

Ein atmosphärischer Roman mit starken Frauenfiguren, spannender Handlung und einem tollen Zeit Kolorit. Ich empfehle das Buch allen, die historische Geschichten mögen, aber Wert auf glaubwürdige Charaktere und gute Unterhaltung legen.

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Veröffentlicht am 19.09.2025

Schonungslos, offen und ehrlich

Amazonenbrüste
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Reyhan Sahin habe ich in meiner Jugend als Rapperin verfolgt – umso spannender war es für mich, sie nun in einem so persönlichen und ernsten Kontext zu erleben. In Amazonenbrüste schreibt sie schonungslos ...

Reyhan Sahin habe ich in meiner Jugend als Rapperin verfolgt – umso spannender war es für mich, sie nun in einem so persönlichen und ernsten Kontext zu erleben. In Amazonenbrüste schreibt sie schonungslos offen über ihre Brustkrebsdiagnose und den Weg durch Angst, Zweifel und Therapie. Gleich zu Beginn wird man unmittelbar in ihre Gefühlswelt hineingezogen – zwischen Panikattacken, schwarzem Humor und Momenten großer Verletzlichkeit. Der Schreibstil ist direkt, manchmal derb, oft sehr emotional, was die Lektüre eindringlich, aber nicht immer leicht macht.

Besonders berührt hat mich die Ehrlichkeit, mit der die Autorin auch Schwäche, Scham und Wut beschreibt. Dadurch entsteht ein authentisches Bild davon, wie es ist, mit einer solch existenziellen Krankheit zu leben. Manchmal wirkt der Ton allerdings etwas überladen oder bewusst provokant, was nicht jedem gefallen dürfte.

Inhaltlich überzeugt das Buch durch seine Mischung aus persönlicher Geschichte, feministischer Haltung und dem Willen, andere Betroffene sichtbar zu machen. Es zeigt, dass Krebs nicht nur eine medizinische Diagnose ist, sondern das ganze Leben und Umfeld verändert.

Insgesamt ist Amazonenbrüste kein „leichter“ Ratgeber, sondern ein intensiver Erfahrungsbericht, der aufrüttelt und bewegt. Wer bereit ist, sich auf die emotionale Wucht einzulassen, findet hier ein ehrliches, starkes und manchmal unbequemes Buch über Krankheit, Überleben und Selbstbehauptung.

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