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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.04.2026

Toller Ratgeber, der alte Erziehungsweisheiten hinterfragt

10 Dinge, die bei Gefühlsstürmen deines Kindes sicher helfen
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Der Ratgeber führt durch 10 Kapitel, die Impulse geben für den Umgang mit Gefühlsstürmen bei Kindern. Das Buch ist dabei sehr strukturiert gestaltet: Jedes Kapitel startet mit einer ausführlichen inhaltlichen ...

Der Ratgeber führt durch 10 Kapitel, die Impulse geben für den Umgang mit Gefühlsstürmen bei Kindern. Das Buch ist dabei sehr strukturiert gestaltet: Jedes Kapitel startet mit einer ausführlichen inhaltlichen Komponente, die durch Perspektivwechsel und Exkurse angereichert werden. Im Anschluss folgt das "Aber-Gelaber". Dieser Abschnitt thematisiert Einwände, die man selbst oder andere Personen haben könnten. Zum Abschluss jedes Kapitels werden die wichtigsten Inhalte prägnant zusammengefasst.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Anders als gemeinhin angenommen werden Gefühlsstürme oder unerwünschte Verhaltensweisen von Kindern nicht als Trotz angesehen, sondern vielmehr als emotionalen Hilferuf. Da Kinder ihre Gefühle noch nicht selbst regulieren können, sind sie auf die einfühlsame, liebevolle und klare Begleitung durch die Bezugspersonen angewiesen. Dadurch wird die kindliche Entwicklung gefördert und die Kinder lernen einen gesunden Umgang mit ihren Gefühlen, von dem sie ein Leben lang profitieren. Das Buch gibt Strategien an die Hand, wie man Kinder in diesen herausfordernden Situationen wertschätzend begleiten kann.

Außerdem regt es dazu an, seine eigene Kindheit und die damaligen Erziehungsmethoden zu reflektieren. An so vielen Stellen habe ich gemerkt, wie ich diese nun selbst anwende, ohne sie zuvor kritisch hinterfragt zu haben. Die Perspektivwechsel in dem Buch finde ich unglaublich gelungen, weil man althergebrachte Sprüche und "Weisheiten" zur Kindererziehung aus einem komplett anderem Blickwinkel sieht. Ich hatte wirkliche viele Aha-Momente und das Buch hilft mir sehr, mein Kind (und mich selbst) besser zu verstehen.

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  • Cover
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Veröffentlicht am 06.04.2026

Schöner Rätselspaß für den nächsten Frankreich-Urlaub

Urlaubsrätsel-Spaß Frankreich
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Der "Urlaubsrätsel-Spaß Frankreich" von Sigrid Oser beinhaltet über 60 Rätsel zu verschiedenen Themen rund um Frankreich. Dazu gehören Wissensfragen, kuriose Fakten, bekannte Persönlichkeiten wie französische ...

Der "Urlaubsrätsel-Spaß Frankreich" von Sigrid Oser beinhaltet über 60 Rätsel zu verschiedenen Themen rund um Frankreich. Dazu gehören Wissensfragen, kuriose Fakten, bekannte Persönlichkeiten wie französische Schriftsteller, Maler und Könige, Sehenswürdigkeiten, Rezepte sowie Geographisches. Das Buch deckt damit viele Aspekte ab, die für den nächsten Frankreich-Urlaub interessant sind. Veranschaulicht werden die Inhalte durch zahlreiche bunte Bilder. An vielen Stellen gibt es außerdem Informationsblasen mit zusätzlichen Hinweisen.



Für den maximalen Knobelspaß werden verschiedenste Varianten an Rätseln angeboten wie zum Beispiel Aufgaben zum Ankreuzen, Sortieren, Suchen, Entschlüsseln, Zuordnen, Vervollständigen und Sudoku. Die Rätsel haben dabei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Besonders knifflige Aufgaben sind als "Könner" gekennzeichnet.



Im hinteren Teil des Buches befindet sich ein Basis-Wortschatz inkl. Lautschrift sowie die Lösungen für die Rätsel.



Mir hat das Knobelbuch gut gefallen, da es viele interessante Fakten rund um Frankreich bereithält und somit sehr informativ ist. Außerdem ist es durch die vielen Bilder und Informationsblasen sowie die farbenfrohe Gestaltung wunderbar anzusehen und es macht Spaß, sich mit dem Buch zu beschäftigen und die Rätsel zu lösen.



An der ein oder anderen Stelle hätte ich noch Ideen zur Verbesserung. So würde mir gleich zu Beginn eine Karte von Frankreich gefallen, die alle Städte und Regionen beinhaltet, die im Buch thematisiert werden. Für die kniffligen Aufgaben fände ich eine Form der Binnendifferenzierung schön, sodass auch Menschen mit weniger Vorwissen eine Chance haben, die Rätsel zu lösen, während das Niveau für die Profis nicht gesenkt wird.

Zuletzt würde ich den Schwerpunkt des Wortschatzes weniger auf Zahlen, Farben und Tiere legen, sondern stärker auf die Kategorie Essen und Trinken, weil das in meinen Augen relevanteres Urlaubsvokabular ist.

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Veröffentlicht am 05.04.2026

Unterhaltsamer Cosy-Krimi mit Seegang

Möwen, Seegang, falsche Fährte - Anni Gade und die Fördemorde
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Unterhaltsamer Cosy-Krimi mit Seegang
In dem Buch geht es die Freundinnen Anni und Nele, die unbeabsichtigt in einen Kriminalfall geraten, bei dem es um Kunstfälschung geht.

Die Fotografin Nele wittert ...

Unterhaltsamer Cosy-Krimi mit Seegang
In dem Buch geht es die Freundinnen Anni und Nele, die unbeabsichtigt in einen Kriminalfall geraten, bei dem es um Kunstfälschung geht.

Die Fotografin Nele wittert bei einem Fotografie-Wettbewerb zum Thema "Lost Places" ihren großen Durchbruch und hat für ihr Bewerbungsfoto eine alte, leerstehenden Mühle ins Auge gefasst. Dort soll es allerdings spuken, deshalb nimmt sie für das Shooting ihre Freundin Anni mit. Leider verschwindet Nele beim nächtlichen Aufenthalt in der Mühle spurlos, obwohl Anni sofort den Polizisten Jan Christiansen informiert und die Suche nach ihr beginnt. In der Mühle wird ein unterirdischer Tunnel entdeckt, der bis an die Grenze Dänemarks führt. Doch von Anni fehlt jede Spur. Es verdichten sich die Hinweise, dass Nele zufällig auf die Fährte von Kunstfälschern gekommen ist. Tagelang sucht die Polizei nach Nele und auch Anni versucht, ihre Freundin wieder zu finden, wobei sie selbst in Gefahr gerät.



Mir hat das Buch gut gefallen, die Charaktere werden schön beschrieben und sind sympathisch. Es ist nicht nötig, den vorherigen Band der Reihe zu kennen, denn man kann problemlos ohne Vorwissen einsteigen. Auch die Beschreibung der Umgebung finde ich sehr gelungen, man kann sich die Küstenregion bildlich vorstellen. Der Erzählstil ist sehr angenehm. Ab und zu findet ein Perspektivwechsel statt, durch den man die Geschichte nochmal aus einem anderen Winkel sieht.

Einzig das Ende war für mich nicht ganz rund und Anni war mir zum Schluss etwas zu waghalsig und naiv, darum ein Stern Abzug.

Insgesamt ist die Lektüre aber super spannend und gleichzeitig warm und herzig. Es ist eine tolle, seichte Unterhaltung für zwischendurch.

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  • Cover
  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2026

Kleine Detektive auf großer Verbrecherjagd

Die Großstadtdetektive - Wo ist Annabelle?
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In dem Buch geht es um das Mädchen Irina, das in den Ferien die ältere Dame Annabelle in einem Park beim Schachspielen kennenlernt. Seltsamerweise ist Annabelle plötzlich verschwunden, als Irina wegen ...

In dem Buch geht es um das Mädchen Irina, das in den Ferien die ältere Dame Annabelle in einem Park beim Schachspielen kennenlernt. Seltsamerweise ist Annabelle plötzlich verschwunden, als Irina wegen ihrer Hündin kurz abgelenkt ist. Es häufen sich die Hinweise, dass Annabelle entführt wurde. Glücklicherweise kommen nach und nach die Freunde von Irina aus den Ferien zurück und gemeinsam versuchen sie, Annabelle zu finden. Dabei beweisen sie Mut, Zusammenhalt, Neugierde und Cleverness. Tatsächlich kommen sie einem großen Verbrechen auf die Spur...

Was mir in dem Buch besonders gefällt ist der Umgang der Freunde miteinander. Sie arbeiten im Team zusammen, schmieden gemeinsam Pläne, ärgern sich gegenseitig und lachen viel miteinander. Sie können sich immer aufeinander verlassen und demonstrieren dabei wunderschön, wie wahre Freundschaft aussehen sollte. Und dabei spielt der kulturelle Hintergrund der Freunde keine Rolle. Sie haben unterschiedliche Religionen, sprechen verschiedene Sprachen und doch gehen sie durch dick und dünn. Damit zeigen sie, wie ein multikulturelles Zusammenleben in der Großstadt aussehen kann.

Zudem ist das Buch spannend geschrieben und lädt große und kleine Leser zum Miträtseln ein.

Angereichert ist das Buch mit einem jiddischen Gedicht, das auch vertont als Download zur Verfügung steht. Außerdem gibt es ein Glossar, das russische Wörter, die im Buch fallen, übersetzt.

Empfehlen würde ich, zuerst das erste Band der Reihe zu lesen. Gerade für die jungen Leser ist dadurch wahrscheinlich ein einfacherer Einstieg in das Buch möglich, weil es zwar nicht direkt auf den ersten Teil aufbaut, aber doch immer wieder darauf verweist.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Überraschendes Ende, aber die Handlung nicht immer ganz schlüssig

Die ewigen Toten
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Mir hat dieser Band wieder besser gefallen als der vorherige, von dem ich etwas enttäuscht war.



Dieses Mal spielt die Handlung in einem ehemaligen, verlassenen Krankenhaus in London. Dort werden an ...

Mir hat dieser Band wieder besser gefallen als der vorherige, von dem ich etwas enttäuscht war.



Dieses Mal spielt die Handlung in einem ehemaligen, verlassenen Krankenhaus in London. Dort werden an unterschiedlichen Stellen insgesamt 4 Leichen gefunden, bei denen es teilweise nach Folter aussieht. Bei der Suche nach dem Mörder und der identifizierung der Leichen scheint die Polizei kaum voranzukommen. Darum hetzt ein Anwalt die Öffentlichkeit auf die Polizei und kritisiert deren wenig überzeugende Ermittlungsarbeit und Kommunikation. Gleichzeitig macht der Abrissunternehmer Druck, der endlich das verlassene Krankenhaus vernichten will.

Dann gibt es noch eine ältere Dame, die Hunter einige Male besucht. Schnell gerät deren bettlägeriger Sohn ins Visier der Polizei.

Und zuletzt erscheint wieder Grace auf dem Radar, die Hunter in einem vorherigen Band fast umgebracht hat.

Die Story gefällt mir ganz gut. Zwischendurch passiert leider relativ wenig, weil die Polizei kapitellang nach weiteren Leichen sucht. Bei dem Einsatz des Leichenspürhunds glaube ich, dass das nicht ganz korrekt geschildert wird. Ich mache selbst mit unserem Hund gerade eine Ausbildung zum Trümmersuchhund. Dabei sucht der Hund zwar lebende Menschen, dennoch müssen Grundsätze beachtet werden, die vermutlich auch für Leichenhunde gelten. Zum einen gibt es bei Trümmersuchhunden den Grundsatz "von unten nach oben". Das heißt, man fängt im Keller an zu suchen und arbeitet sich nach oben durch. In dem Buch ist es aber genau umgekehrt, da wird oben angefangen, obwohl das Gebäude ja teilweise schon eingestürzt ist, folglich handelt es sich um ein Trümmergelände. Außerdem kommt es mir so vor, als würde der Leichenhund den ganzen Tag tagelang in dem Gebäude zum Einsatz kommen. Beckett schreibt sogar, dass der Hund schon gar keine Lust mehr hat auf seine Belohnung, den Tennisball. Kein Wunder, das ist Schwerstarbeit und kein Hund würde so lange durchhalten. Ich wünschte, Beckett hätte hier etwas gründlicher recherchiert. Zuletzt vermisse ich Rettungshunde bei der Suche nach der verschütteten Kommissarin. Nicht nur aufgrund ihrer Schwangerschaft ist es wichtig, sie so schnell wie möglich aus den Trümmern zu bergen. In der Realität würden hier sofort Rettungshunde angefordert werden, weil die einfach viel schneller und effektiver suchen. In dem Buch hört man erstaunlicherweise metertiefes Klopfen der Verschütteten. Nun ja.

Abgesehen davon fand ich manche Handlungen nicht schlüssig. Warum besucht Hunter mehrere Male die ältere Dame, obwohl sie so barsch ist? Warum hilft Hunter dem unsympathischen und überforderten Taphonomen und leistet noch nicht mal Widerrede, wenn dieser die Realität verdreht und ihn schlecht dastehen lässt? Warum sagt Hunter einem umstrittenen Treffen mit dem Anwalt zu und wartet nicht den Abschluss der Ermittlungen ab? Warum vereinbart Hunter einen Termin in seiner Wohnung mit einem aufdringlichen Journalisten, den er nicht kennt und dessen Ambitionen er nicht kennt?



Entschädigt wird man mit einem überraschenden Ende. Ich hätte es toll gefunden, wenn sich die Spannung nicht im Schlussteil potenziert, sondern auch in den Hauptteil eingeflossen wäre.

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