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mars754

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.06.2026

wunderbare Liebesgeschichte, in der Düfte lebendig werden

The French Escape - Love & Lavender, Band 1
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Dieses Buch ist die perfekte Sommerlektüre! Die ganze Geschichte atmet Leichtigkeit und Urlaubsfeeling, so dass man sich (meistens) wunderbar treiben lassen kann. Das ist umso erstaunlicher, als durchaus ...

Dieses Buch ist die perfekte Sommerlektüre! Die ganze Geschichte atmet Leichtigkeit und Urlaubsfeeling, so dass man sich (meistens) wunderbar treiben lassen kann. Das ist umso erstaunlicher, als durchaus düstere Themen wie toxische Beziehungen eine tragende Rolle spielen. Aber die tolle Chemie zwischen den Hauptcharakteren schafft es zusammen mit dem sehr guten Schreibstil, die Atmosphäre trotzdem locker und leicht zu halten. Zusätzlich dazu verblüfft das Buch auch noch dadurch, dass Düfte so wunderbar beschrieben werden, dass man das Gefühl hat, diese tatsächlich zu riechen. Angesichts des Umstands, dass Düfte ein zentrales Thema des Buches sind, ist das eine großartige Leistung.
Besonders gut haben mir die Charaktere gefallen, die nicht ausschließlich den üblichen Stereotypen folgen, sondern einem wie reale Menschen vorkommen. Sie haben nachvollziehbare Probleme und tun sich schwer, ihre Verletzlichkeit zu zeigen. Die Annäherung der beiden Hauptpersonen ist auch sehr glaubhaft, da sie langsam und vorsichtig erfolgt und perfekt zu den Personen passt.
Während das Buch anfangs seine primäre Spannung aus einer latenten Bedrohung zieht, entwickelt es sich zum Ende hin schon fast zu einem Detektivgeschichte, da die Lösung eines Rätsels mehr Bedeutung bekommt als die eigentliche Liebesgeschichte. Das ist trotzdem total stimmig, besonders da es die Überleitung zum Folgeband ist, denn ich schon sehnsüchtig erwarte.
Ich habe es sehr genossen, dieses Buch zu lesen, und kann es nur jedem wärmstens empfehlen. Eine der besten Liebesgeschichten, die ich seit langer Zeit gelesen habe.

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Veröffentlicht am 14.06.2026

spannende chinesische Fantasy

Dinghai Fusheng Records. Buch 1
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Dieses Buch ist der Auftakt einer Fantasy-Reihe eines chinesischen Autors, die konsequenterweise im alten China spielt. Dies wird auch schon im wunderschönen Cover deutlich, das die beiden Hauptcharaktere ...

Dieses Buch ist der Auftakt einer Fantasy-Reihe eines chinesischen Autors, die konsequenterweise im alten China spielt. Dies wird auch schon im wunderschönen Cover deutlich, das die beiden Hauptcharaktere zeigt, sowie an der nützlichen Karte im Innenteil. Dieses ungewohnte Setting ist extrem reizvoll, weil es bedeutet, dass völlig andere Motive vorkommen als in den üblichen Fantasy-Geschichten und auch der Erzählstil ein anderer ist. Allerdings hatte das für mich auch eine Schattenseite, da ich es anstrengend fand, in die Geschichte reinzukommen. So sind z.B. die Namen für europäische Ohren ungewöhnlich und sperrig, aber auch einige mystische Konzepte wie Ba oder Yao müssen erst erklärt werden. Für viele Dinge, die dem europäischen Leser unbekannt sein dürften, gibt es zusätzlich zum Glossar im Text über fünfzig Fußnoten. Diese sorgen zwar für ein besseres Textverständnis, reißen einen allerdings auch aus dem Lesefluss und sind damit ein zweischneidiges Schwert. Mir persönlich hat aufgrund der Andersartigkeit des Settings das intuitive Textverständnis gefehlt, dass ich gewohnt bin, weshalb ich mich nicht so in die Geschichte fallen lassen konnte, wie ich es gerne getan hätte. Da dies aber mein erstes Buch dieses Genres ist, ist das vielleicht auch einfach meiner Unerfahrenheit geschuldet.
Auch wenn die Geschichte unter die Rubrik Danmei (also Boys Love) fällt, so merkt man davon in diesem ersten Band noch so gut wie nichts. Die Anziehung zwischen den beiden Hauptpersonen ist kaum vorhanden und muss sich erst noch entwickeln. Insofern ist das Buch ein perfekter Vertreter des Slow Burn-Tropes.
Auch wenn Romantik in diesem Buch keine Rolle spielt, ist die Handlung dafür um so spannender. Die Charaktere müssen sich immer wieder aus gefährlichen Situationen befreien, während sie einer Verschwörung, die das ganze Land gefährdet, auf der Spur sind. Wie nicht anders zu erwarten wird die Dramatik noch durch einige Plottwists gesteigert, die zumindest für mich absolut nicht vorhersehbar waren.
Der Schreibstil hat mich überrascht, da ich von einer eher ernsten Fantasy-Geschichte ausgegangen bin, und daher den reichlich vorhandenen Humor überhaupt nicht erwartet habe, der sich nicht nur in witzigen Szenen sondern auch in Dialogen zeigt. Mir gefällt, wie locker die Personen teilweise miteinander sprechen bzw. sich richtiggehend anschnauzen.
Auch das Buch für mich kein absoluter Selbstläufer war, weil mir zu viel Hintergrundwissen fehlte, habe ich die Geschichte sehr gern gelesen und bin auf die Fortsetzung gespannt, denn mit der Zeit sind mir die Charaktere ans Herz gewachsen.

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Veröffentlicht am 09.06.2026

mitreißende, wirklich düstere Fantasy mit unglaublichem Slow Burn

Anathema
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Wenn ein Buch das Trope "Slow Burn" erfüllt, dann dieses. Ich bin absolut hingerissen davon, wie die Autorin es schafft, die wachsende Anziehung zwischen den Protagonisten über 800 Seiten langsam immer ...

Wenn ein Buch das Trope "Slow Burn" erfüllt, dann dieses. Ich bin absolut hingerissen davon, wie die Autorin es schafft, die wachsende Anziehung zwischen den Protagonisten über 800 Seiten langsam immer weiter aufzubauen und selbst reines Küssen zu einem Ereignis werden zu lassen (mehr als 500 Seiten bis zum ersten Kuss!). Dabei hat man als Leser nie das Gefühl, dass irgendetwas künstlich hinausgezögert wird, sondern dieses langsame Herantasten passt perfekt zu den Charakteren. Die Charaktere selbst sind auch wunderbar geschrieben. Auf der einen Seite Maevyth, die auf den ersten Blick unschuldig und zerbrechlich wirkt und einen an Aschenputtel erinnert, aber definitiv eine dunkle Seite und eine verborgene Stärke aufweist. Und auf der anderen Seite Zevander, der anfangs als gewissenloser Auftragsmörder eine unglaubliche Dunkelheit ausstrahlt, aber der nach und nach seine (seelischen) Verletzungen offenbart.
Das Label "Dark Fantasy" ist für dieses Buch absolut berechtigt, genauso wie die Leseempfehlung ab 18 Jahre. Das Buch ist wirklich nichts für zarte Gemüter. Egal in welcher Welt sich die Protagonisten bewegen, sie sind von Düsternis umgeben. Wobei ich angesichts der Beschreibungen der Welt der Sterblichen stark an die Inquisition und die Zeit der Hexenverbrennung erinnert worden bin, nur noch brutaler, gnadenloser und frauenfeindlicher. Die Welt der Unsterblichen steht dem allerdings in Grausamkeit in nichts nach. Das wunderschöne, aber düstere Cover und der dunkel gehaltene Farbschnitt passen daher perfekt zur Atmosphäre des Buches, die nicht nur durch die Handlung sondern auch durch den fantastischen Schreibstil erzeugt wird. Der Autorin gelingt der Balanceakt mit wenigen Worten ein detailliertes und überzeugendes Bild der jeweiligen Szene zu zeichnen. Dabei gibt es nicht nur eine Unzahl gefährlicher Situationen, die extreme Spannung generieren, sondern auch leichte Szenen mit viel Wortwitz und einige wirklich heiße Szenen zwischen den Protagonisten. Alles davon liest sich wunderbar und absolut glaubhaft.
Angesichts des actiongeladenen Parforce-Ritts, auf den man in diesem Buch mitgenommen wird, sollte man sich als Leser unbedingt genug freie Zeit für die Lektüre nehmen, denn wenn man einmal mit der Geschichte begonnen hat, wird man das Buch kaum aus der Hand legen können. Zumindest ist es mir so ergangen. Ich erwarte daher auch sehnsüchtig die Fortsetzung des Buches, da noch so viele Fragen offen sind und ich unbedingt wissen will, wie es für die beiden Hauptpersonen (und nicht nur die) weitergeht. Dieses Buch ist eine absolute Kaufempfehlung für alle, die kein Problem mit düsteren Geschichten und den absolut ernst gemeinten Triggerwarnungen am Ende des Buches haben. Eins der besten Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe.

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Veröffentlicht am 07.06.2026

schöne New-Adult-Liebesgeschichte

Counting Days
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Dieses Buch ist ein perfekter Vertreter der New-Adult-Liebesgeschichten. Dies liegt nicht nur am Alter der Protagonisten (21 Jahre), sondern auch an den Themen, die abseits der reinen Liebesgeschichte ...

Dieses Buch ist ein perfekter Vertreter der New-Adult-Liebesgeschichten. Dies liegt nicht nur am Alter der Protagonisten (21 Jahre), sondern auch an den Themen, die abseits der reinen Liebesgeschichte angesprochen werden. Dazu gehört das Flüggewerden und das Erkennen, was man aus seinem Leben eigentlich machen möchte. Außerdem wird thematisiert, dass manche Menschen länger brauchen, um den Mut zu finden, ihren Träumen zu folgen, oder auch um zu realisieren, worin ihre Stärken liegen. Auch der (zum Teil negative) Einfluss des Elternhauses bei der Berufswahl und der Gestaltung der eigenen Zukunft wird dabei nicht ausgelassen. Auf diese Weise werden durch dieses Buch alle Themen behandelt, die für junge Menschen von Relevanz sind. Ergänzend kommen noch die Folgen häuslicher Gewalt und ungünstige Familienkonstellationen dazu, durch die auch die Frage nach der mentalen Gesundheit mit in die Geschichte einfließt. Trotz all dieser doch eher ernsten Aspekte liest sich das Buch angenehm leicht und überhaupt nicht trübsinnig. Das liegt vor allem am lockeren Schreibstil, der die Charaktere und die Stimmung perfekt einfängt und es dem Leser leicht macht, in die Geschichte abzutauchen.
Zur Handlung lässt sich sagen, dass das Cover mit seiner klaren Optik eigentlich schon eine Kurzfassung der Geschichte ist, da es die beiden Protagonisten vor der Kulisse des Heidelberger Schlosses zeigt und damit auch den Ort der Geschehnisse vorgibt. Die Geschichte dreht sich um zwei junge Menschen, die nach Jahren der Trennung durch ein Unglück wieder in Heidelberg zusammenfinden. Dabei steht ihnen ihre Vergangenheit aber auch ihre Gegenwart im Wege, so dass sie erst viele Dinge aufarbeiten müssen, bevor sie bereit für eine erneute Beziehung sind. Auch wenn ich die Charaktere gemocht habe, fand ich die Päckchen, die die beiden zu tragen hatten, doch etwas extrem, vor allem da sie beide keine Versuche gemacht haben, sich Hilfe zu suchen. Dafür, dass sie ansonsten sehr abgeklärt agiert haben, war das für mich nicht richtig nachvollziehbar, hat die Handlung aber nicht weiter gestört.
Ich habe das Buch gern gelesen, auch wenn ich nicht zur Zielgruppe gehöre.

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Veröffentlicht am 06.06.2026

Schöne Liebesgeschichte mit feministischem Touch

Rival Hearts
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Dieses Buch ist schöner Liebesroman, der mich in mehrerlei Hinsicht überrascht hat. Auch wenn aus dem Klappentext schon hervorging, dass die Geschichte auf einer Japanreise spielt, hat mich das nicht darauf ...

Dieses Buch ist schöner Liebesroman, der mich in mehrerlei Hinsicht überrascht hat. Auch wenn aus dem Klappentext schon hervorging, dass die Geschichte auf einer Japanreise spielt, hat mich das nicht darauf vorbereitet, welch prominente Rolle die Beschreibung der Szenerie einnehmen würde. Stellenweise hatte ich den Eindruck, dass das Setting ein eigener Charakter in der Geschichte war, da die Beschreibungen schon fast eines Reiseführers würdig waren und die Atmosphäre Japans sehr gut eingefangen haben. Allerdings hat das für mich auch etwas von der Liebesgeschichte abgelenkt.
Das Buch hat mich auch durch seine immer wieder eingestreute Gesellschaftskritik überrascht. Es werden feministische Positionen eingebaut, ohne übermäßig belehrend zu wirken; es findet allerdings auch eine Kritik an den durch Social-Media gesetzten Erwartungen und den Auswirkungen auf den Einzelnen statt. All das ist für eine reine Liebesgeschichte eher ungewöhnlich und regt zum Nachdenken an.
Was die Liebesgeschichte betrifft, so sind beide Charaktere in ihrem Leben schon durch Abgründe gegangen, was sich realistisch in ihrem Verhalten spiegelt. Allerdings führen diese seelischen Verletzungen auf beiden Seiten dazu, dass sie sich mit der Zeit gegenseitig als Menschen wahrnehmen und trotz anfänglicher Abneigung Gefühle füreinander entwickeln. Auch wenn das meiner Meinung nach etwas schnell ging, ist die Grundidee aber nachvollziehbar und glaubhaft. Besonders gut haben mir die immer wieder bissigen Kommentare bzw. Sprüche gefallen, die die beiden Hauptcharaktere sich gegenseitig an den Kopf werfen.
Insgesamt betrachtet ist das Buch eine Liebesgeschichte mit Tiefgang, die zum Nachdenken anregt und Spaß macht zu lesen, aber dadurch auch mehr Aufmerksamkeit vom Leser fordert als übliche Liebesgeschichten.

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