Schön für zwischendurch
You Are My HurricaneDirekt vorab möchte ich betonen wie sehr ich Sports-Romance liebe und insbesondere in diesem Buch den großen Anteil an Sport loben. In diesem Buch kriegt der Sport, Football in diesem Fall, eine sehr große ...
Direkt vorab möchte ich betonen wie sehr ich Sports-Romance liebe und insbesondere in diesem Buch den großen Anteil an Sport loben. In diesem Buch kriegt der Sport, Football in diesem Fall, eine sehr große Rolle, sodass es den Namen auf jeden Fall verdient.
Maeve war an sich ein nicht besonders komplizierte Charakter, sodass man relativ schnell warm mit ihr wird. Tatsächlich fand ich ihre Beschreibung aus der Sicht von Carter manchmal etwas komisch, da es für mich manchmal nicht so ganz zu der Situation oder ihrem Charakter passte. Maeve ist an sich schüchtern mit einer großen Leidenschaft für Fotografie. Wovor sie sich eigentlich fürchtet kommt erst am Ende raus, wird aber die ganze Zeit angeteasert. Und ja ich weiß, das wird oft gemacht, aber ich fand es etwas übertrieben und überdramatisch. Zumindest bis dann alles rauskommt.
Carter war süß, aber das auch erst im weiteren Verlauf. Zu Beginn fand ich ihn eher anstrengend. Manchmal haut er Sachen raus oder macht was, wo ich schon ein bisschen die Augen verdrehen musste. Aber dann wird er zu einem wirklich tollen und unterstützenden Charakter, eine Green Flag für mich. Er unterstützt Maeve und steht für seine Träume und Freunde ein. Dass er ein bisschen klischeehaft auf Beziehung blickt, ignorieren wir jetzt mal. Auch bei ihm gab es ein paar Geheimnisse, die ebenfalls stark aufgebaut wurden und nicht einmal einfach direkt erzählt wurden. Aber immerhin führten diese Geheimnisse nicht zu großen dramatischen Szenen.
Der Schreibstil war eigentlich ganz gut, aber wenn ich noch einmal hauchen oder kichern lese, schmeiße ich meinen Kindle weg. Der Gebrauch der beiden Wörter war wirklich extrem und weder passend noch korrekt. Das Wort Hurricane wurde übrigens auch an mehreren Stellen falsch verwendet. In mehreren Szenen hätte dort das deutsche Wort stehen müssen und nicht der Name der Sportmannschaft. Dennoch ließ sich das Buch schnell und gut lesen.
Die Geschichte an sich war süß. Das Fotografie sowie Football-Thema sowie die gemeinsamen Momente der beiden Figuren war gut ausgearbeitet. Jedoch fehlten mir an mehreren Stellen einfach die Emotionen. Oft werden Handlungen ausgeführt, die auf Gefühle hindeuten, aber wirklich benannt, bis auf ein paar Vergleiche, gab es nicht, weswegen ich etwas Schwierigkeiten hatte, die Romance zu fühlen. Das heißt nicht, dass die Romance nicht vorhanden war. Das war sie. Nur hätte ich mir hier mehr gewünscht, damit ich besser mitfühlen kann.
Und noch eine Frage zum Schluss: das Buch spielt auf dem College, aber die Figuren gehen eigentlich nie zu Kursen oder machen Aufgaben für die Uni. Ist zwar bei vielen College-Büchern so, aber ist mir auch hier mal wieder aufgefallen.