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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.12.2025

Aufgewärmt statt aufregend

The Woman in Suite 11
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Das Luxushotel in der Schweiz ist wohl die Chance auf einen Neuanfang für Lo. Allerdings stecken dahinter nicht die Absichten, die sie vermutet. Das zeigt sich auch recht schnell bei ihrer Ankunft, da ...

Das Luxushotel in der Schweiz ist wohl die Chance auf einen Neuanfang für Lo. Allerdings stecken dahinter nicht die Absichten, die sie vermutet. Das zeigt sich auch recht schnell bei ihrer Ankunft, da sie viele Gesichter aus der Vergangenheit wiederkennt und darüber nicht gerade begeistert ist. Die Geschichte von Band 1 wird dementsprechend noch mal aufgewärmt. Und das für meinen Geschmack leider viel zu lange. Die Geschichte tröpfelt und tröpfelt…zwar landen wir irgendwann wieder in der Gegenwart, aber auch hier passiert gefühlt nichts oder halt einfach viel zu wenig.

Die Figuren bleiben leider sehr oberflächlich, viele Handlungen erscheinen unlogisch, Spannung ist für mich an einer Stelle mal kurz aufgekommen aber das wars leider schon. Das Gähnen muss man sich hier schon sehr stark verkneifen. Eigentlich schade, weil Ruth Ware hier trotzdem zeigt, dass sie Schreiben kann: total flüssig und bildstark. Inhaltlich hats mir aber nicht gefallen.

Das war viel zu wenig für einen spannenden rasanten Thriller und hat mich leider eher enttäuscht.

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Ein düsteres winterliches Setting, eine abwechslungsreich erzählte Geschichte und eine sympathische Protagonistin - sehr empfehlenswert!

Coram House
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Der Klappentext hat mich hier sofort gepackt – und die Geschichte liefert endlich mal wieder genau das, was sie im Klappentext verspricht. Von der ersten Seite an konnte ich schnell in Alex’ Welt eintauchen: ...

Der Klappentext hat mich hier sofort gepackt – und die Geschichte liefert endlich mal wieder genau das, was sie im Klappentext verspricht. Von der ersten Seite an konnte ich schnell in Alex’ Welt eintauchen: eine gescheiterte Karriere als Autorin, verwitwet und ziemlich verloren. Am liebsten hätte ich sie mal fest gedrückt.

Doch sie bekommt die Chance auf einen Neuanfang: als Ghostwriterin soll sie die mysteriösen Ereignisse der späten 60er im Waisenhaus Coram House aufarbeiten. Dabei stößt sie auf alte Zeugenprotokolle und befragt ehemalige Waisenkinder. Diese Mischung aus dokumentarischer und persönlicher Spurensuche und der Wechsel der Zeitebenen hat mir sehr gut gefallen. Insgesamt war die Geschichte durch den Erzählstil sehr lebendig. Je tiefer Alex gräbt, desto ungemütlicher wird ihr ihre Spurensuche.

Besonders mochte ich die Atmosphäre: Ich konnte die klirrende Kälte spüren, hatte das alte Waisenhaus und seine Bewohner deutlich vor Augen und konnte die Gefühle der Figuren nachempfinden. Zudem ist die Geschichte nicht so einfach gestrickt, wie man erst vermutet. Einziger Kritikpunkt: Manche Passagen wiederholen sich einen Ticken zu oft.

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Veröffentlicht am 11.08.2025

Ganz nett mit Schwächen

Die Bibliothek meines Großvaters
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Das Buch ist mir vor allem durch das tolle Cover und den wunderschönen Farbschnitt ins Auge gestochen. Der Klappentext verrät nicht viel, dennoch bin ich gut in die Geschichte reingekommen. Die Enkelin ...

Das Buch ist mir vor allem durch das tolle Cover und den wunderschönen Farbschnitt ins Auge gestochen. Der Klappentext verrät nicht viel, dennoch bin ich gut in die Geschichte reingekommen. Die Enkelin und ihr Großvater führen eine ganz rührende Beziehung miteinander, die vor allem durch eins geprägt ist: Geschichten. Obwohl der Opa demenzkrank ist, sitzt er immer noch in seinem Studierzimmer umgeben von Geschichten und hört seiner Enkelin auch gerne zu, wie sie welche erzählt. Der Autor lässt hier etwas Cozy Crime miteinfließen, da die beiden vor allem über Kriminalfälle rätseln und verschiedene Lösungen besprechen. Dabei ist der Großvater trotz mentalem Nebel immer noch ein Gedanke voraus, stets mit einer Zigarette in der Hand. Mir hat das ganze Szenario toll gefallen und mich auf eine wohlige Art eingemummelt. Leider gab es aber zu keinem Kriminalfall eine richtige Lösung, das läuft mehr oder weniger immer wieder ins Leere. Auch hätte ich mir gewünscht, dass der Großvater über eine eigene Geschichte spricht, die er erlebt hat. So waren die Figuren doch etwas unnahbar und der Fokus war auf vielen Seiten bei fremden Figuren, die mich nicht interessiert haben. Auch die vielen aufgezeigten Szenarien der Kriminalfälle mit Person A, B usw. haben meinen den Lesefluss gestört und waren mir irgendwie zu flach dargestellt. Insgesamt hätte ich mir irgendwie mehr von der Geschichte gewünscht, vor allem mehr Tiefe.

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Veröffentlicht am 02.04.2025

Der Thriller hat leider sehr viele Ecken und Kanten. Meinen Geschmack hat er leider nicht getroffen. Schade!

Sie sieht, was du tust
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Diese Geschichte war irgendwie durchgehend einfach sehr merkwürdig und holprig und so richtig wusste ich nie, worauf der Autor hinaus möchte. Mercy als Hauptfigur ist sehr ungewöhnlich mit ihren Hobbys ...

Diese Geschichte war irgendwie durchgehend einfach sehr merkwürdig und holprig und so richtig wusste ich nie, worauf der Autor hinaus möchte. Mercy als Hauptfigur ist sehr ungewöhnlich mit ihren Hobbys und ihrer Krankheit. Eigentlich mag ich ja so Figuren, mit ihr bin ich aber einfach nicht warm geworden und sie war für mich nie richtig greifbar. Teilweise dachte ich es, dass Buch handelt sich um einen toxischen Liebesroman anstelle eines Thrillers. Spannung war für mich leider auch gar nicht da, das Ganze ist eher so seicht vor sich hingetröpfelt.

Auch der Schreibstil war irgendwie seltsam, nicht modern und liest sich eher wie in einem leichten Fiebertraum. Viele Passagen gedoppelt und total unnötig. Die Zündung hat hier leider total gefehlt. Die Story an sich war mir auch zu wirr und nicht genug ausgearbeitet. Den Plotttwist am Schluss fand ich dann noch mal gut das wars dann leider aber auch.

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Veröffentlicht am 12.02.2025

Klapper und Bär - eine ungewöhnliche Kombination

Klapper
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Ach, Klapper und Bär…schon als ich die letzte Seite umblätterte, hatte ich die beiden schmerzlich vermisst. Denn die Geschichte hier hat richtig ins Herz getroffen. Wir begleiten den Computernerd Klapper ...

Ach, Klapper und Bär…schon als ich die letzte Seite umblätterte, hatte ich die beiden schmerzlich vermisst. Denn die Geschichte hier hat richtig ins Herz getroffen. Wir begleiten den Computernerd Klapper beim Erwachsenwerden; tauchen durch kurze Kapitel aber auch in seine Gegenwart viele Jahre später ein. Kurt Prödels Schreibstil ist für mich eine Hommage an die deutsche Sprache. Denn auf diesen wenigen Seiten schafft er es ohne viel Rumgeplänkel, das Gefühl, die Stimmung und Gedanken von mehreren Generationen rüberzubringen. Wer um 2010 rum aufgewachsen ist, hat bestimmt mindestens einen Klapper gekannt oder sich mit Zitroneneistee, Counter Strike, Oli Kahn oder alten Rockbands befasst. Dadurch beinhaltet die Geschichte eine riesen Packung Nostalgie, die teilweise sehr tiefgehend war – aber immer mit einer Prise Humor. Am Schluss hat mich die unerwartete Wendung emotional wirklich sehr gepackt.

Klapper und Bär – eine außergewöhnliche Kombination mit einer humorvollen und gleichzeitig traurigen Geschichte, die einfach wunderbar geschrieben ist. Ganz große Empfehlung!

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