Cover-Bild Coram House
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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Sonstige Spannungsromane
  • Ersterscheinung: 11.09.2025
  • ISBN: 9783423448079
Bailey Seybolt

Coram House

Thriller
Susanne Goga-Klinkenberg (Übersetzer)

Ein verlassenes Waisenhaus, ein grausames Geheimnis
Vermont, 1968: An einem glühend heißen Sommertag verschwindet der neunjährige Tommy spurlos aus Coram House, einem Waisenhaus am Lake Champlain. Auch fünfzig Jahre später ist sein Verschwinden immer noch ungeklärt.
Für Alex Kelley, eine angeschlagene True-Crime-Autorin, scheint der Auftrag, über das Waisenhaus zu schreiben, die perfekte Gelegenheit, sich aus ihrer beruflichen Krise zu befreien. Im winterlichen Vermont taucht sie tief ein in die Transkripte und Originaldokumente aus dieser Zeit. Schnell wird ihr klar, dass sie einen brisanten Fall vor sich hat: Was ist wirklich mit dem kleinen Tommy geschehen?
Bereits wenig später taucht eine weitere Leiche auf und Alex beginnt zu begreifen, dass sie das nächste Opfer sein könnte …

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.09.2025

Bewegend, düster, dramatisch!

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Alex Kelley ist Schriftstellerin und hat sich hauptsächlich auf True Crime spezialisiert. Nachdem ihr letztes Buch gefloppt ist, versucht sie sich diesmal daran, die Geschehnisse des Coram House aufzuarbeiten. ...

Alex Kelley ist Schriftstellerin und hat sich hauptsächlich auf True Crime spezialisiert. Nachdem ihr letztes Buch gefloppt ist, versucht sie sich diesmal daran, die Geschehnisse des Coram House aufzuarbeiten. Das einstige Waisenhaus birgt eine dunkle Vergangenheit und das damalige Verschwinden des kleinen Tommy ist immer noch nicht aufgeklärt. Alex bekommt Unterstützung von der ansässigen Polizei und Akteneinsicht in die früheren Vernehmungen. Je näher sie den Geheimnissen kommt, umso mehr Leichen tauchen plötzlich auf. Wer wird der oder die Nächste sein?

Ich mochte Alex als Protagonistin sehr gerne. Die Story wird einstig aus ihrer Sicht erzählt, wobei einige Kapitel Vernehmungsprotokolle aus den 80er Jahren sind. Alex ist wissbegierig, ehrgeizig und voller Tatendrang. Die erschütternden Geschehnisse in dem damaligen Waisenhaus gehen ihr ziemlich nahe und lassen ihr einfach keine Ruhe. Mir ging es ähnlich, denn was da ans Tageslicht kam, war mitunter schon schwer zu verarbeiten. Dass die Kinder nicht beim Namen genannt wurden, sondern Nummern zugewiesen bekamen, fand ich erschreckend genug. Aber zu erfahren, welche Schäden die täglichen Misshandlungen und der Missbrauch durch Priester und Nonnen angerichtet haben, hat mir wirklich den Atem geraubt. Harte Kost!

»Wissen Sie, was ich die ganze letzte Woche gemacht habe? Aussagen gelesen. Von missbrauchten Kindern. Von Kindern, die gesehen haben, wie andere missbraucht wurden. Ich habe die Aussage einer Frau gelesen, die mit angesehen hat, wie ein Kind ins Wasser gestoßen wurde, wie man es ertrinken ließ – und niemand hat ihr geglaubt. Können Sie sich vorstellen, wie es ist, wenn man so was mit sich herumträgt?« (Zitat)

Seybolt hat die Story mit ihrem dramatischen und düsteren Schreibstil perfekt in Szene gesetzt. Sie hat es nicht nur geschafft, den Spannungsbogen konstant oben zu halten, sondern mich dank der durchweg bedrückenden Atmosphäre an die Handlung zu fesseln. Ich konnte es kaum erwarten, weitere düstere Geheimnisse aufzudecken und noch tiefer in die Geschichte des verruchten Waisenhauses einzutauchen.

PS: Ich könnte Heidi Jürgens stundenlang zuhören! Sie ist eine großartige Sprecherin. Ihre Stimme klingt angenehm und hat so eine gewisse beruhigende Wirkung, die stark im Kontrast zum Erzählten steht. Mega!

Fazit: Ein bewegender Thriller, der mich emotional mächtig herausgefordert hat. Die düsteren Geheimnisse rund um das Waisenhaus sind gewiss nichts für schwache Nerven, aber Seybolt hat hier eine tolle Story daraus geschaffen, die ihr unbedingt lesen oder hören solltet.

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Veröffentlicht am 11.09.2025

Das Waisenhaus des Grauens voller Geheimnisse

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1968, Neuengland: Ein Waisenjunge, der in Coram House lebt (in einem katholischen Kinderheim, in dem Ordensschwestern und Priester das Regiment führen) ertrinkt beim Schwimmunterricht im See. Ein Waisenmädchen ...

1968, Neuengland: Ein Waisenjunge, der in Coram House lebt (in einem katholischen Kinderheim, in dem Ordensschwestern und Priester das Regiment führen) ertrinkt beim Schwimmunterricht im See. Ein Waisenmädchen hat beobachtet, doch sie hat gute Gründe nichts zu tun, nichts zu sagen. Am nächsten Tag heißt es, der Junge sei weggelaufen, er wird offiziell als vermisst gemeldet.

Jetzt, Neuengland: Die 36-jährige New Yorkerin Alex, eine True-Crime-Autorin, hat (in mehrfacher Hinsicht) eine schwere Zeit hinter sich, weshalb sie einen Neustart braucht. Sie nimmt sie einen anonymen, weit entfernten Job an – sie zieht für sechs Monate nach Vermont, um zu recherchieren und als Ghostwriter zu schreiben - über Coram House. Der massive Machtmissbrauch dort wurde in später untersucht, doch man einigte sich außergerichtlich mit “Schmerzensgeldzahlungen”. Alex wühlt sich durch widersprüchliche Zeugenaussagen und seltsamerweise scheint ihr Auftraggeber nicht wirklich an der Wahrheit interessiert zu sein. Sie stößt sie auf irritierende Verbindungen zwischen Leuten, die mit dem Waisenhaus zu tun hatten, dann gibt es eine Leiche mit Bezug zu Coram House und schließlich wird es kompliziert und gefährlich …

Der atmosphärische, ausdrucksstarke Schreibstil, die tolle Protagonistin, mit der man gerne mitfiebert, die düstere Handlung sowie das unwirtliche Setting (Vermont, das unter Schnee und Eis begraben ist) sind absolut mitreißend!

Alex’ Recherchen sind packend gestaltet, zudem gibt es interessante Einblicke in ihre Vergangenheit. Man lernt die Cold Cases ihrer vorherigen True-Crime-Bücher kennen, genau wie Alex’ Fehler und Schwächen, die sie sehr menschlich machen, aber auch sympathisch, denn sie ist wirklich selbstkritisch!

Die spannende Handlung voller undurchsichtiger Nebenfiguren, überraschender Wendungen und entsetzlicher Enthüllungen machen “Coram House” zu einem fesselnden Leseerlebnis, das sich kein Thriller-Fan entgehen lassen sollte!

Das Nachwort ist leider lesenswert!!!

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Veröffentlicht am 10.01.2026

Was geschah in Coram House?

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Alex Kelley braucht dringend eine räumliche Veränderung, in New York hält sie es nach einem Schicksalsschlag nicht mehr aus. Außerdem braucht sie dringend Geld und da ihr letztes Buch ein Fehlschlag war, ...

Alex Kelley braucht dringend eine räumliche Veränderung, in New York hält sie es nach einem Schicksalsschlag nicht mehr aus. Außerdem braucht sie dringend Geld und da ihr letztes Buch ein Fehlschlag war, geht sie einen Knebelvertrag ein und beschließt, als Ghostwriter die Geschichte von Coram House zu erzählen, einem ehemaligen Waisenhaus der Kirche, das mittlerweile schon viele Jahre geschlossen ist.
Gleich zu Beginn des Buches erfahren wir vom Verschwinden von Tommy in den 1960er Jahren und es gibt immer wieder Zwischenberichte aus den Gerichtsprozessen - dieser Teil wird von Wolfgang Berger gelesen.
Der übrige Teil des Buches wird von Heidi Jürgens spannend gelesen. Die winterliche Atmosphäre schimmert immer wieder durch und macht die damaligen Ereignisse noch schlimmer.
Aber auch in der Gegenwart kommt es zu Todesfällen, je tiefer Alex gräbt. Und sie gerät immer wieder an eine Mauer des Schweigens. Allerdings gibt sie nicht auf und gerät dabei selbst in Gefahr...
Ein spannendes Debut.

Veröffentlicht am 29.12.2025

packend

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Nach dem Misserfolg ihres letzten True-Crime-Buches, mit dem sie einen unschuldigen Mann fälschlicherweise ins Gefängnis gebracht hatte, sieht die Autorin Alex in Corem House ihre große Chance. Ein Anwalt ...

Nach dem Misserfolg ihres letzten True-Crime-Buches, mit dem sie einen unschuldigen Mann fälschlicherweise ins Gefängnis gebracht hatte, sieht die Autorin Alex in Corem House ihre große Chance. Ein Anwalt bittet sie, seine Lebensgeschichte aufzuschreiben, die düstere Kindheit in einem scheinbar verfluchten kirchlichen Waisenhaus. Doch schon bald stößt Alex auf Ungereimtheiten und merkt, dass hinter der Fassade mehr steckt: Lügen, Falschaussagen und schließlich sogar mehrere Leichen.

Mir fiel es zu Beginn nicht ganz leicht, in die Geschichte hineinzufinden, aber sobald man einmal drin ist, gibt es kein Zurück. Der Roman ist voller Wendungen, überraschender Plottwists und hält die Spannung bis zum Ende aufrecht. Besonders gefallen hat mir, wie die Autorin es schafft, das Mysteriöse und Unheimliche des Waisenhauses mit den persönlichen Geschichten der Beteiligten zu verweben.

Alles in allem ein packender Thriller, der mit einem starken Spannungsbogen, unerwarteten Enthüllungen und atmosphärischer Dichte überzeugt. Wer Geschichten liebt, die zwischen Wahrheit und Lüge, Schuld und Unschuld pendeln, wird hier voll auf seine Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 02.12.2025

Beklemmend und düster

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Bailey Seybolts Thriller hat mich richtig in Atem gehalten mit seiner klirrend kalten und düsteren Atmosphäre. Der Schreibstil der Autorin war flüssig und ich fand es sehr spannend und auch erschreckend ...

Bailey Seybolts Thriller hat mich richtig in Atem gehalten mit seiner klirrend kalten und düsteren Atmosphäre. Der Schreibstil der Autorin war flüssig und ich fand es sehr spannend und auch erschreckend gemeinsam mit der Protagonistin immer tiefer in die Vergangenheit von Coram House abzutauchen und mehr und mehr Geheimnisse rund um das mittlerweile längst verlassene Weisenhaus aufzudecken.
Das beklemmende Setting hat mir auf jeden Fall die ein oder andere Gänsehaut verpasst und ich fand die eingestreuten Gesprächsprotokolle aus der Vergangenheit zu den Geschehnissen dort wirklich gelungen eingesetzt, weil sie die ganze Geschichte nochmal realer haben wirken lassen. Das Ende war mich zwar ein bisschen zu vorhersehbar, aber sonst hat mir "Coram House" insgesamt wirklich super gut gefallen und ich kann es auf jeden Fall allen empfehlen die auf der Suche nach eher psychologischen Thrillern sind.

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