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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.07.2020

Nimue

Cursed - Die Auserwählte
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Die Artus-Sage, wer kennt sie nicht? Es gab schon vor vielen Jahrhunderten so viele unterschiedliche Ausprägungen der Sage und eben nicht nur "eine ursprüngliche". Gerade deshalb bietet dieser Stoff auch ...

Die Artus-Sage, wer kennt sie nicht? Es gab schon vor vielen Jahrhunderten so viele unterschiedliche Ausprägungen der Sage und eben nicht nur "eine ursprüngliche". Gerade deshalb bietet dieser Stoff auch heute noch, im 21. Jahrhundert, so viel und wird so oft interpretiert und Teile davon eingebaut in andere Geschichten. Und wer kennt sie nicht beziehungsweise hat wenigstens mal von ihnen gehört, den Rittern der Tafelrunde, Merlin und auch dem Schwert Excalibur. Da sollte man doch denken, dass es nicht mehr möglich ist, dieser Geschichte ein neues "Gewand" zu verschaffen, doch das ist dem Autorenteam gelungen, indem sie Nimue erschaffen haben, eine weibliche Protagonistin. Sie soll das Schwert zu Merlin bringen und reist in Begleitung von Arthur. Das Buch ist nichts für Zartbesaitete, es ist teilweise sehr brutal und hier wird nicht geschont. Eine actionreiche Handlung, unterlegt mit Zeichnungen, ein spannendes Buch.

Veröffentlicht am 01.07.2020

Saint Malo

Bretonische Spezialitäten
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Kommissar Dupin ermittelt mittlerweile schon in seinem 9. Fall in der Bretagne und der Pariser ist mittlerweile gut angekommen und angenommen in der Bretagne. Wie immer war es ein Genuss, dieses Buch zu ...

Kommissar Dupin ermittelt mittlerweile schon in seinem 9. Fall in der Bretagne und der Pariser ist mittlerweile gut angekommen und angenommen in der Bretagne. Wie immer war es ein Genuss, dieses Buch zu lesen, gerade in Corona-Zeiten, wo das Reisen eingeschränkt werden muss und der Frankreichurlaub ausfällt. Doch so konnte ich dieses Mal in die östliche Bretagne reisen, es geht nach Saint Malo, eigentlich ein schöner Ausflug, eine tolle Stadt, aber zum Leidwesen des Kommissars muss er dort zur einem Seminar und nicht zu seinem Vergnügen. Doch natürlich - wie kann es auch anders sein - ereignet sich ein Mord und Dupin steckt bald mitten in den Ermittlungen und die Theorie des Seminars wird zur Praxis, denn es soll die Zusammenarbeit der bretonischen Départements geübt werden. Rasch wird aus einem Mord eine Serie und die Täterin des ersten Mordes kann die weiteren Morde nicht verübt haben, da sie im Gefängnis sitzt. Auch in diesem Buch gibt es wieder viele Beschreibungen wie in einem Reiseführer und diese wecken die Sehnsucht nach der Bretagne. Für mich wieder eine gelungene Mischung.

Veröffentlicht am 01.07.2020

Vernègues

Verlorenes Vernègues
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Roger Blanc ist wieder zurück mit einem neuen Fall, der an einem sehr interessanten Ort spielt und zwar in Vieux Vernègues, einem Dorf, das vor ungefähr hundert Jahren nach einem verheerenden Erdbeben ...

Roger Blanc ist wieder zurück mit einem neuen Fall, der an einem sehr interessanten Ort spielt und zwar in Vieux Vernègues, einem Dorf, das vor ungefähr hundert Jahren nach einem verheerenden Erdbeben verlassen wurde. Nun ist das mittelalterliche Städtchen zu einer Geisterstadt geworden (den Ort gibt es übrigens tatsächlich). Capitaine Roger Blanc hat im Winter nicht viel zu tun; es ist ruhig in der Provence, bis er nach Vernègues gerufen wird, dort soll sich ein Rudel Wölfe herumtreiben. Das Ganze ist etwas sonderbar. Und dann wird auch noch ein Toter gefunden. Und vorbei ist es mit der beschaulichen Ruhe. Ein etwas ruhiger Teil der Krimireihe, aber dennoch sehr interessant und man erfährt viel über Wölfe und die Urängste der Menschen vor diesen Tieren. Mir haben der Fall und seine Auflösung gut gefallen - gerade weil er sich so von seinem Vorgänger abhebt.

Veröffentlicht am 29.06.2020

Was geschah damals?

Halligmord
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Die Handlung spielt auf der fiktiven Hallig Nekpen beziehungsweise auf der Nachbarhallig und dem Küstenort. Minke van Hoorn, eigentlich studierte Meeresbiologin, hat nach dem Tod ihres Vaters vier Jahre ...

Die Handlung spielt auf der fiktiven Hallig Nekpen beziehungsweise auf der Nachbarhallig und dem Küstenort. Minke van Hoorn, eigentlich studierte Meeresbiologin, hat nach dem Tod ihres Vaters vier Jahre zuvor, die Meeresbiologie an den Haken gehängt und tritt nun seine Nachfolge als Kommissarin an. Und bereits an ihrem ersten Tag findet der Postbote einen Totenschädel auf der Hallig. Wer der Tote war, ist rasch geklärt, aber nun ist klar, dass es kein Unfall war, sondern Mord. Doch wer war der Täter? Und was war das Motiv? Ein Sturm ist im Anmarsch und mit dem Näherkommen des Sturms, ziehen die Ermittlungen auch das Tempo an und die Zeit wird eng. Unterteilt ist das Buch in die Tage vor dem Sturm und jedes Mal gibt es einen Rückblick aus Sicht einer anderen Person von dem Abend, bevor der Ermordete starb. Neben den spannenden Ermittlungen gibt es immer wieder Beschreibungen der Halligen und die Geschichte des letzten Deichgrafs. Sehr atmosphärisch und aufgrund der Länge des Buches habe ich es in einem Rutsch gelesen und würde mich über weitere Fälle freuen. Die Auflösung am Ende hatte etwas von Agatha Christie und hat mir gut gefallen.

Veröffentlicht am 29.06.2020

Campen für Rentner

Ans Vorzelt kommen Geranien dran
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Von den Renate-Bergmann-Büchern habe ich schon viel gehört und nun, da es ums Campen geht, war spätestens mein Interesse geweckt. Der Schreibstil entspricht der gesprochenen Sprache und die Gedankensprünge ...

Von den Renate-Bergmann-Büchern habe ich schon viel gehört und nun, da es ums Campen geht, war spätestens mein Interesse geweckt. Der Schreibstil entspricht der gesprochenen Sprache und die Gedankensprünge sind manchmal schon recht gewagt und so kommt Renate Bergmann oft vom Thema ab, findet irgendwann aber doch wieder zu ihrem Ursprungsthema zurück, nur um erneut abzubiegen. Die Schreibweise der vorrangig englischen Begriffe ist schon recht abenteuerlich, aber wenn man sie unter lautsprachlichen Aspekten eines deutschen Muttersprachlers liest, dann versteht man, was gemeint ist. Mit 82 Jahren geht es zum ersten Mal auf den Campingplatz und da muss natürlich gut geplant werden, was alles mitkommt - 3 Koffer und 1 Reisetasche müssen es schon sein. Und auch so ein Wohnmobil muss natürlich täglich geputzt werden - was natürlich reine Frauensache Sache ist. Gemeinsam mit dem befreundeten Ehepaar Ilse und Kurt geht sie das Abenteuer an. Platzwart Habicht kennt Ilse von früher - sie war nämlich mal seine Lehrerin. Allerdings kann das nicht stimmen, denn dann wäre Ilse schon als Teenagerin in dem Beruf gewesen, da ist die Rechnung nicht ganz aufgegangen. Trotzdem amüsant. Einige Witze und Abschnitte waren schon ziemlich "platt", aber insgesamt konnte mich das Buch schon unterhalten. Torsten Rohde hat mit den Romanen definitiv den Zeitgeist getroffen.