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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.04.2021

Berlin 1969

Teufelsberg
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Nach "Die Tote im Wannsee" ist dies nun der zweite Krimi aus der Feder des Autorentrios Martin Lutz, Sven Felix Kellerhoff und Uwe Wilhelm. Und wieder einmal führen die Autoren uns zurück in die ausgehenden ...

Nach "Die Tote im Wannsee" ist dies nun der zweite Krimi aus der Feder des Autorentrios Martin Lutz, Sven Felix Kellerhoff und Uwe Wilhelm. Und wieder einmal führen die Autoren uns zurück in die ausgehenden Berliner 1960er Jahre. Dieses Mal ermittelt der Kommissar Wolf Heller im Fall der ermordeten Jüdin Rebecca Hirsch, deren Mann als Richter arbeitete und ebenso Morddrohungen von einer extremen linken Gruppierung erhielt. Ist sie bereits das dritte Opfer einer Serie? Oder handelt es sich hier doch um antisemitische Motive? Oder aber geht es hier um ein Familiengeheimnis, dem die Nichte der beiden, Louise Mackenzie, auf die Spur kommen möchte und Heller unterstützt. Auch hier geht es wieder um komplexe, weltanschauliche Ereignisse und unterschiedliche Gruppierungen von links und rechts, es geht um die Vergangenheit, aber auch um (das Verhältnis zu) Russland. Ein Glossar für den interessierten Leser liegt bei. Und auch ein wenig Privatgeschichte von Heller wird hier geboten, der keine einfache Zeit durchmacht, da seine Frau an Krebs erkrankt ist.

Veröffentlicht am 11.04.2021

Plötzlich Magierin

Amari und die Nachtbrüder
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Amari eifert ihrem älteren Bruder Quinton nach, doch Quinton ist nun schon seit einem halben Jahr verschwunden. Er hat in der Schule einen Preis nach dem anderen abgeräumt, während sie kurz vor einem Rauswurf ...

Amari eifert ihrem älteren Bruder Quinton nach, doch Quinton ist nun schon seit einem halben Jahr verschwunden. Er hat in der Schule einen Preis nach dem anderen abgeräumt, während sie kurz vor einem Rauswurf steht. Doch dann erhält sie eine geheimnisvolle Botschaft von ihrem Bruder und sie wird eingeladen zur Sommerakademie. Dort gibt es unter Anderem sprechende Fahrstühle. Amari fühlt sich ziemlich alleni gelassen, denn die anderen kennen sich gut in dieser Parallelwelt aus und sind damit aufgewachsen. Zum Glück teilt sie ein Zimmer mit Elsie, die ein Drache ist, aber die Verwandlung gelingt ihr (noch) nicht. Dafür ist sie eine geniale Erfinderin. Dann stellt sich auch noch heraus, dass Amari eine Magierin ist und das bedeutet nichts Gutes. Hat doch der Magier Moreau etwas mit Quintons Verschwinden zu tun und Magierin gelten allgemein als böse. Alles gar nicht so einfach, doch zum Glück erhält sie hier Unterstützung, manchmal aus überraschenden Ecken. Ein schönes Kinderbuch, das auch wichtige Themen wie Rassismus anspricht, aber es geht auch um Freundschaft, Spannung,...

Veröffentlicht am 01.04.2021

Finale

Eine Sehnsucht nach morgen
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Das spannende Finale der Ruhrpott-Saga habe ich schon erwartet. Mittlerweile ist die Geschichte im Jahr 1968 angekommen, lange vorbei sind die Nachkriegsjahre, hier dreht sich nun alles um Flowerpower, ...

Das spannende Finale der Ruhrpott-Saga habe ich schon erwartet. Mittlerweile ist die Geschichte im Jahr 1968 angekommen, lange vorbei sind die Nachkriegsjahre, hier dreht sich nun alles um Flowerpower, Studentenbewegung, neue Vorstellungen vom Leben. Bärbel hat ihr Medizinstudium beendet und kehrt zurück nach Essen. Doch da ist es nicht mehr so wie vorher. Immerhin sind neun Jahre nach dem Ende des letzten Bandes vergangen. Klaus ist mittlerweile verheiratet. Auch die weiteren Familienmitglieder treffen wir erneut und auch hier gibt es einiges zu berichten, immer vor dem Hintergrund der politischen Ereignisse, die jedoch nie überhand nehmen. Ein gelungener Abschluss der Reihe.

Veröffentlicht am 01.04.2021

Skurril

Der Weltreporter
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Eine etwas andere Reise in 12 Geschichten. Utopisch, aber dennoch denkbar. Deutschland in einer nahen Zukunft. Die "Krankheit" herrscht vor. Doch die Studentin Julia Bacharach ist immun gegen ebendiese ...

Eine etwas andere Reise in 12 Geschichten. Utopisch, aber dennoch denkbar. Deutschland in einer nahen Zukunft. Die "Krankheit" herrscht vor. Doch die Studentin Julia Bacharach ist immun gegen ebendiese und ihr Leben wird nicht vom Lockdown bestimmt, sondern sie darf ausgehen. Ebenso der Reisereporter Bodo von Unruh. Diese beiden so unterschiedlichen Menschen treffen in der Bar eines Hotels aufeinander. Und eigentlich ist der ältere Reporter so gar nicht Julias Typ, aber trotzdem, Gegensätze ziehen sich an, oder wie war das noch gleich? Doch die Neugierde überwiegt und so treffen sie sich wieder und Bodo erzählt von seinen überaus skurrilen, absurden, sonderbaren Reisen - manche waren mir zu abgedreht. Die Treffen der beiden bilden den Rahmen und wir kehren immer wieder dahin zurück. Ein interessantes Buch, auf dessen Humor man sich einlassen muss.

Veröffentlicht am 29.03.2021

Zu persönlich

Rosarotes Glück
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Ich war neugierig auf dieses Buch, weil ich das Gefühl habe, in der heutigen Zeit ist es wichtig, mal wieder positiver zu denken und was passt da besser, als die sprichwörtliche rosarote Brille doch einmal ...

Ich war neugierig auf dieses Buch, weil ich das Gefühl habe, in der heutigen Zeit ist es wichtig, mal wieder positiver zu denken und was passt da besser, als die sprichwörtliche rosarote Brille doch einmal aufzusetzen. Ich gebe zu, dass ich mit dem Namen der Autorin nicht viel anfangen konnte, aber bei der Lektüre des Buches habe ich festgestellt, wie bekannt sie durch Serien und weitere Fernsehauftritte ist. Das war für mich aber nicht das entscheidende Merkmal für dieses Buch. Ich hatte mir einfach einen Ratgeber erwünscht bzw. einen erwartet. Das Buch war mir insgesamt zu wenig strukturiert und auch ein wenig chaotisch. Und ich hätte mir mehr Stringenz erwünscht. Und auch die ständigen Verweise auf andere Ratgeber waren mir nicht gut eingebaut. Aber vor allem diese persönlichen Berichte aus dem Leben der Autorin, vor allem die Beweihräucherung ihres Mannes, haben mir nicht so recht gefallen. Vermutlich war ich einfach die falsche Ansprechpartnerin, da mir die Schauspielerin nichts sagte und ich einen allgemeinen Ratgeber und keinen biografischen Ratgeber gewünscht habe. Für andere sicherlich ein gutes Buch, für mich eher Mittelmaß.