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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.09.2017

Viele Lügen

Hundert Lügen
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Manon und Kris verbringen einen Sommer in einem Sommercamp und danach ist nichts mehr wie vorher und sie haben sich sehr verändert. Was ist in dem Camp diesen Sommer passiert?
Die Geschichte wird mal aus ...

Manon und Kris verbringen einen Sommer in einem Sommercamp und danach ist nichts mehr wie vorher und sie haben sich sehr verändert. Was ist in dem Camp diesen Sommer passiert?
Die Geschichte wird mal aus der Perspektive von Kris und mal aus der von Manon erzählt. Das Sommercamp ist nun zehn Jahre her und die beiden sind nun 15 bzw. 17 Jahre alt. Der Leser erfährt erst nach und nach, was passiert ist und die Geschichte wird schichtweise aufgedeckt. Man erhält tiefe Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt der beiden und die Spannung steigert sich langsam, aber stetig. Die Geschichte hat mich sehr in ihren Bann ziehen können und geht für ein Jugendbuch sehr tief.

Veröffentlicht am 17.07.2017

Grausame Mordserie

Shutter Man
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Ein Fall, der weit in die persönliche Vergangenheit von Detective Kevin Byrnes zurückreicht, aber wie hängt alles zusammen? Im Mittelpunkt steht die seit drei Generationen verbrecherische Familie Farren, ...

Ein Fall, der weit in die persönliche Vergangenheit von Detective Kevin Byrnes zurückreicht, aber wie hängt alles zusammen? Im Mittelpunkt steht die seit drei Generationen verbrecherische Familie Farren, denn sie kommt sowohl in den Rückblicken als auch in der Gegenwart vor.
In der Gegenwart ermittelt Kevin Byrnes in einem grausamen Mord an einer gesamten Familie; der Frau wurde zusätzlich zur Exekution noch die Gesichtshaut abgezogen. Schon bald gibt es einen ähnlichen Mord und es wird eine Sonderkommission eingerichtet.
Anfangs gibt es viele unterschiedliche Erzählperspektiven und Stränge, auf unterschiedlichen Zeitebenen; bei einem Strang versteht man erst ziemlich weit am Ende, wie dieser mit der Geschichte zusammenhängt. Trotz der unterschiedlichen Perspektiven, steht die von Detective Byrnes und noch die von seiner ehemaligen Partnerin Jessica Balzano, die mittlerweile als Staatsanwältin arbeitet, im Mittelpunkt. Der Leser ist in einigen Punkten Byrnes voraus, anderes erfährt man erst im Laufe der Lektüre.
Eine spannende Lektüre, manchmal etwas zu viele Details aus der Arbeit der Polizei oder der Staatsanwaltschaft, die nicht immer notwendig waren für den Fortlauf der Geschichte.
Am Ende nimmt die Geschichte noch einmal an Fahrt auf und überrascht.

Veröffentlicht am 12.06.2017

Spannender zweiter Fall

Totenengel
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Eve Clay wird in der Nacht zu einem grausamen Mord an einem alten Mann gerufen. Die Tochter hatte auf der Straße einen epileptischen Anfall und kommt ins Krankenhaus. Wer tut so etwas einem über 90jährigen ...

Eve Clay wird in der Nacht zu einem grausamen Mord an einem alten Mann gerufen. Die Tochter hatte auf der Straße einen epileptischen Anfall und kommt ins Krankenhaus. Wer tut so etwas einem über 90jährigen an? Vater und Tochter lebten sehr zurück gezogen und hatten so gut wie keine sozialen Kontakte, zumindest der Vater. Die Tochter Louise arbeitet als Ehrenamtliche im „Refugium“, einem Heim für Männer mit einer geistigen Behinderung.
Die Ermittlungen konzentrieren sich auf noch nicht einmal 24 Stunden, aber es passiert so viel, dass man den Eindruck bekommt, es handelt sich um mehrere Tage. Ein Einblick in die Denkweise von perversen Mördern, die von Gemälden flämischer Meister inspiriert werden. Ein spannender Schreibstil und eine spannende Geschichte. Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven, wobei die Hauptperspektive die von Eve Clay ist. Sicherlich ist es hilfreich, das Buch „Totenprediger“ zu kennen, denn wir erfahren im „Totenengel“ weitere Details aus Eves Vergangenheit. Die Auflösung lässt den Leser etwas nachdenklich zurück, weil die Geschichte viel komplizierter ist, als es erst schien und das entwickelt sich jedoch erst im Laufe des Buches und darum kann hier nicht weiter darauf eingegangen werden.
Toller Schreibstil, spannende Geschichte und ein schlüssiges Ende – alles, was ein guter Thriller braucht.

Veröffentlicht am 09.05.2017

Nichts für schwache Nerven

Der Näher
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Martin Abel langweilt sich. Er soll sich schonen und nur in Fortbildungen seine Arbeit als Fallanalytiker erläutern. Das ist nichts für ihn. Darum reist er nach Gummersbach; eigentlich geht es da nur um ...

Martin Abel langweilt sich. Er soll sich schonen und nur in Fortbildungen seine Arbeit als Fallanalytiker erläutern. Das ist nichts für ihn. Darum reist er nach Gummersbach; eigentlich geht es da nur um den Fall von zwei vermissten Frauen, aber dann steckt doch viel mehr dahinter und es geht um die perfiden Pläne eines Serienmörders. Doch welches Motiv steckt dahinter? Und hat er noch mehr Frauen entführt beziehungsweise sind noch mehr Frauen in Gefahr? Abel wird in Gummersbach nicht gerade mit offenen Armen empfangen; vor allem der Chef mag ihn nicht. Die Kollegin, die ihn „beaufsichtigen“ soll, zeigt einen trockenen Humor und geht offensiv mit dieser Chef-Aufgabe um.
Rainer Löffler gelingt es, die Spannung auf einem hohen Niveau zu halten. Das Buch ist jedoch nichts für Zartbesaitete, da die Straftaten sehr abscheulich sind, auch für diejenigen, die oft Thriller lesen. Zwischendurch erhält der Leser immer wieder kurze Einblicke in die Vergangenheit des Täters, um seine späteren Taten nachvollziehen zu können.
Das Ende birgt nochmal eine Überraschung.
Ein sehr spannenden Thriller, der unter die Haut geht. Ein guter Schreibstil machen das Buch zu einem wahren Pageturner.

Veröffentlicht am 04.04.2017

Die Bibliothek ist in Gefahr

Die Bibliothekare / Die flammende Welt
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Irene und Kai sind froh, der Chaoswelt Venedigs entkommen zu sein. Doch Vale leidet immer noch unter dem Einfluss von zu viel Chaos. Als Irene in seine Welt zurückkehrt, müssen Kai und sie gleich mehrere ...

Irene und Kai sind froh, der Chaoswelt Venedigs entkommen zu sein. Doch Vale leidet immer noch unter dem Einfluss von zu viel Chaos. Als Irene in seine Welt zurückkehrt, müssen Kai und sie gleich mehrere Angriffe abwehren. Wer möchte ihnen schaden? Und wer hat es auf die Bibliothek abgesehen? Denn beim Versuch in die Bibliothek zurück zu kehren, geht die Tür in Flammen auf und das ist nicht nur Irene und Kai so passiert. Die Bibliothekare sind in Alarmbereitschaft. Der neueste Auftrag führt die beiden dann in eine recht geordnete Welt. Sie sollen ein Buch aus dem Winterpalast besorgen. Doch auch bis hierhin werden sie verfolgt. Stecken die Elfen dahinter? Und was bezwecken die Werwölfe?
Auch der dritte Teil der Reihe entführt den Leser in phantastische Parallelwelten auf der Suche nach seltenen Büchern, die es nur einmal auf der Welt gibt, doch das gerät bald in den Hintergrund, da die Bibliothek in Gefahr ist. Genevieve Cogman hat eine tolle Welt erschaffen, die viele Überraschungen bereithält und gerade die Elfen sind anders als in anderen Büchern. Hinter der Geschichte steckt viel, was zum Nachdenken anregt.