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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.12.2017

Happy End mit Hindernissen

Glück schmeckt nach Popcorn
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Martha führt ein kleines Kino in Köln, in dem sie nur Filme vorführt, die kein Hollywood-Happy-End haben … denn Martha glaubt nicht an Happy Ends, seit ihr Freund sie verließ. Als ihre Freundin Susann ...

Martha führt ein kleines Kino in Köln, in dem sie nur Filme vorführt, die kein Hollywood-Happy-End haben … denn Martha glaubt nicht an Happy Ends, seit ihr Freund sie verließ. Als ihre Freundin Susann zu ihrem Freund nach Hamburg zieht, muss Martha eine neue Aushilfe einstellen und trifft auf Erik, der Martha überzeugen will, dass es das große Glück auch im wahren Leben gibt.

Martha und ihr kleines, aber feines Kino mochte ich sofort, weil sie mich an eine Zeit erinnerte, in der man noch Filme in einem der vielen kleinen Kinos in Köln anschaute. Ich konnte mir alles genau vorstellen und freute mich auch über die vielen Filmtipps, die man im Laufe der Geschichte bekam. Martha war mir oft etwas zu verbissen, wie sie sich mit Händen und Füßen gegen ihr privates Glück wehrte, aber mit Erik zog viel Positives in die Geschichte ein, was mir gut gefallen hat.

Das Buch liest sich gut und die Geschichte macht Spaß, auch wenn man Martha oft zu ihrem Glück zwingen will, weil sie so blind für Romantik ist. Insgesamt eine amüsante und niedliche Liebesgeschichte, die mich gut unterhalten hat.

Veröffentlicht am 06.12.2017

Berührte mich nicht so sehr

Berühre mich. Nicht.
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Sage hat ihre Heimat verlassen, ohne Geld, ohne Wohnung, ohne Freunde landet sie in Nevada, um dort zu studieren … und um die schrecklichen Erlebnisse aus ihrem Zuhause hinter sich zu lassen. Und sie hat ...

Sage hat ihre Heimat verlassen, ohne Geld, ohne Wohnung, ohne Freunde landet sie in Nevada, um dort zu studieren … und um die schrecklichen Erlebnisse aus ihrem Zuhause hinter sich zu lassen. Und sie hat Angst. Angst vor jedem Mann, der ihren Weg kreuzt. Bis sie Luca trifft. Gelingt es ihm, ihre Ängste zu besiegen?

Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, da mir Sages Geschichte sehr nah ging. Leider hielt die Geschichte für mich nicht das, was sie versprach. Zu Beginn war ich noch total gefangen von Sages Kummer und ihren Ängsten, doch nach und nach nervte sie mich immer mehr. Auch ihre neue Freundin April und deren Bruder Luca waren mir bald ein bisschen zu gut und zu nett. Obwohl Sage ja niemandem traut, ließ sie sich meiner Meinung nach viel zu schnell von den Geschwistern einlullen. Auch ihr Verhältnis zu Luca kam mir zu schnell und zu passend … und das „Gutmenschentum“ des jungen Mannes nervte mich, denn natürlich ist er überhaupt nicht wie andere Jungs in seinem Alter.

Insgesamt holte mich die Liebesgeschichte leider nicht ab. Dass die Liebesgeschichte zwischen Sage und Luca nicht fertig erzählt wurde, sondern einen Folgeband braucht, kann ich auch nicht nachvollziehen (außer natürlich aus finanzieller Sicht für den Verlag), denn die 459 Seiten dieses Buches fand ich für diese Liebesgeschichte völlig ausreichend. Leider nicht meins.

Veröffentlicht am 03.12.2017

Steh wieder auf. Fang von vorn an.

TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?
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„Nichts ist gefährlicher und mächtiger als die Lügen, die wir uns selbst erzählen.“

Als Nic eine Nachricht ihres Vaters erhält, er hätte „dieses Mädchen“ gesehen, fährt sie zurück in ihren Heimatort, ...

„Nichts ist gefährlicher und mächtiger als die Lügen, die wir uns selbst erzählen.“

Als Nic eine Nachricht ihres Vaters erhält, er hätte „dieses Mädchen“ gesehen, fährt sie zurück in ihren Heimatort, den sie 10 Jahre zuvor verlassen hat, als ihre beste Freundin Corinne spurlos verschwand. Als kurze Zeit später wieder eine junge Frau verschwindet, muss sie sich fragen, was damals wirklich passiert ist.

Der Roman besticht durch die ungewöhnliche Erzählweise. Nach Nics Ankunft und dem Verschwinden der zweiten Frau werden die Geschehnisse rückwärts erzählt, abwärts von Tag 15 bis Tag 1. Jeder vergangene Tag enthüllt dabei neue Ereignisse, die das Geheimnis von vor 10 Jahren mehr und mehr freigeben. Ich fand es extrem spannend und es juckte mir mehr als einmal in den Fingern, einfach zu Tag 1 vorzublättern, um endlich die Wahrheit zu erfahren. Man muss sich auch sehr konzentrieren, denn die „falsche“ Erzählweise bringt einen oft durcheinander, weil Nic in einem Kapitel plötzlich Dinge aus einem vorangegangenen Kapitel nicht mehr weiß, bis einem wieder einfällt, dass man sich jetzt am Vortag dieser Ereignisse befindet.

Ich fand den Roman spannend und fieberte der Auflösung entgegen, die mich wirklich überrascht hat.

Veröffentlicht am 30.11.2017

Menschliche Abgründe

Untiefen (Ein Nora-Watts-Thriller 1)
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Als die Privatdetektivin Nora von einem Ehepaar um Hilfe bei der Suche nach ihrer Adoptivtochter gebeten wird, ahnt sie nicht, wie tief sie selbst in den Fall verstrickt ist. Die vermisste Bonnie ist ihre ...

Als die Privatdetektivin Nora von einem Ehepaar um Hilfe bei der Suche nach ihrer Adoptivtochter gebeten wird, ahnt sie nicht, wie tief sie selbst in den Fall verstrickt ist. Die vermisste Bonnie ist ihre eigene vor 15 Jahren zur Adoption freigegebene Tochter. Obwohl sie den Fall offiziell ablehnt, fühlt sie sich dem Mädchen verpflichtet und macht sich auf die Suche, ohne zu ahnen, dass sie in ihre eigene dunkle Vergangenheit zurückkehren muss, um Bonnie zu retten.

Die Ausgangssituation des Romans gefiel mir gut. Nora, die ohne große soziale Kontakte im Keller der Detektei wohnt, bei der sie angestellt ist, ist menschenscheu und immer am Rande der Selbstzerstörung. Als trockene Alkoholikerin mit einer schlimmen Vergangenheit traut sie niemandem und hat nur zu ihrer Hündin Whisper eine Art familiäres Verhältnis. Ihre Suche nach der verschwundenen Bonnie begann auch spannend, obwohl ich schon nach kurzer Zeit ahnte, worauf der Plot hinausläuft. Noras Ermittlungen fand ich dann auch oft etwas an den Haaren herbeigezogen, weil mir die helfenden Zufälle oft ein bisschen zu weit gingen und es sich mir nicht erschloss, warum sie bestimmte Entscheidungen traf. Der Showdown war dann wieder recht spannend, obwohl ich auch hier einige Sachen einfach nicht stimmig fand.

Eine eigentlich gute und gut zu lesende Geschichte, die aber deutlich mehr Potenzial hatte.

Veröffentlicht am 28.11.2017

Wehe wenn du einschläfst

Sleeping Beauties
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Als die wunderschöne und eigenartige Eve in dem kleinen Ort Dooling auftaucht, bringt sie ein Phänomen mit, das weltweit als „Aurora-Krankheit“ bezeichnet wird. Sobald ein weibliches Wesen einschläft, ...

Als die wunderschöne und eigenartige Eve in dem kleinen Ort Dooling auftaucht, bringt sie ein Phänomen mit, das weltweit als „Aurora-Krankheit“ bezeichnet wird. Sobald ein weibliches Wesen einschläft, wird es in eine Art Kokon eingewebt. Und wehe, jemand versucht den Kokon zu entfernen, dann ist die entsprechende Frau wirklich, wirklich schlecht gelaunt.

Zunächst kommt die Geschichte wie ein typischer King daher. Die Kleinstadt, in der alles „normal“ läuft, bis ein Fremder auftaucht und alles durcheinander bringt. Untypisch ist allerdings das vorangestellte Personenverzeichnis, das sich über 3,5 Seiten erstreckt und den Leser erst mal erschlägt. Ich persönlich hätte es nicht gebraucht, weil man die wichtigsten Personen schnell drin hat.

Der erste Teil des Buches („Die alte Triangel“), in dem das Phänomen der schlafenden Schönheiten seinen Anfang nimmt, erstreckt sich über fast 500 Seiten und ist mir damit etwas zu lang geraten. Natürlich macht es wieder Spaß, dem King-typischen „bösen Erzählen“ zuzuhören, wenn ein Mann, der nicht fassen kann, was der Frau passiert, versucht den Kokon zu öffnen, aber insgesamt fand ich diesen Teil etwas zu langatmig.

Der zweite Teil („Schlafen werde ich, wenn ich tot bin“) erzählt dann die Geschehnisse in Dooling, als die Frauen schlafen und die Männer es nicht auf sich beruhen lassen können und erst mal abwarten, was passiert. Der Teil hat deutlich mehr Tempo und liest sich leichter.

Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen und fand die Idee sehr gut, doch das ganz große WOW blieb leider aus.