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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.08.2020

Doppeltes Spiel

Die Rubicon-Verschwörung
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Bei einem Einsatz in Frankreich wird ein komplettes Team des Britischen Geheimdienstes getötet. Nur der Technikexperte Marc Dane kann entkommen und schlägt sich irgendwie nach London durch, nur um dort ...

Bei einem Einsatz in Frankreich wird ein komplettes Team des Britischen Geheimdienstes getötet. Nur der Technikexperte Marc Dane kann entkommen und schlägt sich irgendwie nach London durch, nur um dort festzustellen, dass er als Verräter gilt und nun seine Unschuld beweisen muss. Er kann niemandem trauen, nimmt nur die Hilfe der Agentin Lucy Keyes an, ohne die er wohl nicht überleben würde. Doch wer steckt hinter dem Verrat am Team – und wird es Marc gelingen, eine Bedrohung für London zu verhindern?

Nach der Lektüre der „Orphan X“-Reihe von Gregg Hurwitz hatte ich Lust auf mehr Agententhriller und landete so bei den Rubicon-Büchern. Der Einstieg ins Buch und Marcs spannende Flucht aus Frankreich nahmen mich auch gleich komplett für das Buch ein, weil auch ich wissen wollte, wer hinter dem Tod des Teams steckt, ob es einen Maulwurf im Britischen Geheimdienst gibt, der zur Gefahr für das ganze Land wird.

Bei Marc mochte ich besonders, dass er eigentlich nicht ausgebildet ist, sich per Waffengewalt durchzuschlagen, denn wie schon erwähnt ist er der Techniknerd des Teams, der seine Wunder am Computer vollbringt. Doch mit Hilfe der toughen Lucy Keyes wird Marc zu einer Gefahr für den Maulwurf, was ich mochte.

Insgesamt war mir das Buch allerdings eine Spur zu langatmig. Es ging hin und her mit der Geschichte und den verschiedensten Orten der Welt, die für die Verschwörung eine Rolle spielen – das war mir persönlich alles etwas zu viel des Guten. Trotzdem gibt es 3 Sterne für eine spannende und angenehm zu lesende Verschwörung!

Veröffentlicht am 16.08.2020

Parallelwelten

Blutige Nachrichten
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„Ich glaube, dass Erinnerungen Geister sind.“

Mit „Blutige Nachrichten“ legt Stephen King einen Kurzgeschichtenband mit 4 Geschichten vor. Ihm gelingt es, mit jeder der Geschichten ein Unwohlsein hervorzurufen, ...

„Ich glaube, dass Erinnerungen Geister sind.“

Mit „Blutige Nachrichten“ legt Stephen King einen Kurzgeschichtenband mit 4 Geschichten vor. Ihm gelingt es, mit jeder der Geschichten ein Unwohlsein hervorzurufen, das einen neuen Blick auf die Welt und unter anderem auch moderne Technologien gewährt.

In „Mr. Harrigans Telefon“ geht es um die Freundschaft zwischen einem Jungen und einem älteren Mann, für den er Arbeiten erledigt. Hier löst ein iPhone der ersten Generation eine gruselige Kommunikation aus.

In „Chucks Leben“ geht es um die Welten, die wir in unseren Köpfen erschaffen. Was passiert mit diesen Orten, wenn wir sterben?

In „Blutige Nachrichten“ folgen wir Holly Gibney, die schon aus vorherigen Romanen bekannt ist. Ist sie wieder einem Outsider auf der Spur oder handelt es sich um Hirngespinste?

In „Ratte“ ist es ein Schriftsteller auf der Suche nach den richtigen Worten – und ausgerechnet ein Nagetier wird zum Helfer in der Not.

Jede der Geschichten hat mir gefallen. „Mr. Harrigans Telefon“ erinnerte mich an diese alten Geschichten über Leute, die lebendig begraben wurden. Und das fand ich gruselig, während ich mich auf Holly Gibney freute, die ich in den vorhergehenden Romanen schon so mochte. Es hat mir gefallen, sie wieder bei der Jagd nach einem Outsider zu begleiten.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Jede Geschichte ist auf andere Art gut und versteckt gruselig. Das mochte ich sehr. Stephen King kann es immer noch!

Veröffentlicht am 14.08.2020

Hochsollsieleben

Geburtstagskind (Ewert Grens ermittelt 1)
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Vor 17 Jahren überprüfte der Kommissar Ewert Grens eine Wohnung, aus der ein Nachbar seltsame Geräusche hört. Er findet eine getötete Familie, nur die jüngste Tochter lebt und verbrachte einige Tage alleine ...

Vor 17 Jahren überprüfte der Kommissar Ewert Grens eine Wohnung, aus der ein Nachbar seltsame Geräusche hört. Er findet eine getötete Familie, nur die jüngste Tochter lebt und verbrachte einige Tage alleine mit den Toten. Als nun in die Wohnung eingebrochen wird, wird Grens hellhörig. Offensichtlich hat jemand was Bestimmtes gesucht und gefunden, was bei der Ursprungstat übersehen wurde. Ist die Überlebende von einst wieder in Gefahr?

„Geburtstagskind“ ist eine gut erzählte und spannende Geschichte, die allerdings so ganz anders ist als ich erwartet habe. Erwartet habe ich einen Krimi, der sich um die tote Familie und die überlebende Tochter dreht und einen Fall, den der beinahe in Ruhestand befindliche Kommissar Grens endgültig lösen muss. Bekommen habe ich allerdings etwas ganz anderes – nicht weniger spannend, aber eben unerwartet und für mich ein bisschen enttäuschend.

In erster Linie geht es um den etwas zwielichtigen Piet Hoffmann, der einst als V-Mann der Polizei gesetzlose Gruppen unterwanderte und auflöste, jetzt aber mit seiner Familie ein ehrliches Leben führt, bis eine unbekannte Person seine Familie bedroht und ihn zwingt, wieder in sein altes Leben zurückzukehren. Wie gesagt, auch das ist spannend – und ich mochte Piet, weil er ein liebevoller Familienvater ist, der sein damaliges Leben hinter sich gelassen hat.

Insgesamt fand ich „Geburtstagskind“ spannend und gut, konnte mich aber nicht richtig auf die Geschichte einlassen, weil ich eben eine ganz andere Geschichte erwartet habe. Für den tollen Twist am Ende und einen guten Kommissar und einen tollen Piet Hoffmann gebe ich 3 Sterne!

Veröffentlicht am 13.08.2020

Was soll das?

I Saw a Man
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Nach dem Tod seiner Frau zieht Michael nach London, um neu anzufangen. Zu seinen Nachbarn, der Familie Nelson, hat er bald ein enges Verhältnis, bis er eines Tages sieht, dass die Hintertür nicht richtig ...

Nach dem Tod seiner Frau zieht Michael nach London, um neu anzufangen. Zu seinen Nachbarn, der Familie Nelson, hat er bald ein enges Verhältnis, bis er eines Tages sieht, dass die Hintertür nicht richtig verschlossen ist. Er betritt das Haus – und löst damit eine Kette von Ereignissen aus, die alles zerstören kann.

Eigentlich klang das nach einer richtig tollen und spannenden Geschichte. Der Mann, der das Haus seiner Nachbarn betritt und Unvorstellbares auslöst. Darum wollte ich dieses Buch unbedingt lesen – ich erwartete einen spannenden Roman mit einem dunklen Geheimnis – und bekam ein ausschweifendes Geschwafel, das sich um alles drehte – und ganz nebenbei auch um diesen einen Tag und die offene Küchentür.

Es geht um Michael, die Nelsons, aber auch um Daniel, einen Militärangehörigen in den USA, dessen Leben mit Michaels verbunden ist, ohne dass die beiden sich kennen. Es geht um Schuld und um diesen einen Moment, der ganze Leben verändert. Aber leider ist es nicht gut erzählt. Mich jedenfalls hat es sehr gelangweilt!

Während das Cover und der Klappentext einen Spannungsroman versprechen, bekommt man einen ausschweifend erzählten Roman über Schuld und Vergebung. Ich habe es nicht abgebrochen, weil ich die ganze Zeit hoffte, dass noch irgendwas passieren würde, aber dem war leider nicht so. Verschwendete Lesezeit!

Veröffentlicht am 11.08.2020

Der scharlachrote Buchstabe

The Ivy Years – Was wir verbergen
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Scarlett beginnt ihre Collegezeit auf dem Harkness College. Als sie Bridger McCaulley trifft, fühlt sie sich sofort zu ihm hingezogen. Und auch Bridger ist fasziniert von ihr. Was beide nicht wissen: Jeder ...

Scarlett beginnt ihre Collegezeit auf dem Harkness College. Als sie Bridger McCaulley trifft, fühlt sie sich sofort zu ihm hingezogen. Und auch Bridger ist fasziniert von ihr. Was beide nicht wissen: Jeder von ihnen hat ein Geheimnis, das ihre Zukunft in Harkness beenden und ihre aufkeimende Liebe zerstören könnte.

Dies ist der zweite Teil der Ivy-Years-Reihe von Sarina Bowen. Auch hier war ich zunächst skeptisch, muss aber sagen, dass ich diesmal die Probleme der Protagonisten echt hart fand. Normalerweise sind die Probleme von College-Kids in Büchern ja eher bei den Haaren herbeigezogen und könnten mit einem klärenden Gespräch aus der Welt geschafft werden. Doch hier haben beide ein echt mieses Los in der Lotterie des Lebens gezogen. Das hat mich echt berührt und deshalb folgte ich ihrer Liebesgeschichte gespannt.

Sowohl Scarlett als auch Bridger sind sympathisch und kümmern sich um ihre Leute – das hat mir gefallen. Und auch wie schon bekannte Figuren aus dem ersten Roman ihren Teil beitrugen. Diesmal hat mich Sarina Bowen in dieser Beziehung nicht enttäuscht.

4 Sterne für eine berührende und schöne Geschichte, die zeigt, dass es manchmal besser ist, um Hilfe zu bitten als alles alleine durchstehen zu wollen.