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Veröffentlicht am 18.05.2020

Wer ist der Wundennäher?

Der Wundennäher
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Mehrere Frauen werden gequält und ermordet aufgefunden. Die Opfer sind nach Jahreszeiten-Zyklen aufgeteilt. Nachdem ein Verdächtiger gefasst wird, wird schnell klar, dass sich noch drei Frauen in der Gewalt ...

Mehrere Frauen werden gequält und ermordet aufgefunden. Die Opfer sind nach Jahreszeiten-Zyklen aufgeteilt. Nachdem ein Verdächtiger gefasst wird, wird schnell klar, dass sich noch drei Frauen in der Gewalt des Mörders befinden, ohne dass die Polizei wissen kann, wer diese Frauen sind. Und auch Svenja Rost wird von einem Stalker belästigt. Ist sie in Gefahr?

„Der Wundennäher“ ist erst mal ein recht spannender Thriller, in dem man oft durch schnelle Szenenwechsel aus dem Geschehen rund um die entführten Frauen gerissen wird, ohne zu wissen, wie es für die Frauen ausgehen wird. Das hat mir gefallen.

Auch die Ermittler mochte ich, auch wenn hier einer der Schwachpunkte des Buchs liegt. Manchmal benehmen sich die Polizisten ein wenig dämlich, was nicht nur sie selbst, sondern auch die gefangenen Frauen in unnötige Gefahr bringt. Das hat mich ein bisschen geärgert. Gerade am Schluss hätte man einige der Ereignisse dadurch verhindern können, wenn man die örtliche Polizei in das Geschehen einbezogen hätte, anstatt eine lange Autofahrt in Kauf zu nehmen, während der die Frauen weiterleiden müssen. Das mochte ich gar nicht.

Insgesamt fühlte ich mich aber gut unterhalten und habe das Buch sehr gespannt gelesen. Von mir gibt es 3 von 5 Sternen für dieses Buch – und ich werde sicher noch weitere Bücher von Marcus Hünnebeck lesen!

Veröffentlicht am 18.05.2020

Viele Köche verderben den Brei

The Problem With Him
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Kaya ist Souschefin im Lilou. Hier hat Chef Wyatt Shaw das Sagen – und er treibt sie zur Weißglut. Ständig streiten sich die beiden, aber sie sind auch aufeinander angewiesen, um das Lilou zum besten Restaurant ...

Kaya ist Souschefin im Lilou. Hier hat Chef Wyatt Shaw das Sagen – und er treibt sie zur Weißglut. Ständig streiten sich die beiden, aber sie sind auch aufeinander angewiesen, um das Lilou zum besten Restaurant der Stadt zu machen. Doch Kaya will mehr. Sie will ihr eigenes Restaurant. Und auf dem Weg nach oben will sie sich von ihrem verführerischen Chef nicht aufhalten lassen.

Dies ist der dritte Teil der Opposite Attraction-Serie von Rachel Higginson – und ich habe auch diesen Teil wieder sehr gerne gelesen. Kaya und Wyatt sind eher so was die Rockstars der gehobenen Küche, denn beide fallen durch ihren eher auffälligen Stil auf. Doch dadurch passen sie auch gut zusammen, was ihnen aber erst mal nicht so klar zu sein scheint.

Ich habe die kleinen Scharmützel der beiden mit einem riesigen Ego ausgestatteten Köche sehr gerne verfolgt. Sie sind witzig und sexy und passen so gut zusammen. Ihr Zusammenkommen und auch das Herannahen von Kayas Traum war schön zu verfolgen.

Schade, dass mit dem vierten und letzten Teil der Reihe schon das Ende der wirklich liebenswerten Serie von Rachel Higginson beendet sein wird. Dabei gäbe es noch so viele potenzielle Paare, die sich hier finden könnten.

Wieder ein amüsanter und liebenswerter Teil der Reihe, den ich sehr gerne gelesen habe. Im vierten Teil wird Dillon ihr Happy End finden, worauf ich mich schon freue!

Veröffentlicht am 16.05.2020

Die Freiheit der Liebe

Wir sehen uns am Meer
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Liat verbringt ein Auslandssemester in New York, wo sie auf Chilmi trifft. In ihrer jeweiligen Heimat wären sie sich wohl nie begegnet, die Israelin und der Palästinenser. Doch in New York verlieben sie ...

Liat verbringt ein Auslandssemester in New York, wo sie auf Chilmi trifft. In ihrer jeweiligen Heimat wären sie sich wohl nie begegnet, die Israelin und der Palästinenser. Doch in New York verlieben sie sich. Auch wenn ihre Liebe keine Zukunft zu haben scheint, denn das Ende von Liats Aufenthalt steht schon fest. Kann das Unmögliche doch wahr werden?

Das Buch ist ein Plädoyer für die Liebe – das auf jeden Fall. Denn Liat und Chilmi sind ein Traumpaar – und sie sind doch getrennt durch so viele Vorurteile und Geheimnisse. Denn beide können ihren Familien nicht erzählen, mit wem sie ihre Zeit verbringen, denn sie würden diese Liebe nicht verstehen. Und selbst im fernen New York müssen sie sich bisweilen verstecken, dann nämlich, wenn sie auf Leute aus ihrer Heimat treffen. Schwierig!

Ich mochte den Beginn des Buches, als sich Liat und Chilmi kennenlernten und erste unbeschwerte Wochen miteinander verbrachten. Im Laufe des Buches wurde es mir dann etwas zu politisch. Klar verstehe ich die Schwierigkeiten, die gerade Liat mit der Beziehung zu Chilmi hat. Sie ist aufgewachsen mit der Gewissheit, dass alle Palästinenser ihr Böses wollen. Wie sollte sie ihrer Familie klar machen, dass sie sich in Chilmi verliebt hat, der so anders ist?

Zum Schluss habe ich das Buch wieder gemocht – weshalb mich das Ende des Buches noch mehr getroffen hat. Aber insgesamt ist das Buch genau das, was der Klappentext sagt: Ein Plädoyer für die Freiheit der Liebe.

Veröffentlicht am 15.05.2020

Das Glück des Augenblicks

Die Sache mit dem Glück
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„Nicht zu bekommen, was man will, ist manchmal ein großer Glücksfall.“

Nach dem Tod seiner Mutter bleibt der 39jährige Bartholomew allein zurück. Er hat keine Freunde und keine Arbeit. Da seine Mutter ...

„Nicht zu bekommen, was man will, ist manchmal ein großer Glücksfall.“

Nach dem Tod seiner Mutter bleibt der 39jährige Bartholomew allein zurück. Er hat keine Freunde und keine Arbeit. Da seine Mutter ihn in ihren letzten wachen Momenten Richard nannte und er in ihrer Schublade einen Aufruf Richard Geres zum Boykott der olympischen Spiele in China findet, beschließt er, dem Schauspieler zu schreiben. In den Briefen erzählt er aus seinem Leben und findet so Zufriedenheit. Doch kann er das Leben ganz allein meistern?

Die Geschichte wird allein durch Bartholomews Briefe an Richard Gere erzählt. Ihm erzählt er seinen Alltag, aber auch seine Gedanken, die er sich über die Welt macht. Der Leser erfährt so, dass der Pfarrer der Gemeinde sich von der Kirche lossagt und bei Bartholomew einzieht, dass er eine Trauerbegleiterin hat, die mehr Probleme als ihr Kunde hat, in einer Gruppentherapie Max kennenlernt, der um seine verstorbene Katze trauert und an Aliens glaubt, und dass er verliebt in die Jungthekarin seiner Bibliothek ist. Doch natürlich ist er viel zu schüchtern, um sie anzusprechen. Doch das Leben hält viele Überraschungen für ihn bereit.

Herrje, ich mochte dieses Buch. Ich mochte Bartholomew, der sich so viele Sorgen um sein Leben und die Welt macht. Ich mochte den Pfarrer, der sich trinkend und betend bei ihm einnistet. Ich mochte Max, der fluchend durch die Welt geht und um seine tote Katze weinen kann. Und ich mochte Elisabeth, die Junthekarin, weil sie Licht in Bartholomews Welt bringt.

Das Buch ist voller skurriler, aber sehr liebenswerter Charaktere und hält auch so manche Weisheit bereit. Ich möchte diese hier erwähnen, weil ich sie mir direkt rausgeschrieben habe: „Schönheit steckt in uns allen, Bartholomew. Sie versteckt sich bloß manchmal.“

Veröffentlicht am 13.05.2020

Auf Mördersuche

Mord in der Mangle Street
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1882: Nach dem Tod ihres Vaters zieht March Middleton nach London zu ihrem Paten Sidney Grice. Dieser verdingt sich als Privatermittler. Als die Mutter einer ermordeten Frau ihn um Hilfe bei den Ermittlungen ...

1882: Nach dem Tod ihres Vaters zieht March Middleton nach London zu ihrem Paten Sidney Grice. Dieser verdingt sich als Privatermittler. Als die Mutter einer ermordeten Frau ihn um Hilfe bei den Ermittlungen bittet, suchen er und March nach dem Mörder. Für die Tat festgenommen wird der Mann der Toten, doch seine Schwiegermutter glaubt an seine Unschuld. Werden March und Mr. Grice die Wahrheit herausfinden?

Was für ein Team. Der knurrige und unverschämte Sidney Grice und die sehr emanzipzierte und freche March ergänzen sich perfekt. Allerdings muss sich March einiges an Unverschämtheiten von ihrem Paten gefallen lassen, doch sie kann gut damit umgehen. Und ja, die Konstellation und auch die Ermittlungsart erinnert sehr an Sherlock Holmes und seinen Helfer Dr. Watson, aber Kasasian macht das auf sehr interessante und eigene Art, so dass ich es nicht als „abkupfern“ oder dergleichen empfunden habe. Im Gegenteil: Ich empfand das Buch als sehr erfrischend und gut unterhaltend.

Der Mordfall ist auch verzwickt – und irgendwie ist nichts so, wie man auf dem ersten Blick denkt. Bis zum Schluss ist man nicht sicher, ob wirklich der Ehemann seine Frau ermordet hat und es einem anderen in die Schuhe schieben wollte oder ob es wirklich jemand anderer war. Das empfand ich als spannend. Und auch der kauzige Sidney Grice, die freche March Middleton und der Polizist Pound tragen dazu bei, dass ich dieses Buch sehr gerne gelesen habe.

Ein guter erster Fall der Gower St Detectives – ich freue mich auf weitere Fälle!