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Veröffentlicht am 26.07.2019

Ein Landfrauenkrimi

Aller toten Dinge sind drei
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Elsa van Graaf ist die Assistentin der Präsidentin des Landfrauenverbandes und reist zusammen mit ihr von Berlin in das idyllische Uplengen in Ostfriesland. Während der Vorbereitungen für den Herbstmarkt ...

Elsa van Graaf ist die Assistentin der Präsidentin des Landfrauenverbandes und reist zusammen mit ihr von Berlin in das idyllische Uplengen in Ostfriesland. Während der Vorbereitungen für den Herbstmarkt kommt es zu Morddrohungen gegen die Ehemänner der führenden Landfrauen des Ortes. Elsa lässt sich schnell hineinziehen in den Fall und ermittelt persönlich – und da ist ja auch noch das Rätsel um 5 verschwundene Alpakas zu lösen.

Das Buch packte mich schon auf den ersten Seiten, weil ich Elsa und ihre Art super finde. Sie ist lustig und so machten mir besonders die Gespräche zwischen ihr und ihrer Chefin und später mit den Landfrauen in Uplengen und den Polizisten besonderen Spaß. Die Reise nach Ostfriesland und die sehr authentisch rüberkommenden Bewohner des kleinen Ortes fand ich ganz hinreißend, wobei mir hier besonders gut gefiel, wenn auf Plattdeutsch gesnakt wurde.

Der Fall war auch spannend und bot bis zum Schluss ein paar Verdächtige, die man aber nie so richtig packen konnte, weshalb es bis zum Finale – das übrigens in der Manier eines alten englischen Krimis daherkam, indem Elsa alle Beteiligten in einem Raum versammelte und ihre Erkenntnisse zum Besten gab – spannend blieb.

Über weite Strecken mochte ich den Roman wirklich gerne – und möchte hier besonders Elsas Art mit Tieren hervorheben. Das hat mich sehr gut unterhalten. Auch die kleinen Hinweise auf Elsas vor Jahren auf mysteriöse Weise verschwundenen Ehemann mochte ich, lassen sie doch eine Fortsetzung des Landfrauenkrimis erwarten. Hier bin ich wirklich gespannt, was mit Elsas Mann passiert ist und ob sie ihn finden kann. Ein paar Längen gab es auch, aber über die konnte ich hinwegsehen.

Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten und mir Freude gemacht. Ich möchte gerne mehr über Elsa und das Leben der Landfrauen lesen, weshalb ich bei einem zweiten Teil gerne wieder dabei bin!

Veröffentlicht am 25.07.2019

Unheimliche Geschichten über das Fliegen

Flug und Angst
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Bei „Flug und Angst“ handelt es sich um eine Kurzgeschichtensammlung rund um das Fliegen. Nach einem Vorwort von Stephen King, der als Herausgeber des Buches fungiert, folgen 17 Kurzgeschichten, die nicht ...

Bei „Flug und Angst“ handelt es sich um eine Kurzgeschichtensammlung rund um das Fliegen. Nach einem Vorwort von Stephen King, der als Herausgeber des Buches fungiert, folgen 17 Kurzgeschichten, die nicht alle neu sind, aber alle etwas mit dem Fliegen zu tun haben.

Und hier werden sie alle bedient, die Ängste, die man beim Betreten eines Flugzeuges haben kann. Dabei ist die Qualität der Geschichten unterschiedlich, nicht alle haben mir gleich gut gefallen. Wirklich gut gefallen hat mir die Geschichte von Stephen Kings Sohn Joe Hill. Bei „Freigabe erteilt“ lief es mir eiskalt den Rücken runter, weil die Situation echt schlimm vorzustellen war. Hat der Junge wirklich gut gemacht. Gar nicht gefallen haben mir „Das Grauen der Höhe“ von Arthur Conan Doyle und „Im Fall“ von James Dickey, der Rest war wirklich gut unterhaltend, auch die vom Meister selbst verfasste Geschichte „Ein Fachmann für Turbulenzen“.

Insgesamt mochte ich die meisten der Kurzgeschichten, weshalb ich das Buch weiterempfehlen kann. Wer Flugangst hat, sollte vielleicht die Finger von diesem Buch lassen.

Ach ja, im Nachwort bittet Bev Vincent um ein Foto, wo ein Flugpassagier dieses Buch liest. Das fand ich irgendwie süß.

Veröffentlicht am 25.07.2019

Was passierte mit Lina?

Dunkelsommer
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Vor drei Jahren verschwand Lelles Tochter Line spurlos, nachdem er sie an einer Bushaltestelle abgesetzt hatte. Seitdem ist Lelle unterwegs, um herauszufinden, was mit dem Mädchen passiert ist. Nacht für ...

Vor drei Jahren verschwand Lelles Tochter Line spurlos, nachdem er sie an einer Bushaltestelle abgesetzt hatte. Seitdem ist Lelle unterwegs, um herauszufinden, was mit dem Mädchen passiert ist. Nacht für Nacht fährt er die Straßen ab, an denen Lina verschwunden sein könnte. Als wieder ein Mädchen verschwindet, hofft Lelle auf eine neue Spur. Wird er Lina finden?

Die Grundidee des Romans fand ich toll und auch die Auszeichnung als „bester schwedischer Spannungsroman“ verspricht eine Menge. Leider konnte das Buch das für mich nicht halten. Ich mochte den Schreibstil und fand es spannend, mit Lelle durch die schwedischen Wälder zu fahren, um eine Spur von Lina zu finden, während in einem weiteren Erzählstrang das Mädchen Mela von seiner Mutter mitten in diese Wälder gebracht wird, da sie einen Mann im Internet kennengelernt hat, bei dem sie von nun an leben will. Das Mädchen in diesem trostlosen Haus mitten im Nichts habe ich auch gerne begleitet, aber es dauerte mir einfach alles zu lange, bis endlich etwas passiert ist.

Die Auflösung fand ich schlüssig und gut- auch unerwartet, aber der Weg dahin war mir einfach zu lang und zu umständlich. Das Buch konnte mich leider nicht komplett überzeugen.

Veröffentlicht am 23.07.2019

Die letzte Witwe ihrer Art

Die letzte Witwe
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Nach einem Bombenattentat wollen Sara Linton und Will Trent den Opfern helfen, geraten aber an die Attentäter, die Sara entführen und Will verletzt zurücklassen. Sofort will er alles tun, um Sara zurückzuholen, ...

Nach einem Bombenattentat wollen Sara Linton und Will Trent den Opfern helfen, geraten aber an die Attentäter, die Sara entführen und Will verletzt zurücklassen. Sofort will er alles tun, um Sara zurückzuholen, nicht ahnend, in welche Gruppierung er sich einschleusen muss, um das zu schaffen. Der Anführer der Gruppierung ist Dash, der ein weißes Amerika zurückhaben möchte und alles dafür tut. Kann Will Sara befreien und ein schlimmeres Attentat verhindern?

Von Beginn an ist das Buch spannend, da Sara und Will sofort in Gefahr geraten und Will verzweifelt ist, weil er nicht weiß, wo er nach ihr suchen soll. Zur gleichen Zeit ist Sara den Mitgliedern der rechten Gruppierung ausgeliefert und man muss von Anfang an in Sorge weiterlesen. Die verblendeten Rechten leben mit ihren Frauen und Kindern in einem Camp mitten im Wald, wo die Männer ihren Traum von ihrer perfekten Familie leben, während sie eigentlich verkappte Pädophile sind, die ihre Frauen und Kinder misshandeln und unterdrücken. In dieser Atmosphäre soll Sara sich um einige erkrankte Kinder kümmern, während ihr der Anführer ständig seine Ansichten aufdrücken will.

Der Schreibstil ist gewohnt spannend und keine Sekunde langweilig. Auch die Thematik ist eine sehr aktuelle rund um den Erdball, was mich mal wieder traurig gemacht hat. All dieses rechte Gedankengut, auf das man in sehr vielen Romanen zurzeit trifft – furchtbar, aber leider so nah und aktuell. Sehr schade und traurig!

Das Buch ist spannend geschrieben und wie in allen Teilen der Georgia-Reihe von Karin Slaughter lebt die Geschichte für mich durch die Beziehung zwischen Will und Sara. Ich liebe die beiden einfach und freue mich, dass ihre Beziehung auch in diesem Buch wieder eine Stufe weitergeht. Umso gespannter bin ich auf den nächsten Teil und freue mich auf alles, was da kommen wird.

Veröffentlicht am 21.07.2019

Alles Lüge

Der Tag, an dem wir dich vergaßen
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Nach dem Tod ihres Vaters kehrt Riley nach Hause zurück, um das Haus auszuräumen und Dinge zu regeln. Nach dem Selbstmord ihrer Schwester vor 20 Jahren und der Verwundung ihres Bruders Danny im Krieg war ...

Nach dem Tod ihres Vaters kehrt Riley nach Hause zurück, um das Haus auszuräumen und Dinge zu regeln. Nach dem Selbstmord ihrer Schwester vor 20 Jahren und der Verwundung ihres Bruders Danny im Krieg war die Familie zerrüttet und hatte nur selten Kontakt. Beim Ausräumen des Elternhauses findet Riley immer mehr Dinge, die ihr ganzes Leben in Frage stellen. Was geschah damals wirklich mit ihrer Schwester Lisa?

Rileys Geschichte ist spannend, eben weil man als Leser sich auch die ganze Zeit fragt, was damals wirklich passiert ist. Lisa war beschuldigt, ihren Geigenlehrer erschossen zu haben und es sollte ihr der Prozess gemacht werden. Dann war sie verschwunden und die Polizei ging davon aus, dass sie sich selbst getötet hat. Doch nach und nach kommen Riley Zweifel daran, dass damals alles wirklich so passiert ist, wie ihre Eltern es ihr immer erzählt haben. Könnte es sogar sein, dass Lisa noch lebt und ihren Tod damals nur vortäuschte?

Obwohl die Geschichte ein paar Längen hat, war ich so begierig darauf, die Wahrheit herauszufinden, dass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte. Mit jeder neuen Entdeckung, die Riley im Haus und bei alten Bekannten ihrer Eltern machte, kam man dem Geheimnis ein bisschen näher. Kapitel aus der Sicht von Lisa erklärten dann einiges, wobei man die komplette Auflösung erst ganz zum Schluss bekam.

Spannender Roman voller Familiengeheimnisse!