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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.06.2025

Politisches Kammerspiel

Die Schatten der Solaren Union
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Auch wenn es auf den ersten Blick so scheint, ist dies kein klassischer Science Fiction Roman. Vielmehr geht es um politische Intrigen, Macht- und Geldgier, Ausbeutung und homophobe Weltanschauungen, die ...

Auch wenn es auf den ersten Blick so scheint, ist dies kein klassischer Science Fiction Roman. Vielmehr geht es um politische Intrigen, Macht- und Geldgier, Ausbeutung und homophobe Weltanschauungen, die in dieser zukünftigen Welt sehr rückständig wirken und so gar nicht futuristisch. Die Lieblingsfarbe des Autors scheint eukalyptusgrün zu sein, denn sowohl die beschriebene Innenaustattung als auch Kleidung weist immer wieder Akzente in dieser Farbe (die ich zugegebenermaßen auch mag) auf, was mit der Zeit leider etwas wiederholend wirkt. Ansonsten bereitet es diebischen Spaß, manchmal aber auch echte Schockmomente, zu lesen wie sich die politischen Widersacher, aber auch angebliche Verbündete der Koalition, im übertragenen Sinne an die Gurgel und dabei wortwörtlich über Leichen gehen. Allerdings fand ich die Charaktere oft sehr einseitig und wenig differenziert, was manchmal wie eine Karikatur wirkte, dem Unterhaltungswert aber durchaus zuträglich war. Der Cliffhanger am Ende war eine fiese Überraschung, so dass ich jetzt schon mit den Hufen scharre um mich im Herbst auf die Fortsetzung zu stürzen, denn nach all den sich überstürzenden Ereignissen muss ich das endgültige Ende nun wirklich erfahren.
Fazit: Fesselnder Polit-Roman im futuristischen eukalyptusgrünen Gewand.

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Don't worry

Fischtage
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Bei diesem Buch war für mich ganz klar der Weg das Ziel. Es hat unheimlich viel Spass gemacht, Ella auf ihrer Suche - nicht nur nach Louis, sondern letztlich auch nach sich selbst - zu begleiten. Der Schreibstil ...

Bei diesem Buch war für mich ganz klar der Weg das Ziel. Es hat unheimlich viel Spass gemacht, Ella auf ihrer Suche - nicht nur nach Louis, sondern letztlich auch nach sich selbst - zu begleiten. Der Schreibstil war frisch und vor allem sehr frech, und einige Situationen wirklich urkomisch, auch wenn es dann immer wieder deprimierte und deprimierende Momente gab. Das Ende fand ich leider wenig glaubhaft und daher etwas enttäuschend. Den sehr skurrilen und fantastischen, aber extrem witzigen Einfall mit dem Fisch fand ich dagegen sehr gelungen, da er die Geschichte so besonders macht. Insgesamt konnten mich seine Kommentare und Ellas vorwitzige Art über so manchen ansonsten unlogischen Handlungsfaden hinwegtrösten.
Fazit: In dieser überraschenden Geschichte ist der Titel „Fischtage“ tatsächlich und wortwörtlich Programm.

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Veröffentlicht am 23.06.2025

Was verbirgt sich hinter dem Spiegel?

Das Spiegelreich
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Das Buch begann äußerst vielversprechend: Leni zieht mit ihrer Familie in das geerbte Haus einer Tante. Bald merkt sie, dass es hier irgendwie merkwürdig ist - und kurz darauf landet sie in einer Welt ...

Das Buch begann äußerst vielversprechend: Leni zieht mit ihrer Familie in das geerbte Haus einer Tante. Bald merkt sie, dass es hier irgendwie merkwürdig ist - und kurz darauf landet sie in einer Welt hinter dem Spiegel. Leider wurde die Geschichte ab diesem Moment sehr verwirrend, was im Wesentlichen am Schreibstil mit den unzähligen vergleichenden Beschreibungen lag, die den Lesefluss immer wieder ins Stocken brachten, so dass ich der Handlung kaum folgen konnte. Was genau Leni im Spiegelreich enthüllt, kann ich auch am Ende des Buches nicht genau sagen - es ging um ein Amulett, einen Anker, ein Band, Licht, Erinnerung - aber letztlich fehlten mir ein paar eindeutige Erklärungen, wie das alles zusammenhängt. Auch fand ich es schade, dass Tante Agathe, die anfangs eine wichtige Rolle zu haben schien, nicht mehr auftaucht. Da hatte ich eine ganz andere Erwartung an das Buch, die leider nicht erfüllt wurde. Obwohl man dem Buch anmerkt, dass der Autor sehr viel Mühe hineingesteckt und sich viele Gedanken über die Welt des Spiegelreiches gemacht hat, war es leider nicht mit meiner Denkweise kompatibel..
Fazit: Die Handlung verliert sich leider in zu vielen ausufernden Beschreibungen.

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Veröffentlicht am 16.06.2025

Die Welt in der Schneekugel

Snowglobe
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Besonders gefallen hat mir der Ideenreichtum, der in diesem postapokalyptischen Roman immer wieder für Überraschungen sorgt. Gerade wenn man meint, die Welt von Snowglobe und das surreale Konzept der TV-Shows ...

Besonders gefallen hat mir der Ideenreichtum, der in diesem postapokalyptischen Roman immer wieder für Überraschungen sorgt. Gerade wenn man meint, die Welt von Snowglobe und das surreale Konzept der TV-Shows verstanden zu haben, setzt die Autorin noch einen drauf und kommt mit einer neuen unglaublichen Entdeckung um die Ecke. Zudem ist die Protagonistin sehr nahbar: sie hat ihre Fehler, steht aber auch dazu und setzt sich letztlich über ihre eigenen Ziele hinweg.
Fazit: Anders als erwartet und viel besser, was will man mehr?

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Veröffentlicht am 12.06.2025

Der mordende Geist

Der Totengräber und der Mord in der Krypta (Die Totengräber-Serie 3)
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Auch der dritte Teil der Reihe konnte mich wieder vollauf überzeugen. Diesmal schreibt der Totengräber an einem neuen Buch zum Thema Geister, was natürlich sehr gut zum aktuellen Fall von Leopold von Herzfeldt ...

Auch der dritte Teil der Reihe konnte mich wieder vollauf überzeugen. Diesmal schreibt der Totengräber an einem neuen Buch zum Thema Geister, was natürlich sehr gut zum aktuellen Fall von Leopold von Herzfeldt passt: hat wirklich ein Geist einen Mord begangen? Gemeinsam mit Julia begibt sich Leo in die Welt der Spiritisten. Als dann auch noch Geisterfotos auftauchen, kommen selbst dem rationalen Inspektor Zweifel. Zeitgleich wird ein Junge entführt - ob die Fälle zusammenhängen? Wieder ist es herrlich mitzuerleben, wie die bunte Truppe - der Inspektor Leopold von Herzfeldt, seine Freundin und Polizeifotografin Julia, der Totengräber Augustin Rothmayer und dessen Adoptivtochter Anna gemeinsam oder auch auf eigene Faust ermittelt und sich dabei gegenseitig unterstützt. Mit Harry Sommer, Julias Freund aus Kindheitstagen und Journalist, der Leo mehr als einmal in die Quere kommt, ist zudem ein weiterer interessanter Charakter hinzugekommen. Die Romanze zwischen Leo und Julia gerät allerdings ins Stocken, und seien wir ehrlich: Leo verhält sich ziemlich dumm, was seine Gefühle für Julia angeht. Dabei könnte alles so einfach sein... Als dann auch noch Leos neugierige Mutter zu Besuch kommt und sogar Arthur Conan Doyle mit von der Partie ist, scheint das Chaos perfekt. Fazit: spannend, witzig, romantisch und gruselig - perfekt!

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